Erste Seequerung 2018

Nachdem der Frühling in München mit voller Wucht Einzug gehalten hat, kann man das Schwimmen im See schon gar nicht mehr als „Eisschwimmen“ oder „Winterschwimmen“ bezeichnen. Es ist schlicht zu warm dafür. Das stelle ich auch fest, als ich am Montag (nach dem herrlichen Sonnenscheinwochenende) an den Langwieder See fahre. Das Wasser ist noch recht frisch, etwa 11 Grad, aber ich bin nicht mehr die Einzige, die schwimmt. Gegenüber am anderen Ufer macht sich eine Frau bereit, hier bei mir stürzt sich ein junger Mann in die Fluten.

Saharastaubsonne über dem Langwieder See

Auch ich will wieder ins kühle Nass. Vom Radln ist mir ganz schön warm. Die Sonne ist hinter Saharastaubwolken etwas versteckt, warm ist es am Ufer trotzdem. Ich kann es kaum erwarten und gehe ins Wasser. Wie immer ist das Reingehen kein Problem. Nach dem Untertauchen und den ersten paar Zügen merke ich aber, dass es doch noch ganz schön kalt ist. Deshalb bleibe ich in Ufernähe, wo ich stehen kann – für den Fall der Fälle! (Macht übrigens Christof Wandratsch, DER Eisschwimmer schlechthin, auch, wenn er allein schwimmt. So steht’s zumindest im Interview im aktuellen „Schwimmsportmagazin„.)

Nach viermal hin und her ist es mir zu kühl und ich gehe raus. Draußen ist es herrlich. Mich durchströmt eine Hitzewelle, während die milchigen Sonnenstrahlen meine Haut von außen wärmen. Ein Mann kommt und will wissen, wie warm das Wasser ist. Ein kurzer Ratsch übers Schwimmen im See, dann muss ich mich aber umziehen.

Die Bäume tragen erstes zartes Grün

Ich genieße die Sonne noch ein bisschen und werde erneut angesprochen. Es ist Christoph, der erst kürzlich auf meinen Blog gestoßen ist und einen Kommentar geschrieben hat. Die Welt ist doch ein Dorf!

Am Mittwoch war ich dann nochmal am Langwieder See. Ich lasse mir etwas Zeit, nachdem ich angekommen bin. Die Theorie: Wenn ich mich vom Radln bissl erholt habe, kann ich das Schwimmen besser genießen und mein Körper empfindet das Wasser nicht so kalt.

Und genau so ist es. Das Wasser ist auch nach den ersten Schwimmzügen angenehm kühl, aber gut erträglich. Deshalb entschließe ich mich zur ersten Mini-Mini-Seequerung in diesem Jahr. Ich schwimme zu der anderen Uferstelle, die Route führt fast nur am Ufer entlang. Es ist ein großes Abenteuer, wie immer beim ersten Mal. Da ich kein Thermometer dabei habe, kann ich die Temperatur nur schätzen: 13 Grad vielleicht.

Da links hinter dem Ast, da ist das Ziel der Mini-Mini-Seequerung …

Das Schwimmen klappt prima, mir wird unterm Schwimmen richtig warm. Der Warmflash durchströmt mich quasi unterwegs. Leider sind auch am Mittwoch (wie schon am Montag) komische Entendreckbatzen im Wasser, das ist etwas unschön.

An Land genieße ich die milchigen Sonnenstrahlen noch ein bisschen, dann muss ich leider wieder aufbrechen. Aber ein schöner Feierabendschwimm, das kommt demnächst sicher auch. Weil’s einfach schön ist!

Advertisements

Saunen in Helsinki

In Helsinki gibt’s ja viele schöne Saunen, nicht nur Allas Seapool. Darüber habe ich ja schon einige Male geschrieben, weil man da ja auch schön schwimmen kann.

In den anderen Saunen kann man nicht schwimmen. Es gibt nicht mal ein Eisbecken! Denn die Saunen in Helsinki sind ganz anders als hier bei uns in Deutschland. Es gibt alte Saunen aus den 1920er-Jahren, die sehr urig sind – und eine Art Zeitreise. Ich finde, da kann man die typisch finnische Saunakultur am besten kennenlernen. In Finnland gibt’s keine Sanduhr für die optimale Dauer des Saunagangs. Es gibt keinen Bademeister, der einmal stündlich vorbeikommt, um einen Aufguss zu machen. Den Aufguss machen die Saunagäste selbst! Und zwar so oft, wie man will. Hui, da hab ich in Allas einmal ganz schön eingeheizt … Danach bin ich erstmal in den Eispool gegangen.

img_9987

Das Chlorhuhn im Meerwasserpool mit Eis.

Mir gefällt die Sauna in Finnland jedenfalls viel besser als hier. Und weil ich in Helsinki schon einige Saunen getestet habe, durfte ich einen Gastbeitrag in dem sehr liebevollen Blog „Finntouch“ schreiben. Den könnt ihr hier lesen.

 

 


Frühlingsschwimmen

Der Frühling ist da. Endlich. Am Dienstag war Frühlingsanfang bei Minusgraden, aber heute gab’s Sonne und es war windstill. Perfekt zum Eisschwimmen. Oder Frühlingsschwimmen.

Ich muss sagen, dass meine Motivation ziemlich gesunken ist, seit der Radlweg nicht mehr benutzbar ist und ich über eine blöde Ampel und durch eine Straße mit Parkplätzen fahren muss. Dennoch habe ich mich heute aufgerafft und bin zum Langwieder See gefahren. Bevor die ganzen Sonntagsausflügler kommen…

Am Langwieder See war es dann noch ruhig und der See selbst lag spiegelglatt da. Herrlich! Und mir war vom Radln warm.

Also umziehen und rein ins kühle Nass. Mein digitales Thermometer hat grad keine Batterien und deshalb ist das alte analoge mitgekommen. Es zeigt aber je nach Blickwinkel alles von 5 bis 10 Grad an.

An den Füßen und Beinen ist es nicht kalt. Sogar eher angenehm. Ich gehe zügig weiter und tauche unter. Kühl, aber gut. Als ich schwimme, kommt die Kälte. Ich bin ja in Ufernähe, wo ich stehen kann. Also alles gut. Aber kalt!

Ich schwimme weiter. Und zurück. Und nochmal hin. Und dann muss ich mich ganz schön zusammenreißen, um auch noch zurück zum Anfang zu schwimmen. Es ist nämlich echt kalt. Aber das will ich jetzt durchziehen und deshalb schaffe ich es auch.

Dann nix wie raus und das Handtuch rumgewickelt. Schön! Die Sonne wärmt. Von innen ein Hitzeschwall. Toll! Es durchflutet mich richtiggehend. Ein Wahnsinn!

Auch, nachdem ich wieder angezogen bin, fühlt es sich noch toll an. Ich kann das jetzt gar nicht wirklich beschreiben. Es war einfach toll! Erfrischt. Ein regelrechter Kick!

Dann radle ich heim und bin sehr glücklich und froh, dass ich trotz des blöden Radlwegs zum See gefahren bin!


Uiminen Helsingissä – Schwimmen in Helsinki

Viele werden denken: Was, schon wieder? Aber ja – ich war schon wieder in Helsinki. Anlass war der „Sauna-Tag“ am 10. März. Und weil ich riesiges Glück hatte und einen günstigen Flug ergattert habe, bin ich übers Wochenende nach Finnland geflogen.

Obwohl auf dem Kalender schon Frühling ist: In Helsinki ist noch Winter.

Am Freitag war ich mittags in Helsinki. Das Wetter war nieselig-grau. Ich war nicht wirklich müde, aber vom vielen Sitzen im Flieger und der S-Bahn war mir nach Bewegung. Und welche Bewegung ist schöner als schwimmen? Eben! Deshalb habe ich gleich den Rucksack umgepackt und bin zum Allas Sea Pool marschiert. Lustigerweise habe ich dafür nicht mal den Stadtplan gebraucht.

Die Brocken hier sind Eisbrocken, die weiße Fläche ist Eis. Hinter dem Zaun ist der Meerwasserpool von Allas Seapool.

Die Ostsee ist zugefroren, nur im Hafenbecken ist es keine Eisschicht, sondern es schwimmen riesige Eisbrocken, weil hier ja auch Schiffe fahren. Ich werfe einen Blick auf die Schwimmbecken im Allas und weiß, dass das eine gute Entscheidung war: Auf den abgetrennten Bahnen waren je nur zwei Leute. Und weil es ein 25-Meter-Becken ist, ist das prima. Ich bezahle also meinen Eintritt (12 Euro für den ganzen Tag) und ziehe mich um. Dann husch schnell ab ins Becken, denn draußen ist es kalt, leichter Frost.

Das beheizte 25-Meter-Becken. Die meisten Leute tummeln sich im Spaßbereich. Gut für mich!

Das Wasser ist warm, aber nicht zu warm. Ich weiß immer noch nicht, was der Unterschied zwischen „Matka/Distance“ und „Nopea/Fast“ ist, aber weil es auf der „Nopea“-Bahn gleichmäßiger ist, geselle ich mich hier zu den Damen. Es läuft prima. Ich bin ziemlich schnell im Flow und habe mich auch schnell an die Kurzbahn gewöhnt. Die eine Frau muss ich manchmal überholen, die andere überholt mich hin und wieder. Aber alles läuft sehr harmonisch. Und als auf der „Hiidas/Slow“-Bahn am Beckenrand gar niemand mehr ist, wechsle ich hierher und schwimme weiter. Bahn um Bahn. Es ist wie im Sommer, wenn ich total im „Tunnel“ bin und um mich rum kaum mehr was mitkriege. Mit „Sightseeing“ ist heute hier nicht viel geboten, es ist so grau, dass ich den Dom fast nicht sehen kann. So sehe ich von Helsinki in dieser Stunde hauptsächlich den hellblauen Beckenboden. Aber das macht nichts.

Und als ich fast fertig bin mit meiner Schwimmeinheit, sind auf einmal zwei junge Männer in meiner Bahn. Stehen da rum und blödeln. Ohmann! Können die nicht 10 Minuten später kommen? Und was machen die hier überhaupt? Im größeren Bereich des Beckens ist eigentlich genug Platz und da steht auch irgendwas von „easy swimming“, habe ich beim Reingehen gesehen. Ich beschließe, nichts zu sagen, sondern schwimme einfach weiter. Ich tu so, als wären sie gar nicht da. Sie kapieren nach zwei meiner Bahnen, dass ich da schwimme. Bleiben aber da, sind aber zumindest an den Rand ausgewichen. Ich denke mir nur: Das sind sicher keine Finnen. Die Finnen, die ich bisher kennengelernt habe, wären nicht so dreist. Zumal man im Winter in diese Randbahn nur kommt, wenn man schon durch die anderen Bahnen durchgetaucht ist. Am Beckenrand liegt Schnee, es ist glatt, deshalb ist der Bereich gesperrt.

Irgendwann bin ich dann fertig mit Schwimmen. Und dann höre ich die beiden sprechen – auf russisch. „So, habe ich’s mir doch gedacht“, denke ich etwas selbstzufrieden.

Ich verschnaufe noch ein bisschen, dann atme ich tief ein und aus. Und dann ganz tief ein, halte die Luft an und tauche. In einem kurzen Becken, das auch nur knapp 1,70 Meter tief ist, könnte das mit dem Tauchen ja klappen. Ich stoße mich also ab, gleite, mache einen kräftigen Brustschwimmzug. Und einen weiteren. Der Boden ist nur ganz knapp unter mir. Irgendwann wird die Luft knapp. „Durchhalten! Wenn’s nicht mehr geht, gehen noch 2 bis 3 Züge“, feuere ich mich selbst an. Und dann muss ich doch auftauchen. Zwei Züge vorm Ziel, dem Beckenrand. Ohmann! Ich wage nach einer weiteren Verschnaufpause noch einen Versuch – doch auch hier muss ich kurz vor knapp auftauchen. Schade! Und auch wieder nicht. So weit, 20 oder 22 Meter, bin ich schon lange nicht mehr getaucht!

Jetzt geht’s ab in die Sauna. Denn der Allas Seapool ist ja auch eine Sauna. Hier ist es schon voller als im Becken. Es sind ziemlich viele Touristen da (ich ja auch). Leider ist es deshalb etwas zu sehr wie im Hühnerstall, rein, raus – viel Unruhe. Egal. Irgendwann bin ich allein in der Sauna und mache einen Aufguss. In Finnland darf man das nämlich. Da kommt kein Bademeister, der Geschichten erzählt und mit dem Handtuch wedelt. Da darf jeder. Ich gieße einen Schöpflöffel Wasser auf die heißen Steine in der Mitte der Sauna. Ah, schön warm. Aber noch nicht genug. Ein zweiter Schöpfer. Schon besser. Mir war nämlich dann noch etwas kühl nach dem Schwimmen und dem Spaziergang zurück ins Haus (der ist nämlich recht weit). Und dann gieße ich noch einen dritten Schöpfer drauf. Hui! Jetzt ist es… äh… warm. Sehr warm.

Zwei Frauen betreten die Sauna. Finninnen, wie ich ihrem Geplauder entnehme. Die eine setzt sich tapfer hin. Die andere geht auf der kleinen Treppe gleich einen Schritt zurück. „Tossi kuuma“, sagt sie zu ihrer Freundin – „sehr heiß“. Und auch mir wird es jetzt zu heiß. Ohje! Die Decke ist relativ niedrig in der Sauna und der heiße Dampf vom Aufguss kommt jetzt runter. Ich muss auch auf die Treppe. Die Sitzbank ist nur in einer Höhe angebracht. Und dann warten wir. Und weitere Frauen kommen herein. Fragen, was los ist. Wir sagen nur, dass es zu heiß ist. Und ich entschuldige mich. Sage, dass ich einen Schöpfer zu viel auf die Steine gegeben habe. (Lustigerweise erfahre ich am nächsten Tag, dass ein guter Aufguss aus 3 Schöpfern besteht. Aber vielleicht mit weniger Wasser…). Irgendwann geht’s wieder und wir können Platz nehmen. Und irgendwann gehe ich dann doch aus der Sauna.

Da sieht man gar nicht viel vom Meerwasserpool. Nur am linken Rand und in der Ecke ist das Becken eisfrei!

Auf mich wartet nämlich der „Merivesiallas“ – der Meerwasserpool! Da ist ja das Wasser der Ostsee drin, nur gereinigt, nicht erwärmt. Und das habe ich schon gesehen – da ist Eis auf dem Wasser im Becken! Eigentlich ist das ganze Becken voller Eis, nur eine Ecke ist eisfrei. Ein Rettungsschwimmer steht dick eingepackt am Beckenrand. Ich habe ihn vorhin schon gesehen, wie er von den Besuchern ein Handy in die Hand gedrückt bekommt und die Leute im Eiswasser fotografiert. Also habe ich auch mein Handy in den Bademantel gesteckt und frage ihn, ob er hier für die Fotos zuständig ist. „Nein“, sagt er, „ich bin der Rettungsschwimmer.“ Ich entgegne lächelnd, dass mir das schon klar ist, aber dass ich eben gesehen habe, dass er viel fotografiert und ob er eben so freundlich wäre, auch von mir ein Bild zu machen. „Klar“, sagt er. Und dass es zum Glück den ganzen Winter bisher keine Unfälle gab.

Ich ziehe meinen Bademantel aus und hänge ihn an die Garderobe, die bereit steht. Auch die Flip-Flops ziehe ich aus. Mittlerweile hat es zu schneien angefangen und ich bin etwas aufgeregt, ob ich es schaffe, in das Eiswasser, das echte Eiswasser, reinzugehen. Über eine Leiter geht’s in den Pool. Als meine Füße das Wasser berühren, finde ich es ziemlich kalt. Aber es hilft nichts. Ich will da rein. Und dann gehe ich einfach weiter die Stufen runter und tauche unter. Oh, gar nicht schlimm! Ich schwimme zur Eiskante. Das sind vielleicht zwei Züge. Dann breche ich ein Eckerl vom Eis ab, drehe mich um und grinse in die Kamera mit meiner Trophäe. Es ist gar nicht kalt und gar nicht schlimm. Es ist total toll! Endlich bin ich im richtigen Eiswasser. Mit Eiskante, von der ich was abbreche. Die aber außer am Rand ziemlich massiv ist. Wahnsinn!

Das Chlorhuhn lacht zufrieden im Eiswasser und hält die Trophäe hoch. Ein Traum ging in Erfüllung!

Dann gehe ich raus und mir ist nicht kalt. Im Gegenteil. Ich schlüpfe zwar in meinen Bademantel, aber als eine junge Spanierin kommt, kann ich ganz locker da stehen, und mit ihr und dem Rettungsschwimmer reden. Ich ermuntere sie, auch reinzugehen. Sie ist nämlich noch unschlüssig. Und dann geht sie zur Leiter. Ich rate ihr, sich drauf einzustellen, dass es kalt ist. Dann tief durchatmen, ruhig bleiben und untertauchen. Sie tut wie befohlen und ist nach einer Sekunde wieder aufgetaucht. Und dann sage ich: „Und jetzt machst das nochmal und genießt es. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm!“ Gesagt, getan – und länger drin geblieben. „Nach der nächsten Sauna schwimme ich“, sagt sie mit einem glücklichen Gesichtsausdruck.

Ich gehe auch nochmal in die Sauna, um danach nochmal ins Eiswasser zu gehen. Es war auch nochmal schön, aber nicht mehr dasselbe wie beim ersten Mal. Der Zauber, die Magie, waren weg. Ich wusste ja schon, was kommt. Schön war’s natürlich trotzdem. So wie der ganze Nachmittag.

Viele Möglichkeiten zum Schwimmen gibt’s im Eispool grad nicht. Ich genieße es trotzdem!

Einziges Manko am Allas Seapool im Winter: Es gibt keinen wirklichen Ruheraum. In der gemischten Sauna gibt’s da zwar was, aber die war leider wegen eines Privatevents geschlossen. Und das kommt öfter vor, war auch im Herbst schon so. Da bin ich draußen in der Sonne gesessen, deshalb ist mir das nicht aufgefallen. Aber insgesamt kann ich einen Besuch im Allas Seapool im Hafen von Helsinki nur empfehlen!


Staub statt Wasser in der Olympiaschwimmhalle

Es tut weh, richtig weh! Heute hatte ich die Gelegenheit, die Baustelle in der Olympiaschwimmhalle anzuschauen. Und oje… alles grau und staubig. Nix mehr türkise Fliesen, nix mit Wasser. Ein riesiges Loch im Boden statt Wasserfläche.

Da blutet das Schwimmerherz … alles zerstört!

Aber naja, das ist auch normal. Denn die Olympiaschwimmhalle wird saniert.

So ruhig ist es selten im ZHS-Becken in der Olympiaschwimmhalle. Fünf Bahnen stehen den Besuchern zur Verfügung (statt acht wie im Wettkampfbecken).

Während wir im ZHS-Becken unsere Bahnen ziehen und das mal mehr, mal weniger gut geht, werkeln nebenan die Handwerker. Lautstark, das hört man sogar unter Wasser. Sie haben die Fliesen in den Becken abgeschlagen, im Moment wird der Boden bearbeitet. Staub und Dreck überall.

Schmutz und Lärm statt Wasser und Spaß!

Ich gehe ins Becken. Das ist echt spannend. Über eine Holzrampe geht’s in die Tiefe. Und von hier sieht es echt seltsam aus. Kaum vorstellbar, dass das ein Schwimmbecken war.

Bissl Wasser ist schon im Becken … 😉

Ich gehe zur Beckenmitte, dort, wo die Rampe nach unten geht. Hier liegen noch Splitter der alten Fliesen rum. Ich sammle ein paar ein, als Andenken.

„All der Krach und Schmutz und Staub“ – bei dem Anblick muss ich an Tomte denken und „Die Schönheit der Chance“.

Denn mit „Kacheln zählen“ ist hier Schluss. Auch das große Wettkampfbecken wird ein Edelstahlbecken. Das ist einfacher zu pflegen und hygienischer. Ich bin noch skeptisch, ob das so schön aussieht wie die Fliesen.

Andererseits sind die Freibäder auch Edelstahlbecken und durch die großen Fenster in der Olympiaschwimmhalle scheint bei gutem Wetter auch die Sonne rein. Mal sehen.

Das Unterwasserbullauge aus einer anderen Perspektive

Der Plan ist, dass die Sanierung zum Ende des Jahres 2018 (heuer!!) abgeschlossen ist. Hoffen wir das Beste!

oly-alt-seitlich

Rückblick: Olympiaschwimmhalle mit Fliesen


Kurzes Eisvergnügen

Heute war es frühlingshaft warm, in der Sonne, auf der Terrasse. Aber der Tegernsee hat in unserer Bucht noch seine Eisschicht. Die ist nicht mehr so schön glasklar, eher so sülzig.

Deshalb musste ich einen kleinen Spaziergang machen. Und der Papa kam mit. Zum Aufpassen, Passanten abhalten und fotografieren. Die Schwimmstelle hatte ich schon ausgekundschaftet.

So sah es am Freitag noch aus...

So sah das am Freitag noch aus …

Ein paar Leute sind da, auch Schwäne und Enten. Ich ziehe mich um und gehe ins Wasser. Das Thermometer hatte anfangs 5 Grad angezeigt, dann hat es sich ausgeschaltet. Batterie schwach und kalt. Keine gute Kombination.

Das Wasser ist kalt und klar, aber nicht so eisig, wie ich vermutet hätte. Der Boden ist extrem sandig, ich sinke tief ein. Dann habe ich zum Glück wieder Steine unter den Füßen, kann noch ein paar Schritte gehen und dann tauche ich ein und schwimme los. Geht eigentlich. Oh nein, geht doch nicht! Kalt! Umdrehen und zurück schwimmen. Ich beschließe, es bei diesem kurzen Ausflug zu belassen und gehe an Land. „50 Sekunden“, sagt der Papa, der alles genau beobachtet hat.

Kein Eis mehr an der Leiter, das Wasser ist glasklar – und kalt!

Jetzt umziehen und heimgehen. Auf die windgeschützte Terrasse und in die Sonne. Herrlich! Mir ist gar nicht kalt, lediglich die Zehen sind kalt. Und dann denke ich: Mann! Ich hätte doch länger schwimmen sollen!


Eiszauber

Der Dauerfrost hat ganz zauberhafte Welten gemacht. Der Tegernsee hat eine Eisschicht! Und das musste ich dann natürlich anschauen.

Der Tegernsee ist zugefroren, das Eis ist durchsichtig

In Abwinkl nahe der Ringseeinsel ist der See zugefroren. Das sieht nicht nur wahnsinnig toll aus. Es entsteht eine ganz andere Klangkulisse. Es ist sehr still. Der See liegt starr und macht keinen Mucks. Das fällt ja sonst nicht auf, aber bissl Geräusche macht so ein Gewässer immer. Jetzt nicht.

Eine ganz besondere Stimmung herrscht dank der Eisschicht auf dem Tegernsee

Außerdem ist das Eis spiegelglatt und durchsichtig. Der Tegernsee hatte wohl wenig Wasser, als er zugefroren ist, denn die Uferlinie ist weit innen. Durch die Eisschicht kann man die Steine sehen und die Tiefe erahnen. Ich traue mich aber nicht auf die Eisfläche. Wer weiß, wie stabil die ist? Also nur vom Ufer beobachten.

Das Eis ist glasklar und durchsichtig. Und die Welle hat den Stein eingeeist.

Ich spaziere weiter. An der Bootsanlegestelle ist der See nur noch teilweise gefroren. Und hier klingt es anders. Ein Gluckern durchbricht die Eisesstille. Die Enten haben Spaß an der Eiskante.

Blick von der Anlegestelle Abwinkl Richtung Ringsee

An den Pfosten der Schiffsanlegestelle hört die Eisfläche auf.

Weil es ja nicht nur kalt, sondern auch windig war, sieht man an den Stegen noch, wie das Wasser hochgeschlagen hat und dann festgefroren ist.

Die Stegpfosten haben „Söckchen“, der Ostwind hat Wellen gemacht, die dann Schicht für Schicht festgefroren sind.

Noch ein Stückchen weiter klingt es wieder anders. Ein Klirren und Klackern, wie bei Eiswürfeln im Cocktailglas. Hier schwimmen nämlich kleine Eisstücke umher.

Und noch eine Ecke weiter gibt’s einen anderen Sound: Die Wellen sind ganz klein und schlüpfen unter den Eisrand am Ufer. Ein Gluckern und Klirren. Wunderschön!

Unter der Eisschicht am Ufer gluckert das Wasser, das in leichten Wellen ans Ufer schlägt.

Eisschwimmen war ich noch nicht. Dieses Mal habe ich nur die Eisstimmung genossen. Ein seltenes kurzes Vergnügen!

(Leider sind die Videos kopfüber, sorry!)