Chlorhühnchen goes Atlantik

Das Chlorhühnchen ist ja schon seit einiger Zeit auf Abwegen. Statt nur im Chlorwasser schwimme ich auch immer öfter im See. Vor allem im Winter habe ich dem Eisschwimmen ausgiebig gefröhnt.

So wurde ich von Lissabon empfangen! Wahnsinnig schön…


Jetzt war ich in Lissabon. Und von da geht’s ratz-fatz mit dem Zug an den Atlantik. Lissabon selbst liegt – wusste ich auch nicht – gar nicht direkt am Meer, sondern an einem Fluss namens Tejo. Sehr schön, aber kein Meer.

Sieht hübsch aus, wie die Sonne am Tejo untergeht.


Eigentlich mag ich das Meer nicht sonderlich gerne. Meistens ist es so wellig, dass man nicht viel „anstellen“ kann. Ich hatte ja befürchtet, dass der große Atlantik mindestens so große Wellen macht wie das Mittelmeer. Aber: weit gefehlt! Ich habe eine schöne ruhige Stelle gefunden, an der das Wasser sehr ruhig war.

Ein schöner Strand in Cascais bei Lissabon


Kurti im Atlantik. Endlich wärmer…


Laut „Kurti“ hatte das Wasser 17 bis 18 Grad, also für Eisschwimmer kuschlig warm. Und so kam’s, dass ich ganz easy-peasy reingehen konnte. Selbst, als eine große, ruhige Welle kam und mich fast komplett nass gemacht hat, war das nicht unangenehm. Dann bin ich geschwommen. Mangels Schwimmbrille und wegen Salzwassers  nur Oma-Brust, aber das war richtig schön! Ich habe eine Boje angepeilt und bin dort hingeschwommen.

Große gleichmäßige Wellen waren ideal zum Schwimmen


Weil das Wetter so schön war und nach dem vielen Rumlaufen am Vortag ein ruhiger Strandtag als Belohnung gerade recht war, bin ich einige Stunden geblieben und war mehrfach im Wasser. Es war einfach traumhaft!

Eins muss die Eisschwimmerin jetzt aber wieder beachten: Das Wasser ist nicht mehr so kalt und auch an Land kann man es aushalten. Da ist ein Bikini – vor allem am Meer – hübscher als ein Badeanzug. Einziges Manko am Meer: Sandstrand. Ich mag keinen Sand, glaube auch nicht, dass sich das noch mal ändert in diesem Leben. Aber Wasser – das mag ich!

Überall Sand… hartnäckig hält er sich…


Wasser wieder wärmer als die Luft 

Nach den frühlingshaften Tagen war es heute wieder kühler und grauer. Aber immerhin kein Regen, also packten Bine und ich die Schwimmsachen und sind zum Langwieder See geradelt. 

Ich habe mich unterwegs noch gefragt, ob das jetzt eine gute Idee war. So kühl und greislig wie es war. 

Am See selbst war eine tolle Stimmung. Ruhig und beruhigend. Kein Mensch da. Nur auf dem Wasser war so bissl Schmodder. Egal. Es geht rein!

Ruhige Abendstimmung und der See gehört uns ganz allein!


„Kurti“ – so heißt das Thermometer jetzt – zeigte erst 13, dann 12,7 Grad an. Fühlte sich zu Beginn kälter an. Aber wie immer war es herrlich, sobald wir untergetaucht waren. Und dann sind wir zum ersten Mal miteinander zu der Stelle schräg gegenüber geschwommen. Der See war ganz glatt und hat eine tief dunkelgrüne Farbe. Fast mystisch! 

Wir sind zwar nur diese gut 3 Minuten geschwommen, aber das war herrlich! „Richtige Entscheidung“, lautet das Fazit beim Heimradln. Es tut einfach gut, am Feierabend noch im See zu schwimmen. Auch bei Wolken und kühlen Temperaturen. Die Luft hatte nämlich nur 11 Grad. 


Tegernsee-Schwimmen 

Ich wollte noch einmal im kalten Wasser schwimmen. Also bin ich zum Tegernsee gefahren. Doch auch hier hat die Sonne das Wasser erwärmt. Laut offizieller Messstelle 7,6 Grad. 

Auf dem Wallberg liegt noch etwas Schnee. Der See ist schon recht warm mit 9,5 Grad


Mein Thermometer zeigt sogar 9,5 Grad an, als ich schwimme. Es war leicht bewölkt und etwas windig, aber das Schwimmen lief prima! Die Bewegungen sind rund und nicht mehr so steif und hölzern wie im kalten Wasser (also bei Temperaturen unter 5 Grad). Und es stellt sich auch wieder das heiße Kribbeln ein. Ein irres Gefühl! Mir war fast heiß beim Schwimmen! 

Bissl über 4 Minuten bin ich geschwommen.


Nach ein paar Minuten merke ich, dass die Zehen kalt wurden. Aber ansonsten ganz prima! Und beim Rausgehen gab’s dann die magischen Heiß-Kalt-Wellen, die meinen Körper durchfluten. Ein Wahnsinnsgefühl. Und das im besten See von allen! Herrlich!


Feierabend-Schwimmen 

Vorteil des Frühlings: Es ist schön lange hell. Und genau das haben wir heute genutzt zu einem Feierabend-Schwimmen. Fühlte sich schon fast nach Sommer an, mit der Abendsonne über dem See …

Abendsonne über dem Langwieder See


Es war etwas arg wellig, weshalb das Schwimmen in die eine Richtung nicht so schön war. Dafür war’s in die Gegenrichtung umso schöner! Das Wasser hatte 11,5 Grad. Da hat die Sonne ganze Arbeit geleistet. Am Montag waren es nämlich noch 9,5 Grad. 

Fast schon sommerlich und grünes Wasser am Montag


Und wenn ich schon kein kaltes Tegernsee-Wasser bekomme, mache ich jetzt ein Feierabend-Bier auf. Ist ja auch Tegernsee-Wasser und hat etwa 8 Grad … 😉

Das ist auch Tegernsee und hat 8 Grad!


Reizlos

Der Frühling ist da. Nicht nur an Land, auch im Wasser. Der Langwieder See hat zwischen 8 und 10 Grad, je nach Tag. Ich war zum Beispiel gestern, da hatte das Wasser 9,5 Grad. Es wehte ein leichter Ostwind und die Sonne schien. Da der Langwieder See von östlicher Seite geschützt ist, war er spiegelglatt und das Wasser schön klar. Deshalb war das Reingehen überhaupt kein Problem. Und auch das Schwimmen war easy. Ich bin zwei Runden geschwommen, etwa 7 Minuten (meine Uhr hat unterwegs den Geist aufgegeben).


Und was soll ich sagen? Es war schön, aber der Reiz, die Überwindung, sind weg. Es ist schon jetzt wie im Sommer: Reingehen, schwimmen, rausgehen. Nur das Umziehen erinnert noch ans Frühjahr. Denn an Land merke ich schon noch deutlich, dass es nicht Sommer ist. Und wer hätte gedacht, dass ich in Wasser, das knapp 10 Grad hat, so easy und normal schwimme wie im Sommer. Ich schwimme zwar noch Oma-Brust, denke aber, dass ich den Kopf untertauchen könnte um zu kraulen.Vielleicht sollte ich das ausprobieren? Denn ansonsten ist es jetzt – leider – etwas unspektakulär. Nicht für die Zuschauer oder für andere, aber für mich. Es kostet keine Überwindung, ins Wasser zu gehen. Beim Schwimmen hat es ein bisschen am Rücken gekribbelt, aber das war’s auch schon. Schade!

Oder ich muss doch noch mal in den Tegernsee. Der ist noch nicht so warm … 😉


Unterschiede

Ich mag diese halb-sonnigen Tage wie heute! Das Wetter ist gut, aber das wissen nur wenige zu schätzen. So kann ich meinen Hobbys frönen und bin ungestört. Und zum Eisschwimmen braucht man keine Sonne. Zumindest jetzt nicht mehr, denn die Luft ist mit 10 bis 14 Grad angenehm warm. Weiterer Vorteil: Der Unterschied zwischen Luft und Wasser ist viel geringer. Das Reingehen kostet weniger Überwindung. 

Bestes Eisschwimmwetter!


Ich war am Langwieder See, der 8,1 Grad hatte. Fühlt sich schon deutlich wärmer an, wenn ich da die ersten Schritte im Wasser mache. Allerdings ist es mir jetzt schon ein paar Mal so gegangen, dass mir etwa 20 Sekunden nach dem Losschwimmen bissl komisch wurde. Bissl Übelkeit und schnellerer Puls. Nicht schlimm, geht auch wieder schnell weg. 

Als das rum war, war das Schwimmen (weiterhin Oma-Brust) total schön! Ich merke den Unterschied zum richtig kalten Wasser deutlich. Die Bewegungen sind ruhiger und runder. Auch anders als im Herbst, als der See dieselbe Temperatur hatte. Aber da wurde es ja immer kälter. Jetzt wird’s wärmer. Das ist echt spannend zu beobachten. 

Und weil das Schwimmen so gut lief und der See so schön war, bin ich über den See geschwommen. Naja … von einer Ecke in die andere. Etwa anderthalb Minuten. Aber immerhin! Das war toll. Kribbeln und bitzeln im Wasser inklusive!

Zu der Kiesstelle gegenüber bin ich geschwommen!


An Land musste ich mich fix umziehen, denn warm ist es nicht. Und ich will ja gesund bleiben. Da kam nach 5 Minuten schwimmen kein Zittern, aber heiße Schauer über den Rücken! Wow!


Ice, Ice Baby!

Weil der Langwieder und der Lußsee inzwischen schon frühlingshaft warmes Wasser hatten und ich einfach Gefallen am kalten Wasser gefunden habe, wollte ich am Wochenende ncohmal im Tegernsee schwimmen. Der hat nämlich noch Eiswasser (laut Definition der IISA alles zwischen 0 und 5 Grad)! 4,2 Grad waren’s am Freitag. Bissl Wind zwar, aber mei – man kann nicht alles haben. Auch ohne Begleitung, weil der Papa noch arbeiten war. Also allein zum See, ruck-zuck rein und geschwommen. Schon kalt, aber auch schön kalt. Insgesamt habe ich es gute zwei Minuten ausgehalten. Danach schönstes Kribbeln und daheim auf der Terrasse trotz Sonne bissl Zittern. Naja. Und dann kommt der Papa  – und was hat er dabei? Ein Eis! Das erste Eisdieleneis der Saison – und das direkt nach dem Eisschwimmen. Fast schon bissl wie im Sommer, wenn es nach dem Schwimmen ein Eis gibt. Gewärmt hat es mich zwar nicht, aber es war köstlich!

Am Samstag dann Föhnsturm, da habe ich nur Bilder gemacht und das Schwimmen den Enten überlassen. Eine hat sich sogar im Wellenreiten versucht …

Die Ente genießt die Wellen und übt Wellenreiten

Mystische Stimmung im Gegenlicht

Der Tegernsee hat nicht nur Wellen, sondern auch mehr Wasser. Als Schnee lag, waren die großen Steine die Uferlinie.

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr …


Ich bin dann am Sonntag wieder schwimmen gegangen. Der Regen hatte gegen Mittag aufgehört, der Wind ebenso. Also schnell nutzen und schwimmen. Mit dem Papa als Aufpasser und Fotograf.

Eisschwimmen – einfach herrlich!

Nachts hatte es auf den Bergen geschneit, jetzt steigen die Wolken auf. Den Enten ist es wohl zu kalt im Wasser …


Da es an Land kühl war, etwa 6 Grad, bin ich nicht lange geschwommen. 1’18 Minuten bei 4,2 Grad Wassertemperatur. Was mir aufgefallen ist: Beim Schwimmen hat sich im Herbst immer so eine warme Schicht direkt unter der Haut gebildet, die kommt nicht mehr. Ist das Wasser zu kalt? Bin ich zu abgekühlt? Seltsam … Das Kribbeln danach war wieder 1A!

Das Thermometer zeigt, sobald es an Land ist, eine etwas höhere Temperatur. Im Wasser waren’s 4,2 Grad.


Und was passierte dann? Die Sonne kam raus und alle Wolken waren weg – schönster blauer Himmel. Ach, menno…. DAS wär’s gewesen!

Beim Spaziergang schien die Sonne – so schön kann’s in Bad Wiessee sein!

Der See und Wallberg mal von einer anderen Stelle …


Heute war ich nach dem Schwimmen im Dantebad (warmes Wasser!) noch in der Sauna. Da gibt’s zwei unterschiedliche Tauchbecken: eins wie eine Tonne, nur zum Untertauchen, und ein längliches (draußen), da kann man einen Brustschwimmzug schwimmen. Da war ich dann drin und bin paar Mal hin- und hergeschwommen. War gar nicht so kalt, ich schätze mal, dass das Wasser 9 Grad hatte. Und danach? Bestes Kribbeln! Wie nach dem Eisschwimmen! Wer dieses einmalige Gefühl mal erleben möchte, sollte einfach länger im Tauchbecken bleiben. Und wenn’s eins gibt, in dem man kurz schwimmen kann: umso besser! Aber obacht: Macht süchtig!