Monatsarchiv: Juni 2018

Im Chiemsee – endlich

Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich zwar schon im Chiemsee geschwommen bin, aber nie unter „normalen“ Bedingungen. Zweimal im Eiswasser und einmal im Dunklen bei Vollmond. Aber tagsüber und bei normalen Temperaturen an Land und im Wasser? Fehlanzeige. Bis heute!

Auf dem Rückweg von einem Termin lasse ich mich am See absetzen. Lustigerweise ist es genau die Stelle, die ich vom ersten Eisschwimmen und vom Vollmond-Schwimmen kenne. In Bernau bei der Wasserwacht.

Den Ausblick kenne ich schon vom Eis- und Vollmondschwimmen.

Leider kommen dann aber Leute mit Hunden und da ich da eher schlechte Erfahrungen gemacht habe, packe ich meine Sachen gar nicht erst aus, sondern ziehe weiter zum Freibad-Strand. Der ist recht leergefegt, was zum einen an der Fußballnationalmannschaft liegt, die heute ein Spiel zu spielen hat. Zum anderen an den Wolken. So richtig warm ist es nicht. Aber auch nicht kalt und deshalb ist jetzt See-Zeit!

Der Strand vom Freibad in Bernau

Einen richtigen Freiwasser-Ausflug mit Boje und allem drum und dran mache ich nicht. Dazu bin ich heute zu kaputt und die Wolken machen mir schon bissl Sorgen. Außerdem habe ich mir keine Strecke rausgesucht. Also nur bissl Oma-Schwimmen. Als ich ins Wasser gehe, merke ich, dass es schön warm ist. Mein Badethermometer zeigt 25 Grad an, das Wasser ist hier flach. Sehr flach. Ich gehe und gehe und gehe – und es wird nicht tiefer! Irgendwann, ich bin schon fast zu Fuß an dem Schwimmfloß angekommen, wird es tiefer und ich kann schwimmen. Das Wasser ist dunkel, leicht wellig und seidig weich. Ganz anders als im Tegernsee, da ist es „härter“, steiniger. Ich schwimme zum Floß, daran vorbei und was ist das? Etwas kitzelt mich! Ohje. Wasserpflanzen. Die mag ich ja gar nicht… Ich schwimme noch etwas weiter. Das Wasser ist schön warm.

Am Kiosk habe ich dann noch das Schild mit der „offiziellen“ Temperatur gesehen. Wohl nicht im ganz flachen Wasser gemessen …

Später mache ich dann doch noch einen zweiten kurzen Schwumm. Die Wolken sahen zwischendurch ganz schön übel und dunkel aus, aber dann wurden sie wieder etwas lichter und so gibt’s zum Abschluss noch eine kleine Runde.

Da wurde es dann doch Zeit zu gehen …

Zu Fuß geht’s zum Bahnhof, ich finde einen schönen Weg. Durch eine Birkenallee geht’s zur Autobahn, dann unten durch. Danach sind’s nur noch ein paar Hundert Meter an der Straße und dann ist auch der Bahnhof schon da. Durchaus machbar, auch wenn es zwei Kilometer zu Fuß sind.

Durch diese Birkenallee geht’s vom See zum Bahnhof – oder andersrum!

Fazit: Es ist schön im Chiemsee und mit etwas Vorbereitung gibt’s vielleicht sogar mal einen Ausflug mit Boje.


Wenn die Zeit verfliegt …

Die Freibadsaison ist ja in vollem Gange. Seit gut sechs Wochen ist die schönste Zeit des Jahres am Laufen. Und es gab schöne Tage (mit wenig Leuten im Becken) und nicht so schöne Tage (an denen es „schönes Wetter“ war, mit vielen Leuten im Bad). Und dann gibt’s die Tage, an denen die Zeit nur so verfliegt. Weil das Schwimmen so schön ist. Und ich – egal, ob viele oder wenig Leute da sind – schwimme, schwimme, schwimme – und irgendwann denke: Waaaas? Das war’s jetzt schon? Hab ich mich auch nicht verzählt? Oder einen 10er ausgelassen? Nein. Blick auf die Uhr – ich bin schon eine Stunde im Wasser. Nur: Wo ist die Zeit geblieben? Mir kam es gar nicht lange vor.

Heute war wieder so ein Tag. Und es gab diese Tage in dieser Saison schon einige Male. Wow! Hatte ich im Winter und Frühling noch das Gefühl, dass ich keine Lust zum Schwimmen habe, ist jetzt das Gegenteil eingetreten. Ich will. Ich muss. Und was hilft da? Weiterschwimmen! Yes! Einfach einen Kilometer drauflegen. Schwimm 4 statt 3, sozusagen.

Wenn das so weitergeht, wird diesen Sommer mal wieder die magische 5 fällig! Das habe ich bisher zweimal gemacht. Und beide Male sind schon etwas länger her. Aber man weiß ja nie … und von wegen: aufhören, wenn’s am schönsten ist. Pff! Weitermachen. Weiterschwimmen. Wende, Zug um Zug, weiter geht’s …