Monatsarchiv: Dezember 2016

Eisschwimmen im wahrsten Wortsinn

Endlich, endlich, endlich! Verdient das, was ich mache, seinen Namen! Eisschwimmen im wahrsten Wortsinn! Nachdem mir gestern der Nebel wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, hatte ich heute Glück.

Gestern: dicker Nebel kurz nach dem Losfahren. Leider!

Sonne, blauer Himmel und klare, kalte Winterluft. Herrlich! Die Bäume und Gräser dick von Raureif überzogen, glitzernd in der Sonne.

Mein Radlweg führt mich ja bekanntlich erst am Langwieder See vorbei. Und was sehe ich? Eis! Der ist zugefroren! Ohnein! Daumendrücken! Bittebittebitte!

Man sieht die Eisschicht am Rand…

Zum Glück! Der Lußsee ist offen! Liegt aber so ruhig drin wie tot. Und bissl Eis gibt’s schon. An der Schattenstelle.


Ich gehe zu meiner Sonnenstelle, stelle meine Sachen ab, und mache mir einen Eindruck und ein paar Fotos.

Ein Stückerl Eis, das aussieht wie ein Fisch!

So schön ruhig und eine tolle Spiegelung… allein die schöne Stimmung ist den Ausflug wert …

Dann gibt’s kein Zurück. Ich lasse mich von den Leuten nicht stören und bereite mich vor. Ausziehen, Sachen für später bereitlegen. Uhr, Flipflops und Thermometer. Los. Zum Ufer. Die Sonne ist echt toll, es ist richtig warm, sogar im Badeanzug.

Das Wasser: kalt. Es fühlt sich tatsächlich eisig an. Zumindest am Anfang. Dann gehe ich weiter und es ist irgendwie normal. Stoppuhr aktiviert. Tief durchatmen. Rein. Wow! Losschwimmen. Puh, sind meine Füße kalt! Kurz fühlt sich auch mein Herz komisch an. Als ob es kurz aussetzt. Schock.

Eisblumen, wenn man so will…

Am Ufer entlang. Zur Eiskante. Eis abbrechen. Es ist ganz dünn. Dann zurück. Und raus. Es ist wirklich kalt. Und länger als 1’37 Minuten halte ich heute nicht aus. Beim Rausgehen werde ich von einer Spaziergängerfamilie empfangen. „Wie oft schwimmen Sie im Winter?“, fragt der Vater. „Einmal die Woche“, antworte ich. „Respekt!“ kommt von den Eltern.

Sie dürfen dann auf dem Thermometer die Temperatur ablesen, sehen wie ich, dass es 5 Grad anzeigt. Das kann ich nicht glauben. Wenn Eis auf dem Wasser ist, sollte es kälter sein. Ich brauche echt ein besseres Thermometer.

Umziehen klappt dieses Mal gut. Ich habe noch ein Gefühl in den Fingern. Und dann durchschwappen mich wieder diese heiß-kalten Wellen. Herrlich! Und dazu der Sonnenschein. Perfekt!

Ich genieße die Sonne noch eine Stunde. Kurz zittere ich, aber nicht schlimm. Beim Heimradln ist mir an den Füßen kalt. Aber das war’s auch beim Hinradln schon. Ein schöner Abschluss für dieses Jahr. Und immer schön die Tipps beachten …


Weihnachtstradition

Letztes Jahr war ich an Weihnachten zum ersten Mal im Tegernsee schwimmen. Und heuer musste das natürlich auch sein. 

Gestern düster und wellig …


Gestern war das Wetter ungeeignet: Regen und Wind. Heute dafür Sonne und glattes Wasser. 

Glattes Wasser, aber genau jetzt kommen Schleierwolken


Meinen Eltern ist es nie so ganz wohl, wenn ich alleine zum Eisschwimmen gehe, deshalb kommt der Papa als Aufsicht mit. Und als Fotograf!

Der See ist ganz ruhig, die Enten verziehen sich – aber auch die Sonne. Sie zieht sich einen Wolkenschleier vor… Der See hat ziemlich wenig Wasser. Noch weniger als letztes Jahr. Kein Wunder, hat kaum geregnet im Herbst. 

Laut offizieller Messstelle hat das Wasser im Tegernsee 5 Grad. Mein Thermometer sieht das ähnlich. Luft etwa 12 Grad. Und das Wasser fühlt sich sehr kalt an. Aber ich will rein. Deshalb bin ich da. Es geht wie immer ganz fix. Dann ist es unfassbar kalt. Ich kann mich kaum bewegen. 

… und los!


Ich drehe um. Schwimme zurück. Mein Körper gewöhnt sich an das kalte Wasser. Ich schwimme noch mal hin, etwas weiter. Dann zurück. Schluss! Es waren nur anderthalb Minuten. Aber die waren schön. 

Wie weit meine Wellen schlagen…


Und draußen ist mir zwar kalt, aber nicht schlimm. Kein Zittern. Nur wohliges Kribbeln! Sehr schön. Heim. Tee. Essen. Prima!

Das ist jetzt eine neue Weihnachtstradition. Wenn man etwas mehr als einmal macht, ist es eine Tradition, oder? 😉


Praktische Tipps zum Winter- oder Eisschwimmen

Zuerst möchte ich mich bei euch bedanken. Es gibt einige, die meinen Blog nicht nur lesen, sondern auch kommentieren. Das freut mich! Vor allem, dass ich wohl einige von Euch dazu anrege, das Eisschwimmen selbst auszuprobieren, freut mich. Und da habe ich mir gedacht, dass ich mal meine Tipps und Erfahrungen vom Eis- oder Winterschwimmen hier kompakt zusammenfasse. Sie sind zwar alle schon mal in den verschiedenen Artikeln aufgetaucht, aber so habt ihr sie auf einen Blick.

Kaltes, klares Wasser… das wollen immer mehr ausprobieren…


Meine Erfahrung ist sehr subjektiv, ihr könnt das natürlich anders sehen oder machen, das müsst ihr selbst wissen. Das Wichtigste ist jedoch: Eisschwimmen ist ein Extremsport. Das kann auch gefährlich werden, deshalb nicht übertreiben. Am besten ist man nicht allein am See. Ich bin zwar meistens allein, bleibe aber deshalb im flachen Wasser, nah am Ufer. So kann ich mich hinstellen und rausgehen, sollte sich mein Körper komisch anfühlen. Da ich keinem – weder mir noch sonst wem – was beweisen muss, gehe ich nur ins Wasser, wenn mir danach ist. Letzte Woche zum Beispiel war’s zwar in München sonnig, aber am Lußsee hing dicker Nebel, dazu Ostwind und Raureif. Das war mir zu kalt und ungemütlich, da habe ich mich nicht mal ausgezogen.

Schön, aber zu kalt. Wenn mir nicht danach ist, gehe ich nicht rein.


Letztes Jahr bin ich sehr langsam ins Wasser gegangen, bin lange rumgestanden. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich gehe zügig rein, bis das Wasser an den Oberschenkeln ist. Dann atme ich tief durch, sage zu mir: „Gleich wird’s kalt“, und dann tauche ich unter.Profi-Eisschwimmer Jochen riet mir im Januar, dass man ruhig bleiben soll – also kein „huuuchh“ und Rumgehampel – denn das kostet unnötig Energie.

Da mir das kalte Wasser am Kopf zu kalt ist, bleibt der über Wasser. Die Badekappe hält die Haare trocken und den Kopf bissl warm (man will ja nicht unnötig frieren…). 

Kopf über Wasser – Oma-Brustschwimmen…


Und dann schwimme ich los. Ruhig, gleichmäßig. Ich fühle in meinen Körper rein, wie verhält er sich? Wie nehme ich die Kälte wahr? Ich schaue dann auch mal auf die Uhr. Meist geht’s die ersten 20 Sekunden gut, dann wird’s hart. Und nach 2 Minuten geht’s gut. Letzten Samstag im Tegernsee wollte ich es wissen und bin 7 Minuten geschwommen. Danach habe ich echt schrecklich gefroren, ewiges Warmzittern. Das hat mir nicht gefallen. Also jetzt: nicht übertreiben und nicht so lang schwimmen.

Ich habe auch immer Badelatschen dabei. Allerdings sind die Flipflops mit Zehensteg nicht zu empfehlen; die kalten Zehen wollen nicht freiwillig in die richtige Position. Also lieber normale Schlappen (muss ich noch besorgen). Ich bevorzuge inzwischen auch die Stelle am See mit Kiesstrand. Denn eine Wiese ist im Winter meistens nass und batzig, habe ich letztes Jahr am Feldmochinger See am eigenen Leib erfahren müssen. Steine oder ein Steg sind dagegen ideal. Denn so bleiben die Füße sauber. An kalten, tauben Füßen Dreck wegzurubbeln, macht keinen Spaß!

Ein guter Lagerplatz am Kiesstrand


Bevor ich ins Wasser gehe, lege ich an meinem Platz das Handtuch und meine Klamotten schon bereit. Wenn ich nach dem Schwimmen zurückkomme, wickle ich mir das dunkelblaue Handtuch (bei Sonne leicht angewärmt!) um, tupfe mich trocken – nicht rubbeln. Je nach Wassertemperatur und Schwimmdauer geht das Gefühl in der Haut komplett verloren. Dann ziehe ich meinen Badeanzug obenrum runter und das T-Shirt an. Dann ist der Oberkörper schonmal geschützt. Wenn es recht kalt ist, ziehe ich meine Merinojacke auch gleich an, bevor ich den restlichen Badeanzug ausziehe. Nach der Unterhose ziehe ich meistens die Socken an, denn dann sind die Zehen eingepackt und verfangen sich nicht in der Hose.

Weil ich ja mit dem Radl zum Eisschwimmen fahre, habe ich eine Outdoorhose an. Die hält den Wind beim Fahren ab und wird nicht nassgeschwitzt. Außerdem habe ich zum Heimfahren ein Ersatz-Paar Socken dabei. Vom Hinfahren wurden die anderen zu oft feucht vom Schwitzen. Ich habe beim Hinfahren den Badeanzug schon an. Dann reicht die Merinojacke ohne T-Shirt. Die Merinojacke wird auch nicht nassgeschwitzt, das T-Shirt ist frisch aus dem Rucksack. So habe ich keine nassen/feuchten Klamotten zum Heimradln an. Außerdem ist es empfehlenswert, auf Knöpfe und Schuhbänder und sowas zu verzichten. Wenn die Hände richtig kalt und steif sind, ist ein Druckknopf schneller zu und Winterstiefel schnell angezogen. Außerdem halten die den Fahrtwind besser ab als Turnschuhe.

Das Radln ist nach dem Eisschwimmen zwar manchmal eine Herausforderung. Ich warte meist, wenn ich angezogen bin, etwas ab und trinke von dem Tee, den ich in der Thermoskanne dabei habe. Erstens kann ich so das „Nachglühen“ genießen und zweitens etwas aufwärmen. Wenn ich bereit bin, radle ich los. Hände und Füße werden zwar kalt, aber durch die Bewegung wärmt sich der Körper doch gut auf.

Bis ich letzte Woche im Tegernsee war, dachte ich, dass das Radln danach schlimm ist. Aber tatsächlich ist es gut, sich danach zu bewegen. Manche joggen danach auch. Wer gern läuft, kann das ja mal ausprobieren. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Und wenn man denkt, dass eine heiße Dusche oder ein Glühwein jetzt, wo man so ausgefroren ist, eine gute Idee wäre: Lieber nicht! Der Körper muss sich langsam von sich aus wieder aufwärmen. Er hat die Wärme in der Körpermitte konzentriert, Arme und Beine sind kalt. Doch nach und nach werden auch sie wieder mit warmem Blut versorgt. Eine heiße Dusche kann gefährlich werden, weil es das System durcheinander bringt. Also geduldig sein und beim nächsten Mal vielleicht nicht so lang im Wasser bleiben.


Sonne und kaltes Wasser

Für heute waren eigentlich Wolken und Regen angesagt, morgens waren auch die Straßen nass und es war alles grau-in-grau. Doch dann kam die Sonne raus – und ich habe mich spontan zum Eisschwimmen entschieden. Das schöne Wetter nutzen. Es war richtig warm beim Radln, ich schätze mal so 10 bis 12 Grad. In München herrlichster Sonnenschein, doch im Norden zeichnen sich Wolken ab. Ohje – nicht schon wieder! 

Die Sonne leuchtet in die Wolken über dem Lußsee


Letzte Woche Mittwoch war es in München auch sonnig, doch der Nebel hing schon in Obermenzing tief, es war auf den letzten vier Radl-Kilometern eisig-kalt, der Raureif hatte die Bäume fest im Griff. Und am Lußsee wehte auch noch ein fieser Ostwind.

So sah es letzte Woche aus.


Ich habe kurz überlegt, in den Langwieder See zu gehen. Doch so richtig angemacht hat es mich nicht, obwohl es so schön ausgesehen hat. 

Der Langwieder See im Nebel mit raureifbedeckten Bäumen.


Und auch das gehört zum Eisschwimmen: Mal nicht wollen. Erste Regel ist nämlich: Nicht aus Fremdmotivation ins Wasser gehen. Und wenn man sich nicht danach fühlt, dann ist es meistens keine gute Idee.

So war das letzte Woche. Diese Woche waren zwar auch Wolken, aber nur im „Hintergrund“. Die Sonne war sogar richtig warm und die Luft eh. 

Heute mit Sonne eine andere Welt…


Nachteil: Spaziergänger und Bankerl-Hocker am Lußsee. Aber das ist mir inzwischen egal. An „meinem“ Platz war keiner, auf der Steinstufe. Ich bin mir bewusst, dass die Leute mich jetzt beobachten, aber ich sehe nicht hin. Und sobald ich meine Brille abgesetzt habe, sind die Leute auch nicht mehr so gut zu sehen.

Eisbärbadekappe fürs Eisschwimmen


Die warme Luft machen das Ausziehen sowas von angenehm … das ist schon fast wie im Sommer! Wenn ich daran denke, wie es bei meinem letzten Schwumm am Lußsee war …bbrrr…. kalter Nebel. Und heute: Sommer. Naja. Fast. Das Wasser ist natürlich kalt. Mein nicht sehr zuverlässiges Thermometer zeigt 7 Grad an. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht nicht lange genug geschwommen bin, so dass es von den 10 Grad an Land noch nicht „runtergekühlt“ war. Angefühlt hat sich das Wasser jedenfalls sehr kalt. Reingehen ging gut, die ersten Züge auch. Dann wurde es kalt. Ich spürte direkt, wie mein Körper jetzt das eisige Wasser wahrnimmt, wie sich die Kälte in mir ausbreitet. Blick auf die Uhr: 29 Sekunden. Das ist ja nix! Wahnsinn. Ich will aber die 2 Minuten, die magischen 2 Minuten, schaffen! Es wird besser, ich kann schwimmen. Drehe um, um am Ufer entlang zurückzuschwimmen. Und weil es sich jetzt ganz gut anfühlt, drehe ich nochmal um, so dass ich quasi vier Bahnen – zwei hin, zwei zurück – schwimme. Vom Ufer her höre ich die Menschen (die denken wohl, dass ich sie nicht höre). Bewundernd. Was? Nochmal hin und her? Da schau her …

Doch nach 3 Minuten ist es gut. Es ist echt kalt, ich will jetzt raus. Nach dem großen Frieren am Samstag will ich es heute nicht übertreiben. Beim Eisschwimmen ist es ja so, dass man bissl rumprobieren muss. Und was sich im Wasser vielleicht noch gut anfühlt, kann sich an Land im Nachhinein rächen. Ich vergleiche das mit dem Trinken: Am Abend in der Bar ist der Schnaps oder die letzte Halbe noch eine gute Idee – am nächsten Morgen weiß man, dass das keine gute Idee war. Und so ging’s mir am Samstag. Deshalb verzichte ich heute quasi auf den Schnaps und gehe an Land.

Umziehen ist bei so schönem und warmen Wetter ziemlich einfach. Ich zittere auch nicht, ich habe noch ein Gefühl in den Händen. Toll! Und dann, als ich angezogen bin, durchflutet mich wieder dieses unglaubliche Gefühl. Diese Welle von heiß und kalt. Dieses „wie-neugeboren-Gefühl“. Voller Energie und Leben. Das hat gut getan. Das war’s heute wert!

Eisschwimmequipment


7 Minuten 

Heute durfte ich endlich mal wieder im besten See von allen schwimmen! 

Der beste See von allen…


Laut offiziellen Messungen hat der Tegernsee 5,3 Grad. Mein Fischlein zeigte irgendwie 7 Grad an. Naja, irgendwo dazwischen lag wohl die Wahrheit…

5,3 Grad laut offiziellen Angaben


Dafür war die Luft recht warm, das Wasser klar und glatt. Herrlich!!! Ich also rein ins kühle Nass und los. Ach, was ist es schön. Zuerst der Sonne entgegen, dann zurück. 

Glasklares Wasser nur für mich…


Das Wasser ist so klar und rein wie ein Klischeesee. Ich sehe meinen eigenen Schatten auf dem Grund. Ich sehe Steine und Gewächs. Der See hat viel weniger Wasser als im Sommer. Und sogar weniger als letztes Jahr an Weihnachten. 

Ich spüre die Kälte, sie macht mir nichts aus. Ich kann schwimmen. Oma-Brust wie immer. Es ist herrlich. Insgesamt schwimme ich 7’14 Minuten. Es ist toll. Lediglich die Vernunft treibt mich raus. 

Glücksgefühl nach dem Eisschwimmen und vor dem Frieren…


An Land durchschwappen mich warme, heiße und kalte Wellen. Ich genieße die Sonne, die auf den Steg scheint. 

Doch dann kommt es: das große Zittern. Es schüttelt mich regelrecht. Ich klappere so mit den Zähnen, dass ich befürchte, mir in die Backe zu beißen. Ich packe meine Sachen und gehe heim. Luxus-Eisschwimmen: 150 Meter ins Warme. 

Allerdings dauert es dieses Mal wirklich grausam lange, das Wärmezittern. Heißer Tee, Bett und Wärmflasche – es hilft nichts. Ich zwinge mich zu Kniebeugen und anderer Bewegung. Es dauert ewig, bis ich das Zittern überwunden habe. Eine halbe Stunde. Mein Vater blickt mich verunsichert an. Sagt aber zum Glück nicht viel. Nur: „tu nicht so übertreiben.“

Ich stelle fest: Nach dem Eisschwimmen zu radln ist gut. Bewegung hilft beim Aufwärmen. Füße sind so und so kalt. Und auch wenn es im Wasser herrlich ist und ich auf die 7’14 stolz bin: Das Frieren danach war echt krass! Ob ich das noch mal brauche?!?


Dampf-See

Oh Mann, heute war’s kalt! Richtig kalt! Neblig und etwa 0 bis 2 Grad Lufttemperatur. Beim Radln wurden die Finger in den Handschuhen schon ordentlich kalt. Und als ich hinter der Blutenburg über die Felder fahre, sehe ich den Reif auf den Wiesen. 


Ob ich tatsächlich schwimmen werde, stelle ich ernsthaft in Frage. Der Lußsee dampft, als ich dort ankomme. Außer mir sind zum Glück kaum Leute da. Der Kies ist ebenfalls zum Teil mit Reif bedeckt, auch die Wiese hier. 

Der Lußsee hat den Nebel hier zu verantworten!


Und mein Thermometer hat keine Temperaturanzeige mehr. Oder fast nicht. Die kleine blaue Linie hat sich fast versteckt. 

Die kleine blaue Linie ist kaum zu sehen…


Aber was bedeutet ein dampfendes Gewässer? Das Wasser ist wärmer als die Luft! Und das muss ich dann doch testen. 

Zeugnis der kalten Nacht…

Auf dem Bild sieht man leider nicht, wie der See dampft…


Also rein. Und losschwimmen. Kalt. Atem über dem Wasser zu sehen. Bbbrr. 15 Sekunden. Ohje! Ah, es geht besser. Nach einer Minute umdrehen und zurück schwimmen. Och, bissl geht noch. Also noch mal hin und zurück, allerdings nicht mehr so weit. Ich weiß, dass ich noch einen Heimweg vor mir habe. Nach gut 3 Minuten geht’s raus. Wow! Kalt! Flipflops anziehen war auch schon mal einfacher… 

Wassertemperatur etwa 3 Grad?


Es weht auch ein fieser, feiner Ostwind. Merke ich beim Umziehen. Das klappt relativ gut. Heißen Tee. Kaum Zittern. Heimradln. Ohje! Da bläst mir der Wind kaum merklich, aber kontinuierlich entgegen. Ist. Das. Kalt! Wahnsinn! Ich will nur noch heim! Das Radln ist schlimmer als alles andere. Und endlich daheim, ist mir nicht nur kalt. Mir ist bissl schlecht. Mein Auge und mein Mund sind bissl eingefroren vom Fahrtwind. Ohje!

Fazit: Eisschwimmen ist toll. Wasser, das dampft, fühlt sich gut an. Aber: zum Radln ist es zu kalt!