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Weihnachtsschwimmen

Seit drei Jahren gibt es bei mir eine neue Weihnachtstradition: schwimmen im Tegernsee. Heute war es sonnig und windstill, da gab’s keine Ausrede! Erst spazieren gehen zum Aufwärmen der Muskulatur, danach in den See.

Und siehe da! Der Tegernsee ist richtig voller Wasser! Oft hatte er gerade im Winter sehr wenig Wasser, doch der Regen der letzten Tage hat den Pegel steigen lassen. Nicht mal ein kleiner Kiesrand ist am Ufer. Das Wasser geht bis zur Wiese.

Und es ist trüb. Total trüb. Ich sehe gar nichts beim Reingehen. Was bissl blöd ist, weil ich weiß, dass da ein großer Stein ist. Irgendwo. Und an dem will ich mich nicht stoßen. Also muss ich ganz vorsichtig reingehen. Und kalt ist es natürlich auch. Laut Wasserwirtschaftsamt 5,4 Grad. Und ich war am 1. Dezember das letzte Mal schwimmen im See. Hui.

Ich stehe also bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Will ich das jetzt? Oder ist es mir zu kalt? Oder zu blöd? Und dann kommen auch noch die zwei Schwäne. Mannomann! Aber zurück gehen müsste ich so oder so. Also nicht lange gefackelt, untertauchen und los. Boah. Kalt. Kalt. Kalt. Aber ich schwimme. Juhu. Kalt. Prima. Kalt.

Am Steg sieht man, wie hoch der Wasserstand ist.

Und dann umdrehen und zurück schwimmen. Kalt. Brrr. Und so eine Dreckbrühe. Normalerweise ist das Wasser im Winter so klar, dass ich total schön auf den Grund schauen kann. Aber hier und heute nur braun. Nicht schön. Und dann bin ich an Land. Ich bin überhaupt nichts mehr gewöhnt, sage ich zu meinem Papa, der wie immer mitgekommen ist und auch Fotos macht.

Hier sieht man, wie dreckig bzw. aufgewühlt das Wasser ist.

Als ich dann das Handtuch um mich schlinge und in der Sonne stehe, kribbelt es herrlich warm am Rücken. Ich spüre auch, wie die Sonne schön wärmt. Herrlich! Gut, dass ich doch geschwommen bin. Auch wenn es nur eine halbe Minute war. Aber ich war drin!


Herbstschwimmen mit Begleitung

Heute war wieder einer dieser schönen warmen Herbsttage. Die Luft an sich war warm, die Sonne hat es noch verstärkt. Aber selbst bei Schleierwolkenschicht blieb es warm. Ein guter Tag für einen Ausflug ans und ins Wasser.

Ich bin zum Karlsfelder See geradelt. Eine schöne Strecke, kaum länger als zum Langwieder See. Und der Oktober macht sich bemerkbar, die Blätter werden langsam bunt.

Am Karlsfelder See treffe ich mich mit einer meiner Dantebadbeckenrandfreundinnen. Sie heißt auch Petra und wir teilen nicht nur die Liebe zum Wasser und Schwimmen, sondern auch die Vorliebe für bunte Badeanzüge und lustige Kappen.

Petra ist auch eine prima Triathletin und nutzt die wohl letzte Chance für ein Schwimmtraining im See. Also so richtig schwimmen mit Kopf unter Wasser. Deshalb zieht sie auch ihren Neo an, während ich ja eher dem Kältegefühl entgegenfiebere als der Schwimmstrecke.

Ins Wasser geht’s gemeinsam. Es hat etwa 14 Grad und bis zu den Oberschenkeln fühlt es sich richtig warm an. Kurz nach dem Untertauchen merke ich aber die Kälte. Ich lasse es auf mich wirken, schwimme ruhig dahin. Wir bleiben beide in Ufernähe und schwimmen ratschend dahin. Herrlich! Keiner da außer uns, das Wasser ist klar und glatt, der Himmel weiß-blau und es ist nicht kalt. Schön!

Irgendwann wird’s natürlich schon kühl und ich gehe raus. Draußen an Land ist’s toll! Die warme Herbstluft, dazu das Kribbeln auf der Haut vom Wasser… Wahnsinn! Sooo schön!

Ich ziehe mich an, Petra krault jetzt noch ein paar Runden.

Die Männer aus ihrer Trainingsgruppe schlüpfen derweil in ihre Neos und starten dann. Sie schwimmen insgesamt 20 Minuten.

Am Ende hat jeder das gemacht, was er wollte und konnte. So unterschiedlich die Aktionen waren, es hat jedem Spaß gemacht und wir hatten einen ganz tollen Mittagsausflug!

Den Radio-Beitrag dazu gibt’s am Sonntag, 14. Oktober, auf B5aktuell im „Fitnessmagazin„, um 7.35 und um 17.05 Uhr. Natürlich auch als Podcast.

Außerdem hat mich das Radln zum Karlsfelder See (wie immer mit dem Stadtfahrrad) dazu motiviert, das Rennrad mal wieder aus dem Keller zu holen …


Kurzes Eisvergnügen

Heute war es frühlingshaft warm, in der Sonne, auf der Terrasse. Aber der Tegernsee hat in unserer Bucht noch seine Eisschicht. Die ist nicht mehr so schön glasklar, eher so sülzig.

Deshalb musste ich einen kleinen Spaziergang machen. Und der Papa kam mit. Zum Aufpassen, Passanten abhalten und fotografieren. Die Schwimmstelle hatte ich schon ausgekundschaftet.

So sah es am Freitag noch aus...

So sah das am Freitag noch aus …

Ein paar Leute sind da, auch Schwäne und Enten. Ich ziehe mich um und gehe ins Wasser. Das Thermometer hatte anfangs 5 Grad angezeigt, dann hat es sich ausgeschaltet. Batterie schwach und kalt. Keine gute Kombination.

Das Wasser ist kalt und klar, aber nicht so eisig, wie ich vermutet hätte. Der Boden ist extrem sandig, ich sinke tief ein. Dann habe ich zum Glück wieder Steine unter den Füßen, kann noch ein paar Schritte gehen und dann tauche ich ein und schwimme los. Geht eigentlich. Oh nein, geht doch nicht! Kalt! Umdrehen und zurück schwimmen. Ich beschließe, es bei diesem kurzen Ausflug zu belassen und gehe an Land. „50 Sekunden“, sagt der Papa, der alles genau beobachtet hat.

Kein Eis mehr an der Leiter, das Wasser ist glasklar – und kalt!

Jetzt umziehen und heimgehen. Auf die windgeschützte Terrasse und in die Sonne. Herrlich! Mir ist gar nicht kalt, lediglich die Zehen sind kalt. Und dann denke ich: Mann! Ich hätte doch länger schwimmen sollen!


Eiszauber

Der Dauerfrost hat ganz zauberhafte Welten gemacht. Der Tegernsee hat eine Eisschicht! Und das musste ich dann natürlich anschauen.

Der Tegernsee ist zugefroren, das Eis ist durchsichtig

In Abwinkl nahe der Ringseeinsel ist der See zugefroren. Das sieht nicht nur wahnsinnig toll aus. Es entsteht eine ganz andere Klangkulisse. Es ist sehr still. Der See liegt starr und macht keinen Mucks. Das fällt ja sonst nicht auf, aber bissl Geräusche macht so ein Gewässer immer. Jetzt nicht.

Eine ganz besondere Stimmung herrscht dank der Eisschicht auf dem Tegernsee

Außerdem ist das Eis spiegelglatt und durchsichtig. Der Tegernsee hatte wohl wenig Wasser, als er zugefroren ist, denn die Uferlinie ist weit innen. Durch die Eisschicht kann man die Steine sehen und die Tiefe erahnen. Ich traue mich aber nicht auf die Eisfläche. Wer weiß, wie stabil die ist? Also nur vom Ufer beobachten.

Das Eis ist glasklar und durchsichtig. Und die Welle hat den Stein eingeeist.

Ich spaziere weiter. An der Bootsanlegestelle ist der See nur noch teilweise gefroren. Und hier klingt es anders. Ein Gluckern durchbricht die Eisesstille. Die Enten haben Spaß an der Eiskante.

Blick von der Anlegestelle Abwinkl Richtung Ringsee

An den Pfosten der Schiffsanlegestelle hört die Eisfläche auf.

Weil es ja nicht nur kalt, sondern auch windig war, sieht man an den Stegen noch, wie das Wasser hochgeschlagen hat und dann festgefroren ist.

Die Stegpfosten haben „Söckchen“, der Ostwind hat Wellen gemacht, die dann Schicht für Schicht festgefroren sind.

Noch ein Stückchen weiter klingt es wieder anders. Ein Klirren und Klackern, wie bei Eiswürfeln im Cocktailglas. Hier schwimmen nämlich kleine Eisstücke umher.

Und noch eine Ecke weiter gibt’s einen anderen Sound: Die Wellen sind ganz klein und schlüpfen unter den Eisrand am Ufer. Ein Gluckern und Klirren. Wunderschön!

Unter der Eisschicht am Ufer gluckert das Wasser, das in leichten Wellen ans Ufer schlägt.

Eisschwimmen war ich noch nicht. Dieses Mal habe ich nur die Eisstimmung genossen. Ein seltenes kurzes Vergnügen!

(Leider sind die Videos kopfüber, sorry!)


Fieser Ostwind

Der Nebel hatte sich in München gegen Mittag gelichtet, wenn auch nicht komplett. Doch ich wollte das relativ gute Wetter nutzen, denn fürs Wochenende ist eher Regen angesagt. Und bei Regen macht Radln in Kombi mit See-Schwimmen wenig Spaß. Mir zumindest nicht. Also heute, trotz leichtem Ostwind.

Am Langwieder See selbst war der Nebel noch ziemlich präsent, es gab kaum Lücken. Doch eigentlich hat das was – so mystisch. Und es ist ruhiger als bei Sonnenschein. Der See liegt spiegelglatt vor mir, ich platziere mich ganz nah am Wasser.

Mystische Nebelstimmung am Langwieder See

Mystische Novembernebelstimmung am Langwieder See

Vom Radln bin ich gut angewärmt, außer meine Hände und Füße, die sind etwas kühl. Jetzt also nicht lange fackeln, Sachen für Danach herrichten, ausziehen, Thermometer schnappen und rein. Das Wasser ist wärmer als gedacht, das Reingehen klappt ganz ohne Probleme. Es kostet mich erstaunlicherweise nicht mal Überwindung. Aber beim Schwimmen merke ich doch, dass es kalt ist. Und weil ich letztes Mal beim Heimradln so gefroren habe, vor allem in den Fingern, will ich es dieses Mal nicht übertreiben. Ich schwimme also viermal hin und her. Ein Kontrollblick aufs Thermometer zeigt 8,8 Grad. Wie schön!

An Land ist es dann erstmal heiß. Also nicht draußen, sondern mir. Mein Körper heizt nach, weil ihn das Wasser ausgekühlt hat. Den fiesen, feinen Ostwind spüre ich jetzt aber. Flugs das Handtuch rumgewickelt, Badeanzug runter, T-Shirt drüber. Und dann kommt mein Geburtstagsgeschenk zum Einsatz: Mein Poncho! Da ich nicht nähen kann, war meine Freundin Diana so nett (die kann sowas nämlich!) und hat aus einem Stück Fleecestoff einen Poncho genäht. „Geht doch ganz einfach, einmal zusammennähen und oben einen Tunnel für den Gummizug – fertig“, sagt sie. Ja, da hat sie leicht reden. Schließlich ist ja alles, was man kann, ganz leicht. Und mein Glück, dass sie es kann, denn jetzt habe ich einen dunkelblauen Poncho, unter dem ich mich umziehen kann. Und der – das ist fast noch besser – den Wind etwas abhält. Bei dem Ostwind, der kaum merklich ist (der See hatte ja nicht mal Mini-Wellen), ist das ganz fein.

Als ich angezogen bin, trinke ich noch etwas heißen Tee aus meiner Thermosflasche. Denn jetzt ist es wieder soweit, dass ich den Tee brauche. Vor zwei Wochen noch war es richtig warm, da brauchte ich das nicht. Jetzt bin ich froh drum! (Hier gibt’s übrigens meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen.)

Und zum Abschluss mache ich noch ein Foto vom Thermometer. Und siehe da: Im Uferbereich ist das Wasser kälter als ein paar Schritte weiter, wo ich geschwommen bin. Es zappelt zwischen 8,1 und 8,4 Grad hin und her. Unterwegs (im bauchnabeltiefen Wasser) waren es 8,8 Grad. Ich hatte letzte Woche schon das Gefühl, dass das Thermometer unterwegs mehr angezeigt hat als dann beim Foto. Spannend!

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden...

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden …

Beim Heimradln merke ich diesen fiesen Ostwind umso deutlicher. Denn meine Radlstrecke geht fast nur ostwärts – und dann kommt zum Fahrtwind auch noch dieser kalte, kaum merkliche Wind. Echt fies!

Dennoch war das „Eisschwimmen“ – oder Herbstschwimmen – heute eine gute Idee. Ich war nämlich etwas angespannt, genervt oder wie man das auch bezeichnen möchte. Und das Schwimmen samt der Bewegung an der frischen Luft haben meine Laune deutlich verbessert. Und ich hätte beinahe noch gekniffen …


Einstellig!

Der November macht heuer seinem Ruf alle Ehre. Er ist oft neblig-grau-feucht. Heute zum Glück nur neblig und grau, ohne Feucht. Das muss natürlich genutzt werden, deshalb auf zum See!

Beim Radln fällt mir mal wieder auf, wie schön die Bäume bzw. deren gelbes, rotes und oranges Laub im Novembergrau leuchtet. Ganz so, als wollte sich die Natur so für das Grau entschuldigen. Und diese schöne Ruhe, die über dem Land liegt. So auch am See. Keiner da, außer den Enten. Herrlich!

Novembergrau und herrliche Ruhe


Fix bin ich umgezogen und gehe ins Wasser. Ich habe schon damit gerechnet, dass es kälter ist als am Sonntag bei meinem letzten Besuch. Schließlich hat es geregnet, am Alpenrand fiel sogar Schnee und die Nächte waren kalt. Als ich mit den Füßen im Wasser stehe, fühlt es sich war kalt an, aber nicht so kalt wie erwartet oder befürchtet. Ich schwimme los. Und weil ich allein bin und auf Nummer Sicher gehen möchte, bleibe ich im Uferbereich.

Dass das eine gute Entscheidung war, merke ich nach der ersten Schock-Minute. Es ist kalt. Hui! Also doch kalt. Ich denke mir: einmal hin und einmal zurück, das reicht dann. Und dann fällt mir ein, dass es ja die „magischen zwei Minuten“ gibt, also beschließe ich, viermal hin- und her zu schwimmen. Ich kann auch meine Atemwölkchen über dem spiegelglatten Wasser beobachten. Ach, wie schön. Und doch gar nicht so kalt im Wasser. Also, warm ist es natürlich nicht, aber mein Körper hat sich jetzt daran gewöhnt, es kribbelt heiß am Rücken und meine Schwimmbewegungen werden ruhiger. Ach, zwei Mal geht noch! Ach, was! Ich mache die zehn „Bahnen“ voll. Mit „krummen“ Zahlen hab ich’s nicht so. Google Maps verrät mir daheim, dass die Entfernung etwa 18 Meter einfach sind. Also bin ich 180 Meter geschwommen.

Dann geht’s raus. Und da ist es kalt. Denn das vergisst man (also in dem Fall ich) bei dem schönen Wetter der letzten Male gern, dass es draußen dann kalt ist. 

Abendstimmung um 16 Uhr am Freitag…


… fast spätsommerlich und warm am Samstag Mittag


Also fix umziehen, zum Glück ist keiner da, der stört oder mich mit Fragen löchert. Puh. Und dann ist mir kalt. Richtig kalt. Kein Wärmezittern, aber kkkkaaaaallllttt! Eisige Zehen, eisige Finger. Ein Schluck heißer Tee aus der Thermoskanne. Aber dann will ich nur noch eins: heim, heim, heim – wo’s warm ist. Weil auch das habe ich erfolgreich verdrängt: Ich muss noch 45 Minuten auf dem Radl ausharren. Mit kalten Füßen und vor allem mit kalten Händen. Die nicht warm werden, weil sie den Lenker festhalten. Im Gegenteil, sie werden noch kälter und steifer. Ohmann. War das letztes Jahr auch so schlimm? Oder ist es nur jetzt, auf dem Radl, so schlimm?

Scheint so, denn jetzt, daheim am Computer, nach einer warmen Dusche und einer großen Tasse Tee, habe ich das „Schlimme“ schon fast wieder vergessen.

Ich erinnere mich an die Ruhe im See, die spiegelglatte Oberfläche, meine Atemwölkchen. Ich erinnere mich daran, wie sich mein Körper ans kalte Wasser gewöhnt hat und ich ruhiger schwimme. Wie mich der Ehrgeiz wieder packt, dass ich doch noch mal und nochmal hin- und herschwimme. Das war bis jetzt nämlich nicht so. Ich bin geschwommen und wieder rausgegangen. Weil man ja auch länger hätte schwimmen können. Aber nicht müssen. Weil es relativ „uninteressant“ war. Aber jetzt, wo’s wieder „ernst“ wird, da packt mich der Ehrgeiz. Vielleicht muss ich auch endlich die Batterie in meiner Uhr wechseln lassen, damit ich wieder sehe, wie lange ich im Wasser war. Heute kann ich es nur schätzen. Ach ja, das Wasser hatte zwischen 9,8 und 10,0 Grad – das Thermometer konnte sich beim Schwimmen nicht recht entscheiden!

Das Thermometer schwankte zwischen 9,8 und 10,0 Grad


7 Minuten 

Heute durfte ich endlich mal wieder im besten See von allen schwimmen! 

Der beste See von allen…


Laut offiziellen Messungen hat der Tegernsee 5,3 Grad. Mein Fischlein zeigte irgendwie 7 Grad an. Naja, irgendwo dazwischen lag wohl die Wahrheit…

5,3 Grad laut offiziellen Angaben


Dafür war die Luft recht warm, das Wasser klar und glatt. Herrlich!!! Ich also rein ins kühle Nass und los. Ach, was ist es schön. Zuerst der Sonne entgegen, dann zurück. 

Glasklares Wasser nur für mich…


Das Wasser ist so klar und rein wie ein Klischeesee. Ich sehe meinen eigenen Schatten auf dem Grund. Ich sehe Steine und Gewächs. Der See hat viel weniger Wasser als im Sommer. Und sogar weniger als letztes Jahr an Weihnachten. 

Ich spüre die Kälte, sie macht mir nichts aus. Ich kann schwimmen. Oma-Brust wie immer. Es ist herrlich. Insgesamt schwimme ich 7’14 Minuten. Es ist toll. Lediglich die Vernunft treibt mich raus. 

Glücksgefühl nach dem Eisschwimmen und vor dem Frieren…


An Land durchschwappen mich warme, heiße und kalte Wellen. Ich genieße die Sonne, die auf den Steg scheint. 

Doch dann kommt es: das große Zittern. Es schüttelt mich regelrecht. Ich klappere so mit den Zähnen, dass ich befürchte, mir in die Backe zu beißen. Ich packe meine Sachen und gehe heim. Luxus-Eisschwimmen: 150 Meter ins Warme. 

Allerdings dauert es dieses Mal wirklich grausam lange, das Wärmezittern. Heißer Tee, Bett und Wärmflasche – es hilft nichts. Ich zwinge mich zu Kniebeugen und anderer Bewegung. Es dauert ewig, bis ich das Zittern überwunden habe. Eine halbe Stunde. Mein Vater blickt mich verunsichert an. Sagt aber zum Glück nicht viel. Nur: „tu nicht so übertreiben.“

Ich stelle fest: Nach dem Eisschwimmen zu radln ist gut. Bewegung hilft beim Aufwärmen. Füße sind so und so kalt. Und auch wenn es im Wasser herrlich ist und ich auf die 7’14 stolz bin: Das Frieren danach war echt krass! Ob ich das noch mal brauche?!?