Zurück im Freibad

„War schön heute mit dir im Freibad“, schreibt mir meine Freundin Diana, „du warst so fröhlich.“

Ja, in der Tat, ich bin wieder fröhlich. So fühle ich mich auch, innerlich leichter, ein Lächeln fällt mir leicht, ich bin fast aufgedreht. Warum? Weil das Freibad wieder geöffnet ist. Ich wollte es fast nicht glauben, als verkündet wurde, dass die Bäder ab 21. Mai öffnen dürfen und dass es die Münchner Bäder tatsächlich am ersten Tag schaffen würden. Schließlich ist noch immer Corona und es gibt eine Menge Auflagen und Unwägbarkeiten. Und gestern war es dann tatsächlich so weit: Das Dantebad (und die anderen Bäder in München) öffneten die Türen und viele glückliche Gesichter sind zu sehen. Ich bin nur eines davon.

Wieder daheim!

Das Wetter war gestern alles andere als „Freibad“-Wetter, immer wieder regnet es leicht, die Temperaturen erreichen vielleicht 12 bis 15 Grad. Deshalb war ich doch sehr erstaunt, dass so viele Leute das Bad aufsuchten. Aber nach fast 7 Monaten Zwangspause (es war ja auch kein Hallenbad geöffnet) war den meisten wohl das Wetter genauso egal wie die Anmeldung und der negative Corona-Test.

Schwimmen konnten wir trotzdem sehr gut. Und das Schönste: Ich habe einige Dante-Bekannte getroffen. Menschen, die ich nur hier treffe. Mit denen ich einen kurzen Ratsch halte und mich freue, dass ich sie wieder sehe. Und auch die Schwimmmeister und anderen Angestellten im Bad machten den Eindruck, als freuten sie sich über die Besucher.

Vergangenes Jahr war die Zwangspause ja wesentlich kürzer, trotzdem war das erste Mal schwimmen für mich total emotional. Ich hab fast geweint, so glücklich war ich, wieder im Wasser zu sein. Das war heuer anders. Es war irgendwie „normal“, nicht emotional. Zumindest am Anfang nicht. Aber während des Schwimmens überkam es mich dann doch. Ein breites Grinsen überzieht mein Gesicht, meine Schwimmbrille verrutscht fast! Und am Beckenrand kann ich zu meinen Schwimmfreunden nur sagen: „Es ist so geil!“. Denn das war es dann auch! Ich bin zwar den ganzen Winter geschwommen, aber im See und vor allem im kalten Wasser ist das einfach was anderes. Dieses Gleiten, das Dahinschweben unter Wasser, umgeben von dem schönsten Türkis – das gibt’s nur im Freibad! Diese Freiheit, Leichtigkeit und Schwerelosigkeit. Es ist einfach unbeschreiblich!

Anstrengend ist das Schwimmen natürlich schon. Aber ich habe mir ein erstaunlich gutes Wassergefühl erhalten und mir wurde auch nicht schwindelig. Es war fast wie in meinem Traum. Die Kraft reicht noch nicht ganz für längere Strecken, ich mache Pausen und schwimme insgesamt nur zwei statt drei Kilometern. Meine Arme fühlen sich nicht kraftlos an, aber interessanterweise meine Beine!

In der Zwangspause habe ich ja mit Yoga angefangen, das ich seit 21. Dezember täglich mache. Also genau fünf Monate jetzt. Da war ich ehrlichgesagt am Überlegen, ob ich das jetzt aufgebe. Aufgeben kann. Aufgeben will. Weil ich ja wieder meinen normalen Sport machen kann. Aber dann dachte ich gestern so: Es gibt da ja auch schöne Dehneinheiten, ich mache einfach mal eine. Und das war richtig gut! Abends zum Runterkommen und nochmal alles dehnen und strecken.

Und heute habe ich mir auch wieder ein Video rausgesucht. Obwohl ich mich schon ein bisschen gedehnt hatte. Aber in diesen 15 Minuten werden sämtliche Partien gedehnt und es hat sich so wunderbar angefühlt, dass ich das mit dem Yoga noch eine Weile beibehalten werde…

Über Petra

Ich schwimme gern. Gern und viel, aber wahrscheinlich nicht besonders gut. Am liebsten kraule ich im Freibad-Becken, doch im Winter geht’s meist in die Halle. Oder zum „Eisschwimmen“ in den See. Sommers geht’s auch hin und wieder zum Schwimmen in einen See, aber am liebsten schwimme ich im Becken. Chlorhuhn halt. Zeige alle Beiträge von Petra

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