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Fremdschwimmen in der eigenen Stadt: Südbad

Die nächsten beiden Wochen werden schwer für mich. Die Olympiaschwimmhalle, mein Winterquartier sozusagen, ist wegen Revision geschlossen. Normalerweise findet das zur Freibadsaison statt, da krieg ich das nicht mit. Aber wegen des großen Umbaus musste das jetzt stattfinden. Ohmann. Was tun? Eigentlich ist das Dantebad eine gute Ausweichmöglichkeit, aber bei den frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein ist mir da das Wasser einfach zu warm. Und mutmaßlich ist es dort auch gut besucht. Ich habe auch schon überlegt, gar nicht schwimmen zu gehen. Aber irgendwie fühlt sich das auch nicht gut an. Ich weiß, ich bin ein verrückter Junkie! Aber als ich letzte Woche im Olympiabad mit anderen Schwimmern geredet habe, ging es ihnen genauso. Und übrigens nicht nur denen, die richtig gut schwimmen, sondern auch diejenigen, die eher so vor sich hinschwimmen. Zwei Wochen ohne, das ist ganz schön hart.

Also habe ich mir einen Plan überlegt. Ich fahre ins Südbad. Fahrtstrecke ist vertretbar und ja, es hat nur eine 25-Meter-Bahn. Aber immerhin sind zwei Bahnen abgetrennt. Und durch die große Glasfront soll die Sonne auch schön ins Becken scheinen. Das verspricht die Webseite und als ich dort ankomme, ist es genau so. (Fotos darf man ja nicht machen, ihr müsst also auf die Homepage der Stadtwerke gehen)

Allerdings wirkt das Becken auf mich wie im Miniaturwunderland. So klein. So kurz. Fast niedlich. Ich weiß, das klingt voll arrogant, aber ich habe echt das große Glück, sommers wie winters im 50-Meter-Becken zu schwimmen. Das letzte Mal auf 25-Meter, das war in Helsinki, im Allas Seapool. Naja. Jetzt war die Wahl eben zwischen zu warm und zu kurz. Ich habe zu kurz gewählt und stelle schnell fest, dass es zum einen wirklich eine kurze Bahn ist. Zweimal ramme ich auch fast die Wand. Könnte auch an der Sonne liegen, die die Sicht etwas verblendet hat. Und ich stelle fest, dass vier Leute auf der Kurzbahn ganz schön viel sein können. Überholen ist eine Herausforderung, weil die Bahn einfach schnell zu Ende ist. Ich habe Glück, zwei der drei Mitschwimmer sind recht rücksichtsvoll, machen eine kurze Pause an der Wende und lassen mich vor. Der dritte konnte wohl seine und meine Geschwindigkeit nicht gut einschätzen oder hat nicht aufgepasst, wasweißich, jedenfalls war der bissl unangenehmer. Aber auch nur kurz.

Im Großen und Ganzen hat es ganz gut geklappt. Und ich habe mal wieder festgestellt, wie anders es sich anfühlt, woanders zu schwimmen. Gar nicht so: „mein Bad, meine Bahn, weg da!“. Eher so: Wir schwimmen hier jetzt gemeinsam. Oder fast so bissl: Ich bin hier Gast. Irgendwie war’s entspannter. Kennt ihr das auch? Dass man so innerlich zu „meine Bahn“ neigt, wenn man immer „daheim“ schwimmt?

Die Sonne hat jedenfalls tatsächlich schön durch die große Glasfront geschienen, das war schön. Denn im Olympiabad bin ich zur Zeit ja nur „unter Tage“, da kriegt man von der Welt nichts mit. Und als ich fertig war mit schwimmen, sehe ich tatsächlich einen der Olympiabad-Dantesommerbad-Schwimmer hier. Wir grinsen uns an. Geredet haben wir in all den Jahren noch nie. Aber heute. Weil wir ja Leidensgenossen sind. Und deshalb ratschen wir jetzt kurz – übers Schwimmen und dass es schon blöd ist, dass das Oly grad zu ist.

Zum Abschluss meines Fremdschwimmausflugs gönne ich mir noch ein bisschen Relaxen im Außenbecken. Die Sonne scheint durch die Schleierwolken, das Wasser ist warm und sprudelt und ich döse ein bisschen vor mich hin. Sehr fein! Eigentlich waren die zwei Stunden heute fast wie ein kleiner Urlaub.

Immerhin ein Bild von außen: Das Südbad in München Sendling.

Samt An- und Abreise, weil ich eigentlich auch nie durch Untersendling radle. Schade eigentlich. Ist schön da. Und das Bad ist mitten in der Stadt, zwischen den Wohnhäusern und Wirtschaften. Nicht so ab vom Schuss wie das Dante und Oly. Vielleicht mache ich da nächste Woche nochmal einen Ausflug. Mit anschließendem Essen in einer der Wirtschaften, an denen ich heute nur vorbei geradelt bin. Denn wie heißt es so schön auf meiner Bäderkarte: „Ihre Auszeit vom Alltag!“. Genau so habe ich mich heute gefühlt.

Ihre Auszeit vom Alltag – aber wenn Schwimmen Alltag ist?!


Schwimmen und das schwedische Jedermannsrecht

Die meisten haben schon davon gehört: In Schweden gibt’s das „Jedermannsrecht“, auf schwedisch: allemansrätt. Das besagt, dass jeder die Natur nutzen darf, also auch Seen. Allerdings darf man (kurz gesagt) Privatgrund nicht betreten bzw. muss Abstand zum Haus halten. Und es gehen Pflichten mit diesem Recht einher: Müll muss wieder mitgenommen werden, darf nicht in die Landschaft geworfen werden. Eigentlich selbstverständlich und so weit ich das von meinen Eltern in Oberbayern gelernt habe, gilt das mit dem Müll auch hier: nicht liegenlassen, sondern wieder mitnehmen. Gerade an der Isar und im Englischen Garten in München scheint das nicht mehr zu gelten. Aber das ist ein anderes Thema …  (und mehr zum Jedermannsrecht gibt’s zum Beispiel hier, bei Elchkuss).

Ich habe mit dem Jedermannsrecht in Schweden natürlich auch Bekanntschaft gemacht. Bei meinen ersten Schwimmausflügen war es zum Beispiel so, dass kein Mensch und kein Haus weit und breit waren. Also Bahn frei und ab ins Wasser.

Am nächsten Tag bin ich in die andere Richtung geradelt, natürlich war da auch ein See das Ziel, der Ören bei Svalsjö. Ich fahre dort also am Ufer entlang, aber irgendwie sehen die Stege dort sehr „privat“ aus. Einmal ist sogar ein Zaun um die Wiese und den Steg. Das ist zwar eine traumhaft schöne Schwimmstelle, aber wohl privat und ich will hier keinen Ärger riskieren.

Also radle ich zurück zur Kreuzung, um es am anderen Seeufer zu probieren. An der Kreuzung ist auch ein Café mit Shop, ich beschließe, hier kurz nachzufragen. Per, der Inhaber und Schreiner, ist äußerst freundlich und meint, dass die Schwimmstellen nur privat aussehen und ich dort ohne Weiteres baden kann. Oder ich kann seine Schwimmstelle nutzen, er müsse jetzt ohnehin arbeiten. Ich bin gerührt und nehme das Angebot an. Per beschreibt, wie ich zu seiner Stelle komme: „Den Weg entlang, den Hügel hinauf und dann musst du rechts schauen, dass du es nicht verpasst. Da ist ein großer Stein im Wasser und eine Art Holzsessel an Land. Den habe ich gebaut. Da kannst du dich auch hinsetzen oder deine Sachen ablegen.“ Ohmann, wie toll!

Bevor ich zu der Stelle radln kann, verratschen wir zwei uns noch. Er begutachtet mein Radl (Mariannes altes Mountainbike) und wir fachsimpeln ein bisschen. Dann zeigt er mir sein Radl. Dazu müssen wir über die Wiese hinter dem Café gehen und zu seinem Privathaus. Dort auf der Veranda steht sein „Liebling“. Es ist ein Gravelbike! Lustigerweise habe ich darüber erst kürzlich fürs Fitnessmagazin berichtet.

Jetzt aber auf Pers Schwimmstelle. Die Wolken werden leider immer mehr, so dass es kein so richtig schöner Badetag ist. Aber ich finde den großen Stein und den Holzsessel. Zwischen den Birken hängt Pers gestreiftes Handtuch und wedelt im Wind. Aber ich habe ja mein eigenes dabei.

Flugs bin ich nackt und gehe ins Wasser. Trotz des Windes und der Wolken ist es nicht kalt. Wegen der Wellen ist das Schwimmen wieder in eine Richtung schön und in die andere nicht so. „Genug“, denke ich und gehe an Land. Und dann merke ich, dass es doch zu kurz war und es gar nicht kalt ist und überhaupt: Ich habe ja keine Eile. Also nochmal rein und bissl schwimmen. Es ist eher Planschi-Schwimmen, aber egal. Es ist schön.

Auf dem Rückweg kehre ich dann bei Anna und Per ein. Denn im Café gibt’s Zimtschnecken und Kaffee, eine kleine Pause schadet nie. Und Zimtschnecken sind natürlich immer Pflicht, weil es die hier in Bayern nicht gibt (oder ich noch keine gefunden habe).

Per stellt übrigens „mekaniska kabinett“ her. Das sind Figuren aus Holz, die sich bewegen oder mit den Augen rollen, wenn man an der Kurbel dreht. Die setzt Zahnräder aus Holz in Bewegung. Total verrückt. Könnt ihr hier im Internet mal anschauen und wenn ihr mal in der Gegend seid, vorbeifahren.

Ich war dann an dem Tag trotz Wolken noch in verschiedenen Seen beim Schwimmen. Denn rund um das Hotell Sommarhagen gibt’s acht verschiedene Seen, im Umkreis von 1500 Metern. Wenn das mal nix ist, dann weiß ich auch nicht.

Hier gab’s sogar eine Art Rundkurs mit Bojen:

Und hier war ich tagsüber schwimmen und abends gleich nochmal, weil es so schön war, in der Abendstimmung.


Schwedisches Seen-Schwimm-Paradies

Meine schwedischen Schwimmausflüge gehen noch weiter. Von Stockholm bin ich mit dem Zug nach Boxholm gefahren und von dort mit dem Taxi zum Hotell Sommarhagen. Ein kleines Hotel in der schwedischen Pampa, pro Quadratkilometer gibt’s hier nur 2 Einwohner (in München sind es gefühlt 2 Einwohner pro QuadratMETER…).

Foto 02.07.18, 08 58 52

Das Hotel ist in einem alten Pfarrhaus untergebracht und wird von Marianne und Bengt-Göran, kurz BG, geleitet. Äußerst herzliche Menschen, die im wahrsten Wortsinne Gastgeber sind. Der Gast, also ich, ist hier wirklich König. Das fängt schon mit so banalen Dingen an, wie: Ich kann mein Frühstück natürlich auch auf der Terrasse vorm Haus einnehmen. BG bringt die Polster. (Auf Mallorca hatte ich auch mal vor, auf der sonnigen Terrasse zu frühstücken – aber nein, im Frühstücksraum wird gegessen. Auch, wenn es Büffet ist und ich eh alles selbst an den Tisch bringen muss.)

Hier, im schwedischen Niemandsland, ist es wunderschön. Es gibt Wald und Seen. Marianne und BG haben sämtliche Wege, die vom Haus starten, erwandert und erradelt und verschiedene Touren markiert.

Es ist für jeden was dabei: eine kurze 4-Kilometer-Runde, eine längere Radlrunde – und: „Es gibt keine Tour, die nicht an einem See vorbeiführt“, verspricht Marianne. Sie erklärt die Touren ausführlich und individuell. Weil ich gern schwimmen möchte, verrät sie mir gute Schwimmplätze. „Badeanzug brauchst du keinen. Da kommt keiner vorbei, höchstens ein Elch, aber der hat ja auch keine Badehose!“

Und so packe ich Handtuch (zur Vorsicht den Badeanzug), Thermometer und was zu trinken ein und mache mich auf zu meiner ersten Erkundung. Es geht den Hügel hinauf, in den Wald hinein. Und dann kommt auch schon der erste See: Svarten, der schwarze See. Spiegelglatt liegt er da, von Kiefern umgeben. An einer Grillstelle kann ich meine Sachen abstellen und in den See gehen. Weil weit und breit tatsächlich niemand da ist, gehe ich nackt.

Das Wasser ist warm und weich. Seidig. Trinkwasser, sagte Marianne. Ich schwimme und mache den Mund auf. Wie ein Fisch lasse ich das Wasser in den Mund laufen und nehme einen Schluck. Ich schwimme etwas aus der kleinen Bucht raus und lasse die schwedische Landschaft auf mich wirken. Vor allem die Ruhe hier! Und das klare Wasser, das mit 23 Grad wärmer ist als der Tegernsee. Sooooo schön! Schon jetzt ist klar: Das ist mein Lieblingssee!

Am nächsten Tag mache ich eine Radtour. Auf Schotterstraßen geht’s am alten Schulhaus vorbei, das jetzt ein Sommerhäuschen ist.

Dann kommt lange, lange, lange gar nix. Außer Wald und Waldesrand. Vögel singen, Hummeln summen. Und das Radl rollt über die Schotterstraße. Ich komme zu einem alten Bauernhaus. Genauer gesagt ist es ein alter Bauernhof, der aus drei Teilen besteht. Einer Scheune mit einem Torbogen, unter dem ich durchgehen kann. Ich muss mich ducken, es ist niedrig. Und dahinter stehen dann links und rechts zwei kleine, rote Schwedenhäuschen. Wie im Spiegelbild. Durch die Fenster kann (und darf!) man nach innen schauen. Der Hof ist ein Freilichtmuseum. Manchmal sind Leute da, die die Tür öffnen. Heute leider nicht. Durch die Fenster sehe ich in eine andere Zeit.

Ich schwinge mich wieder in den Sattel und radle weiter. Ich komme an einem kleinen Dorf vorbei, das an Bullerbü erinnert mit seinen roten Häusern, die Fenster sind weiß gerahmt. Ich erreiche eine Kuppe und sehe: einen See. Da unten ist er! Mein See für heute, bei Danskebo. Er leuchtet dunkelblau zwischen den grünen Bäumen. Ich bin voller Vorfreude.

Jetzt komme ich auch auf eine Teerstraße, das Radln ist gleich viel leichter und angenehmer. Und die Straße führt am See entlang. Ich halte nach einer geeigneten Badestelle Ausschau. Gar nicht so einfach, das ganze Ufer ist bewachsen und ich will die Natur nicht stören. Schließlich finde ich eine Stelle – mit einer Holzleiter und einem Steg samt Bank.

Alles nur für mich! Und das neben einer geteerten Straße. Aber: keiner da außer mir! Ich lege das Radl ins Gras und gehe zum Steg. Es ist von der Straße her etwas geschützt, deshalb kann ich auch hier nackt baden. Das gefällt mir sehr gut. Vor allem, weil ich danach keinen nassen Badeanzug ausziehen muss. Auch hier ist das Wasser angenehm warm. Wegen des Windes ist es etwas wellig und so macht das Schwimmen in die eine Richtung etwas mehr Spaß als in die andere. Geschenkt. Die Idylle hier macht’s wett. Und nach meiner Schwimmrunde lege ich mich auf das warme Holz des Steges und lasse mich trocknen. Herrlich!

Auf dem Heimweg bin ich dann trotzdem nochmal in den Svarten-See gegangen. Weil das einfach eine schöne Stelle ist. Zu schön, um nur einmal hinzugehen!

Außerdem gibt’s hier im Wald, in der Nähe des Hotels, noch ein paar Walderdbeeren. Die waren sowas von gut, ich bin gleich erschrocken, als ich auf die erste gebissen hatte. So eine Geschmacksexplosion! Als wäre die kleine Erdbeere das Konzentrat der großen.

Und es gab auch schon Blaubeeren. Erst habe ich nur eine oder zwei dieser kleinen Waldheidelbeeren gesehen, aber als ich genauer hingeschaut habe, habe ich bemerkt, dass der ganze Wald voll davon ist. Vor allem abseits des Weges. Herrlich! Waldblaubeeren, schwimmen und Ruhe!


Stockholm – Stadt im Wasser

Einige von euch haben es sicher schon bemerkt: Das Chlorhuhn hat einen Drang zum Norden. Nicht nur Finnland ist ein begehrtes Ziel, auch Schweden oder Dänemark habe ich schon besucht. Und weil mein Besuch in Stockholm letzten Sommer arg kurz war, bin ich dieses Jahr nochmal hin. Für etwas länger. Denn Stockholm ist eine Stadt im Wasser. Richtig! Nicht AM, sondern IM Wasser. Die Stadt ist auf 14 Inseln errichtet, hier treffen der Mälarensee und die Ostsee aufeinander. Wasser, Wasser, Wasser! Logo, dass das Chlorhuhn das nicht verpassen darf.

Stockholm ist eine Stadt auf 14 Inseln

Bei der Ankunft war es in Schweden fast doppelt so warm wie in Bayern. Während es daheim Nieselregen bei etwa 15 Grad gab, war in der schwedischen Hauptstadt Sommer mit Sonne und sagenhaften 28 Grad. Also war eine Erfrischung dringend nötig!

Ich war mit einer Freundin in Stockholm und sobald wir unseren Koffer in der AirBnB-Wohnung abgestellt hatten, ging’s ans Wasser. Praktischerweise war das gleich ums Hauseck, einmal über die Straße. Und dann sind wir am Ufer entlanggegangen, bis eine Badestelle kam.

Auf dem Bild sieht es trüber aus, als es war. Großstadtfeeling beim Schwimmen!

Das war jetzt kein Strand, eher so eine Art Promenade mit Leitern ins Wasser. Und da waren einige, die den Abend im kühlen Nass ausklingen ließen. Trotzdem war genügend Platz und Kathrin und ich haben unsere Rucksäcke abgestellt, uns flux umgezogen und sind dann ins Wasser. Ui… so schön warm! Und doch erfrischend. Wow! Schwimmen in Stockholm. Mehr oder weniger mitten in der Stadt!

Glückliche Wasserratten!

Bojen haben die Schwimmzone vom Schiffverkehr abgegrenzt. Hier wäre auch ein schönes Revier für Freiwasserschwimmer! Ein solcher taucht auch bald auf: Mit Neo und Boje, er will hier gleich trainieren. Aber vorher frage ich ihn ganz nett, ob er ein Foto von uns macht. Macht er, logo. Kein Problem.

Das Chlorhuhn ist auch im See in ihrem Element und happy!

Wir zwei Wasserratten sind selig. Soooo schön! Nach der ganzen Reiserei und Warterei ist der Abendschwumm die perfekte Belohnung. Wir können unser Glück gar nicht fassen. Es ist auch kein Salzwasser, in dem wir baden. Es ist Süßwasser. Wir waren in einem der „Arme“ vom Mälarensee.: am „Hornsberg Strand“.

Vor allem am nächsten Tag gibt’s nur ein Thema: Gut, dass wir gestern geschwommen sind!

23 Grad hatte das Wasser

Denn über Nacht kam ein ziemlich kalter und starker Nordwind auf, der die Temperaturen auf 17-18 Grad fallen ließ. Und weil’s so windig war, war’s auch recht ungemütlich, da stand uns nicht mehr die Laune nach schwimmen. Aber: Gut, dass wir gestern schwimmen waren!


Suomen Sauna – Sauna in Finnland: Allas Seapool Helsinki 

Ich wollte euch ja noch schreiben, wie es in der Sauna von Allas Seapool in Helsinki war. Den Bericht vom Schwimmen gibt’s hier. Geht eigentlich ganz schnell: schön war’s!

Allas Seapool im Hafen von Helsinki


Und ausführlicher: Es gibt drei Saunen da: eine für Männer, eine für Frauen und eine gemischte. Und in die gemischte geht man in Finnland in Badebekleidung. 

Die gemischte Sauna im Allas Seapool mit Blick aufs Meer


Ich war da ja auch wegen Interviews und habe Tiina getroffen. Sie hat Saunayoga erfunden. Das wird im Badeanzug und in einer lauwarmen Sauna bei etwa 50 Grad gemacht. Ich habe noch nie Yoga gemacht. Und dann ist mein erstes Mal in der Sauna. 

Es war aber echt schön. Erst muss man sich entspannen. Das dauert immer bissl, bis ich dann runter komme und bei der Sache bin. (Vor allem, wenn draußen ein Schwimmbecken wartet…). Zuerst haben wir uns gedehnt: Schultern, Arme, Rücken und dann die Beine. 

Danach gab‘s noch ein paar Kräftigungsübungen. Währenddessen ist es nie zu heiß, im Gegenteil: die Wärme tut gut und lockert die Muskeln. Erst gegen Ende freue ich mich auf die Abkühlung. 

13 Grad im Meerwasserpool


Und die gibt’s im Meerwasserpool bei 13 Grad. Herrlich! Die Sonne scheint und ich sehe auf den Marktplatz, das Rathaus und den Präsidentenpalast und im Hintergrund der weiße Dom von Helsinki! Ein Traum!

Beim Reingehen ist es schon kalt, aber dann geht’s prima! Ich schwimme insgesamt vier Bahnen, also 100 Meter insgesamt. Im Becken gibt’s eine Art Geländer, an dem man sich zur Not festhalten könnte. Das Wasser ist zwar leicht trüb, aber es ist gereinigt. 

Das Chlorhuhn im Meerwasserpool und im Hintergrund der „Zuckerwürfel“ von Alvar Aalto


Die andere Sauna ist richtig heiß. Das ist natürlich super. Und anders als in Deutschland kommt da kein Bademeister und macht eine Riesenshow zum Aufguss. Den Aufguss macht man in Finnland selbst. Man fragt die anderen, ob es ok ist und dann wirft man das Wasser auf die heißen Steine. Die Frage lautet übrigens: lisää löylyä? 

Löyly ist der Aufguss und auch der Geist der Sauna. Man lauscht ihm andächtig, wartet, bis das letzte Zischen verklungen ist. Oft ist der Löyly auch Gegenstand des Gesprächs. War er gut? Wie hat er sich angefühlt? Und so weiter. Allerdings eher in der privaten Sauna und nicht in der öffentlichen. 

Und wer denkt, dass die Finnen nicht reden, dem sei gesagt: Das stimmt so nicht. Denn als ich die gemischte Sauna betrete, spricht mich der Mann, der drinnen saß, gleich auf finnisch an. Ich sagte, dass ich nur wenig finnisch kann und schon waren wir im Gespräch. 

Ich habe bei meinem Besuch auch richtig Glück gehabt. Die Sonne schien und so konnte ich an der Holzwand sitzen und das Panorama genießen. Es war nicht viel los, kann mir aber vorstellen, dass es im Sommer sehr voll ist. 

Schönes Wetter und schöne Aussicht – perfekt zum Relaxen!


Und wer Eisschwimmen ausprobieren möchte, kann es im Allas Seapool tun. Denn der Meerwasserpool ist ganzjährig geöffnet, es gibt eine Aufsicht und im Winter sogar Mützen, damit der Kopf warm bleibt. 

Abendstimmung über Helsinki


Uiminen suomen järvessä – Schwimmen in finnischen Seen

Ich war dieses Mal ziemlich lange in Finnland, da konnte ich natürlich auch viel schwimmen. Und weil es dort schon sehr herbstlich ist, war es fast schon Eisschwimmen. Jedenfalls war das Wasser ziemlich kühl. In der Ostsee war ich „nur“ im Meerwasserpool im Allas Sea Pool. Aber in Mittelfinnland war ich in drei Seen schwimmen. Mein erstes Mal schwimmen in einem finnischen See. Und da ist ja die Auswahl ziemlich groß: In Finnland gibt’s 187.888 Seen – gezählt wird erst ab einer Größe wie dem Bodensee. Es sind also wohl noch mehr Seen im „Land der 1000 Seen“. Und in dreien durfte ich schwimmen.

Endlich komme ich dem See näher!


Der erste See war in Jyväskylä. Am Donnerstag war leider keine Zeit zum Schwimmen, nur bissl schauen. Unser kleines, feines Hotel „Yöpuu“ lag auch etwas zu weit weg vom See, so dass ich es nicht mal kurz dazwischen quetschen konnte.

Es war eine organisierte Reise, aber am Freitag war etwas Zeit zwischen den Terminen, die ich zum Schwimmen nutzen wollte. Das Hotel „Paviljonki“ war direkt am See, die Dame von der Rezeption sagte mir, wo eine gute Badestelle ist und hat mir ein hoteleigenes Fahrrad ausgeliehen. In Jyväskylä gibt’s sogar zwei Seen: den Päijenne (zweitgrößter See Finnlands, zieht sich bis Lahti) und den Jyväsjärvi. Im Jyväsjärvi war ich beim Schwimmen. Ich komme an der Badestelle an, es ist ein kleiner Strand, der im Sommer wohl gut genutzt ist.

Im Herbst gehört mir der ganze Strand!


Es gibt eine hölzerne Umkleidekabine, die ich ganz für mich allein habe. So viel Luxus! Ich kann alles aufhängen.

Luxus: ich kann alles aufhängen

Meine kleine Luxuskabine …


Und dann geht’s ein paar Meterchen über die Wiese zum Sandstrand. Dort gehe ich ins Wasser. Es ist klar und frisch – und rötlich. Meine Füße und das Thermometer wirken „eingefärbt“. Ich gehe zügig rein, tauche unter und schwimme los.
Weil ich den See nicht kenne und es schon ganz schön frisch ist mit 12,5 Grad bleibe ich mal lieber in Ufernähe. Ich schwimme ein, zwei, drei Mal hin und her. Dann muss es genug sein.

12,5 Grad und leicht rötliches Wasser


Es ist ein grauer Nebelherbsttag, an Land ist es sogar kälter als im Wasser. Und der nächste Termin ruft. Aber ausprobiert haben wollte ich es dann doch – auch wenn ich Zeitdruck nicht mag. Nach dem Schwimmen stellt sich ein angenehmes Kribbeln ein, das mir kalt und warm durch den Körper jagt.

Idylle pur in Hankasalmi! Glasklares, spiegelglattes Wasser – in Trinkwasserqualität!


Am Tag danach habe ich erneut die Möglichkeit zum See-Schwimmen. Unser Trip führt uns nach Hankasalmi. Den dunkelsten Ort in Finnland. Weil es dort, ebenfalls in Mittelfinnland, wenig künstliches Licht gibt, ist es sogar möglich, Polarlichter zu sehen. Naja. Möglich. Theoretisch. Aber es ist bewölkt und abends regnet es sogar leicht. Tagsüber ist es neblig-nieselig grau, aber das „Ferienzentrum“ Lomakeskus Revontuli liegt direkt am See, da will ich natürlich trotzdem kurz schwimmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um in den See zu kommen: Stege und Strände. Das Wasser ist unglaublich klar und hat sogar Trinkwasserqualität. Der See heißt „Iso Virmas“, also Großer Virmas. Still und spiegelglatt liegt er da vor mir. Übrigens waren bisher alle Seen, die ich gesehen habe (vom Bus aus z.B). sehr ruhig, keine Wellen, dafür schönste Spiegelungen.

Die Wasserpflanzen sind gut zu sehen …


Trotz mehrfacher Versuche will sich keiner aus meiner Gruppe mit mir ins Wasser wagen. Aber immerhin findet sich einer, der fotografiert. Sozusagen als Beweis. Das Wasser hier ist kälter: 10.8 Grad. Und es gibt wahnsinnig viele Wasserpflanzen. Ich muss also eine Stelle ohne Pflanzen finden. Erstens weil ich das unangenehm finde, wenn die mich kitzeln, andererseits weil es ziemlich viele sind, so dass ich tatsächlich Angst hätte, dass ich mich verheddere.

Bisher das kälteste Wasser: 10,8 Grad


Neben dem Steg ist es aber gut und ich gehe rein. Puh! Das ist echt kühl! Und das Wasser ist ziemlich lang ziemlich flach, so dass ich ganz schön weit gehen muss, bis es tief genug zum Schwimmen wird. Und dann tauche ich unter und schwimme. Puh. Echt kalt. Aber dann geht’s ganz gut. Ich schwimme zurück, halte Jan (dem Fotograf) das Thermometer hin, damit er es ablichten kann.

Schwimmen ist schön!


Dann wollte ich eigentlich aufhören und raus. Aber ich merke, dass es doch ganz schön war, deshalb schwimme ich nochmal los. Jetzt geht’s recht gut. Zweimal neben dem Steg hin und her, dann ist mir doch kalt und ich gehe raus.

Beim Abendessen bin ich der Held, alles wollen die „Beweisfotos“ sehen. Nach dem Abendessen war dann Sauna angesagt und ich habe nochmal versucht, die Gruppe zum Schwimmen zu überreden. Aber es half nichts: Auch nach der Sauna wollte keiner in den See zum Abkühlen. Ich schon. Und es war gut, dass ich tagsüber schon war. Denn so wusste ich, was mich in der Dunkelheit erwartet. Nach der Sauna hat das kalte Wasser echt richtig gut getan!

Blick auf den riesenlangen Päijenne-See


Am vorletzten Finnland-Tag sind wir wieder Richtung Süden gefahren – nach Lahti. Allerdings auf der Straße und mit dem Bus. Man könnte auch auf dem Päijenne-See mit dem Schiff bis Lahti fahren, denn der See verbindet Jyväskylä und Lahti miteinander.

In Lahti haben wir wieder eine Unterkunft direkt am See. Herrlich! Auch, wenn es wieder neblig-grau ist. Aber immerhin ohne Niesel. Und der See ist ebenfalls spiegelglatt. Es ist der „Vesijärvi“ – Wassersee. Er ist durch einen Kanal mit dem Päijenne-See verbunden.

Könnte Sommer sein (Sommer ist, was in deinem Kopf passiert) …


Auf dem Programm steht heute Kajak-Fahren mit Kirsi.

Lotta und ich im Zweier-Kajak in der finnischen Idylle


Ich teile mir ein Zweierkajak mit Lotta, die schöne Bilder macht. Wir schippern in der Gruppe eine gute Stunde auf dem See herum. Es ist wunderschön.

Für weitere Strecken nutze ich das Kajak … *g


Wir kommen an einer Inselgruppe vorbei und fahren in eine Bucht. Es ist so, wie ich mir Finnland vorgestellt habe. Idyllisch, ruhig. Die Bäume verlieren ihre gelben Blätter zum Teil schon, so dass wir die Mökkis (Sommerhäuschen) am Ufer sehen können. Das wäre ein Leben! Ein Mökki, direkt am See. Paddeln, schwimmen, Sauna und grillen! Naja, bis aufs Grillen machen wir das alles!

Der Vesijärvi ist wärmer als der See in Hankasalmi


Während wir paddeln, messe ich mit dem Thermometer die Wassertemperatur: 12 Grad. Wieder etwas wärmer. Der See ist nicht tief, verrät Kirsi: im Schnitt 6 Meter. Das ist nicht viel. Beim Paddeln sehen wir auch zahlreiche Wasserpflanzen. Zum einen, weil sie bis zur Oberfläche wachsen, zum anderen, weil auch hier das Wasser sehr klar ist.

Auf dem Bild sieht es dunkler und grauer aus als es in Wahrheit war …


Nach dem Paddeln nutze ich gleich noch die Gelegenheit zum Schwimmen. Mitkommen will wieder keiner, aber Estelle macht immerhin Fotos. Ich merke direkt, dass der See wärmer ist als der vom Tag zuvor. Oder mir ist einfach wärmer, weil wir uns beim Paddeln sportlich betätigt haben und ich aufgewärmt bin. Beim Reingehen schlagen mir Wellen entgegen. Irgendwo auf dem See ist ein Motorboot gefahren, und jetzt gelangen die Wellen ans Ufer. Ich weiß nicht, ob der See mich freudig begrüßt oder ob er mich eher vom Schwimmen abhalten will. Als die Wellen verebben, gehe ich rein. Und schwimme ein gutes Stück. Es ist herrlich! Gar nicht kalt, sondern richtig schön.

Schön war es im Vesijärvi!


Als ich rausgehe, will mir Estelle gleich das Handtuch reichen, aber ich brauche es erstmal nicht. Denn mir ist nicht kalt. Ich merke zwar, wie das Kribbeln durch den Körper wabert, aber ich friere nicht. Ich genieße. Die Warm-Kalt-Wellen durchströmen mich, ich muss lächeln. Das war soooo schön!

Kiesstrand und Herbstlaub, das beim Rausgehen raschelt!


Dann ist direkt im Anschluss Sauna angesagt. Herrlich! Und zum Abkühlen gehe ich  – wieder als Einzige – in den See. Langsam legt sich die Dämmerung über den Vesijärvi, es ist herrlich friedlich. Beim letzten Schwumm sage ich leise „Pfiati“ und bin etwas traurig.

Der Abschied fällt schwer …


Schwimmen im Lago Maggiore 

Ich war mal wieder unterwegs. Und zum ersten Mal in meinem Leben so wirklich in Italien. Eine meiner Schwimmfreundinnen hat geheiratet und mich zur Hochzeit eingeladen. Und diese Hochzeit war am Lago Maggiore. Ich bin einen Tag früher angereist und mir einen schönen Tag am See gemacht.

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Lago Maggiore

Der Lago Maggiore ist groß und von Bergen umrahmt. Also ein kleines bisschen so wie der Tegernsee. Halt in groß. Es sieht sehr schön aus und ich habe einen kostenlosen Strand gefunden.

Ein Sandstrand am See, das finde ich verwirrend. Weil ich dadurch und weil es in Italien ist, fast denke, dass ich am Meer bin. Ich suche ein schattiges Plätzchen und schlage mein Lager auf.

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Fühlt sich gleich nach Urlaub an, wenn man die Füße in den Sand legt …

Dann messe ich die Wassertemperatur. Mein Hautthermometer sagt: genau richtig zum Schwimmen. Das Thermometer mit den Zahlen zeigt 24,5 Grad. Perfekt!

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Ideale Wassertemperatur

Ich bin also voll motiviert und setze Kappe und Brille auf, damit das Abenteuer starten kann. Meine Boje habe ich nicht mitgenommen (warum? Warum? Warum?), aber am Ufer entlang wird es schon gehen. Ich sehe auch andere Krauler.

Beim Reingehen muss ich feststellen, dass die Steine recht groß und vor allem glitschig sind. Ich tauche fix unter, wenn ich schwimme, kümmert mich der Boden nicht. Im Wasser schwimmen leider seltsame Dreckpartikel. Nicht so schön… ich vermute, dass es der Algenglitsch von den Steinen ist. Ich schwimme Brust, da ist die Gefahr geringer, dass ich so ein Algen-Zeugs einatme. Und ich stelle leider fest, dass der See sehr wellig ist. Obwohl es windstill ist.

Liegt wohl an den Motorbooten, die hier rumcruisen… hm. Was nun? Wenn die Wellen schon beim Brustschwimmen so blöd sind, will ich erst gar nicht kraulen.

Aber dann denke ich: probiert’s einfach. Wenn es blöd ist, kannst ja immer noch Brust schwimmen. Und siehe da: Das Kraulen klappt besser als gedacht! Und hier, etwas weiter vom Ufer entfernt, sind auch diese Partikel weg. Yeah!

Ich genieße meinen Ausflug. Das Wasser ist angenehm warm und schön grün. Etwas dunkler als im Tegernsee. Ich schwimme zu dem Strand vom Hotel. Der ist an Land nur für Hotelgäste, aber im Wasser darf jeder schwimmen und schauen. Hihi…

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Vom Boot aus habe ich dann ein Foto gemacht – so weit draußen bin ich aber nicht geschwommen – wegen der vielen Motorboote.

Auf dem Rückweg schau ich mir noch den anderen Strand an, den ich auf dem Hinweg an Land aus der Ferne gesehen habe. Mit Liegen und Schirmen und Schnickschnack – nix für mich.

Ich beende meinen Ausflug, der doch schöner war als anfangs gedacht.

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Urlaub! Stärkung! Yeah!

Ich beschließe, nach dem Abendessen wieder ans Wasser zu gehen und einen Sundowner-Swim zu machen.

pizza

Pizza ist in Italien natürlich Pflicht!

Jetzt ist das Wasser ruhig, die Sonne grüßt von hinter den Bergen und taucht alles in ein weiches Licht. Ich schwimme Oma-Brust und sehe vom Wasser aus noch ein paar letzte Sonnenstrahlen.  Herrlich!

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Abendstimmung am See

wolken

So schön und noch viel schöner war es am Abend beim Schwimmen!

Am Tag der Hochzeit war ich am Vormittag noch mal schwimmen. Das ist einfach so ein schöner Start in den Tag, wenn man gemütlich im See schwimmt.  Ganz ohne Ziel oder Bahnen zählen. Einfach nur schwimmen, das Wasser genießen. Sich leicht und schwerelos fühlen. Schweben. Vom Wasser aufs Land schauen. Perfekt!

samstag-vormittag

Wolkig und trüb, aber das Wasser war herrrrlliiiichchch!

Die Hochzeit war natürlich auch sehr schön. Zur Trauung sind wir mit dem Boot gefahren. Hätten wir alle mal eine Boje eingepackt… 😉

 

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Baveno vom Boot aus – die Hochzeitsgesellschaft setzte per Schiff über ans andere Ufer.

Das Abendessen der Hochzeitsfeier war dann an einem kleinen Nachbarsee des Lago Maggiore – am Lago di Mergozzo. Ebenfalls sehr hübsch, trotz Wolken!

Anders als der Lago Maggiore wäre der Lago di Mergozzo wohl perfekt zum Schwimmen: Er ist laut Wikipedia 2,6 Kilometer lang und etwa einen Kilometer breit. Außerdem gilt er als einer der saubersten Seen Europas, Motorboote sind nicht erlaubt. Zwischen den beiden Seen ist Schwemmland, weil sie ursprünglich miteinander verbunden waren (was ich aufgrund der Lage schon vermutet hatte). Ein Dammbau im 9. Jahrhundert trennte die Bucht ab und schuf so den „piccolo lago“.

 

Übersichtskarte von Lago Maggiore und Lago di Mergozzo

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