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32. Mai

Heute ist der 32. Mai. Das ist kein Tippfehler… oder vielleicht ein kleiner. Man könnte nämlich auch sagen, dass es heute das 32. Mal war. Dass ich schwimmen war. Am Stück! Seit das Freibad am 1. Mai aufgemacht hat, war ich jeden Tag schwimmen. Das wollte ich mal ausprobieren. Letztes Jahr war ich fast den ganzen Mai schwimmen, es gab 3 Tage „frei“. Aber jetzt eben das Experiment.

Ihr könnt euch ja vorstellen, dass es soooo schlecht nicht sein konnte, wenn ich auch heute, laut Kalender der 1. Juni, schon wieder schwimmen war.

Angefangen hat es natürlich gut. Mit viel Vorfreude auf die Freibad-Saison. Und es war toll! Obwohl im Schyrenbad das Wasser an den ersten beiden Tagen recht frisch war. Dafür war das Wetter gut. Das sollte ja nicht so bleiben. Und so bin ich im Regen durch die ganze Stadt geradelt, um ein paar ruhige Bahnen ziehen zu können. Bis auf 2 Tage konnte ich auch meine Standardstrecke von 3.000 Metern schwimmen. Aber die „fehlenden“ 500 Meter wurden bei nächster Gelegenheit nachgeholt. Muss ja alles seine Ordnung haben!

Manchmal war’s auch echt kalt. Aber dafür war ich ungestört. Und ich kam mir recht schnell vor. Ich habe einfach (fast) die ganze Strecke durchgekrault. Zu kkkkaaaalllt zum Nachdenken oder Pause machen! Weiter immer weiter!

Dann flux über die Wiese laufen zur Dusche. Die ist zwar warm, aber der Raum nicht. Es ist eher offen, so dass es kühl ist. Und die Umkleide ist ebenfalls offen. Nur ein Dach drüber (immerhin!). So bin ich dann halb verfroren heimgeradelt und war froh, wenn ich angekommen bin.

Aber es gab auch schöne Tage. An denen ich trotzdem fast allein geschwommen bin, die Sonne hinter den Wolken hervorgelugt hat und es nicht so kalt war. Oder eine meiner Schwimmfreundinnen dabei war. Jede eine Bahn für sich… toll!

Oder ein Tag mit Sonne im Dante. Da war dann gleich ganz viel los. Aber kein Problem, ich kannte alle 4 Mitschwimmer!

Dann war der Tag mit dem Dauerregen. Da hatte ich Glück, denn als ich unterwegs war, hat es fast gar nicht geregnet. Die Isar hatte aber schon beim Hinfahren viel Hochwasser, knapp zwei Stunden später, hatte sie sich einen Weg über die Wiese gebahnt, um den Radweg auf der rechten Seite zu fluten. Das war schon spannend, wie schnell das ging!

An einem anderen Tag habe ich im Schyrenbad ein vierblättriges Kleeblatt entdeckt! Einmal kurz nach unten geschaut und da war es!

Und natürlich gab’s die Tage, an denen ich mir dachte: gut, wenn es vorbei ist und ich Pause machen kann. Und beim Schwimmen die ersten 10-20 Bahnen nicht vorbeigehen wollten. Und dann die letzten 10 auch… die zogen sich… und ich war flügellahm und eigentlich froh, dass es nur noch 2 Tage sind. Der Feiertag und der Freitag. Yeah. Ende in Sicht.

Da lief es im Wasser dann prima! Wie am Schnürchen. Als ob ich nicht die letzten 30 Tage geschwommen wäre.

Und dann eben heute. Sonne, Samstag, warm … und nichts anderes vor. Hm. Ob ich es wage? Eigentlich wäre es verschenkt, nicht schwimmen zu gehen. Vor allem, wenn nächste Woche wirklich Hochsommer ist. Dann geht nämlich nichts mehr. Dann ist Schluss mit lustig und allein in Ruhe und so… also gut. Für 2 klitzekleine Kilometerchen geh ich schwimmen.

Und dann bin ich da. Und es ist recht ruhig. Glück gehabt. Ich lass mich ins Wasser gleiten. Es ist angenehm kühl. Ich spüre das Kribbeln der Wasserblasen an meinem Bauch. Ich trage nämlich einen Bikini, weil es schönes Wetter ist. Ohmann, ist das schön. Und von wegen flügellahm, ich fühle mich gut und schnell.

Dann ist auf einmal Chaos, viele Leute, die recht unterschiedlich schwimmen. Das mag ich eh nicht und nachdem ich jetzt immer allein war, ist es noch blöder. Gut, dass ich nur 2 Kilometer machen will und das gleich erledigt ist.

Und dann? Dann löst sich das Chaos auf und ich denke… hm. Das kann ich jetzt so nicht beenden. Jetzt, wo wieder Ruhe und Ordnung ist. Da muss ich ja fast… genau! Und so war das dann auch. Und am Ende waren es dann doch 3 Kilometer. Zur Belohnung, weil es ich ja gestern mein Ziel erreicht habe.

Morgen ist jedenfalls Schwimmpause. Ganz, ganz sicher!


Frühlingsschwimmen

Der Frühling ist da. Endlich. Am Dienstag war Frühlingsanfang bei Minusgraden, aber heute gab’s Sonne und es war windstill. Perfekt zum Eisschwimmen. Oder Frühlingsschwimmen.

Ich muss sagen, dass meine Motivation ziemlich gesunken ist, seit der Radlweg nicht mehr benutzbar ist und ich über eine blöde Ampel und durch eine Straße mit Parkplätzen fahren muss. Dennoch habe ich mich heute aufgerafft und bin zum Langwieder See gefahren. Bevor die ganzen Sonntagsausflügler kommen…

Am Langwieder See war es dann noch ruhig und der See selbst lag spiegelglatt da. Herrlich! Und mir war vom Radln warm.

Also umziehen und rein ins kühle Nass. Mein digitales Thermometer hat grad keine Batterien und deshalb ist das alte analoge mitgekommen. Es zeigt aber je nach Blickwinkel alles von 5 bis 10 Grad an.

An den Füßen und Beinen ist es nicht kalt. Sogar eher angenehm. Ich gehe zügig weiter und tauche unter. Kühl, aber gut. Als ich schwimme, kommt die Kälte. Ich bin ja in Ufernähe, wo ich stehen kann. Also alles gut. Aber kalt!

Ich schwimme weiter. Und zurück. Und nochmal hin. Und dann muss ich mich ganz schön zusammenreißen, um auch noch zurück zum Anfang zu schwimmen. Es ist nämlich echt kalt. Aber das will ich jetzt durchziehen und deshalb schaffe ich es auch.

Dann nix wie raus und das Handtuch rumgewickelt. Schön! Die Sonne wärmt. Von innen ein Hitzeschwall. Toll! Es durchflutet mich richtiggehend. Ein Wahnsinn!

Auch, nachdem ich wieder angezogen bin, fühlt es sich noch toll an. Ich kann das jetzt gar nicht wirklich beschreiben. Es war einfach toll! Erfrischt. Ein regelrechter Kick!

Dann radle ich heim und bin sehr glücklich und froh, dass ich trotz des blöden Radlwegs zum See gefahren bin!


Folter in Yväskylä 

Keine Angst, das wird keine SM-Geschichte. Oder doch? Ich war jedenfalls in Finnland, auf einer Pressereise und da ging’s nach Yväskylä. Dort war ich dann kurz im See schwimmen. 

Es gibt dort aber auch eine Schwimmhalle. Uimaallas! Und wir waren dort. Architekt war Alvar Aalto. Wer auch sonst? Er hat quasi alles in Yväskylä gebaut bzw. entworfen. So auch das Schwimmbad. 

Ein Schwimmbad von Alvar Aalto

Und jetzt kommt der Teil mit der Folter: Wir waren in der Schwimmhalle. Da war nämlich beim „City of Lights“-Event auch eine Lichtinstallation. 

Ein schönes 50-Meter-Becken und kaum Schwimmer…

… herrlich!


Auf den Bildern sieht das leider nicht so toll aus wie in echt. Das Licht hat immer wieder gewechselt, meist war es bläulich. 

Nummer 8


Wir hatten sogar das Glück, den Lichtkünstler Kari höchstenpersönlich zu treffen. Und was sagt der? Seine Lichtinstallation wirkt am besten, wenn man schwimmt! Und das hat uns vorher keiner gesagt! Also leider kein Schwimmen und auch zu wenig Zeit dafür. Sowas Blödes! Und dabei war das sooooo ein schönes Becken!


Das 25-Meter-Becken stammt von Aalto. Wer sich bissl mit ihm und seiner Arbeit auskennt, sieht es sofort. 


Wieder im Langwieder See 

Nach meinem Finnland-Ausflug bin ich wieder in Bayern. Und was haben Bayern und Finnland gemeinsam? Außer meiner Liebe und einer weiß-blauen Fahne? Seen! Unsere Seen sind zwar kleiner, aber zum Schwimmen reicht es.

Klein, aber zum Schwimmen ausreichend: der Langwieder See

Heute bin ich sogar in Gesellschaft. Diana kommt mit und schwimmt auch. Es ist noch bissl windig, aber immerhin kein Sturm mehr wie am Donnerstag. Und zwischendurch kommt die Sonne raus.

Am Langwieder See ist herrlichste (finnische) Ruhe, der See gehört uns! Ich schätze ihn schon vorm Reingehen auf 15 Grad, was mein Thermometer bestätigt. Reingehen klappt prima. Vor allem, weil unter Wasser kein Wind weht!

Im Gegensatz zu den Seen in Finnland noch richtig warm mit 15 Grad!

Das Schwimmen war traumhaft! Auf einmal breitet sich ein wohliges Kribbeln auf meinem Rücken aus, unterm Schwimmen. Es ist total schön und ich kann prima schwimmen! Die Wellen sind kaum spürbar, ich würde am liebsten ewig schwimmen! Doch die Vernunft mahnt zur Umkehr.

Ich mag nicht an Land!

An Land weht der Wind doch merklich, ich würde am liebsten im See bleiben. Aber hilft nix. Raus und umziehen. Ich spüre das Kribbeln unter der Haut und genieße es. Allerdings nicht zu lang, denn der Wind kühlt mich aus.

Die Luft ist kälter als das Wasser!

Deshalb packen Diana und ich unsere sieben Sachen und radeln heim. Schön war’s! Jetzt fängt die beste Zeit erst an!

Und für alle, die es auch gern ausprobieren wollen: Jetzt ist die beste Zeit. Die meisten Seen sind noch nicht wirklich kalt, so dass man sich langsam an die Kälte gewöhnen kann. Ich habe hier mal meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen zusammengestellt.


Der letzte Freibad-Tag

Irgendwie ging jetzt alles ganz schnell. Der letzte Freibad-Tag kam plötzlicher als Weihnachten und heute war es soweit. Und beim Schwimmen selbst ging’s auch irgendwie viel zu schnell. Viel zu schnell war mein normales Pensum von 3 Kilometern voll. Und das Becken – na, das war fast leer! Denn obwohl kein Freibad-Wetter ist, hatte das Freibad geöffnet. Seltsam, aber gut!

Kurzer Schockmoment: Der Absperrzaun ist schon aufgestellt, obwohl das Becken noch offiziell geöffnet ist!

Es ist nämlich ziemlich kühl, windig und grau heute in München. Ab und zu hat die Sonne mal kurz rausgeschaut, aber das war eher ein Zwinkern als ein Schauen. Egal, ab ins Wasser. Auch wenn ich die letzten 15 Tage nichts anderes gemacht habe. Ich war seit meiner Rückkehr aus Dänemark jeden Tag im Freibad. Weil das Ende ja nahte. Zwischendrin war es fast mal zu viel Freibad, aber dafür war der nächste Tag dann wieder besser. Und irgendwann konnte ich die verbleibenden Tage an einer Hand abzählen, das musste natürlich genutzt werden.

 

Schon die letzten 3 bis 4 Male war es so, dass ich (fast) allein im Bad war und so konnte ich mich nur auf mich konzentrieren. Keine Ausweichmanöver, kein Taktieren, keine überhöhte Geschwindigkeit, kein Überholen – einfach nur schwimmen. Und so komme ich in den schönsten Flow. Ich schwimme und schwimme und schwimme – und denke: nix. Ich zähle die Bahnen, das ist so monoton, dass es schon meditativ ist. Und schwupps – wieder zehn Bahnen voll. Und weiter geht’s mit Nummer 11, 21, 31, 41. Und ratz-fatz sind drei Kilometer (mit ein- und ausschwimmen) rum.

Heute war ich auch im Flow. Zuerst nicht so, aber dann setzte es ein. Ich denke manchmal, dass ich ein alter Diesel bin: der braucht auch, bis er warmgelaufen ist. Und dann tuckert er vor sich hin und läuft und läuft und läuft. Und ich tuckere – naja…- und schwimme. Hin und her und hin und her. Ich spüre das Wasser an mir vorbeirauschen, ich gleite. Meine Arme und Hände finden diese „Griffe“ unter Wasser, an denen ich mich festhalten und entlang hangeln kann. Ich spüre, wie mich das Wasser unter meinem Bauch trägt. Ich merke den Auftrieb. Aber ich denke nix. Ich bin einfach. Das erreiche ich nicht oft. Aber wenn es so ist, ist es einfach nur genial! Denn ich bin dabei nicht langsam. Ich bin aber regelrecht im Tunnel. Ich krieg kaum mit, was um mich herum passiert. Hin und wieder nehme ich zwar andere Schwimmer im restlichen Becken wahr, aber eher im Augenwinkel. Aber wenn jetzt plötzlich jemand in meiner Bahn auftauchen würde, ich würde mich zu Tode erschrecken. Weil ich so in mir und im Schwimmtunnel bin. Und wie gesagt, auch nicht gerade langsam unterwegs bin …

Für Olympia reicht es natürlich nicht, aber ich fühle mich schnell und ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich nicht getritschelt (für nicht-Bayern: getrödelt) habe. Außerdem bin ich am Beckenrand nach der Einheit, also nach 2.500 Metern, ganz schön am Schnaufen. Und ich bin glücklich! Erledigt, aber happy.

Heute waren wie gesagt die drei Kilometer schnell um. Viel zu schnell. Es ist doch der letzte Tag. Bis Mai (bis Mai!!!!) hat das Dante-Sommerbecken zu! Bis Mai! Das ist länger als ein halbes Jahr! Also, obwohl es bissl kühl ist, lege ich noch eins oben drauf. Ich überlege auch gar nicht lange, sondern schwimme einfach weiter. 1.000 Meter, 20 Bahnen, das geht schon noch. Und jetzt bitte genießen. Und nicht hetzen. Es ist der letzte Tag (der letzte!!!). Vor einer langen Durststrecke. (Ja, es wird auch im Winter geschwommen. Und ja, im Dante-Bad kann man im anderen Becken auch im Winter (ab morgen!) draußen schwimmen. Aber das ist einfach nicht dasselbe. Ich schwimme also weiter. Gleite. Drücke. Stoße mich ab. Genieße. Und schwimme. Und genieße. Die Leichtigkeit im Wasser, die Kraft meines Körpers zu spüren und zugleich diese Schwerelosigkeit. Und die Gedankenlosigkeit. Denn ich bin wieder oder immer noch im Tunnel und es wird nichts gedacht, nur Bahnen gezählt und genossen. Und schwupps sind auch die zusätzlichen 1.000 Meter rum. Dann muss Schluss sein, man soll schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist!

Herbstlaub am und im Wasser. Dafür kaum Leute. Herrlich zum Schwimmen!

Ein letzter Blick aufs Becken, ein Abschiedsfoto und ein leises „pfiati, Dante-Sommerbad“, dann geht’s in die warme Dusche. Bevor die Eisschwimm-Saison dann startet …


Auf Betriebstemperatur

Oh yeah!! Ich war natürlich auch heute schwimmen. Logo. Hab mich ja seit gestern nach dem Schwimmen drauf gefreut. Was für ein Anblick: Zwei Leute im Becken, einer im Neo auf der einen Schwimmerbahn, ein anderer Krauler in dem Bereich außerhalb der Bahnen. „Meine“ Bahn war leer und hat nur auf mich gewartet. Ohmann, so toll! Und dann noch Sonne-Wolken-Mix, perfekt.

Das Wasser war etwas frisch beim Reingehen (aber ist es das nicht immer?). Losgeschwommen, Lichtspiele unter Wasser beobachtet – herrlich! Dann packt mich der Ehrgeiz. Ich merke, dass es realistisch ist, denn Krauler ohne Neo zu überholen. Und tatsächlich: Ich schwimme an ihm vorbei. Ich bin im Flow! Wie lange war das nicht so? Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich jetzt im Flow, im Tunnel, ich schwimme, ich fliege, ich gleite – ich bin ein Fisch! Endlich wieder. Ich bin auf Betriebstemperatur. Und denke mir, dass es schade wäre, wenn es nach 2.000 Metern vorbei ist. So fasse ich schon früh den Entschluss, heute die 3.000 voll zu machen. Da kommt ein zweiter Schwimmer in meine Bahn. Er trägt auch nur eine Badehose – vielleicht ist er deshalb auf meine Bahn gekommen? Neo-freie Zone … hihi!

Dieser Badeanzug unterstützt das Fisch-Feeling…


Wir zwei kommen jedenfalls gut miteinander auf der Bahn aus und ich bin weiterhin im Flow. Zug um Zug, Bahn um Bahn. Zack-zack-zack – herrlich! Und ich merke, wie die Sonne, die immer mal wieder durch die Wolken bricht, meinen Rücken unter Wasser wärmt. Auch das trägt zum Wohlbefinden bei. Ich ziehe und merke, wie gut ich vorankomme. Spüre meinen Körper, meine Kraft und mag gar nicht ans Ende denken. Es ist soooooo schön! Ob das beim Laufen je so sein wird?!

Naja. Irgendwann ist dann natürlich doch Schluss. Bissl kühl ist mir jetzt, aber mir geht’s gut. Kein Schwindel, kein Frieren – und meinen Ohrenstöpsel hab ich auch verloren. Der nette Mitschwimmer in meiner Bahn hat ihn unter Wasser gesehen. Puh! Aber demnächst werde ich sie nicht brauchen – das Wasser hatte 23 Grad, wie ich beim Rausgehen gesehen habe. Jetzt sind wir auf Betriebstemperatur – das Bad und ich. Herrlich!


Eisschollen!

Gestern war ein toller Tag! Ich war nochmal in der Seesauna in Tegernsee. Denn ich wollte nochmal Eisschwimmen de Luxe … Das Schild am Eingang versprach „0 Grad Seetemperatur“. Ui! Morgens hatte der See an einer anderen Stelle sogar eine kleine Eisschicht, wie die Webcam zeigt:

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Am Morgen des 25. Januar 2017 zeigt die Webcam [foto-webcam.org] den Tegernsee, wie er abdampft und eine dünne Eisschicht hat.

Und tatsächlich! Am Ufer schwammen im Tegernsee Mini-Eisschollen! Wow! Und mein Thermometer zeigte 1,2 Grad Wassertemperatur. Rekord für mich! Ich bin natürlich VOR dem Saunagang in den See. Und auch wieder ein paar Züge geschowmmen. Ohne Uhr, deshalb kann ich nur schätzen: 20 bis 30 Sekunden. Es war kalt. Wirklich kalt. Das Wasser fühlte sich wie flüssiges Eis an. Und mit den Händen habe ich diese Mini-Eisschollen berührt bzw. weggeschoben. Unfassbar. So toll. Und so kalt!

Also schnell raus und ins Haus zum Anwärmen. Und dann kam’s: Diese Warm-Kalt-Wellen, auf denen die Glückshormone reiten. Den ganzen Körper haben sie durchflutet. Außen knallrot, innen total glücklich. Ich konnte das Grinsen kaum unterdrücken. Es ist bissl, wie wenn man verliebt ist. Absolut gigantisch. Und weil ich nur kurz drin war, kam auch nur ein ganz kurzes, sachtes Wärmezittern.

Später, nach dem Saunagang, bin ich natürlich wieder in den See. Und bin ein bisschen länger geblieben. Da waren die Eisschollen auch noch da. Und dann haben meine Finger vibriert. So muss sich eine Stimmgabel anfühlen. Es war unbeschreiblich. Toll. Und auch danach, an Land, im Warmen wieder. Echt herrlich! Leben pur.

tegernsee25012017

Und? Kommt die Sonne durch den Nebel?

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Manchmal hat sie es geschafft!

 


Eisköniginnen und Eiskönige im Chiemsee


Mein erster Wettkampf! Also – ohne Zeitnahme. Das feige Chlorhuhn ist beim Eiskönig im Chiemsee in der „Fun“-Gruppe ohne Zeitmessung gestartet. Und ja, das ärgert mich jetzt ein bisschen. Aber das ist tatsächlich das einzige, das mich ärgert. Denn die Veranstaltung in Prien am Chiemsee vom TSV Bernau war rundum schön, die Stimmung war toll. Und das trotz fiesem Wind, zum Teil Schneesturm und ohne Sicht auf die wirklich tolle Landschaft rund um den Chiemsee. Dafür war das Wasser klar und da haben die Schwimmer ja eigentlich hingeschaut … *g


Jochen Aumüller kenne ich seit einem Jahr, mit ihm war ich im Januar 2016 auch Eisschwimmen.


Und dann im Juli beim Vollmondschwimmen. So kam es, dass ich beim Eiskönig einige bekannte Gesichter sah. Und natürlich neue Gesichter, die zu Eisschwimmern gehören. Eisschwimmer sind gar nicht „cool“ oder „zugeknöpft“, sie müssen nicht erst „auftauen“ – sie sind herzlich und auskunftsfreudig. Das freut die Reporterin natürlich.


Wie oben erwähnt, war es winterlich kalt und windig. Vor allem auf dem Start-Steg war der Wind kalt und grausam. Das habe ich bei meinem eigenen Start gemerkt. Wir waren zu viert. Hut ab vor Susan und Matthias, die noch nie im kalten Wasser geschwommen sind. Und auch die andere Teilnehmerin (deren Namen ich leider nicht weiß) war bisher „nur“ im 11 Grad kalten Wasser. Da war ich ja schon fast ein Profi. *g [Wer’s übrigens mal selbst testen will: Ich habe meine Tipps zusammengefasst.]


Rein ging’s über eine Leiter. Natürlich erst nach der Aufforderung zum Ausziehen. Statt wie bei internationalen Wettbewerben „take your clothes off“ hieß es am Chiemsee „ausziehen bitte“, dann ging’s an die Startleiter und bis zu den Schultern ins Wasser. Und dann kam ein greller Pfiff und los ging’s! Ich bin Oma-Brust geschwommen, wie immer. Es lief gut, irgendwie habe ich die Kälte gar nicht mehr gemerkt. Das Wasser hatte 3,4 Grad, war also wärmer als die Luft und vor allem weht im Wasser kein Wind. Und ich hatte wohl Adrenalin im Körper.

Wer mag, kann sich hier die Erlebnisse (und bissl mehr rund ums Eisschwimmen) anhören. In der „Nahaufnahme“ von Bayern 2.

Die „Bahn“ war zwischen zwei Stegen, die genau 50 Meter entfernt stehen, Leinen gab’s auch. Also hieß es einfach: auf den anderen Steg zuschwimmen. Das Ziel also direkt vor Augen. Ich habe zwar meine eigene Uhr am Arm gehabt – aber in der Aufregung vergessen, auf Start zu drücken. Also keine Ahnung, wie lange ich gebraucht habe. Im linken Augenwinkel habe ich gesehen, dass die unbekannte Schwimmerin im Kraul in etwa gleich auf ist, rechts näherte sich Matthias. Aber ich konnte tatsächlich recht zügig schwimmen, das hat mich überrascht. Schließlich ist das Wasser echt kalt, da darf ich mich nicht übernehmen. Und dann hat’s doch gedauert, bis der andere Steg endlich erreicht war. Und dann ging’s raus, Bademantel an und raus aus dem Wind. Ich hab dann meine Badelatschen gar nicht angezogen, sondern bin barfuß über den Schnee. Meine Füße waren so kalt, dass ich die Kälte vom Schnee gar nicht gespürt habe. Und dann ging’s in die mobile Sauna, die vom Prienavera Erlebnisbad da am Ufer stand. Oooohhhh, wie toll! So schön warm. Und holzgeheizt, ganz angenehme, weiche Wärme. Da wurde mir dann richtig warm. Ich hatte kein Kältezittern, keine Warm-Kalt-Wellen, aber schön war’s trotzdem! Außerdem habe ich festgestellt, dass es wahnsinnig viel ausmacht, welches Wetter und welche „Außenbedingungen“ herrschen. Beim Neujahrsanschwimmen war der Tegernsee ja kaum wärmer (3,9 Grad), aber es war warm, die Sonne hat gescheint. Das war ganz was anderes als heute am Chiemsee.


Der Eiskönig ist ein Wettkampf, bei dem verschiedene Strecken geschwommen wurden. Christof Wandratsch war auch da.


Er ist derjenige, der das Eisschwimmen bei uns in Bayern so richtig bekannt gemacht hat, nicht zuletzt mit seiner Veranstaltung in Burghausen. Ich habe ihm und den anderen bei der Königsdistanz über 1.000 Meter zugeschaut – die sehen da noch immer so aus, als würden sie im warmen Wasser schwimmen.


Ok, die Haut ist krebsrot, aber das ist ein gutes Zeichen, sagen die Ärzte. Denn dann ist alles gut durchblutet. Allerdings sehen sie wirklich mitleiderregend aus, wenn sie nach 13 oder 25 Minuten (je nach Schwimmgeschwindigkeit) aus dem Wasser kommen: Sie sind krebsrot, sie zittern, sie können kaum gehen, müssen gestützt werden und das Sprechen fällt schwer, der Kiefer ist eingefroren, das Hirn scheint langsamer zu arbeiten. Ich habe ja auch schon mal geschrieben, dass ich mich, als ich so gefroren habe, gefühlt hätte, als wäre ich betrunken.


Übrigens gab’s ein Starterpaket von Aqua Sphere mit tollen Dingen, die Schwimmer so brauchen können. Dazu alkohlfreies Bier und ein Glas mit einer Gravur. Lauter tolle Andenken an einen tollen Tag mit lauter „Verrückten“ – im besten Wortsinn.

Großer Dank und Respekt auch an die Helfer, die dem Wetter getrotzt haben und Zeiten genommen haben und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Die Wasserwacht war mit vielen Helfern da, die zum Glück nicht zum Einsatz kamen.

Nach dem letzten Rennen wurde es übrigens schöner! Mit diesen Eindrücken hat sich der Chiemsee von allen verabschiedet.


Praktische Tipps zum Winter- oder Eisschwimmen

Zuerst möchte ich mich bei euch bedanken. Es gibt einige, die meinen Blog nicht nur lesen, sondern auch kommentieren. Das freut mich! Vor allem, dass ich wohl einige von Euch dazu anrege, das Eisschwimmen selbst auszuprobieren, freut mich. Und da habe ich mir gedacht, dass ich mal meine Tipps und Erfahrungen vom Eis- oder Winterschwimmen hier kompakt zusammenfasse. Sie sind zwar alle schon mal in den verschiedenen Artikeln aufgetaucht, aber so habt ihr sie auf einen Blick.

Kaltes, klares Wasser… das wollen immer mehr ausprobieren…


Meine Erfahrung ist sehr subjektiv, ihr könnt das natürlich anders sehen oder machen, das müsst ihr selbst wissen. Das Wichtigste ist jedoch: Eisschwimmen ist ein Extremsport. Das kann auch gefährlich werden, deshalb nicht übertreiben. Am besten ist man nicht allein am See. Ich bin zwar meistens allein, bleibe aber deshalb im flachen Wasser, nah am Ufer. So kann ich mich hinstellen und rausgehen, sollte sich mein Körper komisch anfühlen. Da ich keinem – weder mir noch sonst wem – was beweisen muss, gehe ich nur ins Wasser, wenn mir danach ist. Letzte Woche zum Beispiel war’s zwar in München sonnig, aber am Lußsee hing dicker Nebel, dazu Ostwind und Raureif. Das war mir zu kalt und ungemütlich, da habe ich mich nicht mal ausgezogen.

Schön, aber zu kalt. Wenn mir nicht danach ist, gehe ich nicht rein.


Letztes Jahr bin ich sehr langsam ins Wasser gegangen, bin lange rumgestanden. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich gehe zügig rein, bis das Wasser an den Oberschenkeln ist. Dann atme ich tief durch, sage zu mir: „Gleich wird’s kalt“, und dann tauche ich unter.Profi-Eisschwimmer Jochen riet mir im Januar, dass man ruhig bleiben soll – also kein „huuuchh“ und Rumgehampel – denn das kostet unnötig Energie.

Da mir das kalte Wasser am Kopf zu kalt ist, bleibt der über Wasser. Die Badekappe hält die Haare trocken und den Kopf bissl warm (man will ja nicht unnötig frieren…). 

Kopf über Wasser – Oma-Brustschwimmen…


Und dann schwimme ich los. Ruhig, gleichmäßig. Ich fühle in meinen Körper rein, wie verhält er sich? Wie nehme ich die Kälte wahr? Ich schaue dann auch mal auf die Uhr. Meist geht’s die ersten 20 Sekunden gut, dann wird’s hart. Und nach 2 Minuten geht’s gut. Letzten Samstag im Tegernsee wollte ich es wissen und bin 7 Minuten geschwommen. Danach habe ich echt schrecklich gefroren, ewiges Warmzittern. Das hat mir nicht gefallen. Also jetzt: nicht übertreiben und nicht so lang schwimmen.

Ich habe auch immer Badelatschen dabei. Allerdings sind die Flipflops mit Zehensteg nicht zu empfehlen; die kalten Zehen wollen nicht freiwillig in die richtige Position. Also lieber normale Schlappen (muss ich noch besorgen). Ich bevorzuge inzwischen auch die Stelle am See mit Kiesstrand. Denn eine Wiese ist im Winter meistens nass und batzig, habe ich letztes Jahr am Feldmochinger See am eigenen Leib erfahren müssen. Steine oder ein Steg sind dagegen ideal. Denn so bleiben die Füße sauber. An kalten, tauben Füßen Dreck wegzurubbeln, macht keinen Spaß!

Ein guter Lagerplatz am Kiesstrand


Bevor ich ins Wasser gehe, lege ich an meinem Platz das Handtuch und meine Klamotten schon bereit. Wenn ich nach dem Schwimmen zurückkomme, wickle ich mir das dunkelblaue Handtuch (bei Sonne leicht angewärmt!) um, tupfe mich trocken – nicht rubbeln. Je nach Wassertemperatur und Schwimmdauer geht das Gefühl in der Haut komplett verloren. Dann ziehe ich meinen Badeanzug obenrum runter und das T-Shirt an. Dann ist der Oberkörper schonmal geschützt. Wenn es recht kalt ist, ziehe ich meine Merinojacke auch gleich an, bevor ich den restlichen Badeanzug ausziehe. Nach der Unterhose ziehe ich meistens die Socken an, denn dann sind die Zehen eingepackt und verfangen sich nicht in der Hose.

Weil ich ja mit dem Radl zum Eisschwimmen fahre, habe ich eine Outdoorhose an. Die hält den Wind beim Fahren ab und wird nicht nassgeschwitzt. Außerdem habe ich zum Heimfahren ein Ersatz-Paar Socken dabei. Vom Hinfahren wurden die anderen zu oft feucht vom Schwitzen. Ich habe beim Hinfahren den Badeanzug schon an. Dann reicht die Merinojacke ohne T-Shirt. Die Merinojacke wird auch nicht nassgeschwitzt, das T-Shirt ist frisch aus dem Rucksack. So habe ich keine nassen/feuchten Klamotten zum Heimradln an. Außerdem ist es empfehlenswert, auf Knöpfe und Schuhbänder und sowas zu verzichten. Wenn die Hände richtig kalt und steif sind, ist ein Druckknopf schneller zu und Winterstiefel schnell angezogen. Außerdem halten die den Fahrtwind besser ab als Turnschuhe.

Das Radln ist nach dem Eisschwimmen zwar manchmal eine Herausforderung. Ich warte meist, wenn ich angezogen bin, etwas ab und trinke von dem Tee, den ich in der Thermoskanne dabei habe. Erstens kann ich so das „Nachglühen“ genießen und zweitens etwas aufwärmen. Wenn ich bereit bin, radle ich los. Hände und Füße werden zwar kalt, aber durch die Bewegung wärmt sich der Körper doch gut auf.

Bis ich letzte Woche im Tegernsee war, dachte ich, dass das Radln danach schlimm ist. Aber tatsächlich ist es gut, sich danach zu bewegen. Manche joggen danach auch. Wer gern läuft, kann das ja mal ausprobieren. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Und wenn man denkt, dass eine heiße Dusche oder ein Glühwein jetzt, wo man so ausgefroren ist, eine gute Idee wäre: Lieber nicht! Der Körper muss sich langsam von sich aus wieder aufwärmen. Er hat die Wärme in der Körpermitte konzentriert, Arme und Beine sind kalt. Doch nach und nach werden auch sie wieder mit warmem Blut versorgt. Eine heiße Dusche kann gefährlich werden, weil es das System durcheinander bringt. Also geduldig sein und beim nächsten Mal vielleicht nicht so lang im Wasser bleiben.


Glattes Vergnügen

Vergnügen definiert ja jeder anders … ich weiß! Aber nach meinem Wellengang am Freitag war ich heute skeptisch, ob das mit dem Eisschwimmen klappen wird. Denn zum einen war es kalt, dafür sonnig. Aber auch windig. Und das war am Freitag das ärgste Problem: der Wind und die Wellen, die er verursacht hat. Heute also Westwind. Das habe ich beim Radln gemerkt, es ging nur schwer voran. Und dann, auf halber Strecke, beim Schloss Blutenburg, der erste Schock:

Der Weiher beim Schloss Blutenburg hat eine Eisschicht …


Ja, da ist Eis auf dem Wasser. Das ist nur so ein Tümpel, in dem Enten und Schwäne ihre Runden drehen, aber da ist Eis drauf. Fast der ganze Weiher ist bedeckt. Ohje – was, wenn auch mein Lußsee zugefroren ist? Immerhin war es die letzten Tage und vor allem Nächte richtig kalt. Mit diesen Gedanken radl ich weiter. An der Langwieder Seenplatte angekommen, bin ich erleichtert: Der Langwieder See ist offen, seine Oberfläche ist gekräuselt. Dann sehe ich rechts auch den Lußsee: offen! Yeah! Nur leicht gekräuselte Oberfläche. Also weder Wellen noch Eis! Juhu! Und sogar ein bisschen Sonne, dafür kaum Spaziergänger.

Zum Glück nur ein Schild und keine Eisdecke!

Vorfreude und von der Sonne geblendet…


Der Wind weht ganz leicht, er ist schon zu spüren, aber nicht schlimm. Ich gehe zum Wasser: Am Rand ist Eis. Juhu! Endlich verdient das, was ich mache, den Namen Eisschwimmen. 

Da ist Eis am Rand! Kein Grund, kalte Füße zu bekommen… 😉


Dann geht’s auch rein. Hui! Kalt! Es sticht richtig. Das Wasser fühlt sich eisig an. Ich muss ja sagen, dass ich echt stolz auf mich bin: Einfach rein, paar Schritte, zügig. Dann kurz durchschnaufen, Uhr an, Hände eintauchen, einen oder zwei weitere Schritte – untertauchen, losschwimmen. So easy! Wenn ich denke, wie schwer mir letztes Jahr das Reingehen gefallen ist. Und da waren die äußeren Umstände oft besser. Naja. Übung macht den Meister oder so …

So ruhig und idyllisch und alles meins!


Ich schwimme, aber es ist wirklich kalt. Vor allem die ersten 25 Sekunden ziehen sich und fühlen sich nicht gut an. Eigentlich wäre die natürliche Reaktion: raus! Aber ich weiß ja, wie das mit den magischen zwei Minuten ist, also schwimme ich tapfer am Ufer weiter. Und tatsächlich: Es wird besser. Der Körper gewöhnt sich an das Stechen, die warme Schicht unter der Haut ist jetzt aktiviert. Und ich halte durch! Vor allem, weil es sich gut anfühlt. Die Bewegungen laufen rund, ich genieße den Blick in die Sonne, wenn ich in die eine Richtung schwimme. Nach fünf Minuten muss es aber reichen. 

5’07 Minuten (Foto daheim gemacht, für das Gefrickel waren meine Finger zu kalt)


Inzwischen fühlt sich mein Körper auch etwas steif an. Und als ich mich hinstelle und rausgehen möchte, merke ich, wie kalt mein Körper ist. Manche Bewegungen fühlen sich fremd an. Als würde jemand mit einer Schnur an bestimmten Stellen ziehen, während ich ganz andere bewege. Schwer zu beschreiben.

Sonne blendet noch immer – und umziehen steht an …


Als ich an Land aufs Thermometer schaue, bin ich nicht sicher, ob das so zuverlässig funktioniert: Es zeigt 8 Grad Wassertemperatur an. Hm… ich hätte ja fünf Grad geschätzt. Wer mir also ein Weihnachtsgeschenk machen möchte: Ein zuverlässiges Digitalthermometer für niedrige Wassertemperaturen – das wär’s!

Ob das stimmt? 8 Grad? Gefühl sagt 5 Grad…


Umziehen klappt wie immer nur so mittelgut, mit den kalten Fingern ist das echt immer das Lästigste. Danach gibt’s warmen Tee, den ich vor lauter Warmzittern fast verschütte – so schüttelt’s mich. Doch ich genieße die letzten Sonnenstrahlen, die die tiefstehende Sonne durch die Schleierwolken schickt.

Sonne und kalt statt warm und grau!