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Sauna in Estland

Die Sauna ist in Estland mindestens so wichtig wie in Finnland. Und auch hier ist die Rauchsauna ist die älteste Art der Sauna. Als ich im Oktober in Tallinn war, durfte ich eine ganz besondere Rauchsauna besuchen. Die steht im Garten von Adam und Anni.

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Adams und Annis Sauna in Tallinn

Immer samstags können Gäste kommen. Die Rauchsauna sieht aus wie ein Iglu aus Holzschindeln. Es ist ein modernes estnisches Design, sogar in Finnland wird diese Sauna verkauft. Und auch David Beckham hat sich genau diese Sauna gekauft – außen modern, innen traditionell!

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Außen modernes Design, wie ein Holzschindeliglu – innen alte Tradition: die Rauchsauna von Adam und Anni

Als ich ankomme, ist Adam schwer beschäftigt, denn er heizt den Ofen an. Bevor man den Kamineffekt kannte, wurde der Ofen angeheizt, der Rauch füllte den Raum und hat ihn gleichzeitig gereinigt. Er begrüßt mich freudig: „Mein Name ist Adam Rang, ich wohne hier, das ist mein Zuhause. Wir sind stolz, dass wir hier eine Rauchsauna haben, und wir freuen uns, dass du hier bist. Ich sollte vielleicht noch sagen, dass ich Este bin, aber nicht estnisch klinge. Meine Familie hat Estland vor gut 70 Jahren verlassen. Ich bin vor drei Jahren hierher gekommen und jetzt nehme ich die Verbindung zu meinen Estnischen Wurzeln auf – und ein Teil davon ist die Sauna.“

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Adam ist stolz auf seine Rauchsauna

Eine Rauchsauna ist viel Arbeit. Nix mit: Schalter umdrehen, warten und rein. Nein, hier wird der Ofen mit Holz geheizt, ganze vier Stunden dauert es. Dadurch werden die riesigen Steine im Ofen durch und durch heiß. Dann wird gründlich durchgelüftet, so dass der Rauch abzieht. Adams Freundin Anni macht jetzt den ersten Aufguss „Karm“: „Wenn die Sauna beheizt ist, und das Feuer im Ofen aus ist, wird der Rauch rausgelüftet. Und auch der erste Aufguss wird rausgelüftet. Auf den Steinen liegt die Asche, die wird so abgewaschen, bevor dann die Leute reinkommen.“

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Ganze vier Stunden wird der Ofen in der Sauna befeuert.

Es brennt in den Augen, Aschepartikel wirbeln durch die Luft. Und wenn Anni mit dem Reinigungsaufguss „Karm“ fertig ist und der Rauch rausgelüftet ist, halten die Steine die Wärme – oder vielmehr die Hitze – ganze vier Stunden!

Und dann ist es endlich soweit. Wir haben uns ausgezogen und sitzen auf den Holzbänken in der Sauna. Die Holzwände sind schwarz vom Ruß. Eine angenehme, weiche Wärme umgibt mich. Nicht nur die Wärme vom Saunaofen, sondern auch eine menschliche Wärme. Adam und Anni sind mir sofort sympathisch. Sie erzählen gern von sich. Die Rauchsauna wollen sie Freunden und auch Fremden näherbringen, immer samstags kann man sie buchen und mit dem Pärchen schwitzen und ratschen. Ratschen ist nämlich ein wichtiger Bestandteil in der Sauna. Ganz anders als hier in Deutschland. Anni hat ein Semester in Hamburg studiert. Und die Sauna vermisst. „Weil es nicht so verfügbar war wie hier in Estland, in deinem Zuhause. Die deutsche Sauna-Kultur ist auch komplett anders als ich es von daheim kenne. Das gibt’s da nicht. Und als ich zurückkam, ging ich hier sehr oft in die Sauna.“

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Alles, was man für die Sauna braucht: Holz, Saunahut und ein Wassereimer für den Aufguss

Ursprünglich diente die Sauna vor allem der Körperhygiene. Es ist eine alte Tradition in Estland, und Anni, die hier in Tallinn aufgewachsen ist, war schon als Kind zum ersten Mal in der Sauna. An ihren ersten Besuch kann sie sich – wie viele ihrer Landsleute – nicht erinnern. Wenn die Gäste aus aller Welt kommen, ist es anders. Die wissen sofort, wann sie zum ersten Mal in einer Sauna waren. Es ist ein bewusstes Erlebnis, oft mit gemischten Gefühlen. Und ich kann da gut zustimmen: Ich kann mich nämlich auch gut an meinen ersten Sauna-Besuch erinnern. Da war ich 17. Inzwischen hat Anni aber einen Aufguss – Leil – gemacht.

Das ist hier in Estland auch komplett anders als ich es aus Deutschland kenne, es ist wie in Finnland. Keine Show, kein Handtuchgewedel. Mit einer langen Schöpfkelle lässt Anni das Wasser auf die Steine klatschen – und dann zischt es herrlich. Wir lauschen gebannt. Und genießen den Dampf, der sich langsam von oben auf uns legt. Und dann hat Anni noch etwas, ohne das die Esten nicht in die Sauna gehen: Bündel aus Birkenzweigen. Die stecken mit den Blättern voran in einem Wassereimer. Anni zieht das Bündel heraus, lässt sie über den heißen Steinen abtropfen. Ein betörender Duft erfüllt die Sauna. Der Frühlingswald hält Einzug. Doch es kommt noch besser! Ich bekomme auch ein Bündel und Anni zeigt mir, wie man sich damit auspeitscht.

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Es gibt Birken- und Eichenwedel. „Viht“ heißt das auf Estnisch.

Sie schlägt sich mit dem Bündel auf den Arm, von der Hand aufwärts zur Schulter. Dann die andere Seite. Und dann von den Füßen über die Waden zu den Oberschenkeln. Die ätherischen Öle aus den Birkenblättern verteilen sich im Raum. Es riecht unbeschreiblich! Blätter fliegen auf den Boden, es klatscht auf der nassen Haut. Jetzt probiere ich es auch. Anfangs fühlt es sich seltsam an. Doch nach 2 bis 3 Schlägen komme ich in den Genuss. Es tut gut! Es regt die Durchblutung an. Und gleichzeitig dieser Birkenduft. Direkt aus den Blättern, nicht von einer künstlichen Essenz. Wir schauen auch nicht auf die Uhr, sondern bleiben so lange in der Sauna, wie es sich gut anfühlt.

Und irgendwann ist es einfach zu heiß! Ich schnappe mir mein Handtuch und gehe raus. Direkt an die frische Luft, in den Garten. Durchschnaufen. Schön! Anni und Adam haben auch so einen riesigen Holzzuber. Eigentlich könnte man das Wasser da auch beheizen, aber sie nutzen es lieber zum Abkühlen.

Eine gute Idee – und schon bin ich im Wasser! Ich bleibe ein bisschen sitzen, warte, bis sich mein Puls beruhigt und gehe dann wieder raus. Am Gartentisch hat Anni selbstgemachten Beerensaft, Wasser, Brot und Kräuterbutter bereitgestellt. Wir setzen uns und Adam erzählt von seiner Familie, die 1944 aus Estland nach England geflohen ist. Adam ist in Sussex aufgewachsen. Estnisch hat er in England nicht gelernt. „Mein Estnisch ist schlecht. Mein Vater hat es nie gelernt. Und als sein Vater nach Großbritannien kam … die baltischen Flüchtlinge haben hart gearbeitet, um beim Wiederaufbau Englands zu helfen. Deshalb war mein Großvater nicht daheim, um die Sprache weiterzugeben, also hat mein Vater kein Estnisch gelernt und ich auch nicht. Aber wir waren Estland die ganze Zeit verbunden, weil wir an die Unabhängigkeit geglaubt haben. Und jetzt lebe ich in Estland und ich hab sprachlich einiges aufzuholen. Estnisch ist eine schöne, aber unglaublich schwierige Sprache. Ich lerne es und meine Freundin Anni hilft mir dabei.“

Annis Familie ist nicht ausgewandert. Aber mit Adams Familiengeschichte fügt sich für die 28-Jährige ein weiteres Puzzleteil in die Geschichte ihres Landes: „Meine Familie ist geblieben, meine beiden Großväter wurden nach Sibirien deportiert und das sind Geschichten, die jeder hier hat. Als ich Adam kennengelernt habe, lernte ich den anderen Teil der Geschichte kennen: Was ist mit denen passiert, die geflohen sind? Jetzt vervollständigt sich das Bild, das finde ich sehr interessant.“

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Im Interview mit Anni und Adam habe ich viel Interessantes über Estland erfahren.

Adam ist jetzt 32 Jahre alt. Er fühlt sich in Estland nicht nur zuhause, er arbeitet sogar für die estnische Regierung. Sein Job: Das Programm „e-residency“ bekannter zu machen. E-residency heißt, kurz gesagt, dass man ein virtueller Bürger Estlands werden kann, um dann die Dienstleistungen der estnischen Regierung in Anspruch zu nehmen. Zum Beispiel, wenn man ein Start-Up gründen will. Hier ist Estland mal wieder Vorreiter. Und auch wenn Adams Arbeit sehr zukunftsorientiert ist, denkt er viel darüber nach, wie sich Europa in den letzten 30 Jahren verändert hat. Denn diese Veränderungen haben das Leben von ihm und seiner Familie in unterschiedlicher Weise betroffen: „Als mein estnischer Großvater 1982 starb, gab’s kaum Hoffnung auf estnische Unabhängigkeit. Aber wie es so ist, es passieren seltsame Sachen und die Welt ändert sich und jetzt ist Estland wieder ein freies Land und wir können wieder hier leben und ein gutes Leben genießen. Wir hoffen, dass es so bleibt.“

Estland bietet viele Möglichkeiten, die Enkelgeneration findet Arbeit in der IT-Branche, viele Jobs sind englischsprachig. Und während es für Adam hier in Estland gut läuft, steht das Land, in dem er aufgewachsen ist, mit dem Brexit vor ganz eigenen, großen Problemen. „Als ich meinen Estnischen Pass bekommen habe, haben mich die Leute in Großbritannien ausgelacht: Was willst du damit? Was kann der? Und vor ein paar Jahren haben wir gewitzelt, was wäre, wenn Großbritannien aus der EU austritt. Und ich dachte, dann wäre der estnische Pass ganz nützlich. Jetzt macht keiner mehr Witze und meine estnische Staatsbürgerschaft ist unglaublich wertvoll. Aber ich bin wirklich stolz, dass ich sie habe und in Estland lebe.“

Wir gehen jetzt noch mal in die Sauna und genießen die Wärme und die wohlige Stimmung. Zum 100. Geburtstag wünscht sich Adam für Estland, dass es bekannter wird: „Als ich ein Kind war, hatte kaum jemand was von Estland gehört, besonders in Großbritannien und anderen Teilen der Welt. Und wir sagen oft, je mehr Menschen uns auf der Landkarte finden können, desto schwieriger ist es, von der Landkarte gewischt zu werden. Immer mehr Menschen entdecken jetzt Estland und mein Wunsch zum Geburtstag Estlands ist, dass uns noch mehr Menschen auf der Weltkarte finden können.“

Dann heißt es für mich leider Abschied nehmen. Aus der Sauna und aus Estland. Ein Land, das trotz der vielen digitalen Dienste mehr ist als nur „Nullen“ und „Einsen“. Das im Grundgesetz den freien Internetzugang für alle verankert hat, in dem man die Steuererklärung online erledigt und in wenigen Klicks eine Firma gründen kann. Das aber trotzdem von Gastfreundschaft und menschlicher Wärme geprägt ist. Und für viele – wieder – zur Heimat wird.

Einen ausführlichen Bericht über Estland habe ich übrigens für die radioReisen von Bayern 2 gemacht. Zu hören diesen Sonntag, 12. Mai 2019, um 13.05 Uhr. Oder allzeit als Podcast.


Sauna-Päivä – nochmal!

Letztes Jahr war ich ja endlich auf dem Sauna-Päivä, Sauna-Tag, in Helsinki. Ich wollte vorletztes Jahr schon hinfahren, aber da gab’s organisatorische Probleme. Es war so schön letztes Jahr, dass ich erst überlegt habe, ob ich nochmal hinfahren soll. Erwartungen und so. Aber nachdem ich eine günstige Flugverbindung gefunden hatte, musste ich doch los. Tagelange Vorfreude und etwas Skepsis, ob es wieder so schön sein wird, haben mich begleitet.

Der Sauna-Tag ist am Samstag. Bei der ersten Sauna treffe ich Marjo, Laura und ihre Freundin Kattia. Marjo und Laura haben mich ja letztes Jahr zu den letzten beiden Saunen spontan mitgenommen. Und lustigerweise beginnen wir den neuen Sauna-Tag auch miteinander. Das war eher zufällig so. Marjo und ich haben uns bissl auf dem Laufenden gehalten und als die Sauna-Vereinigung ihre Saunen online gestellt hat, hat mir Marjo eine Nachricht geschickt und so konnte ich hier auch einen der begehrten 20 Plätze ergattern.

Auf Lauttasaari liegt das Sauna-Haus der Sauna-Vereinigung. Und hier ist auch noch Eis in der Ostsee.

Der Steg zurück zum Haus der Sauna-Vereinigung. Hier gibt’s 7 verschiedene Saunen.

Die Sauna liegt auf einer der Inseln von Helsinki, Lauttasaari, und man kommt mit der Metro hin. Und weil die Sauna auf der Insel ist, gibt’s auch ein Avanto, ein Eisloch, in der Ostsee. Darauf bin ich mindestens genauso gespannt wie auf die sieben verschiedenen Saunen, die es hier im Haus gibt. Vier Rauchsaunen und zwei mit Holz beheizte (außerdem eine elektrische, aber das ist uninteressant). Eine Rauchsauna ist so heiß und schwarz, dass ich es kaum fünf Minuten aushalten kann. Eine andere Sauna ist schon fast kalt, wir sind da nur zum „Vorglühen“ drin und ziehen dann direkt in eine wärmere Sauna um.

Saunen fotografieren ist leider schwer – aber immerhin ein kleiner Eindruck

Marjo und Laura haben den perfekten Plan für den Tag und ich finde es schön, dass wir uns wiedersehen. Und sie finden es auch schön. Und überhaupt ist es wie letztes Jahr, dass man schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch kommt. Das ist das Besondere am Sauna-Tag. Es ist nämlich ein bisschen wie ein Festival und jeder hat quasi einen Anlass, etwas zu fragen. In welcher Sauna man schon war und welche noch auf dem Plan stehen, das sind beliebte Einstiegsfragen. Und dann kommt bei mir noch hinzu, dass ich ja keine Finnin bin und dann stellt sich die Frage, was macht die Deutsche hier? Wohnt sie in Finnland? Und wie findet sie die finnische Sauna? Und wie ist es in Deutschland in der Sauna? Und ist der Gesprächsanfang erstmal gemacht, geht’s gleich viel leichter.

Dann kommt für mich um halb 11 Uhr morgens schon der Höhepunkt des Tages: das Eisloch. Die Sonne scheint, der Wind weht. Das Eisloch ruft. Ob ich mich traue? Der Weg über den Steg ist recht weit. Ich bitte Katja, ob sie Bilder machen kann. Dann muss ich ja wohl zumindest untertauchen. Ich stehe also an der Treppe, der Wind weht echt stark. Vor mir das Wasser und die Eisschollen. Tapfer steige ich die Stufen hinab, meine Füße sind im Wasser. Kalt! Aber jetzt gibt’s kein Zurück. Weiter und weiter und untertauchen. Und: gut. Aber kalt. Fürs Foto umdrehen, lächeln. Ich albere rum und setze mich auf die Eisscholle. Winke, grinse. Freu mich.

Tadaa!! Petra Queen of Eisscholle!

Dann ab ins Wasser, anderthalb Züge zurückschwimmen. Kalt. Grausam. Furchtbar. Rausrausraus! Und draußen ist der Wind. Kaltkaltkalt. Inshandtuchsofort! Ohje… zum Haus zurück. Ich leide. Ohnein – ich leide nicht. Ich grinse. Ich werde gerade von innen übermannt. Von diesem unglaublichen Gefühl, das einen überrumpelt, wenn man im Eiswasser war. Ich kann nicht mehr aufhören zu grinsen. Ohje. Die Lippen sind an den Ohren festgetackert. Ich grinse wie ein grenzdebiler, verliebter Teenager. Wow! So heftig hat’s mich noch nie erwischt. Am Haus angekommen, setze ich mich auf die windgeschützte Bank.

Alles auf Null – Luft- und Wassertemperatur sind gleich kalt/warm.

Kann man schöner ausruhen? Blick von der windgeschützen Hausbank aufs Eis der Ostsee.

Da ist auch einer der Gastgeber. Er sieht sofort, was los ist und freut sich mit mir. Er kennt das Gefühl natürlich selbst und deshalb ist die Unterhaltung dann auch ganz toll. Weil wir auf einer Ebene sprechen. Er weiß, wie ich  mich gerade fühle. Und ich muss nichts erklären. Kein „ohje, das wäre mir zu kalt“ oder „das ist nichts für mich“. Sondern „ja, ich war auch schon, das war toll!“ So mag ich das. Gleichgesinnte.

So schön …

… ein Haus am Meer! Mit Sauna und Eisloch. Perfekt!

Auch in den Saunen selbst ist gute Stimmung. In Finnland darf man in der Sauna ratschen und alle reden mit allen. Eine Gruppe Jungs ist zum Beispiel gleich im Bademantel angereist. Leider im Auto und nicht mit der Metro. Der eine hat sogar daheim schon einen Saunagang gemacht und insgesamt haben sie auch einen perfekten Plan, um heute 10 Saunen zu besuchen. Sie kommentieren sogar den „Löyly“, also den Aufguss. Das ist mir ein inneres Fest, weil ich ja schon gehört habe, dass das ein Thema ist. Wie gut der „Löyly“ ist und ob es Unterschiede gibt. Und dann reden die drei genau darüber. Neben mir. Juchää! Ich freue mich wie ein kleines Kind.

Und dann sind die anderthalb Stunden hier auch rum. Es geht zurück in die Stadt. Die Mädels begleiten mich noch und helfen mir, dass ich die nächste Sauna finde. Ich habe nämlich Glück gehabt und während wir uns wieder angezogen haben, einen Platz auf dem Schiff und der Sauna ergattert. Die „MS Gabriela“ liegt im Hafen von Helsinki und bis sie am Spätnachmittag ablegt, um nach Stockholm zu schippern, können die Besucher vom Sauna-Tag die Saunen auf dem Schiff nutzen. Und ich bin dabei!

Blick auf den Hafen von Helsinki und das Schiff mit den Saunen.

Hier entlang!

Die Saunen auf dem Schiff sind nichts Besonderes, aber mit Blick aufs Meer und chillen mit Bier im Whirlpool ist es eine schöne Erfahrung.

Die nächste Sauna ist „Kepu“ und ich wusste ehrlich gesagt nicht, was das ist. Es ist eine politische Partei in Finnland und in deren Gebäude gibt’s eine Sauna. Die wird leider nicht richtig heiß, obwohl eine Frau zu meiner Linken fleißig Aufgüsse macht. Ich drehe mich zu ihr und sehe ein Birkenblatt auf der Schulter. Sie trägt einen roten Saunahut. „Johanna?“, frage ich. Sie dreht sich zu mir und ist überrascht, mich zu sehen. Sowas! Ohne etwas auszumachen, haben wir uns hier wieder gesehen. Johanna war letztes Jahr in der Sauna von Huopalahti dabei. Mensch, ist das schön! Weil aber die Kepu-Sauna echt enttäuschend ist, verabschiede ich mich und verabrede mit Johanna, dass wir uns im GLO-Hotel treffen. Da war ich letztes Jahr zwar schon, aber es ist ein Platz frei und es gibt Freibier. Außerdem liegt es günstig auf dem Weg zwischen zwei anderen Saunen.

Ich hatte ja eigentlich nur zwei Saunen geplant bzw. einen Platz ergattert. Und dachte mir noch: Naja, man muss ja nicht den ganzen Tag machen. Aber jetzt bin ich voll im Sauna-Tag-Modus und beschließe, zum Studentenwohnheim zu fahren. Es ist ein anderes als letztes Jahr und hier braucht man keine Reservierung. Dementsprechend voll ist es hier. Obwohl es sogar zwei Saunen gibt. Es ist alles sehr unkonventionell. Jeder zieht sich irgendwo aus, stopft seine Klamotten in den Rucksack, der mit den anderen Rucksäcken und Jacken irgendwo steht. Und in den Saunen sitzen wir eng an eng. Mit oder ohne Badebekleidung. Dick, dünn, Männlein, Weiblein. Egal. Ich habe schon ein Bier getrunken, das hilft. Und es ist schön. Und obwohl schon kein Platz mehr auf den Bänken ist, kommen noch welche rein. Einer bleibt gleich neben dem Ofen stehen und fragt, ob er einen Aufguss machen soll. „Du willst doch nur, dass einer geht“, sage ich. Und er verneint mit einem breiten Grinsen, als er eine große Schöpfkelle Wasser auf die heißen Steine gießt. Und dann ist tatsächlich ein Platz frei. So geht das.

Auf der Dachterrasse liegt leider nicht genügend Schnee, um sich darin zu wälzen. Der Wind und das Schneetreiben, das zwischenzeitlich eingesetzt hat, müssen zur Abkühlung reichen. Außerdem haben die Studenten den Grill aufgestellt und angeheizt und es gibt Hotdogs. Prima Idee! Dazu noch ein Bier und dann aufwärmen in der Sauna.

Dann ist es Zeit für die GLO-Sauna. Als ich mich zu einer Frau in die Sauna setze, frägt sie mich was auf Finnisch. Ich antworte, dass ich leider nicht gut Finnisch spreche. Ihr Englisch sei nicht gut, antwortet sie und redet einfach weiter Finnisch mit mir. Und ich mit ihr. Ich bin überrascht, wie gut das noch geht. Seit dem Sommer habe ich es nicht gesprochen. Es sind einfache Sätze und Sachverhalte, aber das geht. Schön ist das. Und es macht mich ein bisschen stolz.

Außerdem habe ich hier auch Gelegenheit, länger mit Johanna zu ratschen. Auch sie freut sich, mich wieder zu sehen. Und dann kommt noch eine Frau, die ich kenne. Sie war am Vormittag auch bei der Sauna-Vereinigung. Es ist eine ganz tolle Stimmung, nur so unter uns Frauen und jede hat schon viele tolle Saunen gesehen und kann was erzählen. Und dann fragen alle, ob ich nächstes Jahr wieder komme. Und ich kann fast nicht anders, als ja zu sagen.

Meine letzte Sauna ist dann im Hotel „Katajanokka“. Das war mal das Gefängnis und ist jetzt ein teures Hotel. Beste Lage am Hafen. Hier habe ich mich mit Jaakko verabredet, der den Sauna-Tag ja ins Leben gerufen hat. Wir kennen uns von meiner ersten Sauna-Tour in Helsinki. Letztes Jahr hat ein Treffen nicht geklappt, dafür heuer. Es ist schön, bekannte Gesichter zu treffen.

Und weil diese Sauna ganz in der Nähe der Sompasauna ist, beschließe ich spontan, mit Jari zu kommen, der dort noch hinfährt. Letztes Jahr war auch die Sompasauna der Abschluss, deshalb passt das ganz gut so.

Sompasauna ist rund um die Uhr geöffnet.

Freier Eintritt und keine Regeln.

Es gibt hier zwei Saunen, alles sieht anders aus als letztes Jahr, weil im Mai die Sauna abgebrannt ist. Das passiert wohl hin und wieder, dass holzbeheizte Saunen brennen. Und es gibt hier auch ein Eisloch. Der Weg dorthin ist zum Glück nicht vereist wie letztes Jahr, dafür bläst der Wind recht stark, das Schneetreiben ist unangenehm. Trotzdem will ich ins Eiswasser. Weil es auch meine letzte Chance ist. Und trotz der widrigen Umstände ist es super.

Das „Avanto“ (Eisloch) bei der Sompasauna

Blick auf Helsinki. Bei Tag sicher unbeschreiblich schön!

Nach sieben Saunen und 13 Stunden Sauna-Tag bin ich jetzt aber müde und erschöpft. Es ist Zeit fürs Bett. Daheim in der AirBnB-Wohnung angekommen, schlafe ich wie ein Murmeltier – mit einem Grinsen im Gesicht.


Saunen in Helsinki

In Helsinki gibt’s ja viele schöne Saunen, nicht nur Allas Seapool. Darüber habe ich ja schon einige Male geschrieben, weil man da ja auch schön schwimmen kann.

In den anderen Saunen kann man nicht schwimmen. Es gibt nicht mal ein Eisbecken! Denn die Saunen in Helsinki sind ganz anders als hier bei uns in Deutschland. Es gibt alte Saunen aus den 1920er-Jahren, die sehr urig sind – und eine Art Zeitreise. Ich finde, da kann man die typisch finnische Saunakultur am besten kennenlernen. In Finnland gibt’s keine Sanduhr für die optimale Dauer des Saunagangs. Es gibt keinen Bademeister, der einmal stündlich vorbeikommt, um einen Aufguss zu machen. Den Aufguss machen die Saunagäste selbst! Und zwar so oft, wie man will. Hui, da hab ich in Allas einmal ganz schön eingeheizt … Danach bin ich erstmal in den Eispool gegangen.

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Das Chlorhuhn im Meerwasserpool mit Eis.

Mir gefällt die Sauna in Finnland jedenfalls viel besser als hier. Und weil ich in Helsinki schon einige Saunen getestet habe, habe ich hier eine kleine Zusammenstellung für euch gemacht.

Sauna und Finnland – das gehört natürlich zusammen. Ich habe sogar mal gehört, dass man ohne Saunabesuch gar nicht wirklich in Finnland war. Aber zum Glück gibt’s in Helsinki viele öffentliche Saunen, in denen man diese typisch finnische Kultur kennenlernen kann. Keine Angst, wenn Du noch nie in der Sauna warst. In Finnland gibt’s da – anders als in Deutschland – eigentlich keine Regeln zu beachten. Und ich als Frau finde es zum Beispiel sehr angenehm, dass die Saunen in der Regel geschlechtergetrennt sind. Männlein und Weiblein schwitzen getrennt, ratschen aber zusammen. Aber da hat man dann ja schon das Handtuch rumgewickelt oder ist in den Bademantel geschlüpft.

Große Auswahl an unterschiedlichen Saunen

Die Auswahl an Saunen in Helsinki sollte auch für jeden was zu bieten haben: Es gibt die alten Saunen aus den 1920er-Jahren, die alles andere als „Wellness-Tempel“ sind. Sie stammen aus der Zeit, als die Wohnungen der Arbeiter in Helsinki keine eigene Sauna hatten – weder in der Wohnung noch im Haus. Das ist heute anders, da haben viele Wohnungen im Bad eine Sauna. Oder es gibt im Wohnhaus eine Gemeinschaftssauna, in der die Bewohner abwechselnd schwitzen. Davon hat man jetzt als Otto-Normal-Tourist nicht wirklich viel – außer man würde sich via AirBnB eine entsprechende Unterkunft suchen. Und die Hotels in Helsinki haben natürlich auch eine Sauna. Ich finde aber, dass man bei den öffentlichen Saunen Finnland und vor allem die Finnen nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernt. Denn die Finnen gehen gern und oft in die Sauna und sind auch in den erst kürzlich eröffneten, neuen Saunen zu Gast. Ich gehe gern in die Sauna, vor allem in Finnland und deshalb habe ich hier mal ein Saunen in Helsinki beschrieben, in denen ich selbst schon war.

 

Kotiharjun Sauna – die älteste

Im ehemaligen Arbeiterviertel Kallio, jetzt auf dem Sprung zum Szeneviertel, gibt’s mehrere öffentliche Saunen. Das ist ein Relikt aus der Zeit, als es in den Häusern der Arbeiter kein Bad und schon gar keine Sauna. Aus den 1920er-Jahren stammt Kotiharjun Sauna noch (Harjutorinkatu 1, 00500 Helsinki). Die Sauna wird mit Holz beheizt, was ich sehr angenehm finde. Von der Helsingin Katu liegt sie etwas versteckt auf einem Hügelchen, doch die Leuchtbuchstaben kündigen dann doch gut sichtbar an, wo die SAUNA ist. An einem schönen Sommertag sitzen auf dem Mäuerchen vor der Sauna schon mal 20 oder mehr Männer – lediglich mit einem Handtuch um die Hüften, Badeschlappen und einer Dose Bier. Aber keine Angst – die tun nichts und wie gesagt: Da, wo man nackt ist, ist man unter sich. In Kotiharjun Sauna ist die Damensauna im ersten Stock, die Herren sind im Erdgeschoss. An der Kasse kann man Handtücher leihen. Außerdem gibt’s einen Kühlschrank, in dem man sein eigenes Bier aufbewahren kann. Zu kaufen gibt’s nämlich nur „Dünnbier“, also Bier mit etwa 2-3 Prozent Alkohol. Und ein „Sauna-Olut“ schmeckt gleich noch besser als ein normales Bier. Aber zuerst wird natürlich sauniert!

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Dank der vielen Besucher kaum zu verfehlen: Kotiharjun Sauna

Wer in Deutschland schon mal in der Sauna war, wird von Kotiharjun Sauna wohl genauso überrascht sein wie ich. Es hat nämlich überhaupt nichts mit einer Sauna gemein, wie wir sie kennen. Die Umkleide erinnert eher an ein Wirtshaus. Es gibt ein paar Tische, hinter den Holzbänken sind die Schränkchen für die Klamotten. Hier sitzen die Damen nach dem Saunagang zusammen und ratschen, trinken Bier oder lesen. Als ich dort war, lagen da auch Zeitschriften – allerdings auf Finnisch und naja …. Da muss man schon bissl länger Finnisch lernen als nur zwei bis drei Jahre. Aber egal, darum geht’s ja auch nicht. Der Umkleideraum ist jedenfalls sehr urig und gemütlich und ich habe mich ein bisschen wie bei einer Zeitreise gefühlt.

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Sieht eher wie eine Gaststube aus: die Umkleide in Kotiharjun Sauna

Der nächste Raum ist die Dusche. Auch hier wähne ich mich in die 1920er zurückversetzt. Es ist alles sauber, dennoch sieht und spürt man, dass es aus einer anderen Zeit stammt. Und dann, nachdem ich mich geduscht habe, geht’s in die Sauna. Ich bin gespannt! Und wieder überrascht: Ich hätte alles erwartet – von einer großflächigen Sauna mit hellen Holzbänken bis zu einer kleinen Sauna, die einer Hütte nachempfunden ist. Stattdessen: Ein dunkler Raum mit einem riesigen Ofen, der aussieht wie ein „nackter“ Kachelofen. Statt Fliesen gibt’s Steinwände und die Bänke sind ebenfalls aus Stein – und ziemlich steile Stufen.

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Nix Wellness – eher funktional: Der Saunaofen in Kotiharjun Sauna

Unten ist viel Platz, manchmal lagert hier auch Holz. Ebenfalls ein großer Unterschied zu deutschen Saunen: Es wird geredet. Und zwar nicht leise oder verhalten – nein, ganz normal. Schon mit Rücksicht auf die anderen Gäste. Aber nix von wegen „Ruhezone“. Das finde ich anfangs seltsam, weil ich es so nicht kenne. Dann freue ich mich aber, weil es irgendwie viel lockerer ist und ich zudem finnisch höre. Einen Aufgussmeister gibt’s in Finnland auch nicht. Für den „Löyly“ sorgen die Gäste selbst. Und dann wird geschwitzt – nicht zu knapp. Es ist heiß. Aber angenehm. Durch das Holz ist die Luft viel feuchter als in den elektrischen Saunen. Und weil manche Frauen auch eine Schüssel mit Wasser mit in die Sauna bringen, um sich zu waschen, ist immer eine Grundfeuchtigkeit vorhanden. Ich muss sagen, dass ich das inzwischen viel besser finde als die Saunen in Deutschland. Und noch etwas unterscheidet sich: Es gibt kein Eisbecken zum Abkühlen. Nach dem Saunagang dusche ich mich kühl ab, schlüpfe in meinen Bademantel (ich habe einen Reisebademantel aus dünnem Frotteestoff) und gehe hinunter. Es ist ein schöner Sommerabend und so setze ich mich auch auf das Mäuerchen vor der Sauna und trinke mein Bier. Ich mache noch ein paar Saunagänge und genieße den „finnischen way of life“.

Arlan Sauna – die gastfreundliche

Nicht weit von Kotiharjun Sauna entfernt ist Arlan Sauna (Kaarlenkatu 15, 00510 Helsinki). Sie ist ebenfalls im ehemaligen Arbeiterviertel Kallio und existiert seit 1929. Ich glaube, es ist die zweitälteste Sauna in Helsinki. Statt mit Holz wird sie mit Gas beheizt. Ich habe keinen großen Unterschied feststellen können.

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Seit 1929 gibt’s Arlan Sauna schon.

Hier geht’s in einen Innenhof, in dem die Saunagäste zwischen den Gängen sitzen. Am Eingang empfängt mich Kimmo. Kimmo ist der Betreiber der Sauna, doch er ist viel mehr ein Gastgeber. Mit mir kommen zwei Asiatinnen an, Kimmo erklärt ihnen, wo die Sauna, die Umkleide und das Klo sind. Außerdem fragt er, ob sie schon mal in einer Sauna waren und weil die zwei verneinen, rät er ihnen, sich nicht allzu weit nach oben zu setzen. Keine Belehrung, wie lange sie in der Sauna bleiben sollen. Einfach nur: nicht übertreiben. Schön! Auch mir zeigt Kimmo, wo die Damensauna ist. Hier ist sie im Erdgeschoss, gleich links neben der Kasse.

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Auch hier ist die Umkleide sehr wohnlich. Es gibt sogar einen Bücherkoffer.

Die Herren müssen in den ersten Stock. Und auch hier ist die Umkleide wohnlich, mit Holzschränkchen und einem Tisch. Es ist das Gegenteil zu den Umkleiden, wie ich sie hier in Deutschland kenne: steriler als jeder OP. Der Duschraum ist ebenfalls aus den späten 20ern und außer den Duschen gibt’s hier, wie auch in Kotiharjun Sauna, Bänke. Zum Ausruhen, Sachen ablegen oder wenn man sich die Füße waschen will? Egal. Ich dusche mich und gehe in die Sauna. Es ist ähnlich wie in Kotiharju. Ein „nackter“ Kachelofen, steile Treppen, die auch die Bänke sind.

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Der Duschraum in Arlan Sauna

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… und die Sauna selbst. Steile Treppen, ein riesiger Ofen und große Hitze.

Wenn ich die Wahl hätte zwischen Kotiharjun und Arlan Sauna, ich würde Arlan bevorzugen. Kimmo ist wie oben erwähnt, ein richtiger Gastgeber. Er redet mit seinen Gästen, die natürlich auch untereinander reden. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es hier etwas „typischer“ ist. Kotiharjun Sauna steht in diversen Reiseführern, weil es die älteste Sauna ist. Und deshalb sind da vielleicht auch mehr Touristen. Mir persönlich hat es jedenfalls in Arlan Sauna besser gefallen. Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Kaurilan Sauna – die bezaubernde

Kaurilan Sauna ist eine ganz spezielle Sauna. Hier kann man nicht einfach so vorbeimarschieren, hier muss man reservieren. Am besten schon rechtzeitig von daheim, bevor die Reise losgeht. Man kann entweder die ganze Sauna mieten oder einfach einen Platz für sich und seine Begleitung (falls vorhanden) reservieren.

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Mitten in der Stadt kann man sich wie auf dem Land fühlen: Kaurilan Sauna

Es gibt gemischte Tage und getrennte Tage. Für Pärchen ist dieses getrennte Saunieren vielleicht etwas ungewohnt, weil jeder für sich ist. In Kaurilan Sauna kann man gemeinsam Saunieren. Und was mich überrascht hat: gemischt und nackt! Also nicht erschrecken, wenn man zur gemischten Sauna geht. Die Sauna selbst liegt etwas „außerhalb“, wobei „außerhalb“ in Helsinki ja noch immer relativ ist. (Heikinniementie 9, 00250 Helsinki). Ich bin damals mit der Tram 4 hingefahren, von der Haltestelle sind’s etwa 800 Meter zu Fuß in den Wald. Ich habe mich dann sofort wie auf dem Land gefühlt. Ein typisches rotes Finnen-Häuschen, das ist die Sauna. Davor gibt’s eine kleine Veranda.

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Typischer geht’s kaum – Kaurilan Sauna

Saara betreibt die Sauna. Als ich angekommen bin, war sie noch mit Vorbereitungen beschäftigt. Die Sauna wird ebenfalls mit Holz beheizt. Außerdem gibt’s in dem Häuschen keinen Strom und nur kaltes Wasser aus der Leitung. Zuerst betrete ich die „Tupa“, das ist so eine Art Wohnzimmer, aber gleichzeitig die Umkleide. Es gibt einen offenen Kamin, ein Kanapee und einen Tisch. Ein herrlicher Duft liegt in er Luft: Auf dem Tisch hat Saara selbst gebackenes Brot bereitgestellt.

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Die „Tupa“ ist Umkleide, Ruheraum und Wohnzimmer in einem.

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Sehr einladend sieht das aus. Gleich kommt auch das Brot noch …

Dann geht’s einen kleinen Gang entlang, hier liegen die Leinentücher für die Saunagäste. Und dann ist da die Sauna. Ein dunkler Raum, in der einen Ecke ist ein großes Wasserbassin, das von unten mit Holz befeuert wird. In der anderen Ecke ist der Saunaofen. Das einzige Licht in der Sauna kommt von den brennenden Holzfeuern und ein paar Kerzen. Gegenüber von den Öfen ist eine freie Fläche und dann sind da die Holzstufen zu den Bänken. Auf der freien Fläche wasche ich mich. Dazu mische ich kaltes Wasser vom Hahn mit dem heißen Wasser aus dem Bassin. Es ist sehr urtümlich, sich so zu waschen, mit einer kleinen Schüssel.

Als alle Gäste da sind und Platz genommen haben, ist es ganz schön voll. Aber schön. Jeder redet mit jedem und Saara macht großartige „Löyly“. Während des Aufgusses wird nicht geredet. Da wird dem „Löyly“ zugehört, wie er klingt und zischt. Dem „Löyly“, dem Saunageist, der im Aufguss lebt, wird Respekt gezollt. Und wenn er verklungen ist (meist drei Schöpfer auf die heißen Steine), wird darüber gesprochen, wie er war. Sanft oder heftig? Nachdem mir heiß genug ist, wasche ich mich wieder mit dem Wasser aus den Schüsseln und gehe hinaus. Auf der Veranda genieße ich die finnische Septemberabendluft, trinke mein Bier und bin auf einmal ganz, ganz glücklich. So muss Sauna sein! So reduziert und doch so viel schöner! Und dann natürlich noch Saara, die eine warmherzige Gastgeberin ist und ihr Brot, das ganz phantastisch schmeckt. Der Saunabesuch ist hier auf zwei Stunden begrenzt, aber das macht nichts. Man soll ja eh aufhören, wenn’s am schönsten ist!

 

Allas Seapool – die neueste

Im Hafen von Helsinki, direkt am Kauppatori, schwimmen seit Kurzem Holzstege im Wasser. Darin sind Schwimmbecken eingelassen. Das Ganze gehört zum „Allas Seapool“, einer der neuesten Saunen in Helsinki.

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Allas Sea Pool – hier entlang!

Hier kann man nicht nur Saunieren, sondern auch schwimmen. Und zwar mit Aussicht! Mit Aussicht auf den Dom von Helsinki, die alte Markthalle und die Uspenski Kathedrale. Es sind insgesamt drei Schwimmbecken: eines für Kinder, ein 25-Meter-Becken zum Schwimmen (beide beheizt) und für Wassergymnastik und ein 25-Meter-Becken mit Ostseewasser. Das ist gereinigt, aber nicht erwärmt. Es hat also immer die Temperatur der Ostsee. Ich war schon zwei Mal in Allas Seapool. Beim ersten Mal war ich im September da, da hatte das Wasser 13 Grad.

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Im Pool mit 13 Grad warmem (kaltem) Ostseewasser bin ich allein.

Manch einer wird jetzt vielleicht sagen: kalt. Aber Moment – ich war noch mal dort und zwar im März. Und da war das Becken fast zugefroren, lediglich eine Eck war eisfrei, damit wir Saunagäste ins Eiswasser gehen können. Und das war richtig toll! Ein Rettungsschwimmer ist vor Ort, es kann also gar nichts passieren. Ich bin nicht nur kurz untergetaucht, ich bin ein paar Züge geschwommen, bis zur Eiskante und zurück. Danach bin ich raus und habe es genossen – mir war richtig warm, obwohl es geschneit hat. Und dann haben mich die Glücksgefühle durchströmt. Herrlich – unbedingt ausprobieren!

 

Ich muss sagen, dass ich die Schwimmbecken in Allas fast besser finde als die Sauna. Es gibt eine für Männer, eine für Frauen und eine gemischte. In die gemischte geht man mit Badebekleidung, was ich persönlich nicht mag. Die Umkleiden in Allas sind in etwa so, wie ich sie aus Deutschland kenne. Zweckgebundener Raum mit Schränkchen. Und leider ziemlich eng, da Allas meist gut besucht ist. Die Sauna selbst ist schön. Die Bänke sind aus hellem Holz und um den Saunaofen (elekrtisch) gruppiert. Den Aufguss machen die Saunagäste selbst, dafür stehen zwei Eimer mit Schöpfkelle bereit.  Durchs Fenster dringt Tageslicht in die Sauna und gibt den Blick auf die Ostsee frei. Das ist schon sehr, sehr schön! Allerdings hatte ich den Eindruck, dass in Allas viele Touristen Gäste sind und deshalb eine gewisse „Unruhe“ geherrscht hat. Teilweise war es ein aufgeregtes Kommen und Gehen, weil es anscheinend für die Gäste so neu und ungewohnt war. Und man ja schließlich mal in die Sauna gehen muss, wenn man in Helsinki ist. Ich kann mich aber auch getäuscht haben.

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Relaxen mit Aussicht – Allas Seapool in der Abendstimmung

Auch wenn Allas bei weitem kein „Wellness“-Tempel ist wie viele Saunen in Deutschland, es ist bei schönem Wetter wirklich einen Besuch wert. Denn wenn es warm genug ist und die Sonne scheint, kann man auf der Terrasse sitzen und den Blick auf den Hafen, den Marktplatz sowie Dom, Rathaus und Präsidentenpalast schweifen lassen. Wenn die Sonne dann untergeht und alles in ein warmes Licht taucht – dann ist das derart kitschig, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Bei schlechtem Wetter sieht es allerdings schlecht aus mit Ruheplätzen. In der Umkleide ist kein Platz und draußen ist es zu kalt. Zumindest war es mir im März bei Schneegriesel und Wind zu kalt im Freien.

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Der Dom von Helsinki im Abendlicht – schöner geht’s kaum.

Außerdem ist es nicht teuer. Für etwa 12 Euro kann man den ganzen Tag in Allas verbringen. Und wer nur mal den Blick genießen will, kann auch von der Straße auf eine der Terrassen gehen und sich einen Eindruck verschaffen. Außerdem gibt’s ein Restaurant/Café, das für alle geöffnet hat und werktags ein Mittagsbuffet anbietet.

Löyly – vom Erfolg überrascht

Auf der anderen Seite von Helsinki, in Hernesaari (Hernesaarenranta 4, 00150 Helsinki) ist eine weiter, neue Sauna in Helsinki. „Löyly“, Aufguss, heißt die Sauna. Es ist ein ziemlich großes und futuristisch wirkendes Gebäude direkt am Strand. Die Sauna ist jedoch ziemlich klein. Der Rest ist Restaurant und Café. Hier kann man auch einfach einen Kaffee trinken und den Blick über die Ostsee schweifen lassen, während unten die Saunagäste zum Abkühlen in die Ostsee steigen.

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Blick von der Löyly-Terrasse auf Helsinki

Und zwar direkt in die Ostsee, über eine Treppe. Ursprünglich war die Sauna nur als „Add-On“ zum Restaurant gedacht, deshalb ist sie so klein dimensioniert. Allerdings wurden die Macher vom Erfolg überrascht, so dass man hier seinen Platz im Voraus buchen muss. Das ist leider einer der Gründe, warum ich die Sauna nur im „kalten“ angeschaut habe, aber nicht selbst dort sauniert habe.

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Zum Abkühlen geht’s direkt in die Ostsee.

Es gibt aber eine Rauchsauna und weil das ziemlich toll ist (habe ich an anderer Stelle mal ausprobiert), kann ich einen Besuch in Löyly nur empfehlen. Außerdem kann man hier direkt in die Ostsee tauchen, um sich abzukühlen. Wenn es wellig ist, ist es wellig, wenn das Meer ruhig ist, ist es ruhig. Es ist halt kein Schwimmbecken wie in Allas.

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Der Saunaofen in der Rauchsauna wird gerade angeheizt.

Sompasauna – die Guerilla-Sauna

Sompasauna ist kostenlos und rund um die Uhr, jeden Tag, geöffnet. Eine Gruppe Freiwilliger kümmert sich um die Sauna und sorgt dafür, dass Holz da ist. Es ist alles etwas ungewöhnlich – und gerade deshalb einen Besuch wert. Die Sauna besteht aus zwei Saunen, einer großen und einer kleinen. Die Umkleide ist eine Hütte, in der jeder sein Zeug einfach abstellt. Es gibt keine Schränkchen oder so. Die Saunen sind mit Holz beheizt und recht eng (auch die große). Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr rücksichtsvoll sind. Zum Abkühlen geht’s auch hier direkt in die Ostsee!

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Eisloch mit Aussicht – Sompasauna

Duschen gibt’s keine, soweit ich das gesehen habe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es hier an einem schönen Sommerabend sehr nett ist, mit Blick auf die Ostsee und die Stadt. Einfach mal ausprobieren – kostet ja nix! Ich war am Sauna-Tag dort.

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Sompasauna

Übrigens habe ich in den Saunen das Gefühl gehabt, dass die als so schweigsam geltenden Finnen hier durchaus reden. Und zwar nicht nur unter sich, sondern auch mit Fremden wie mir. Wenn ich auf Finnisch angesprochen werde, ist schnell klar, dass ich die Sprache leider kaum beherrsche. Deshalb antworte ich dann auf Englisch. Und schon ist man im Gespräch. Woher kommst Du? Bist Du öfter in Finnland? Wie gefällt es Dir hier? Wenn ich dann noch von der deutschen Saunakultur erzähle mit Sanduhr für die richtige Länge des Saunagangs und einem handtuchschwingenden Bademeister, der einmal in der Stunde den Aufguss macht, ist das für die Finnen oft lustig – und irgendwie lehrreich. Sauna ist nicht gleich Sauna. Und mir gefällt die finnische Sauna immer besser.


Uiminen Helsingissä – Schwimmen in Helsinki

Viele werden denken: Was, schon wieder? Aber ja – ich war schon wieder in Helsinki. Anlass war der „Sauna-Tag“ am 10. März. Und weil ich riesiges Glück hatte und einen günstigen Flug ergattert habe, bin ich übers Wochenende nach Finnland geflogen.

Obwohl auf dem Kalender schon Frühling ist: In Helsinki ist noch Winter.

Am Freitag war ich mittags in Helsinki. Das Wetter war nieselig-grau. Ich war nicht wirklich müde, aber vom vielen Sitzen im Flieger und der S-Bahn war mir nach Bewegung. Und welche Bewegung ist schöner als schwimmen? Eben! Deshalb habe ich gleich den Rucksack umgepackt und bin zum Allas Sea Pool marschiert. Lustigerweise habe ich dafür nicht mal den Stadtplan gebraucht.

Die Brocken hier sind Eisbrocken, die weiße Fläche ist Eis. Hinter dem Zaun ist der Meerwasserpool von Allas Seapool.

Die Ostsee ist zugefroren, nur im Hafenbecken ist es keine Eisschicht, sondern es schwimmen riesige Eisbrocken, weil hier ja auch Schiffe fahren. Ich werfe einen Blick auf die Schwimmbecken im Allas und weiß, dass das eine gute Entscheidung war: Auf den abgetrennten Bahnen waren je nur zwei Leute. Und weil es ein 25-Meter-Becken ist, ist das prima. Ich bezahle also meinen Eintritt (12 Euro für den ganzen Tag) und ziehe mich um. Dann husch schnell ab ins Becken, denn draußen ist es kalt, leichter Frost.

Das beheizte 25-Meter-Becken. Die meisten Leute tummeln sich im Spaßbereich. Gut für mich!

Das Wasser ist warm, aber nicht zu warm. Ich weiß immer noch nicht, was der Unterschied zwischen „Matka/Distance“ und „Nopea/Fast“ ist, aber weil es auf der „Nopea“-Bahn gleichmäßiger ist, geselle ich mich hier zu den Damen. Es läuft prima. Ich bin ziemlich schnell im Flow und habe mich auch schnell an die Kurzbahn gewöhnt. Die eine Frau muss ich manchmal überholen, die andere überholt mich hin und wieder. Aber alles läuft sehr harmonisch. Und als auf der „Hiidas/Slow“-Bahn am Beckenrand gar niemand mehr ist, wechsle ich hierher und schwimme weiter. Bahn um Bahn. Es ist wie im Sommer, wenn ich total im „Tunnel“ bin und um mich rum kaum mehr was mitkriege. Mit „Sightseeing“ ist heute hier nicht viel geboten, es ist so grau, dass ich den Dom fast nicht sehen kann. So sehe ich von Helsinki in dieser Stunde hauptsächlich den hellblauen Beckenboden. Aber das macht nichts.

Und als ich fast fertig bin mit meiner Schwimmeinheit, sind auf einmal zwei junge Männer in meiner Bahn. Stehen da rum und blödeln. Ohmann! Können die nicht 10 Minuten später kommen? Und was machen die hier überhaupt? Im größeren Bereich des Beckens ist eigentlich genug Platz und da steht auch irgendwas von „easy swimming“, habe ich beim Reingehen gesehen. Ich beschließe, nichts zu sagen, sondern schwimme einfach weiter. Ich tu so, als wären sie gar nicht da. Sie kapieren nach zwei meiner Bahnen, dass ich da schwimme. Bleiben aber da, sind aber zumindest an den Rand ausgewichen. Ich denke mir nur: Das sind sicher keine Finnen. Die Finnen, die ich bisher kennengelernt habe, wären nicht so dreist. Zumal man im Winter in diese Randbahn nur kommt, wenn man schon durch die anderen Bahnen durchgetaucht ist. Am Beckenrand liegt Schnee, es ist glatt, deshalb ist der Bereich gesperrt.

Irgendwann bin ich dann fertig mit Schwimmen. Und dann höre ich die beiden sprechen – auf russisch. „So, habe ich’s mir doch gedacht“, denke ich etwas selbstzufrieden.

Ich verschnaufe noch ein bisschen, dann atme ich tief ein und aus. Und dann ganz tief ein, halte die Luft an und tauche. In einem kurzen Becken, das auch nur knapp 1,70 Meter tief ist, könnte das mit dem Tauchen ja klappen. Ich stoße mich also ab, gleite, mache einen kräftigen Brustschwimmzug. Und einen weiteren. Der Boden ist nur ganz knapp unter mir. Irgendwann wird die Luft knapp. „Durchhalten! Wenn’s nicht mehr geht, gehen noch 2 bis 3 Züge“, feuere ich mich selbst an. Und dann muss ich doch auftauchen. Zwei Züge vorm Ziel, dem Beckenrand. Ohmann! Ich wage nach einer weiteren Verschnaufpause noch einen Versuch – doch auch hier muss ich kurz vor knapp auftauchen. Schade! Und auch wieder nicht. So weit, 20 oder 22 Meter, bin ich schon lange nicht mehr getaucht!

Jetzt geht’s ab in die Sauna. Denn der Allas Seapool ist ja auch eine Sauna. Hier ist es schon voller als im Becken. Es sind ziemlich viele Touristen da (ich ja auch). Leider ist es deshalb etwas zu sehr wie im Hühnerstall, rein, raus – viel Unruhe. Egal. Irgendwann bin ich allein in der Sauna und mache einen Aufguss. In Finnland darf man das nämlich. Da kommt kein Bademeister, der Geschichten erzählt und mit dem Handtuch wedelt. Da darf jeder. Ich gieße einen Schöpflöffel Wasser auf die heißen Steine in der Mitte der Sauna. Ah, schön warm. Aber noch nicht genug. Ein zweiter Schöpfer. Schon besser. Mir war nämlich dann noch etwas kühl nach dem Schwimmen und dem Spaziergang zurück ins Haus (der ist nämlich recht weit). Und dann gieße ich noch einen dritten Schöpfer drauf. Hui! Jetzt ist es… äh… warm. Sehr warm.

Zwei Frauen betreten die Sauna. Finninnen, wie ich ihrem Geplauder entnehme. Die eine setzt sich tapfer hin. Die andere geht auf der kleinen Treppe gleich einen Schritt zurück. „Tossi kuuma“, sagt sie zu ihrer Freundin – „sehr heiß“. Und auch mir wird es jetzt zu heiß. Ohje! Die Decke ist relativ niedrig in der Sauna und der heiße Dampf vom Aufguss kommt jetzt runter. Ich muss auch auf die Treppe. Die Sitzbank ist nur in einer Höhe angebracht. Und dann warten wir. Und weitere Frauen kommen herein. Fragen, was los ist. Wir sagen nur, dass es zu heiß ist. Und ich entschuldige mich. Sage, dass ich einen Schöpfer zu viel auf die Steine gegeben habe. (Lustigerweise erfahre ich am nächsten Tag, dass ein guter Aufguss aus 3 Schöpfern besteht. Aber vielleicht mit weniger Wasser…). Irgendwann geht’s wieder und wir können Platz nehmen. Und irgendwann gehe ich dann doch aus der Sauna.

Da sieht man gar nicht viel vom Meerwasserpool. Nur am linken Rand und in der Ecke ist das Becken eisfrei!

Auf mich wartet nämlich der „Merivesiallas“ – der Meerwasserpool! Da ist ja das Wasser der Ostsee drin, nur gereinigt, nicht erwärmt. Und das habe ich schon gesehen – da ist Eis auf dem Wasser im Becken! Eigentlich ist das ganze Becken voller Eis, nur eine Ecke ist eisfrei. Ein Rettungsschwimmer steht dick eingepackt am Beckenrand. Ich habe ihn vorhin schon gesehen, wie er von den Besuchern ein Handy in die Hand gedrückt bekommt und die Leute im Eiswasser fotografiert. Also habe ich auch mein Handy in den Bademantel gesteckt und frage ihn, ob er hier für die Fotos zuständig ist. „Nein“, sagt er, „ich bin der Rettungsschwimmer.“ Ich entgegne lächelnd, dass mir das schon klar ist, aber dass ich eben gesehen habe, dass er viel fotografiert und ob er eben so freundlich wäre, auch von mir ein Bild zu machen. „Klar“, sagt er. Und dass es zum Glück den ganzen Winter bisher keine Unfälle gab.

Ich ziehe meinen Bademantel aus und hänge ihn an die Garderobe, die bereit steht. Auch die Flip-Flops ziehe ich aus. Mittlerweile hat es zu schneien angefangen und ich bin etwas aufgeregt, ob ich es schaffe, in das Eiswasser, das echte Eiswasser, reinzugehen. Über eine Leiter geht’s in den Pool. Als meine Füße das Wasser berühren, finde ich es ziemlich kalt. Aber es hilft nichts. Ich will da rein. Und dann gehe ich einfach weiter die Stufen runter und tauche unter. Oh, gar nicht schlimm! Ich schwimme zur Eiskante. Das sind vielleicht zwei Züge. Dann breche ich ein Eckerl vom Eis ab, drehe mich um und grinse in die Kamera mit meiner Trophäe. Es ist gar nicht kalt und gar nicht schlimm. Es ist total toll! Endlich bin ich im richtigen Eiswasser. Mit Eiskante, von der ich was abbreche. Die aber außer am Rand ziemlich massiv ist. Wahnsinn!

Das Chlorhuhn lacht zufrieden im Eiswasser und hält die Trophäe hoch. Ein Traum ging in Erfüllung!

Dann gehe ich raus und mir ist nicht kalt. Im Gegenteil. Ich schlüpfe zwar in meinen Bademantel, aber als eine junge Spanierin kommt, kann ich ganz locker da stehen, und mit ihr und dem Rettungsschwimmer reden. Ich ermuntere sie, auch reinzugehen. Sie ist nämlich noch unschlüssig. Und dann geht sie zur Leiter. Ich rate ihr, sich drauf einzustellen, dass es kalt ist. Dann tief durchatmen, ruhig bleiben und untertauchen. Sie tut wie befohlen und ist nach einer Sekunde wieder aufgetaucht. Und dann sage ich: „Und jetzt machst das nochmal und genießt es. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm!“ Gesagt, getan – und länger drin geblieben. „Nach der nächsten Sauna schwimme ich“, sagt sie mit einem glücklichen Gesichtsausdruck.

Ich gehe auch nochmal in die Sauna, um danach nochmal ins Eiswasser zu gehen. Es war auch nochmal schön, aber nicht mehr dasselbe wie beim ersten Mal. Der Zauber, die Magie, waren weg. Ich wusste ja schon, was kommt. Schön war’s natürlich trotzdem. So wie der ganze Nachmittag.

Viele Möglichkeiten zum Schwimmen gibt’s im Eispool grad nicht. Ich genieße es trotzdem!

Einziges Manko am Allas Seapool im Winter: Es gibt keinen wirklichen Ruheraum. In der gemischten Sauna gibt’s da zwar was, aber die war leider wegen eines Privatevents geschlossen. Und das kommt öfter vor, war auch im Herbst schon so. Da bin ich draußen in der Sonne gesessen, deshalb ist mir das nicht aufgefallen. Aber insgesamt kann ich einen Besuch im Allas Seapool im Hafen von Helsinki nur empfehlen!


Suomen Sauna – Sauna in Finnland: Allas Seapool Helsinki 

Ich wollte euch ja noch schreiben, wie es in der Sauna von Allas Seapool in Helsinki war. Den Bericht vom Schwimmen gibt’s hier. Geht eigentlich ganz schnell: schön war’s!

Allas Seapool im Hafen von Helsinki


Und ausführlicher: Es gibt drei Saunen da: eine für Männer, eine für Frauen und eine gemischte. Und in die gemischte geht man in Finnland in Badebekleidung. 

Die gemischte Sauna im Allas Seapool mit Blick aufs Meer


Ich war da ja auch wegen Interviews und habe Tiina getroffen. Sie hat Saunayoga erfunden. Das wird im Badeanzug und in einer lauwarmen Sauna bei etwa 50 Grad gemacht. Ich habe noch nie Yoga gemacht. Und dann ist mein erstes Mal in der Sauna. 

Es war aber echt schön. Erst muss man sich entspannen. Das dauert immer bissl, bis ich dann runter komme und bei der Sache bin. (Vor allem, wenn draußen ein Schwimmbecken wartet…). Zuerst haben wir uns gedehnt: Schultern, Arme, Rücken und dann die Beine. 

Danach gab‘s noch ein paar Kräftigungsübungen. Währenddessen ist es nie zu heiß, im Gegenteil: die Wärme tut gut und lockert die Muskeln. Erst gegen Ende freue ich mich auf die Abkühlung. 

13 Grad im Meerwasserpool


Und die gibt’s im Meerwasserpool bei 13 Grad. Herrlich! Die Sonne scheint und ich sehe auf den Marktplatz, das Rathaus und den Präsidentenpalast und im Hintergrund der weiße Dom von Helsinki! Ein Traum!

Beim Reingehen ist es schon kalt, aber dann geht’s prima! Ich schwimme insgesamt vier Bahnen, also 100 Meter insgesamt. Im Becken gibt’s eine Art Geländer, an dem man sich zur Not festhalten könnte. Das Wasser ist zwar leicht trüb, aber es ist gereinigt. 

Das Chlorhuhn im Meerwasserpool und im Hintergrund der „Zuckerwürfel“ von Alvar Aalto


Die andere Sauna ist richtig heiß. Das ist natürlich super. Und anders als in Deutschland kommt da kein Bademeister und macht eine Riesenshow zum Aufguss. Den Aufguss macht man in Finnland selbst. Man fragt die anderen, ob es ok ist und dann wirft man das Wasser auf die heißen Steine. Die Frage lautet übrigens: lisää löylyä? 

Löyly ist der Aufguss und auch der Geist der Sauna. Man lauscht ihm andächtig, wartet, bis das letzte Zischen verklungen ist. Oft ist der Löyly auch Gegenstand des Gesprächs. War er gut? Wie hat er sich angefühlt? Und so weiter. Allerdings eher in der privaten Sauna und nicht in der öffentlichen. 

Und wer denkt, dass die Finnen nicht reden, dem sei gesagt: Das stimmt so nicht. Denn als ich die gemischte Sauna betrete, spricht mich der Mann, der drinnen saß, gleich auf finnisch an. Ich sagte, dass ich nur wenig finnisch kann und schon waren wir im Gespräch. 

Ich habe bei meinem Besuch auch richtig Glück gehabt. Die Sonne schien und so konnte ich an der Holzwand sitzen und das Panorama genießen. Es war nicht viel los, kann mir aber vorstellen, dass es im Sommer sehr voll ist. 

Schönes Wetter und schöne Aussicht – perfekt zum Relaxen!


Und wer Eisschwimmen ausprobieren möchte, kann es im Allas Seapool tun. Denn der Meerwasserpool ist ganzjährig geöffnet, es gibt eine Aufsicht und im Winter sogar Mützen, damit der Kopf warm bleibt. 

Abendstimmung über Helsinki


Ice, Ice Baby!

Weil der Langwieder und der Lußsee inzwischen schon frühlingshaft warmes Wasser hatten und ich einfach Gefallen am kalten Wasser gefunden habe, wollte ich am Wochenende ncohmal im Tegernsee schwimmen. Der hat nämlich noch Eiswasser (laut Definition der IISA alles zwischen 0 und 5 Grad)! 4,2 Grad waren’s am Freitag. Bissl Wind zwar, aber mei – man kann nicht alles haben. Auch ohne Begleitung, weil der Papa noch arbeiten war. Also allein zum See, ruck-zuck rein und geschwommen. Schon kalt, aber auch schön kalt. Insgesamt habe ich es gute zwei Minuten ausgehalten. Danach schönstes Kribbeln und daheim auf der Terrasse trotz Sonne bissl Zittern. Naja. Und dann kommt der Papa  – und was hat er dabei? Ein Eis! Das erste Eisdieleneis der Saison – und das direkt nach dem Eisschwimmen. Fast schon bissl wie im Sommer, wenn es nach dem Schwimmen ein Eis gibt. Gewärmt hat es mich zwar nicht, aber es war köstlich!

Am Samstag dann Föhnsturm, da habe ich nur Bilder gemacht und das Schwimmen den Enten überlassen. Eine hat sich sogar im Wellenreiten versucht …

Die Ente genießt die Wellen und übt Wellenreiten

Mystische Stimmung im Gegenlicht

Der Tegernsee hat nicht nur Wellen, sondern auch mehr Wasser. Als Schnee lag, waren die großen Steine die Uferlinie.

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr …


Ich bin dann am Sonntag wieder schwimmen gegangen. Der Regen hatte gegen Mittag aufgehört, der Wind ebenso. Also schnell nutzen und schwimmen. Mit dem Papa als Aufpasser und Fotograf.

Eisschwimmen – einfach herrlich!

Nachts hatte es auf den Bergen geschneit, jetzt steigen die Wolken auf. Den Enten ist es wohl zu kalt im Wasser …


Da es an Land kühl war, etwa 6 Grad, bin ich nicht lange geschwommen. 1’18 Minuten bei 4,2 Grad Wassertemperatur. Was mir aufgefallen ist: Beim Schwimmen hat sich im Herbst immer so eine warme Schicht direkt unter der Haut gebildet, die kommt nicht mehr. Ist das Wasser zu kalt? Bin ich zu abgekühlt? Seltsam … Das Kribbeln danach war wieder 1A!

Das Thermometer zeigt, sobald es an Land ist, eine etwas höhere Temperatur. Im Wasser waren’s 4,2 Grad.


Und was passierte dann? Die Sonne kam raus und alle Wolken waren weg – schönster blauer Himmel. Ach, menno…. DAS wär’s gewesen!

Beim Spaziergang schien die Sonne – so schön kann’s in Bad Wiessee sein!

Der See und Wallberg mal von einer anderen Stelle …


Heute war ich nach dem Schwimmen im Dantebad (warmes Wasser!) noch in der Sauna. Da gibt’s zwei unterschiedliche Tauchbecken: eins wie eine Tonne, nur zum Untertauchen, und ein längliches (draußen), da kann man einen Brustschwimmzug schwimmen. Da war ich dann drin und bin paar Mal hin- und hergeschwommen. War gar nicht so kalt, ich schätze mal, dass das Wasser 9 Grad hatte. Und danach? Bestes Kribbeln! Wie nach dem Eisschwimmen! Wer dieses einmalige Gefühl mal erleben möchte, sollte einfach länger im Tauchbecken bleiben. Und wenn’s eins gibt, in dem man kurz schwimmen kann: umso besser! Aber obacht: Macht süchtig!


Eisschwimmen de luxe

Es ist Winter in Bayern. Und auch in München. Eisig kalt, dazu Schnee. Toll! Nachteil: Ich kann nicht zum Lußsee radln. Zu kalt und gefährlich. Und wer weiß, ob der kleine Baggersee nicht schon zugefroren ist?

Der Tegernsee ist noch lange nicht zugefroren…


Naja. Es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma. Die Seesauna Tegernsee hat direkten Zugang zum See. Da kann ich Eisschwimmen und mich aufwärmen. Und so kam es, dass ich da heute hingefahren bin. 

So ganz wollte der Hochnebel nicht verschwinden…


Dramatische Wolken- und Lichtstimmung über dem besten See von allen…


Wassertemperatur laut DLRG und Schild: 2,8 Grad. Die Messstelle am nördlichen Ende des Sees sagte 3,6, mein Digitalthermometer 3,5. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte, also bei 3 Grad liegen. Dazu: eisiger Ostwind. Arktische Zustände. Herrlich!


Also rein in den See. Bbbrrrr. Kalt. Ich schaffe 30 Sekunden. Mehr geht nicht. Es ist kalt. Drinnen und draußen. Besonders grausam: barfuß über den Schnee (nächstes Mal: Schuhe mitnehmen!). 

Glasklares Wasser im Tegernsee


In der Sauna wird’s schön warm. Ein toller Aufguss mit Birken, ich fühle mich fast wie in Finnland – und habe Sehnsucht…

Nach dem Saunagang gehe ich wieder in den See. Schwimme die kleine 30-Sekunden-Runde und genieße anschließend drinnen auf dem Liegestuhl mit dicker Wolldecke und Seeblick das Kribbeln, die Warm-Kalt-Wellen und das tolle Gefühl… und dann wieder Sauna und noch mal in den See. Herrlich!


Eisköniginnen und Eiskönige im Chiemsee


Mein erster Wettkampf! Also – ohne Zeitnahme. Das feige Chlorhuhn ist beim Eiskönig im Chiemsee in der „Fun“-Gruppe ohne Zeitmessung gestartet. Und ja, das ärgert mich jetzt ein bisschen. Aber das ist tatsächlich das einzige, das mich ärgert. Denn die Veranstaltung in Prien am Chiemsee vom TSV Bernau war rundum schön, die Stimmung war toll. Und das trotz fiesem Wind, zum Teil Schneesturm und ohne Sicht auf die wirklich tolle Landschaft rund um den Chiemsee. Dafür war das Wasser klar und da haben die Schwimmer ja eigentlich hingeschaut … *g


Jochen Aumüller kenne ich seit einem Jahr, mit ihm war ich im Januar 2016 auch Eisschwimmen.


Und dann im Juli beim Vollmondschwimmen. So kam es, dass ich beim Eiskönig einige bekannte Gesichter sah. Und natürlich neue Gesichter, die zu Eisschwimmern gehören. Eisschwimmer sind gar nicht „cool“ oder „zugeknöpft“, sie müssen nicht erst „auftauen“ – sie sind herzlich und auskunftsfreudig. Das freut die Reporterin natürlich.


Wie oben erwähnt, war es winterlich kalt und windig. Vor allem auf dem Start-Steg war der Wind kalt und grausam. Das habe ich bei meinem eigenen Start gemerkt. Wir waren zu viert. Hut ab vor Susan und Matthias, die noch nie im kalten Wasser geschwommen sind. Und auch die andere Teilnehmerin (deren Namen ich leider nicht weiß) war bisher „nur“ im 11 Grad kalten Wasser. Da war ich ja schon fast ein Profi. *g [Wer’s übrigens mal selbst testen will: Ich habe meine Tipps zusammengefasst.]


Rein ging’s über eine Leiter. Natürlich erst nach der Aufforderung zum Ausziehen. Statt wie bei internationalen Wettbewerben „take your clothes off“ hieß es am Chiemsee „ausziehen bitte“, dann ging’s an die Startleiter und bis zu den Schultern ins Wasser. Und dann kam ein greller Pfiff und los ging’s! Ich bin Oma-Brust geschwommen, wie immer. Es lief gut, irgendwie habe ich die Kälte gar nicht mehr gemerkt. Das Wasser hatte 3,4 Grad, war also wärmer als die Luft und vor allem weht im Wasser kein Wind. Und ich hatte wohl Adrenalin im Körper.

Wer mag, kann sich hier die Erlebnisse (und bissl mehr rund ums Eisschwimmen) anhören. In der „Nahaufnahme“ von Bayern 2.

Die „Bahn“ war zwischen zwei Stegen, die genau 50 Meter entfernt stehen, Leinen gab’s auch. Also hieß es einfach: auf den anderen Steg zuschwimmen. Das Ziel also direkt vor Augen. Ich habe zwar meine eigene Uhr am Arm gehabt – aber in der Aufregung vergessen, auf Start zu drücken. Also keine Ahnung, wie lange ich gebraucht habe. Im linken Augenwinkel habe ich gesehen, dass die unbekannte Schwimmerin im Kraul in etwa gleich auf ist, rechts näherte sich Matthias. Aber ich konnte tatsächlich recht zügig schwimmen, das hat mich überrascht. Schließlich ist das Wasser echt kalt, da darf ich mich nicht übernehmen. Und dann hat’s doch gedauert, bis der andere Steg endlich erreicht war. Und dann ging’s raus, Bademantel an und raus aus dem Wind. Ich hab dann meine Badelatschen gar nicht angezogen, sondern bin barfuß über den Schnee. Meine Füße waren so kalt, dass ich die Kälte vom Schnee gar nicht gespürt habe. Und dann ging’s in die mobile Sauna, die vom Prienavera Erlebnisbad da am Ufer stand. Oooohhhh, wie toll! So schön warm. Und holzgeheizt, ganz angenehme, weiche Wärme. Da wurde mir dann richtig warm. Ich hatte kein Kältezittern, keine Warm-Kalt-Wellen, aber schön war’s trotzdem! Außerdem habe ich festgestellt, dass es wahnsinnig viel ausmacht, welches Wetter und welche „Außenbedingungen“ herrschen. Beim Neujahrsanschwimmen war der Tegernsee ja kaum wärmer (3,9 Grad), aber es war warm, die Sonne hat gescheint. Das war ganz was anderes als heute am Chiemsee.


Der Eiskönig ist ein Wettkampf, bei dem verschiedene Strecken geschwommen wurden. Christof Wandratsch war auch da.


Er ist derjenige, der das Eisschwimmen bei uns in Bayern so richtig bekannt gemacht hat, nicht zuletzt mit seiner Veranstaltung in Burghausen. Ich habe ihm und den anderen bei der Königsdistanz über 1.000 Meter zugeschaut – die sehen da noch immer so aus, als würden sie im warmen Wasser schwimmen.


Ok, die Haut ist krebsrot, aber das ist ein gutes Zeichen, sagen die Ärzte. Denn dann ist alles gut durchblutet. Allerdings sehen sie wirklich mitleiderregend aus, wenn sie nach 13 oder 25 Minuten (je nach Schwimmgeschwindigkeit) aus dem Wasser kommen: Sie sind krebsrot, sie zittern, sie können kaum gehen, müssen gestützt werden und das Sprechen fällt schwer, der Kiefer ist eingefroren, das Hirn scheint langsamer zu arbeiten. Ich habe ja auch schon mal geschrieben, dass ich mich, als ich so gefroren habe, gefühlt hätte, als wäre ich betrunken.


Übrigens gab’s ein Starterpaket von Aqua Sphere mit tollen Dingen, die Schwimmer so brauchen können. Dazu alkohlfreies Bier und ein Glas mit einer Gravur. Lauter tolle Andenken an einen tollen Tag mit lauter „Verrückten“ – im besten Wortsinn.

Großer Dank und Respekt auch an die Helfer, die dem Wetter getrotzt haben und Zeiten genommen haben und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Die Wasserwacht war mit vielen Helfern da, die zum Glück nicht zum Einsatz kamen.

Nach dem letzten Rennen wurde es übrigens schöner! Mit diesen Eindrücken hat sich der Chiemsee von allen verabschiedet.