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Herbstschwimmen mit Begleitung

Heute war wieder einer dieser schönen warmen Herbsttage. Die Luft an sich war warm, die Sonne hat es noch verstärkt. Aber selbst bei Schleierwolkenschicht blieb es warm. Ein guter Tag für einen Ausflug ans und ins Wasser.

Ich bin zum Karlsfelder See geradelt. Eine schöne Strecke, kaum länger als zum Langwieder See. Und der Oktober macht sich bemerkbar, die Blätter werden langsam bunt.

Am Karlsfelder See treffe ich mich mit einer meiner Dantebadbeckenrandfreundinnen. Sie heißt auch Petra und wir teilen nicht nur die Liebe zum Wasser und Schwimmen, sondern auch die Vorliebe für bunte Badeanzüge und lustige Kappen.

Petra ist auch eine prima Triathletin und nutzt die wohl letzte Chance für ein Schwimmtraining im See. Also so richtig schwimmen mit Kopf unter Wasser. Deshalb zieht sie auch ihren Neo an, während ich ja eher dem Kältegefühl entgegenfiebere als der Schwimmstrecke.

Ins Wasser geht’s gemeinsam. Es hat etwa 14 Grad und bis zu den Oberschenkeln fühlt es sich richtig warm an. Kurz nach dem Untertauchen merke ich aber die Kälte. Ich lasse es auf mich wirken, schwimme ruhig dahin. Wir bleiben beide in Ufernähe und schwimmen ratschend dahin. Herrlich! Keiner da außer uns, das Wasser ist klar und glatt, der Himmel weiß-blau und es ist nicht kalt. Schön!

Irgendwann wird’s natürlich schon kühl und ich gehe raus. Draußen an Land ist’s toll! Die warme Herbstluft, dazu das Kribbeln auf der Haut vom Wasser… Wahnsinn! Sooo schön!

Ich ziehe mich an, Petra krault jetzt noch ein paar Runden.

Die Männer aus ihrer Trainingsgruppe schlüpfen derweil in ihre Neos und starten dann. Sie schwimmen insgesamt 20 Minuten.

Am Ende hat jeder das gemacht, was er wollte und konnte. So unterschiedlich die Aktionen waren, es hat jedem Spaß gemacht und wir hatten einen ganz tollen Mittagsausflug!

Den Radio-Beitrag dazu gibt’s am Sonntag, 14. Oktober, auf B5aktuell im „Fitnessmagazin„, um 7.35 und um 17.05 Uhr. Natürlich auch als Podcast.

Außerdem hat mich das Radln zum Karlsfelder See (wie immer mit dem Stadtfahrrad) dazu motiviert, das Rennrad mal wieder aus dem Keller zu holen …


Start in die Eisschwimm-Saison

Eisschwimmen ist es natürlich noch nicht. Aber heute habe ich die Eisschwimm-Saison eingeläutet. Der Herbst ist da! Nicht nur auf dem Kalender, sondern auch in der Natur. Die letzten beiden Nächte waren kalt. Tag und Nacht sind im Moment in etwa gleich lang. Die Sonne steht recht schräg und verbreitet ein schönes, sanftes Licht. Ihr merkt schon: Ich mag den Herbst. Das milde Licht, die Kälte am Morgen. Das wohlige Gefühl, wenn die Sonne wärmt. Das man sehr zu schätzen weiß, weil es im Schatten kühl ist. Herrlich! Und es wird noch besser, wenn die Blätter orange, gelb und rot leuchten werden!

Heute früh war’s echt kalt. Ich dachte schon, dass ich Handschuhe zum Radeln anziehen muss. Aber es ging dann schon, die paar Meter in die Arbeit. Aber da war mir klar, was heute Nachmittag passiert: Herbstschwimmen. Im See. Yeah!

Und so starte ich an meinem freien Nachmittag mit dem Radl zum Langwieder See. Doch vorher muss ich noch meine Siebensachen packen und das Richtige anziehen. Das stellt mich jedes Jahr wieder auf eine Probe. Was ist passend? Was ist nicht zu warm zum Radln und doch warm genug, falls ich nach dem Schwimmen friere? Irgendwie kann ich das noch immer nicht richtig einschätzen. Ich entscheide mich für ein T-Shirt unter meiner Regenradljacke. Die Regenradljacke ist winddicht und hat ein Netz, so dass ich nicht schwitze und sie nicht nass an mir klebt (wie z.B. die Softshelljacke). Eine gute Entscheidung, wie ich unterwegs zufrieden feststelle.

Da waren noch einige Mini-Wellen, aber nachdem ich das Foto gemacht habe, war die Wasseroberfläche spiegelglatt!

Das Radln ist auch wieder schön. 45 Minuten Vorfreude, dazu ein blauer Himmel mit herbstlichen Schleierwolken. Am See angekommen, stelle ich zu meiner Freude fest, dass keiner da ist. Juhu! See für mich. So mag ich das. Decke hin, Rucksack drauf, hinsetzen. Genießen. Blick aufs Wasser, das ruhig vor mir liegt. Das milde Herbstsonnenlicht scheint mir entgegen. Die Bäume sind noch grün, nur einzelne Einzelblätter geben den modischen Vorreiter in sattem Gelb. Der Rest traut sich noch nicht und bleibt vorerst bei der Sommerfarbe grün.

Grün ist auch das Wasser, oder zumindest schimmert es grün. Denn eigentlich ist es durchsichtig und weil keiner da ist, der den Staub aufwirbelt, ist es glasklar. Ich mache mich zum Schwimmen bereit, spüre, wie die Sonne durch die Schleierwolken wärmt. Das Thermometer habe ich zwar dabei, beschließe aber, es nicht zu verwenden. Ist ja eigentlich auch egal, wie warm oder kalt das Wasser ist. Ich weiß aus zwei bzw. drei Wintern Eisschwimmen, dass ich bei jeder Temperatur ins Wasser gehen kann. Und dass die Dauer des Schwimmens von mehreren Faktoren abhängt, nicht nur von der Wassertemperatur.

Beim Reingehen merke ich, dass der Langwieder See trotz zweier kalter Nächte noch warm ist. Also nicht badewannenwarm, aber auch nicht kalt. Es kostet mich null Überwindung unterzutauchen. Ich schwimme los, Omabrust, weil ich das immer so mache im Herbst. Es ist herrlich! Diese Ruhe. Der See nur für mich, das Wasser angenehm kühl oder warm (sucht es euch aus). Und so schwimme ich zum anderen Ufer, zur Wasserwachtstation, die natürlich unter der Woche im Herbst nicht besetzt ist. Zug um Zug komme ich näher. Ich genieße das Gefühl, den See für mich allein zu haben. Das Wasser, das wärmer ist als vermutet. Ich gleite dahin, blicke mich um und spüre ein leichtes Kribbeln am Rücken. Ist es die Kühle des Wassers? Sind es die milchigen Sonnenstrahlen? Egal. Es ist einfach schön. Die richtige Entscheidung heute. Keine Welle kräuselt das Wasser, lediglich meine Schwimmzüge hinterlassen leichte Wogen. Beim Zurückschwimmen habe ich die Sonne hinter mir, mein Ziel vor mir. Ein paar Spaziergänger beobachten mich neugierig, ziehen dann aber weiter. Gut so. Ich möchte die Ruhe gern weiter genießen. Und nicht an Land gefragt werden, ob ich gerade schwimmen war. Oder wie kalt das Wasser ist.

Als ich an Land gehe, bin ich glücklich. Es hat soooo gut getan zu schwimmen. In der Natur, unter dem weißlich-blauen Herbsthimmel. In dem grünen klaren Wasser. Bei mir sein, die Stille genießen. Ich wickle mich in mein Handtuch, trockne mich ab und ziehe mich um. Raus aus dem nassen Badeanzug, rein in die trockenen Klamotten. Die Ruhe ist fast wie in Schweden. Da hatte ich den ganzen See ganz für mich allein, konnte nackt schwimmen. Als Erinnerung an dieses schöne Erlebnis gibt’s einen schwedischen Schokokeksriegel.

So mag ich das: mildes Herbstlicht dank Schleierwolken und Sonne.

Und den Blick auf den Langwieder See, der jetzt wieder spiegelglatt vor mir liegt. Und zu dem ich ab jetzt wieder regelmäßig zum Schwimmen kommen werde. Jegliche Gedanken, ob ich das mit dem Herbst-, Winter- und Eisschwimmen heuer wieder machen werde oder sein lasse, sind dahin. Freilich mache ich das wieder! Logo! Sooo schön wie das ist! Und wenn dann erst das Kribbeln und Bizzeln vom kalten Wasser wieder kommt! Ach, ich kann’s kaum erwarten!


Fieser Ostwind

Der Nebel hatte sich in München gegen Mittag gelichtet, wenn auch nicht komplett. Doch ich wollte das relativ gute Wetter nutzen, denn fürs Wochenende ist eher Regen angesagt. Und bei Regen macht Radln in Kombi mit See-Schwimmen wenig Spaß. Mir zumindest nicht. Also heute, trotz leichtem Ostwind.

Am Langwieder See selbst war der Nebel noch ziemlich präsent, es gab kaum Lücken. Doch eigentlich hat das was – so mystisch. Und es ist ruhiger als bei Sonnenschein. Der See liegt spiegelglatt vor mir, ich platziere mich ganz nah am Wasser.

Mystische Nebelstimmung am Langwieder See

Mystische Novembernebelstimmung am Langwieder See

Vom Radln bin ich gut angewärmt, außer meine Hände und Füße, die sind etwas kühl. Jetzt also nicht lange fackeln, Sachen für Danach herrichten, ausziehen, Thermometer schnappen und rein. Das Wasser ist wärmer als gedacht, das Reingehen klappt ganz ohne Probleme. Es kostet mich erstaunlicherweise nicht mal Überwindung. Aber beim Schwimmen merke ich doch, dass es kalt ist. Und weil ich letztes Mal beim Heimradln so gefroren habe, vor allem in den Fingern, will ich es dieses Mal nicht übertreiben. Ich schwimme also viermal hin und her. Ein Kontrollblick aufs Thermometer zeigt 8,8 Grad. Wie schön!

An Land ist es dann erstmal heiß. Also nicht draußen, sondern mir. Mein Körper heizt nach, weil ihn das Wasser ausgekühlt hat. Den fiesen, feinen Ostwind spüre ich jetzt aber. Flugs das Handtuch rumgewickelt, Badeanzug runter, T-Shirt drüber. Und dann kommt mein Geburtstagsgeschenk zum Einsatz: Mein Poncho! Da ich nicht nähen kann, war meine Freundin Diana so nett (die kann sowas nämlich!) und hat aus einem Stück Fleecestoff einen Poncho genäht. „Geht doch ganz einfach, einmal zusammennähen und oben einen Tunnel für den Gummizug – fertig“, sagt sie. Ja, da hat sie leicht reden. Schließlich ist ja alles, was man kann, ganz leicht. Und mein Glück, dass sie es kann, denn jetzt habe ich einen dunkelblauen Poncho, unter dem ich mich umziehen kann. Und der – das ist fast noch besser – den Wind etwas abhält. Bei dem Ostwind, der kaum merklich ist (der See hatte ja nicht mal Mini-Wellen), ist das ganz fein.

Als ich angezogen bin, trinke ich noch etwas heißen Tee aus meiner Thermosflasche. Denn jetzt ist es wieder soweit, dass ich den Tee brauche. Vor zwei Wochen noch war es richtig warm, da brauchte ich das nicht. Jetzt bin ich froh drum! (Hier gibt’s übrigens meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen.)

Und zum Abschluss mache ich noch ein Foto vom Thermometer. Und siehe da: Im Uferbereich ist das Wasser kälter als ein paar Schritte weiter, wo ich geschwommen bin. Es zappelt zwischen 8,1 und 8,4 Grad hin und her. Unterwegs (im bauchnabeltiefen Wasser) waren es 8,8 Grad. Ich hatte letzte Woche schon das Gefühl, dass das Thermometer unterwegs mehr angezeigt hat als dann beim Foto. Spannend!

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden...

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden …

Beim Heimradln merke ich diesen fiesen Ostwind umso deutlicher. Denn meine Radlstrecke geht fast nur ostwärts – und dann kommt zum Fahrtwind auch noch dieser kalte, kaum merkliche Wind. Echt fies!

Dennoch war das „Eisschwimmen“ – oder Herbstschwimmen – heute eine gute Idee. Ich war nämlich etwas angespannt, genervt oder wie man das auch bezeichnen möchte. Und das Schwimmen samt der Bewegung an der frischen Luft haben meine Laune deutlich verbessert. Und ich hätte beinahe noch gekniffen …


Einstellig!

Der November macht heuer seinem Ruf alle Ehre. Er ist oft neblig-grau-feucht. Heute zum Glück nur neblig und grau, ohne Feucht. Das muss natürlich genutzt werden, deshalb auf zum See!

Beim Radln fällt mir mal wieder auf, wie schön die Bäume bzw. deren gelbes, rotes und oranges Laub im Novembergrau leuchtet. Ganz so, als wollte sich die Natur so für das Grau entschuldigen. Und diese schöne Ruhe, die über dem Land liegt. So auch am See. Keiner da, außer den Enten. Herrlich!

Novembergrau und herrliche Ruhe


Fix bin ich umgezogen und gehe ins Wasser. Ich habe schon damit gerechnet, dass es kälter ist als am Sonntag bei meinem letzten Besuch. Schließlich hat es geregnet, am Alpenrand fiel sogar Schnee und die Nächte waren kalt. Als ich mit den Füßen im Wasser stehe, fühlt es sich war kalt an, aber nicht so kalt wie erwartet oder befürchtet. Ich schwimme los. Und weil ich allein bin und auf Nummer Sicher gehen möchte, bleibe ich im Uferbereich.

Dass das eine gute Entscheidung war, merke ich nach der ersten Schock-Minute. Es ist kalt. Hui! Also doch kalt. Ich denke mir: einmal hin und einmal zurück, das reicht dann. Und dann fällt mir ein, dass es ja die „magischen zwei Minuten“ gibt, also beschließe ich, viermal hin- und her zu schwimmen. Ich kann auch meine Atemwölkchen über dem spiegelglatten Wasser beobachten. Ach, wie schön. Und doch gar nicht so kalt im Wasser. Also, warm ist es natürlich nicht, aber mein Körper hat sich jetzt daran gewöhnt, es kribbelt heiß am Rücken und meine Schwimmbewegungen werden ruhiger. Ach, zwei Mal geht noch! Ach, was! Ich mache die zehn „Bahnen“ voll. Mit „krummen“ Zahlen hab ich’s nicht so. Google Maps verrät mir daheim, dass die Entfernung etwa 18 Meter einfach sind. Also bin ich 180 Meter geschwommen.

Dann geht’s raus. Und da ist es kalt. Denn das vergisst man (also in dem Fall ich) bei dem schönen Wetter der letzten Male gern, dass es draußen dann kalt ist. 

Abendstimmung um 16 Uhr am Freitag…


… fast spätsommerlich und warm am Samstag Mittag


Also fix umziehen, zum Glück ist keiner da, der stört oder mich mit Fragen löchert. Puh. Und dann ist mir kalt. Richtig kalt. Kein Wärmezittern, aber kkkkaaaaallllttt! Eisige Zehen, eisige Finger. Ein Schluck heißer Tee aus der Thermoskanne. Aber dann will ich nur noch eins: heim, heim, heim – wo’s warm ist. Weil auch das habe ich erfolgreich verdrängt: Ich muss noch 45 Minuten auf dem Radl ausharren. Mit kalten Füßen und vor allem mit kalten Händen. Die nicht warm werden, weil sie den Lenker festhalten. Im Gegenteil, sie werden noch kälter und steifer. Ohmann. War das letztes Jahr auch so schlimm? Oder ist es nur jetzt, auf dem Radl, so schlimm?

Scheint so, denn jetzt, daheim am Computer, nach einer warmen Dusche und einer großen Tasse Tee, habe ich das „Schlimme“ schon fast wieder vergessen.

Ich erinnere mich an die Ruhe im See, die spiegelglatte Oberfläche, meine Atemwölkchen. Ich erinnere mich daran, wie sich mein Körper ans kalte Wasser gewöhnt hat und ich ruhiger schwimme. Wie mich der Ehrgeiz wieder packt, dass ich doch noch mal und nochmal hin- und herschwimme. Das war bis jetzt nämlich nicht so. Ich bin geschwommen und wieder rausgegangen. Weil man ja auch länger hätte schwimmen können. Aber nicht müssen. Weil es relativ „uninteressant“ war. Aber jetzt, wo’s wieder „ernst“ wird, da packt mich der Ehrgeiz. Vielleicht muss ich auch endlich die Batterie in meiner Uhr wechseln lassen, damit ich wieder sehe, wie lange ich im Wasser war. Heute kann ich es nur schätzen. Ach ja, das Wasser hatte zwischen 9,8 und 10,0 Grad – das Thermometer konnte sich beim Schwimmen nicht recht entscheiden!

Das Thermometer schwankte zwischen 9,8 und 10,0 Grad


Wasser und Luft gleichauf

Nach der Wärmeperiode kam der Sturm und damit kühlere Luft. Die hat auch das Wasser in den Seen auch abgekühlt. Für Eisschwimmer sind das gute Nachrichten, vor allem, wenn es dann auch windstill ist.

Spiegelung am Langwieder See


So bin ich gestern also bester Dinge zum Langwieder See geradelt. Es war ja Feiertag und das musste genutzt werden. Allerdings war es kälter als gedacht, so dass ich beim Radln kalte Füße bekommen habe und auch obenrum war ich nicht warm genug angezogen. Aber egal, im Wasser wird es auch kühl sein (und zum Heimradeln habe ich immer trockene Sachen dabei).

Am See war es dann herrlich. Ruhig – keine Spaziergänger, keine Wellen. Perfekt. Ich ziehe mich um und gehe rein. War gar nicht so kalt wie gedacht. Ich schwimme los, das Thermometer muss sich noch an die Temperatur gewöhnen und zeigt irgendwann 11,8 Grad an. Ich schwimme etwas hinaus und eine Runde und dann gibt’s ein schönes heißes Kribbeln am Rücken. Toll!

Endlich kühler…


Als ich wieder Richtung Ufer schwimme, fetzt ein Hund ins Wasser. Und hört leider nicht, als ihn seine Herrchen zurückrufen. Die machen auch keine Anstalten, den Hund zurückzuholen, rufen stattdessen noch zwei, dreimal. Zum Glück bleibt mir der Hund fern. Ich mag nämlich keine Hunde und beim Schwimmen schon gar nicht und beim Schwimmen im kalten Wasser am allerwenigsten.

Als ich an Land komme, sind meine Füße dann endgültig kalt. Richtig kalt. Sie sind aber die einzigen, die eisig sind. Der Rest meines Körpers ist relativ normal. Ich wollte noch eine Runde spazierengehen, bevor ich heimradl. Aber mit den taubkalten Füßen hat sich das so überhaupt nicht gut angefühlt und mir war insgesamt nicht gut. Ich weiß nicht, was das war. Als die Sonne dann doch ein bisschen durch die Wolken kam, habe ich mich auf eine Bank gesetzt und bin danach heimgeradelt.

Wasser und Luft waren übrigens ungefähr gleich warm: 11,8 und 11,9 Grad. Schöner war’s im Wasser, weil es am Rücken sooooo schön heißgekribbelt hat.

An Land ist es genauso warm wie im Wasser


Heute war ich dann – schon wieder Feiertag – mit meiner Eisschwimmfreundin Bine am Waldschwaigsee. Der ist noch ein Stückerl weiter entfernt als der Langwieder See, aber zu zweit kann man das schon mal machen.

Wir haben uns an der verwaisten Wasserwachthütte auf der Bank eingerichtet, die Stimmung ist novemberlich-neblig-schön. Kein Wind, keine Wellen, kaum Spaziergänger. Sehr schön. 

Fast schon finnisch: Spiegelung am Waldschwaigsee


Wir gehen neben dem Steg ins Wasser – hui, schon frisch! Und beschließen, um den Steg herumzuschwimmen. Das ist machbar und ein Ziel ist immer gut. Und nach der anfänglichen Schock-Kälte geht’s ganz gut. 

Das Thermometer zeigt am Steg 11,0 Grad, unterwegs waren es 11,1 Grad


Ich schwimme noch ein Stück zu der Insel, aber dann merke ich, dass die „Muskeln zumachen“, wie man so sagt. Der See ist etwas kälter als der Langwieder, das Thermometer zeigt unterwegs 11,1 Grad (das heutige Datum: 1.11.!) und ich merke, dass es in den Armen und Beinen etwas zieht. Das war lange nicht! Es wird also wieder ernst in Sachen Winterschwimmen! 

Heute sogar mit Steg


Wir beenden unsere Schwimmrunde, sammeln noch kurz Bewunderung von einem netten älteren Spaziergängerpärchen ein und dann packen wir unsere Siebensachen und radln heim. Daheim angekommen schaut auch die Sonne durch die Wolken – Scherzkeks! 😉


Goldener Tegernsee

Wer kann da widerstehen? Blauer Himmel, Sonnenschein, gelb-orange leuchtende Bäume und in der Mitte ein See – der Tegernsee.

Herbstfarben am Tegernsee

Gelb-blau ist Bayern zur Zeit…


 

Ich musste da natürlich schwimmen. Und es war natürlich herrlich. Eigentlich gar nichts Neues. Das Wasser hatte 13 Grad, es kostet mich in der Sonne ein kleines bisschen Überwindung zum Reingehen. Doch dann bin ich drin und schwimme los. Erstmal am Ufer entlang, weil ich auf Nummer sicher gehen möchte. Doch es ist so herrlich, klar und prickelig, dass ich beim Zurückschwimmen doch noch einen Schwenk mache und zum Segelschiff schwimme. Das Schiff selbst ist gar nicht mehr da, es ist schon in der Winterpause. Aber seine Boje hängt im Wasser und so schwimme ich dorthin. Von da habe ich auch einen schönen Blick über den See Richtung Norden, es ist traumhaft.

Meine Badestelle in schönster Herbststimmung

Beim Rausgehen ist mir dann sogar richtig heiß – nur ganz kurz. Aber es durchströmt mich eine Art Hitzewelle. Auf dem Steg genieße ich noch die warmen Sonnenstrahlen und das schöne Herbstambiente. So wie es aussieht, wird es die kommenden Tage noch sommerlich warm bleiben, so dass es noch einige Sonnenschwimmausflüge geben wird. Wenn auch nicht im Tegernsee …


Goldener Oktober

Der Herbst hat sich heuer etwas geziert – meistens war es kühl, grau und nass. Doch gestern hat er sich doch noch durchgerungen und einen „Goldenen Oktober“-Tag gezaubert. Mit blauem Himmel und gelben, roten und orangen Blättern an den Bäumen. Alles angestrahlt von der Sonne, die so schön schräg steht. Ein phantastisches Licht! Da musste ich natürlich zum See fahren und schwimmen.

Goldener Oktober


Beim Radeln wurde mir ganz schön warm, es hatte ja auch gut 20 Grad. Am Langwieder See hatte ich Glück: herrliche Ruhe an meinem Sonnenplatz. Nur ein paar Enten waren da, sonst niemand. Ich war gespannt, wie warm oder kalt das Wasser wohl ist. Am Samstag waren es ja 15 Grad, die sich super angefühlt hatten.

Herbststimmung am Langwieder See


Beim Reingehen erschrecke ich: Es fühlt sich eisig an. Wow. Was ist da passiert? Ein Blick aufs Thermometer zeigt: 15 Grad. Wie am Samstag. Doch am Samstag war es wolkig und kühl, die Luft hatte 14,8 Grad. Da fühlte sich das Wasser nicht nur wärmer an, es war ja tatsächlich wärmer als die Luft. Und jetzt – gleiche Wassertemperatur, aber warme Sonnenluft – und schon fühlt sich das Wasser kalt an. Und auch „härter“. Aber es wird nicht lange gefackelt, ich tauche unter und schwimme los. Noch immer fühlt es sich kalt an, es dauert ein paar Schwimmzüge, bis sich mein Körper daran gewöhnt. Und dann ist es wieder wunderschön. Ich schwimme der Sonne entgegen, auf dem Wasser kräuselt der Wind kleine Wellen. Hier und da schwimmt ein Herbstblatt. Ich bemerke das Kribbeln und Prickeln am Rücken – es ist diese Mischung aus kühlem Wasser und Sonnenschein. Das fühlt sich schon sehr besonders an. Ich wage mich auch weit hinaus, schwimme bis fast zum anderen Ufer. Das ist jetzt natürlich keine weite Strecke, aber in der herbstlichen Einsamkeit wird es wohl bald nicht mehr möglich sein, allein so weit zu schwimmen. Sicherheit geht vor, falls ich einen Krampf bekomme oder so, wäre es blöd. Doch noch kann ich das Schwimmen genießen. Und als ich umkehre, ist es sogar noch schöner, denn da habe ich die Sonne im Rücken.

An Land angekommen ist es schön warm, der leichte Wind hat sich gelegt. Ein wohliges Kribbeln macht sich bemerkbar. Das hält auch an, nachdem ich mich umgezogen habe und noch in der Sonne sitze. Ich genieße die Sonnenwärme und das Licht, während unter meiner Haut diese wohligen Schauer entlang ziehen. Das Gefühl ist echt schwer zu beschreiben. Es ist fast, als wäre da eine Art „Zwischenschicht“ unter meiner Haut. Oder auf der Haut-„innen“-Seite. Das Prickeln ist auch in der warmen Sonne deutlich zu spüren, die Lebensgeister tanzen unter der Haut. Es ist kein Kältezittern und überhaupt nicht unangenehm. Eher erfrischend, belebend.

Sonnenstrahlen und Hautprickeln


Vielleicht wollt ihr das ja mal selbst erleben? Dann einfach ausprobieren, hier habe ich meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen zusammengefasst.