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Start in die Eisschwimm-Saison

Eisschwimmen ist es natürlich noch nicht. Aber heute habe ich die Eisschwimm-Saison eingeläutet. Der Herbst ist da! Nicht nur auf dem Kalender, sondern auch in der Natur. Die letzten beiden Nächte waren kalt. Tag und Nacht sind im Moment in etwa gleich lang. Die Sonne steht recht schräg und verbreitet ein schönes, sanftes Licht. Ihr merkt schon: Ich mag den Herbst. Das milde Licht, die Kälte am Morgen. Das wohlige Gefühl, wenn die Sonne wärmt. Das man sehr zu schätzen weiß, weil es im Schatten kühl ist. Herrlich! Und es wird noch besser, wenn die Blätter orange, gelb und rot leuchten werden!

Heute früh war’s echt kalt. Ich dachte schon, dass ich Handschuhe zum Radeln anziehen muss. Aber es ging dann schon, die paar Meter in die Arbeit. Aber da war mir klar, was heute Nachmittag passiert: Herbstschwimmen. Im See. Yeah!

Und so starte ich an meinem freien Nachmittag mit dem Radl zum Langwieder See. Doch vorher muss ich noch meine Siebensachen packen und das Richtige anziehen. Das stellt mich jedes Jahr wieder auf eine Probe. Was ist passend? Was ist nicht zu warm zum Radln und doch warm genug, falls ich nach dem Schwimmen friere? Irgendwie kann ich das noch immer nicht richtig einschätzen. Ich entscheide mich für ein T-Shirt unter meiner Regenradljacke. Die Regenradljacke ist winddicht und hat ein Netz, so dass ich nicht schwitze und sie nicht nass an mir klebt (wie z.B. die Softshelljacke). Eine gute Entscheidung, wie ich unterwegs zufrieden feststelle.

Da waren noch einige Mini-Wellen, aber nachdem ich das Foto gemacht habe, war die Wasseroberfläche spiegelglatt!

Das Radln ist auch wieder schön. 45 Minuten Vorfreude, dazu ein blauer Himmel mit herbstlichen Schleierwolken. Am See angekommen, stelle ich zu meiner Freude fest, dass keiner da ist. Juhu! See für mich. So mag ich das. Decke hin, Rucksack drauf, hinsetzen. Genießen. Blick aufs Wasser, das ruhig vor mir liegt. Das milde Herbstsonnenlicht scheint mir entgegen. Die Bäume sind noch grün, nur einzelne Einzelblätter geben den modischen Vorreiter in sattem Gelb. Der Rest traut sich noch nicht und bleibt vorerst bei der Sommerfarbe grün.

Grün ist auch das Wasser, oder zumindest schimmert es grün. Denn eigentlich ist es durchsichtig und weil keiner da ist, der den Staub aufwirbelt, ist es glasklar. Ich mache mich zum Schwimmen bereit, spüre, wie die Sonne durch die Schleierwolken wärmt. Das Thermometer habe ich zwar dabei, beschließe aber, es nicht zu verwenden. Ist ja eigentlich auch egal, wie warm oder kalt das Wasser ist. Ich weiß aus zwei bzw. drei Wintern Eisschwimmen, dass ich bei jeder Temperatur ins Wasser gehen kann. Und dass die Dauer des Schwimmens von mehreren Faktoren abhängt, nicht nur von der Wassertemperatur.

Beim Reingehen merke ich, dass der Langwieder See trotz zweier kalter Nächte noch warm ist. Also nicht badewannenwarm, aber auch nicht kalt. Es kostet mich null Überwindung unterzutauchen. Ich schwimme los, Omabrust, weil ich das immer so mache im Herbst. Es ist herrlich! Diese Ruhe. Der See nur für mich, das Wasser angenehm kühl oder warm (sucht es euch aus). Und so schwimme ich zum anderen Ufer, zur Wasserwachtstation, die natürlich unter der Woche im Herbst nicht besetzt ist. Zug um Zug komme ich näher. Ich genieße das Gefühl, den See für mich allein zu haben. Das Wasser, das wärmer ist als vermutet. Ich gleite dahin, blicke mich um und spüre ein leichtes Kribbeln am Rücken. Ist es die Kühle des Wassers? Sind es die milchigen Sonnenstrahlen? Egal. Es ist einfach schön. Die richtige Entscheidung heute. Keine Welle kräuselt das Wasser, lediglich meine Schwimmzüge hinterlassen leichte Wogen. Beim Zurückschwimmen habe ich die Sonne hinter mir, mein Ziel vor mir. Ein paar Spaziergänger beobachten mich neugierig, ziehen dann aber weiter. Gut so. Ich möchte die Ruhe gern weiter genießen. Und nicht an Land gefragt werden, ob ich gerade schwimmen war. Oder wie kalt das Wasser ist.

Als ich an Land gehe, bin ich glücklich. Es hat soooo gut getan zu schwimmen. In der Natur, unter dem weißlich-blauen Herbsthimmel. In dem grünen klaren Wasser. Bei mir sein, die Stille genießen. Ich wickle mich in mein Handtuch, trockne mich ab und ziehe mich um. Raus aus dem nassen Badeanzug, rein in die trockenen Klamotten. Die Ruhe ist fast wie in Schweden. Da hatte ich den ganzen See ganz für mich allein, konnte nackt schwimmen. Als Erinnerung an dieses schöne Erlebnis gibt’s einen schwedischen Schokokeksriegel.

So mag ich das: mildes Herbstlicht dank Schleierwolken und Sonne.

Und den Blick auf den Langwieder See, der jetzt wieder spiegelglatt vor mir liegt. Und zu dem ich ab jetzt wieder regelmäßig zum Schwimmen kommen werde. Jegliche Gedanken, ob ich das mit dem Herbst-, Winter- und Eisschwimmen heuer wieder machen werde oder sein lasse, sind dahin. Freilich mache ich das wieder! Logo! Sooo schön wie das ist! Und wenn dann erst das Kribbeln und Bizzeln vom kalten Wasser wieder kommt! Ach, ich kann’s kaum erwarten!


Fieser Ostwind

Der Nebel hatte sich in München gegen Mittag gelichtet, wenn auch nicht komplett. Doch ich wollte das relativ gute Wetter nutzen, denn fürs Wochenende ist eher Regen angesagt. Und bei Regen macht Radln in Kombi mit See-Schwimmen wenig Spaß. Mir zumindest nicht. Also heute, trotz leichtem Ostwind.

Am Langwieder See selbst war der Nebel noch ziemlich präsent, es gab kaum Lücken. Doch eigentlich hat das was – so mystisch. Und es ist ruhiger als bei Sonnenschein. Der See liegt spiegelglatt vor mir, ich platziere mich ganz nah am Wasser.

Mystische Nebelstimmung am Langwieder See

Mystische Novembernebelstimmung am Langwieder See

Vom Radln bin ich gut angewärmt, außer meine Hände und Füße, die sind etwas kühl. Jetzt also nicht lange fackeln, Sachen für Danach herrichten, ausziehen, Thermometer schnappen und rein. Das Wasser ist wärmer als gedacht, das Reingehen klappt ganz ohne Probleme. Es kostet mich erstaunlicherweise nicht mal Überwindung. Aber beim Schwimmen merke ich doch, dass es kalt ist. Und weil ich letztes Mal beim Heimradln so gefroren habe, vor allem in den Fingern, will ich es dieses Mal nicht übertreiben. Ich schwimme also viermal hin und her. Ein Kontrollblick aufs Thermometer zeigt 8,8 Grad. Wie schön!

An Land ist es dann erstmal heiß. Also nicht draußen, sondern mir. Mein Körper heizt nach, weil ihn das Wasser ausgekühlt hat. Den fiesen, feinen Ostwind spüre ich jetzt aber. Flugs das Handtuch rumgewickelt, Badeanzug runter, T-Shirt drüber. Und dann kommt mein Geburtstagsgeschenk zum Einsatz: Mein Poncho! Da ich nicht nähen kann, war meine Freundin Diana so nett (die kann sowas nämlich!) und hat aus einem Stück Fleecestoff einen Poncho genäht. „Geht doch ganz einfach, einmal zusammennähen und oben einen Tunnel für den Gummizug – fertig“, sagt sie. Ja, da hat sie leicht reden. Schließlich ist ja alles, was man kann, ganz leicht. Und mein Glück, dass sie es kann, denn jetzt habe ich einen dunkelblauen Poncho, unter dem ich mich umziehen kann. Und der – das ist fast noch besser – den Wind etwas abhält. Bei dem Ostwind, der kaum merklich ist (der See hatte ja nicht mal Mini-Wellen), ist das ganz fein.

Als ich angezogen bin, trinke ich noch etwas heißen Tee aus meiner Thermosflasche. Denn jetzt ist es wieder soweit, dass ich den Tee brauche. Vor zwei Wochen noch war es richtig warm, da brauchte ich das nicht. Jetzt bin ich froh drum! (Hier gibt’s übrigens meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen.)

Und zum Abschluss mache ich noch ein Foto vom Thermometer. Und siehe da: Im Uferbereich ist das Wasser kälter als ein paar Schritte weiter, wo ich geschwommen bin. Es zappelt zwischen 8,1 und 8,4 Grad hin und her. Unterwegs (im bauchnabeltiefen Wasser) waren es 8,8 Grad. Ich hatte letzte Woche schon das Gefühl, dass das Thermometer unterwegs mehr angezeigt hat als dann beim Foto. Spannend!

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden...

Das Thermometer kann sich nicht recht entscheiden …

Beim Heimradln merke ich diesen fiesen Ostwind umso deutlicher. Denn meine Radlstrecke geht fast nur ostwärts – und dann kommt zum Fahrtwind auch noch dieser kalte, kaum merkliche Wind. Echt fies!

Dennoch war das „Eisschwimmen“ – oder Herbstschwimmen – heute eine gute Idee. Ich war nämlich etwas angespannt, genervt oder wie man das auch bezeichnen möchte. Und das Schwimmen samt der Bewegung an der frischen Luft haben meine Laune deutlich verbessert. Und ich hätte beinahe noch gekniffen …


Einstellig!

Der November macht heuer seinem Ruf alle Ehre. Er ist oft neblig-grau-feucht. Heute zum Glück nur neblig und grau, ohne Feucht. Das muss natürlich genutzt werden, deshalb auf zum See!

Beim Radln fällt mir mal wieder auf, wie schön die Bäume bzw. deren gelbes, rotes und oranges Laub im Novembergrau leuchtet. Ganz so, als wollte sich die Natur so für das Grau entschuldigen. Und diese schöne Ruhe, die über dem Land liegt. So auch am See. Keiner da, außer den Enten. Herrlich!

Novembergrau und herrliche Ruhe


Fix bin ich umgezogen und gehe ins Wasser. Ich habe schon damit gerechnet, dass es kälter ist als am Sonntag bei meinem letzten Besuch. Schließlich hat es geregnet, am Alpenrand fiel sogar Schnee und die Nächte waren kalt. Als ich mit den Füßen im Wasser stehe, fühlt es sich war kalt an, aber nicht so kalt wie erwartet oder befürchtet. Ich schwimme los. Und weil ich allein bin und auf Nummer Sicher gehen möchte, bleibe ich im Uferbereich.

Dass das eine gute Entscheidung war, merke ich nach der ersten Schock-Minute. Es ist kalt. Hui! Also doch kalt. Ich denke mir: einmal hin und einmal zurück, das reicht dann. Und dann fällt mir ein, dass es ja die „magischen zwei Minuten“ gibt, also beschließe ich, viermal hin- und her zu schwimmen. Ich kann auch meine Atemwölkchen über dem spiegelglatten Wasser beobachten. Ach, wie schön. Und doch gar nicht so kalt im Wasser. Also, warm ist es natürlich nicht, aber mein Körper hat sich jetzt daran gewöhnt, es kribbelt heiß am Rücken und meine Schwimmbewegungen werden ruhiger. Ach, zwei Mal geht noch! Ach, was! Ich mache die zehn „Bahnen“ voll. Mit „krummen“ Zahlen hab ich’s nicht so. Google Maps verrät mir daheim, dass die Entfernung etwa 18 Meter einfach sind. Also bin ich 180 Meter geschwommen.

Dann geht’s raus. Und da ist es kalt. Denn das vergisst man (also in dem Fall ich) bei dem schönen Wetter der letzten Male gern, dass es draußen dann kalt ist. 

Abendstimmung um 16 Uhr am Freitag…


… fast spätsommerlich und warm am Samstag Mittag


Also fix umziehen, zum Glück ist keiner da, der stört oder mich mit Fragen löchert. Puh. Und dann ist mir kalt. Richtig kalt. Kein Wärmezittern, aber kkkkaaaaallllttt! Eisige Zehen, eisige Finger. Ein Schluck heißer Tee aus der Thermoskanne. Aber dann will ich nur noch eins: heim, heim, heim – wo’s warm ist. Weil auch das habe ich erfolgreich verdrängt: Ich muss noch 45 Minuten auf dem Radl ausharren. Mit kalten Füßen und vor allem mit kalten Händen. Die nicht warm werden, weil sie den Lenker festhalten. Im Gegenteil, sie werden noch kälter und steifer. Ohmann. War das letztes Jahr auch so schlimm? Oder ist es nur jetzt, auf dem Radl, so schlimm?

Scheint so, denn jetzt, daheim am Computer, nach einer warmen Dusche und einer großen Tasse Tee, habe ich das „Schlimme“ schon fast wieder vergessen.

Ich erinnere mich an die Ruhe im See, die spiegelglatte Oberfläche, meine Atemwölkchen. Ich erinnere mich daran, wie sich mein Körper ans kalte Wasser gewöhnt hat und ich ruhiger schwimme. Wie mich der Ehrgeiz wieder packt, dass ich doch noch mal und nochmal hin- und herschwimme. Das war bis jetzt nämlich nicht so. Ich bin geschwommen und wieder rausgegangen. Weil man ja auch länger hätte schwimmen können. Aber nicht müssen. Weil es relativ „uninteressant“ war. Aber jetzt, wo’s wieder „ernst“ wird, da packt mich der Ehrgeiz. Vielleicht muss ich auch endlich die Batterie in meiner Uhr wechseln lassen, damit ich wieder sehe, wie lange ich im Wasser war. Heute kann ich es nur schätzen. Ach ja, das Wasser hatte zwischen 9,8 und 10,0 Grad – das Thermometer konnte sich beim Schwimmen nicht recht entscheiden!

Das Thermometer schwankte zwischen 9,8 und 10,0 Grad


Wasser und Luft gleichauf

Nach der Wärmeperiode kam der Sturm und damit kühlere Luft. Die hat auch das Wasser in den Seen auch abgekühlt. Für Eisschwimmer sind das gute Nachrichten, vor allem, wenn es dann auch windstill ist.

Spiegelung am Langwieder See


So bin ich gestern also bester Dinge zum Langwieder See geradelt. Es war ja Feiertag und das musste genutzt werden. Allerdings war es kälter als gedacht, so dass ich beim Radln kalte Füße bekommen habe und auch obenrum war ich nicht warm genug angezogen. Aber egal, im Wasser wird es auch kühl sein (und zum Heimradeln habe ich immer trockene Sachen dabei).

Am See war es dann herrlich. Ruhig – keine Spaziergänger, keine Wellen. Perfekt. Ich ziehe mich um und gehe rein. War gar nicht so kalt wie gedacht. Ich schwimme los, das Thermometer muss sich noch an die Temperatur gewöhnen und zeigt irgendwann 11,8 Grad an. Ich schwimme etwas hinaus und eine Runde und dann gibt’s ein schönes heißes Kribbeln am Rücken. Toll!

Endlich kühler…


Als ich wieder Richtung Ufer schwimme, fetzt ein Hund ins Wasser. Und hört leider nicht, als ihn seine Herrchen zurückrufen. Die machen auch keine Anstalten, den Hund zurückzuholen, rufen stattdessen noch zwei, dreimal. Zum Glück bleibt mir der Hund fern. Ich mag nämlich keine Hunde und beim Schwimmen schon gar nicht und beim Schwimmen im kalten Wasser am allerwenigsten.

Als ich an Land komme, sind meine Füße dann endgültig kalt. Richtig kalt. Sie sind aber die einzigen, die eisig sind. Der Rest meines Körpers ist relativ normal. Ich wollte noch eine Runde spazierengehen, bevor ich heimradl. Aber mit den taubkalten Füßen hat sich das so überhaupt nicht gut angefühlt und mir war insgesamt nicht gut. Ich weiß nicht, was das war. Als die Sonne dann doch ein bisschen durch die Wolken kam, habe ich mich auf eine Bank gesetzt und bin danach heimgeradelt.

Wasser und Luft waren übrigens ungefähr gleich warm: 11,8 und 11,9 Grad. Schöner war’s im Wasser, weil es am Rücken sooooo schön heißgekribbelt hat.

An Land ist es genauso warm wie im Wasser


Heute war ich dann – schon wieder Feiertag – mit meiner Eisschwimmfreundin Bine am Waldschwaigsee. Der ist noch ein Stückerl weiter entfernt als der Langwieder See, aber zu zweit kann man das schon mal machen.

Wir haben uns an der verwaisten Wasserwachthütte auf der Bank eingerichtet, die Stimmung ist novemberlich-neblig-schön. Kein Wind, keine Wellen, kaum Spaziergänger. Sehr schön. 

Fast schon finnisch: Spiegelung am Waldschwaigsee


Wir gehen neben dem Steg ins Wasser – hui, schon frisch! Und beschließen, um den Steg herumzuschwimmen. Das ist machbar und ein Ziel ist immer gut. Und nach der anfänglichen Schock-Kälte geht’s ganz gut. 

Das Thermometer zeigt am Steg 11,0 Grad, unterwegs waren es 11,1 Grad


Ich schwimme noch ein Stück zu der Insel, aber dann merke ich, dass die „Muskeln zumachen“, wie man so sagt. Der See ist etwas kälter als der Langwieder, das Thermometer zeigt unterwegs 11,1 Grad (das heutige Datum: 1.11.!) und ich merke, dass es in den Armen und Beinen etwas zieht. Das war lange nicht! Es wird also wieder ernst in Sachen Winterschwimmen! 

Heute sogar mit Steg


Wir beenden unsere Schwimmrunde, sammeln noch kurz Bewunderung von einem netten älteren Spaziergängerpärchen ein und dann packen wir unsere Siebensachen und radln heim. Daheim angekommen schaut auch die Sonne durch die Wolken – Scherzkeks! 😉


Goldener Tegernsee

Wer kann da widerstehen? Blauer Himmel, Sonnenschein, gelb-orange leuchtende Bäume und in der Mitte ein See – der Tegernsee.

Herbstfarben am Tegernsee

Gelb-blau ist Bayern zur Zeit…


 

Ich musste da natürlich schwimmen. Und es war natürlich herrlich. Eigentlich gar nichts Neues. Das Wasser hatte 13 Grad, es kostet mich in der Sonne ein kleines bisschen Überwindung zum Reingehen. Doch dann bin ich drin und schwimme los. Erstmal am Ufer entlang, weil ich auf Nummer sicher gehen möchte. Doch es ist so herrlich, klar und prickelig, dass ich beim Zurückschwimmen doch noch einen Schwenk mache und zum Segelschiff schwimme. Das Schiff selbst ist gar nicht mehr da, es ist schon in der Winterpause. Aber seine Boje hängt im Wasser und so schwimme ich dorthin. Von da habe ich auch einen schönen Blick über den See Richtung Norden, es ist traumhaft.

Meine Badestelle in schönster Herbststimmung

Beim Rausgehen ist mir dann sogar richtig heiß – nur ganz kurz. Aber es durchströmt mich eine Art Hitzewelle. Auf dem Steg genieße ich noch die warmen Sonnenstrahlen und das schöne Herbstambiente. So wie es aussieht, wird es die kommenden Tage noch sommerlich warm bleiben, so dass es noch einige Sonnenschwimmausflüge geben wird. Wenn auch nicht im Tegernsee …


Goldener Oktober

Der Herbst hat sich heuer etwas geziert – meistens war es kühl, grau und nass. Doch gestern hat er sich doch noch durchgerungen und einen „Goldenen Oktober“-Tag gezaubert. Mit blauem Himmel und gelben, roten und orangen Blättern an den Bäumen. Alles angestrahlt von der Sonne, die so schön schräg steht. Ein phantastisches Licht! Da musste ich natürlich zum See fahren und schwimmen.

Goldener Oktober


Beim Radeln wurde mir ganz schön warm, es hatte ja auch gut 20 Grad. Am Langwieder See hatte ich Glück: herrliche Ruhe an meinem Sonnenplatz. Nur ein paar Enten waren da, sonst niemand. Ich war gespannt, wie warm oder kalt das Wasser wohl ist. Am Samstag waren es ja 15 Grad, die sich super angefühlt hatten.

Herbststimmung am Langwieder See


Beim Reingehen erschrecke ich: Es fühlt sich eisig an. Wow. Was ist da passiert? Ein Blick aufs Thermometer zeigt: 15 Grad. Wie am Samstag. Doch am Samstag war es wolkig und kühl, die Luft hatte 14,8 Grad. Da fühlte sich das Wasser nicht nur wärmer an, es war ja tatsächlich wärmer als die Luft. Und jetzt – gleiche Wassertemperatur, aber warme Sonnenluft – und schon fühlt sich das Wasser kalt an. Und auch „härter“. Aber es wird nicht lange gefackelt, ich tauche unter und schwimme los. Noch immer fühlt es sich kalt an, es dauert ein paar Schwimmzüge, bis sich mein Körper daran gewöhnt. Und dann ist es wieder wunderschön. Ich schwimme der Sonne entgegen, auf dem Wasser kräuselt der Wind kleine Wellen. Hier und da schwimmt ein Herbstblatt. Ich bemerke das Kribbeln und Prickeln am Rücken – es ist diese Mischung aus kühlem Wasser und Sonnenschein. Das fühlt sich schon sehr besonders an. Ich wage mich auch weit hinaus, schwimme bis fast zum anderen Ufer. Das ist jetzt natürlich keine weite Strecke, aber in der herbstlichen Einsamkeit wird es wohl bald nicht mehr möglich sein, allein so weit zu schwimmen. Sicherheit geht vor, falls ich einen Krampf bekomme oder so, wäre es blöd. Doch noch kann ich das Schwimmen genießen. Und als ich umkehre, ist es sogar noch schöner, denn da habe ich die Sonne im Rücken.

An Land angekommen ist es schön warm, der leichte Wind hat sich gelegt. Ein wohliges Kribbeln macht sich bemerkbar. Das hält auch an, nachdem ich mich umgezogen habe und noch in der Sonne sitze. Ich genieße die Sonnenwärme und das Licht, während unter meiner Haut diese wohligen Schauer entlang ziehen. Das Gefühl ist echt schwer zu beschreiben. Es ist fast, als wäre da eine Art „Zwischenschicht“ unter meiner Haut. Oder auf der Haut-„innen“-Seite. Das Prickeln ist auch in der warmen Sonne deutlich zu spüren, die Lebensgeister tanzen unter der Haut. Es ist kein Kältezittern und überhaupt nicht unangenehm. Eher erfrischend, belebend.

Sonnenstrahlen und Hautprickeln


Vielleicht wollt ihr das ja mal selbst erleben? Dann einfach ausprobieren, hier habe ich meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen zusammengefasst.

 


Wieder im Langwieder See 

Nach meinem Finnland-Ausflug bin ich wieder in Bayern. Und was haben Bayern und Finnland gemeinsam? Außer meiner Liebe und einer weiß-blauen Fahne? Seen! Unsere Seen sind zwar kleiner, aber zum Schwimmen reicht es.

Klein, aber zum Schwimmen ausreichend: der Langwieder See

Heute bin ich sogar in Gesellschaft. Diana kommt mit und schwimmt auch. Es ist noch bissl windig, aber immerhin kein Sturm mehr wie am Donnerstag. Und zwischendurch kommt die Sonne raus.

Am Langwieder See ist herrlichste (finnische) Ruhe, der See gehört uns! Ich schätze ihn schon vorm Reingehen auf 15 Grad, was mein Thermometer bestätigt. Reingehen klappt prima. Vor allem, weil unter Wasser kein Wind weht!

Im Gegensatz zu den Seen in Finnland noch richtig warm mit 15 Grad!

Das Schwimmen war traumhaft! Auf einmal breitet sich ein wohliges Kribbeln auf meinem Rücken aus, unterm Schwimmen. Es ist total schön und ich kann prima schwimmen! Die Wellen sind kaum spürbar, ich würde am liebsten ewig schwimmen! Doch die Vernunft mahnt zur Umkehr.

Ich mag nicht an Land!

An Land weht der Wind doch merklich, ich würde am liebsten im See bleiben. Aber hilft nix. Raus und umziehen. Ich spüre das Kribbeln unter der Haut und genieße es. Allerdings nicht zu lang, denn der Wind kühlt mich aus.

Die Luft ist kälter als das Wasser!

Deshalb packen Diana und ich unsere sieben Sachen und radeln heim. Schön war’s! Jetzt fängt die beste Zeit erst an!

Und für alle, die es auch gern ausprobieren wollen: Jetzt ist die beste Zeit. Die meisten Seen sind noch nicht wirklich kalt, so dass man sich langsam an die Kälte gewöhnen kann. Ich habe hier mal meine persönlichen Tipps zum Winterschwimmen zusammengestellt.


Uiminen suomen järvessä – Schwimmen in finnischen Seen

Ich war dieses Mal ziemlich lange in Finnland, da konnte ich natürlich auch viel schwimmen. Und weil es dort schon sehr herbstlich ist, war es fast schon Eisschwimmen. Jedenfalls war das Wasser ziemlich kühl. In der Ostsee war ich „nur“ im Meerwasserpool im Allas Sea Pool. Aber in Mittelfinnland war ich in drei Seen schwimmen. Mein erstes Mal schwimmen in einem finnischen See. Und da ist ja die Auswahl ziemlich groß: In Finnland gibt’s 187.888 Seen – gezählt wird erst ab einer Größe wie dem Bodensee. Es sind also wohl noch mehr Seen im „Land der 1000 Seen“. Und in dreien durfte ich schwimmen.

Endlich komme ich dem See näher!


Der erste See war in Jyväskylä. Am Donnerstag war leider keine Zeit zum Schwimmen, nur bissl schauen. Unser kleines, feines Hotel „Yöpuu“ lag auch etwas zu weit weg vom See, so dass ich es nicht mal kurz dazwischen quetschen konnte.

Es war eine organisierte Reise, aber am Freitag war etwas Zeit zwischen den Terminen, die ich zum Schwimmen nutzen wollte. Das Hotel „Paviljonki“ war direkt am See, die Dame von der Rezeption sagte mir, wo eine gute Badestelle ist und hat mir ein hoteleigenes Fahrrad ausgeliehen. In Jyväskylä gibt’s sogar zwei Seen: den Päijenne (zweitgrößter See Finnlands, zieht sich bis Lahti) und den Jyväsjärvi. Im Jyväsjärvi war ich beim Schwimmen. Ich komme an der Badestelle an, es ist ein kleiner Strand, der im Sommer wohl gut genutzt ist.

Im Herbst gehört mir der ganze Strand!


Es gibt eine hölzerne Umkleidekabine, die ich ganz für mich allein habe. So viel Luxus! Ich kann alles aufhängen.

Luxus: ich kann alles aufhängen

Meine kleine Luxuskabine …


Und dann geht’s ein paar Meterchen über die Wiese zum Sandstrand. Dort gehe ich ins Wasser. Es ist klar und frisch – und rötlich. Meine Füße und das Thermometer wirken „eingefärbt“. Ich gehe zügig rein, tauche unter und schwimme los.
Weil ich den See nicht kenne und es schon ganz schön frisch ist mit 12,5 Grad bleibe ich mal lieber in Ufernähe. Ich schwimme ein, zwei, drei Mal hin und her. Dann muss es genug sein.

12,5 Grad und leicht rötliches Wasser


Es ist ein grauer Nebelherbsttag, an Land ist es sogar kälter als im Wasser. Und der nächste Termin ruft. Aber ausprobiert haben wollte ich es dann doch – auch wenn ich Zeitdruck nicht mag. Nach dem Schwimmen stellt sich ein angenehmes Kribbeln ein, das mir kalt und warm durch den Körper jagt.

Idylle pur in Hankasalmi! Glasklares, spiegelglattes Wasser – in Trinkwasserqualität!


Am Tag danach habe ich erneut die Möglichkeit zum See-Schwimmen. Unser Trip führt uns nach Hankasalmi. Den dunkelsten Ort in Finnland. Weil es dort, ebenfalls in Mittelfinnland, wenig künstliches Licht gibt, ist es sogar möglich, Polarlichter zu sehen. Naja. Möglich. Theoretisch. Aber es ist bewölkt und abends regnet es sogar leicht. Tagsüber ist es neblig-nieselig grau, aber das „Ferienzentrum“ Lomakeskus Revontuli liegt direkt am See, da will ich natürlich trotzdem kurz schwimmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um in den See zu kommen: Stege und Strände. Das Wasser ist unglaublich klar und hat sogar Trinkwasserqualität. Der See heißt „Iso Virmas“, also Großer Virmas. Still und spiegelglatt liegt er da vor mir. Übrigens waren bisher alle Seen, die ich gesehen habe (vom Bus aus z.B). sehr ruhig, keine Wellen, dafür schönste Spiegelungen.

Die Wasserpflanzen sind gut zu sehen …


Trotz mehrfacher Versuche will sich keiner aus meiner Gruppe mit mir ins Wasser wagen. Aber immerhin findet sich einer, der fotografiert. Sozusagen als Beweis. Das Wasser hier ist kälter: 10.8 Grad. Und es gibt wahnsinnig viele Wasserpflanzen. Ich muss also eine Stelle ohne Pflanzen finden. Erstens weil ich das unangenehm finde, wenn die mich kitzeln, andererseits weil es ziemlich viele sind, so dass ich tatsächlich Angst hätte, dass ich mich verheddere.

Bisher das kälteste Wasser: 10,8 Grad


Neben dem Steg ist es aber gut und ich gehe rein. Puh! Das ist echt kühl! Und das Wasser ist ziemlich lang ziemlich flach, so dass ich ganz schön weit gehen muss, bis es tief genug zum Schwimmen wird. Und dann tauche ich unter und schwimme. Puh. Echt kalt. Aber dann geht’s ganz gut. Ich schwimme zurück, halte Jan (dem Fotograf) das Thermometer hin, damit er es ablichten kann.

Schwimmen ist schön!


Dann wollte ich eigentlich aufhören und raus. Aber ich merke, dass es doch ganz schön war, deshalb schwimme ich nochmal los. Jetzt geht’s recht gut. Zweimal neben dem Steg hin und her, dann ist mir doch kalt und ich gehe raus.

Beim Abendessen bin ich der Held, alles wollen die „Beweisfotos“ sehen. Nach dem Abendessen war dann Sauna angesagt und ich habe nochmal versucht, die Gruppe zum Schwimmen zu überreden. Aber es half nichts: Auch nach der Sauna wollte keiner in den See zum Abkühlen. Ich schon. Und es war gut, dass ich tagsüber schon war. Denn so wusste ich, was mich in der Dunkelheit erwartet. Nach der Sauna hat das kalte Wasser echt richtig gut getan!

Blick auf den riesenlangen Päijenne-See


Am vorletzten Finnland-Tag sind wir wieder Richtung Süden gefahren – nach Lahti. Allerdings auf der Straße und mit dem Bus. Man könnte auch auf dem Päijenne-See mit dem Schiff bis Lahti fahren, denn der See verbindet Jyväskylä und Lahti miteinander.

In Lahti haben wir wieder eine Unterkunft direkt am See. Herrlich! Auch, wenn es wieder neblig-grau ist. Aber immerhin ohne Niesel. Und der See ist ebenfalls spiegelglatt. Es ist der „Vesijärvi“ – Wassersee. Er ist durch einen Kanal mit dem Päijenne-See verbunden.

Könnte Sommer sein (Sommer ist, was in deinem Kopf passiert) …


Auf dem Programm steht heute Kajak-Fahren mit Kirsi.

Lotta und ich im Zweier-Kajak in der finnischen Idylle


Ich teile mir ein Zweierkajak mit Lotta, die schöne Bilder macht. Wir schippern in der Gruppe eine gute Stunde auf dem See herum. Es ist wunderschön.

Für weitere Strecken nutze ich das Kajak … *g


Wir kommen an einer Inselgruppe vorbei und fahren in eine Bucht. Es ist so, wie ich mir Finnland vorgestellt habe. Idyllisch, ruhig. Die Bäume verlieren ihre gelben Blätter zum Teil schon, so dass wir die Mökkis (Sommerhäuschen) am Ufer sehen können. Das wäre ein Leben! Ein Mökki, direkt am See. Paddeln, schwimmen, Sauna und grillen! Naja, bis aufs Grillen machen wir das alles!

Der Vesijärvi ist wärmer als der See in Hankasalmi


Während wir paddeln, messe ich mit dem Thermometer die Wassertemperatur: 12 Grad. Wieder etwas wärmer. Der See ist nicht tief, verrät Kirsi: im Schnitt 6 Meter. Das ist nicht viel. Beim Paddeln sehen wir auch zahlreiche Wasserpflanzen. Zum einen, weil sie bis zur Oberfläche wachsen, zum anderen, weil auch hier das Wasser sehr klar ist.

Auf dem Bild sieht es dunkler und grauer aus als es in Wahrheit war …


Nach dem Paddeln nutze ich gleich noch die Gelegenheit zum Schwimmen. Mitkommen will wieder keiner, aber Estelle macht immerhin Fotos. Ich merke direkt, dass der See wärmer ist als der vom Tag zuvor. Oder mir ist einfach wärmer, weil wir uns beim Paddeln sportlich betätigt haben und ich aufgewärmt bin. Beim Reingehen schlagen mir Wellen entgegen. Irgendwo auf dem See ist ein Motorboot gefahren, und jetzt gelangen die Wellen ans Ufer. Ich weiß nicht, ob der See mich freudig begrüßt oder ob er mich eher vom Schwimmen abhalten will. Als die Wellen verebben, gehe ich rein. Und schwimme ein gutes Stück. Es ist herrlich! Gar nicht kalt, sondern richtig schön.

Schön war es im Vesijärvi!


Als ich rausgehe, will mir Estelle gleich das Handtuch reichen, aber ich brauche es erstmal nicht. Denn mir ist nicht kalt. Ich merke zwar, wie das Kribbeln durch den Körper wabert, aber ich friere nicht. Ich genieße. Die Warm-Kalt-Wellen durchströmen mich, ich muss lächeln. Das war soooo schön!

Kiesstrand und Herbstlaub, das beim Rausgehen raschelt!


Dann ist direkt im Anschluss Sauna angesagt. Herrlich! Und zum Abkühlen gehe ich  – wieder als Einzige – in den See. Langsam legt sich die Dämmerung über den Vesijärvi, es ist herrlich friedlich. Beim letzten Schwumm sage ich leise „Pfiati“ und bin etwas traurig.

Der Abschied fällt schwer …


Uiminen Suomessa – oder Schwimmen mit Ausblick 

Ich war mal wieder in Helsinki. Und wie ich ja letztes Jahr geschrieben habe, kann man hier ziemlich gut schwimmen. Ich war sehr gespannt auf die neue Attraktion „Allas Seapool“, direkt im Hafen von Helsinki. Das hab ich letztes Jahr noch als Baustelle gesehen. 


Aber jetzt ist es offen und ich musste da natürlich hin. Es ist ein Schwimmbad mit Sauna – oder anders rum. Jedenfalls sind die drei Becken direkt in der Ostsee. Sie schwimmen quasi auf einem Steg. 

Direkt im Hafen von Helsinki liegt der Allas Seapool

Schwimmbecken, Kinderbecken und Meerwasserpool

 

Wenn gerade ein Schiff in den Hafen  fährt, kann man gaaaanz leicht die Wellen spüren. Es gibt drei Becken: eins für Kinder (Lasten-Allas), eins mit Meerwasser (Merivesi) und eins zum Schwimmen. Allerdings nur 25 Meter lang. Tiina von Allas Seapool erklärt mir, dass ein 50-Meter-Becken zwar Platz gehabt hätte, aber zu schwer wäre. Der Pool ist auch nur 1,60 Meter tief. 

Es sind zwei Bahnen abgetrennt: Matka (Distance) und Nopea (Fast). Was genau der Unterschied sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Nachdem auf beiden Bahnen je zwei Schwimmer sind, entscheide ich mich für die Matka-Bahn. Wir drei haben in etwa dasselbe Tempo, so dass es trotz der kurzen Bahn gut läuft. 

Der 25-Meter-Pool für Schwimmer, Aquajogger und Planscher…


Ungewohnt für mich, die nur auf der Langbahn unterwegs ist, dass ich so viel wenden muss. Aber ich bin im Urlaub und da ist eh alles anders. 

Es ist Montag Nachmittag, die Sonne über Helsinki scheint, das Wasser ist angenehm warm und griffig. Und das schönste ist, dass ich beim Schwimmen immer mal wieder den Dom von Helsinki sehe. Schwimmen mit Ausblick! Grandios! Vor allem beim Rückenschwimmen!

Vom Allas Seapool sieht man direkt auf den Dom und den Marktplatz von Helsinki!


Nach zwei Kilometern oder unfassbaren 80 Bahnen habe ich dermaßen Hunger, dass ich die Schwimmeinheit beende. Schließlich ist auch noch Sauna und der Meerwasserpool (sieht fast finnisch aus, das Wort!) wartet. 

Dort ist das Ostsee-Wasser drin. Es wird lediglich gereinigt, aber es wird nicht aufgewärmt. Es ist vielleicht ein oder zwei Grad wärmer als im Freien, aber das Thermometer zeigt 13 Grad. Juhuuuu!

Das Thermometer zeigt 13 Grad…


Aber dazu mehr in einem Eintrag zur Sauna


Herbstschwimmen 

Der Herbst ist heuer nicht so schön wie letztes Jahr. Es ist kühl und regnerisch. Da war meine Lust auf See-Schwimmen nicht gerade groß. 

Heute war es trocken und deshalb habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin zum Langwieder See geradelt. Die ersten Bäume werden schon gelb, der Efeu auf dem Weg ist leuchtend rot. Sehr schön!

Herbstfarben


Und als ich am See ankomme, schaut sogar die Sonne raus. Erst nur ganz zögerlich. Ich richte meine Schwimmsachen her und gehe zum Wasser. Der See liegt spiegelglatt vor mir. Ich bin allein und gehe rein. Das Wasser fühlt sich nicht kalt an. Im Gegenteil!

Alles meins! Und herrlich glattes Wasser…


Also bin ich fix drin und schwimme los. Der ganze See gehört mir. Ein paar Enten ziehen ihre Runden. Und ich schwimme. Es ist warm. Die Sonne scheint jetzt auf mich, ich spüre ihre Wärme. Und ich genieße das Schwimmen. Bis zum anderen Ufer, da, wo die Wasserwacht ihre Hütte hat. Aber da die Badesaison rum ist, ist keiner da. 

Ich schwimme zurück. Die Sonne scheint mir jetzt auf den Rücken. Der See ist noch immer spiegelglatt, nur ich mache kleine Wellen. 

Nach etwa 15 oder 20 Minuten bin ich zurück am Ufer. Auch beim Rausgehen ist es nicht kalt. Obwohl es eigentlich gar nicht warm ist. Also keiner dieser schönen Herbsttage. Zum Glück, so sind weniger Spaziergänger und Hunde da. 

Ich schaue aufs Thermometer. Das Wasser hatte 17 Grad. Die Luft wohl auch, mit der Sonne, die jetzt zwischen den Wolken immer wieder scheint. 

Im flachen Uferwasser war es bissl wärmer als unterwegs. Da waren es 17 Grad.


Ich friere nicht, dazu ist es zu warm. Aber eine Art wohliges Kribbeln gibt’s schon. 

Jedenfalls war es die richtige Entscheidung, heute zum Schwimmen zu fahren. Denn es war wunderschön und ich habe jetzt auch wieder richtig Lust auf weitere Schwimmausflüge. Und natürlich aufs kalte Wasser…

Auf dem Bild sieht man das nicht so, aber im Hintergrund werden die ersten Bäume gelb…