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Schwimmfreu(n)de

Seit die Freibäder wieder geöffnet haben, bin ich wieder besser gelaunt. Nicht jeden Tag, aber meine Grundfröhlichkeit ist zurück. Ich genieße es, in Ruhe meine Bahnen zu ziehen, in den Flow zu kommen. Am liebsten ganz allein, eine Bahn nur für mich. Aber es gibt etwas, das fast noch besser ist: mit Freunden zu schwimmen. Über die Jahre habe ich viele Mit-Schwimmer kennengelernt, manche nur mit Vornamen im Wasser (manchmal nicht mal das), andere mit Nachnamen und Telefonnummer. Sie sind zu richtigen Freunden geworden, die ich auch außerhalb des Schwimmbads treffe. Das ist sehr wertvoll.

Viel Platz für meine Schwimmfreunde und mich!
Viel Platz für meine Schwimmfreunde und mich!

Wenn es sich ergibt, dass wir dann miteinander schwimmen, ist es umso schöner. Dazu muss ich sagen, dass alle meine Schwimmfreunde besser schwimmen als ich. Bessere Technik, höheres Tempo. Aber das scheint keine Rolle zu spielen. Wir genießen es, unserem Hobby nachzugehen. Das Wasser zu spüren, zu gleiten, uns anzustrengen und uns dabei gut zu fühlen.

„Dank“ Corona sind einige meiner Freunde im Homeoffice und so schaffen wir es ziemlich regelmäßig, dass wir gleichzeitig im Bad sind. Mit meinen „Telefonnummer-Freunden“ kann ich mich natürlich dazu verabreden, aber es gibt eben auch den ein oder anderen, den man dann nur im Becken trifft. Gleiche Zeit, gleicher Ort. Und das ist richtig schön! Manchmal schwimmen wir fast die ganze Einheit gemeinsam, manchmal sehen wir uns nur zur „Übergabe“, je nach Zeitplan. Aber es ist immer schön! Ich freue mich direkt darauf. Auch, wenn ich die Bahn dann nicht für mich habe. Aber mit Freunden ist es ja fast dasselbe. Und wenn dann bei Sonne noch bisschen Zeit für einen Ratsch in der Sonne ist, ist es fast wie Urlaub. Oder wie als Kind, als man sich einfach so, ohne groß was abzumachen, im Freibad (oder in meinem Fall im Strandbad am See) getroffen hat. Man wusste einfach, dass die anderen da sind. Dass es sowas noch gibt, macht mich fröhlich. Da teile ich „meine“ Bahn doch gern!


Das Glück ist flüssig und türkis

Endlich heimkommen. Kennt ihr das Gefühl? Oder frisch verliebt zu sein? Oder sich wieder in jemanden zu verlieben? Ja, so ungefähr fühlt es sich an, wieder zu schwimmen. Zu dick aufgetragen? Ich glaube nicht. Zumindest nicht für uns Chlorhühner, Wasserratten, Schwimmjunkies, Wasserfrösche oder wie immer ihr euch auch nennt… Ich habe euch genau gesehen. Dieses fast schon debile Grinsen im Gesicht. Und auch diese Ehrfurcht vor dem Wasser: Kann ich es überhaupt noch? Denn wer von uns Wasserjunkies war schon mal ein Vierteljahr, drei Monate, 13 Wochen, nicht im Wasser? Keiner. Und warum nicht? Ja, blöde Frage.

Die Wolken konnten die Schwimmer nicht abhalten, endlich ins Bad zu kommen.

Und jetzt dürfen wir wieder. Als ich gestern noch kurz in der Sonne im Dantebad saß, hat es ein kleines Mädchen auf den Punkt gebracht: „Ich hab fast vergessen, wie schön schwimmen ist.“ Ich musste grinsen und dachte: Wie recht du hast!

Auf den Stufen im Stadionbereich setzt man auf Eigenverantwortung.

Oder der Typ, der mit uns auf der Bahn geschwommen ist. Schnell war der. Und gut. Der hat doch keine so lange Pause gemacht, der war doch heimlich im See! Oder im Ausland. Oder… naja. Es ergibt sich ein kurzer Schwatz am Beckenrand (mit Abstand, natürlich). Dabei grinst der Typ sosehr, dass sich seine Mundwinkel gefühlt dreimal um die Ohren wickeln. Und sagt, dass er paar Mal im See war (ich WUSSTE es!), Krafttraining an Land gemacht hat und dass auch viel Willen dahinter steckt. Und dass es gut läuft (das haben wir anderen neidisch zur Kenntnis genommen.). Ich muss auch grinsen, weil ich ihn so gut verstehen kann und mich für mich und für ihn und für uns alle einfach nur freue.

Ich war von Montag bis Mittwoch in Germering schwimmen. Das Freibad ist toll, aber nicht voll. Ok, lag am Wetter. Denn am Dienstag und Mittwoch war es tatsächlich kühl und regnerisch. Aber wer ein Junkie auf Entzug ist, der radelt auch im Nieselregen eine Stunde zum Bad. Die Schwindelgefühle vom ersten Schwimmtag waren dann am Dienstag schon besser. Ich habe Ohrenstöpsel benutzt, bin mit dem Pullbuoye geschwommen, habe mich auf eine möglichst ruhige Lage konzentriert. Es war schön. Und anfangs, also am Montag, kam mir die 50-Meter-Bahn ziemlich lang vor. Krass. Wenn man das immer macht, ist es nicht weit. Aber so war es ungewohnt. Und nach den ersten 500 Metern dachte ich auch: Jetzt weiß ich, warum so viele Leute immer so beeindruckt sind, wenn man sagt, dass man 3 Kilometer schwimmt. Ist doch nix! Jaahaa… wenn man es gewöhnt ist. Aber da komme ich schon wieder hin.

Ins Sommerbecken dürfen bis zu 75 Personen. Zum Glück waren so viele nicht da …

Gestern war dann der erste Tag im Dantebad. Mein Heimatbad. Mein geliebtes Sommerbecken, in dem die eine Schwimmerbahn im Schatten ist. Trotz eher mäßigem Wetter waren einige Leute da. Ich hatte mich mit zwei Schwimmfreunden verabredet. Es lief gut. Als mich meine Freunde dann mal überholt haben, war ich echt gerührt! Das war so schön. So normal. So wie früher. Und man ist gemeinsam. Man teilt diese Leidenschaft fürs Wasser, die Freude am Schwimmen. Am Schweben. Am Dahingleiten. Es war echt sehr emotional.

Das Chlorhuhn in seiner natürlichen Umgebung.

Und vor und nach dem Schwimmen haben wir bekannte Gesichter getroffen. Wie das oft so ist, weiß man den Namen nicht, hat keine Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Aber hier im Dantebad (oder jedem anderen Bad) gab’s nur ein Thema: Wie man die Zeit verbracht hat, dass man sich freut, wieder hier zu sein. Wie das Schwimmen war. Dass der See zu kalt und einfach nicht dasselbe ist. Dass Joggen als Alternative langweilig ist. Kurz: Dass man das Schwimmen mit nichts vergleichen oder gar ersetzen kann.

Heute war ich nochmal schwimmen. Mit meiner anderen Schwimmfreundin. An einem Brückentag mit blauem Himmel, Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Und dann Corona und alles – ohje. Aber dann: Überraschung. Es ist relativ wenig los, das Schwimmen klappt sogar ganz prima, wir sind zu dritt in der Bahn. Und bei mir stellt sich der Flow ein. Ich kann es gar nicht glauben, was da im Bauch kribbelt und im Hirn wirbelt, während ich da so vor mich hinschwimme. Die Sonne scheint durch die Blätter, ich spüre deutlich den Unterschied zwischen den schattigen und sonnigen Stellen im Wasser. Ich fliege, ich schwebe – ich will gar nicht aufhören. Der Schwindel ist besiegt und dass die Arme etwas schwer sind: egal. Ich bin in meinem Element. Daheim. Umschlossen vom Wasser, durchflutet vom Glück. Ich kann es gar nicht fassen, wie toll es ist!

Wasser!!

Seit Montag habe ich auch zuhause festgestellt, dass meine Laune deutlich besser ist. Gelöster. So ganz tief drinnen. Als ob ein Knoten geplatzt wäre. Erleichtert. Weil ich wieder schwimmen kann. Weil ein großes Stück Normalität in mein Leben zurückgekommen ist. Und weil schlechtes Wetter wieder Sinn macht!

Ich sag ja: Ich kann gar nicht aufhören zu grinsen!

Fisch mit Fahrrad

Drei Wochen ohne Wasser. Drei Wochen ohne Schwimmen. Drei Wochen ohne Chlor. Drei Wochen duschen zuhause. Klingt dramatisch – ist es aber gar nicht! Ich muss zugeben, ich bin selbst erstaunt. Zum einen, weil die Dusche daheim funktioniert (ok… daran habe ich auch nicht gezweifelt), zum anderen, weil es mir eigentlich ganz gut geht damit.

Natürlich vermisse ich das Schwimmen, meine Routine, den Flow und das Treffen von Freunden und Bekannten. Aber ich habe mich erstaunlich schnell an die neue Situation gewöhnt. Das frühlingshafte Wetter hat daran sicher einen großen Anteil. Und zum Glück dürfen wir in Bayern ja (anders als in Italien zum Beispiel) raus an die frische Luft und Sport machen. Und das bietet sich ja an, wenn die Sonne scheint und kaum Wind weht. Schon in der ersten Woche habe ich das Rennrad aus dem Keller geholt und die ein oder andere Runde gedreht. Da hat es sich aber noch nach „Trotz“ angefühlt, ich wollte es mir schön reden, dass ich mal nicht in die Halle „muss“, sondern tatsächlich das Frühlingswetter nutze. Zwischendrin war’s dann wieder ziemlich kalt, mit Nachtfrost und eisigem Ostwind tagsüber. Aber jetzt ist der Frühling da und ich muss sagen, dass ich ganz zwang- und trotzlos das Rennradfahren genieße.

Ich lasse mir den Fahrtwind um die Nase wehen, ich freue mich über die wärmenden Sonnenstrahlen, ich rieche die Frühlingsluft (und kaum Abgase, weil tatsächlich weniger Verkehr ist) und freue mich an der bunten Blütenpracht. Ich rolle dahin und fühle mich fast ein bisschen wie im Urlaub. Denn die alte „Zeitrechnung“ ist größtenteils aufgehoben: Es gibt keinen heftigen Feierabendverkehr, den ich meiden will. Und wie auch im Urlaub dauert es zwei, drei Tage, bis ich mich an den anderen Tagesablauf gewöhne und es genießen kann. Einziger Unterschied: Im Urlaub will ich aus meinem Trott gerissen werden, jetzt wurde ich sozusagen staatlich verordnet aus dem Trott gerissen. Es tut mir gut. Ich kann es genießen – eine neue Form von Freiheit. Ironischerweise. Denn gerade das ist ja eingeschränkt: unsere Freiheit.

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Im Hallenbad hätte ich das nicht gesehen!

Aber wenn ich ehrlich bin, war es manchmal schon zwanghaft, das mit dem Schwimmen. Und einfach Routine, wie zur Arbeit gehen. Das macht man ja auch, ohne es zu hinterfragen. Vielleicht habe ich das auch mal gebraucht, um zu sehen, dass ich nichts verpasse, wenn ich mal nicht schwimmen gehe. Dass auch andere Sachen Spaß machen, dass Schwimmen nicht per se das „bessere Angebot“ ist.

Ok, jetzt ist es natürlich auch „unnatürlich“, denn ich kann ja gar nicht schwimmen gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es SICHER ganz leer ist, wenn ich grad mal nicht im Bad bin. (Ich weiß, dass es ganz leer ist.. hihi). Es ist schwer in Worte zu fassen. Aber ich bin froh, dass ich für mich einen Weg gefunden habe, mit der neuen und seltsamen Situation umzugehen. Sorgen mache ich mir natürlich schon, vor allem darum, wie es „nach Corona“ weitergeht. Wird es viele Arbeitslose geben? Werden liebe Menschen schwer krank werden? Was ist mit unserer Demokratie? Freiheit? Sicherheit? Reisen? Wann wird es wieder „normal“ werden? Und natürlich auch: Werden die Bäder wieder öffnen? Denn ganz ehrlich: Die Freibadsaison steht vor der Tür, ein Sommer ganz ohne Schwimmen, das ist schwer vorstellbar!

Aber wie heißt es so schön: Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen.“ Das ist von Sven Hedin, einem schwedischen Entdeckungsreisenden. Stand mal auf meinem Kalender. Und das ist doch ein gutes Motto – gerade jetzt.


Eis-Schwimmen in Dachau

Der Freibad-Sommer verabschiedet sich heuer in Etappen. Das Dante-Sommerbad ist schon geschlossen, da war am Montag der letzte Tag. Ein paar Freibäder haben noch offen und in Dachau war heute der letzte Tag. Eigentlich wäre der schon am Freitag gewesen, aber weil die Dachauer nicht nur einen Wetterbericht haben, sondern offensichtlich auch ein Herz für Schwimmer, wurde die Saison bis einschließlich Sonntag verlängert. Voll toll!

Denn: Das Freibad in Dachau ist meine Entdeckung des Sommers. Wobei es ja nicht meine Entdeckung war, sondern die einer meiner Schwimmfreundinnen. Cissi liebt dieses Freibad und so kam es, dass wir im Juni endlich mal dort hingeradelt sind.

Cissi und ich in Dachau.

Am Tag vorher im Dante hat sie schon voller Vorfreude in den höchsten Tönen von dem Freibad geschwärmt – welche Becken es gibt, wie die Schwimmerbahnen sind, was der Kiosk bietet, dass es Sonnenliegen gibt undundund … ich war also gespannt!

Und dann sind wir hingeradelt. Etwa 20 Kilometer sind das. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Es war im Juni ein ganz toller Sonntagsausflug! Denn das Bad ist wirklich schön. Klar, es gibt ein 50-Meter-Schwimmbecken mit Wasser, Leinen und zwei Schwimmerbahnen. Aber auch die Liegewiese und die Bereiche zwischen den Becken (es gibt auch ein Kinderbecken und ein Becken mit Fünfmetersprungturm) ist schön: Hier stehen Blumentröge. So sind zwischen dem schönsten Türkis des Wassers farbige Farbtupfer. Toll sieht das aus.

Es ist nur eine Kleinigkeit, diese Blumenkästen, aber es macht echt was her, es sieht gleich viel schöner aus!

Und auch die Liegewiese ist mit so kleinen Hecken, die nicht mal hüfthoch sind, etwas aufgeteilt. Und dann natürlich die Sonnenliegen (darf man damit überhaupt in den Schatten?). Da kann man sich für 2 Euro Pfand (wie beim Einkaufswagen) gleich viel bequemer hinflätzen als einfach auf den Boden. Tolle Sache!

Darf man mit den Sonnenliegen auch im Schatten Platz nehmen? Und was ist bei bewölktem Himmel? 😉

Und auch der Kiosk ist liebevoll geführt und hat schöne Angebote. Der Kaffee schmeckt sehr gut, auch die Pommes und das Mykonos-Sandwich. Cissi hat dann bei einem späteren Besuch den griechischen Frappé für sich entdeckt. Und was erfahren wir zum Ende der Saison: Die Betreiber hören auf, nächstes Jahr macht das jemand anders. Schade!

Mykonos-Sandwich zur Stärkung nach dem Schwimmen. Pommes gab’s auch, die sind unter dem Brot versteckt!

Und ja, wir waren natürlich in erster Linie zum Schwimmen da. Das Wasser ist etwas kühler als anderswo, aber bei gut 30 Grad im Schatten ist das ideal. In den meisten Fällen konnten wir gut unsere Bahnen ziehen, denn der Bademeister hat ein Auge darauf, dass in den Bahnen auch nur Sportler schwimmen.

 

Ein kleines Schild schafft Klarheit!

Das etwas kühlere Wasser habe ich dann am Donnerstag zu spüren bekommen. Da war nach ein paar Tagen Schließung zum ersten Mal wieder geöffnet, das Wetter war herrlich und deshalb bin ich alleine nach Dachau geradelt. Ich stecke meinen Fuß also testweise ins verdächtig leere Becken und muss feststellen: kalt. Wow! Naja, alte Eisschwimmerin wie ich bin, schreckt mich das nicht ab und ich tauche ein, tauche unter und schwimme los. Es ist wirklich kalt. Bbbrrrr… naja. Erstmal drangewöhnen und dann wird’s schon. Hm. Es „wird“ leider nicht. Es ist kalt. Ich war auch nicht drauf vorbereitet. Wobei ich lustigerweise beim Radln noch gedacht habe, dass das Wetter (sonnig, warm, aber im Schatten kühl) genau das Wetter ist, bei dem die Eisschwimmsaison startet. Und dann bin ich quasi unfreiwillig beim Eisschwimmen. Und weil mir so kalt ist, beschließe ich, dass es nach zwei Kilometern genügen muss. Basta! Ich fiebere dem Ende so richtig entgegen. Und muss auch wieder feststellen, dass es beim Brustschwimmen noch kälter ist als beim Kraulen. Uaaaahhh… Endlich fertig. Ich setze mich auf den Startblock in die Sonne, um mich zu wärmen.

Alles meins, alles kalt! Einsig in Dachau – sozusagen …

Dann kommt auch meine Schwimmfreundin Petra, die wohnt nämlich in Dachau und wollte es sich nicht entgehen lassen, mit ihrer Kleinen nochmal ins Freibad zu kommen. Und so haben wir dann einen netten Nachmittag, bis die beiden wieder los müssen. Ich bleibe noch in der Sonne, denn das ist richtig schön. Und dann muss ich am Abend, als ich so schön aufgewärmt bin, den fehlenden Kilometer noch „nachschwimmen“. Ich hatte gehofft, dass das Wasser jetzt wärmer ist, aber – naja – war es nicht. Aber für nur einen Kilometer ging’s!

Am Freitag war ich dann aber auf alles vorbereitet! Also wieder aufs Radl, wieder nach Dachau. Dieses Mal habe ich einen Badeanzug ausgesucht, der auf der Bauchseite doppelten Stoff hat (ist wärmer, echt!) und ich hab mein Thermometer mitgenommen, weil mich interessiert, wie warm das Wasser ist. Ich meine, ich bin am Anfang der Saison im Schyrenbad bei 21 Grad auch geschwommen und da hat’s sogar mal geschneit. Und weil ich ja jetzt wusste, dass es kalt ist, war ich mental vorbereitet und wollte meine üblichen drei Kilometer schwimmen. Gesagt – getan! Also los. Schwimmen und schwimmen. Eins, zwei, drei … es geht gut, aber es ist kalt. Dafür bin ich allein. Perfekt. Und die Sonne scheint. So dass ich mir immer denke: Wenn du fertig bist, kannst dich schön in die Sonne setzen und aufwärmen. Das kann ich mir ja nicht vorreden, wenn ich im Regen schwimme. Es läuft gut. Nur die letzten paar Bahnen, da ist es echt hart. Aber die schaffe ich jetzt auch noch. Jawoll! Und dann bin ich fertig mit Schwimmen und glücklich und kalt und freu mich auf die Sonnenliege und das in-der-Sonne-liegen. Ein Blick aufs Thermometer, das die ganze Zeit im Wasser hing, zeigt: 23 Grad. Das kann ich kaum glauben, es hat sich kälter angefühlt. Eher wie 21 Grad.

Und das Beste natürlich zum Schluss: Auf dem Heimweg vom Freibad gibt’s eine Eisdiele, die ganz tolles Eis hat. Da muss ich natürlich anhalten. Egal, wie kalt mir ist (am Donnerstag mit Gänsehaut). Egal, wie wenig Zeit ich habe (am Freitag danach noch was vor). Die Eisdiele gehört zum Besuch im Freibad in Dachau dazu!

Und heute war bei schönem Sommerwetter tatsächlich der letzte Tag. Da waren Cissi und ihr Freund Jakob auch da. Und wir drei hatten einen schönen Tag mit nicht mehr so kaltem Wasser, Sonne und natürlich mit Eis! Eis-Schwimmen also – in einer ganz neuen Bedeutung!

Auf dem Heimweg gibt’s dann oft so eine schöne Abendstimmung!

Das letzte Freibad-Eis in Dachau!

Jetzt schwimmt keiner mehr – die Saison ist rum!

Die letzten Sonnenstrahlen vor dem Ende der Freibad-Saison …


32. Mai

Heute ist der 32. Mai. Das ist kein Tippfehler… oder vielleicht ein kleiner. Man könnte nämlich auch sagen, dass es heute das 32. Mal war. Dass ich schwimmen war. Am Stück! Seit das Freibad am 1. Mai aufgemacht hat, war ich jeden Tag schwimmen. Das wollte ich mal ausprobieren. Letztes Jahr war ich fast den ganzen Mai schwimmen, es gab 3 Tage „frei“. Aber jetzt eben das Experiment.

Ihr könnt euch ja vorstellen, dass es soooo schlecht nicht sein konnte, wenn ich auch heute, laut Kalender der 1. Juni, schon wieder schwimmen war.

Angefangen hat es natürlich gut. Mit viel Vorfreude auf die Freibad-Saison. Und es war toll! Obwohl im Schyrenbad das Wasser an den ersten beiden Tagen recht frisch war. Dafür war das Wetter gut. Das sollte ja nicht so bleiben. Und so bin ich im Regen durch die ganze Stadt geradelt, um ein paar ruhige Bahnen ziehen zu können. Bis auf 2 Tage konnte ich auch meine Standardstrecke von 3.000 Metern schwimmen. Aber die „fehlenden“ 500 Meter wurden bei nächster Gelegenheit nachgeholt. Muss ja alles seine Ordnung haben!

Manchmal war’s auch echt kalt. Aber dafür war ich ungestört. Und ich kam mir recht schnell vor. Ich habe einfach (fast) die ganze Strecke durchgekrault. Zu kkkkaaaalllt zum Nachdenken oder Pause machen! Weiter immer weiter!

Dann flux über die Wiese laufen zur Dusche. Die ist zwar warm, aber der Raum nicht. Es ist eher offen, so dass es kühl ist. Und die Umkleide ist ebenfalls offen. Nur ein Dach drüber (immerhin!). So bin ich dann halb verfroren heimgeradelt und war froh, wenn ich angekommen bin.

Aber es gab auch schöne Tage. An denen ich trotzdem fast allein geschwommen bin, die Sonne hinter den Wolken hervorgelugt hat und es nicht so kalt war. Oder eine meiner Schwimmfreundinnen dabei war. Jede eine Bahn für sich… toll!

Oder ein Tag mit Sonne im Dante. Da war dann gleich ganz viel los. Aber kein Problem, ich kannte alle 4 Mitschwimmer!

Dann war der Tag mit dem Dauerregen. Da hatte ich Glück, denn als ich unterwegs war, hat es fast gar nicht geregnet. Die Isar hatte aber schon beim Hinfahren viel Hochwasser, knapp zwei Stunden später, hatte sie sich einen Weg über die Wiese gebahnt, um den Radweg auf der rechten Seite zu fluten. Das war schon spannend, wie schnell das ging!

An einem anderen Tag habe ich im Schyrenbad ein vierblättriges Kleeblatt entdeckt! Einmal kurz nach unten geschaut und da war es!

Und natürlich gab’s die Tage, an denen ich mir dachte: gut, wenn es vorbei ist und ich Pause machen kann. Und beim Schwimmen die ersten 10-20 Bahnen nicht vorbeigehen wollten. Und dann die letzten 10 auch… die zogen sich… und ich war flügellahm und eigentlich froh, dass es nur noch 2 Tage sind. Der Feiertag und der Freitag. Yeah. Ende in Sicht.

Da lief es im Wasser dann prima! Wie am Schnürchen. Als ob ich nicht die letzten 30 Tage geschwommen wäre.

Und dann eben heute. Sonne, Samstag, warm … und nichts anderes vor. Hm. Ob ich es wage? Eigentlich wäre es verschenkt, nicht schwimmen zu gehen. Vor allem, wenn nächste Woche wirklich Hochsommer ist. Dann geht nämlich nichts mehr. Dann ist Schluss mit lustig und allein in Ruhe und so… also gut. Für 2 klitzekleine Kilometerchen geh ich schwimmen.

Und dann bin ich da. Und es ist recht ruhig. Glück gehabt. Ich lass mich ins Wasser gleiten. Es ist angenehm kühl. Ich spüre das Kribbeln der Wasserblasen an meinem Bauch. Ich trage nämlich einen Bikini, weil es schönes Wetter ist. Ohmann, ist das schön. Und von wegen flügellahm, ich fühle mich gut und schnell.

Dann ist auf einmal Chaos, viele Leute, die recht unterschiedlich schwimmen. Das mag ich eh nicht und nachdem ich jetzt immer allein war, ist es noch blöder. Gut, dass ich nur 2 Kilometer machen will und das gleich erledigt ist.

Und dann? Dann löst sich das Chaos auf und ich denke… hm. Das kann ich jetzt so nicht beenden. Jetzt, wo wieder Ruhe und Ordnung ist. Da muss ich ja fast… genau! Und so war das dann auch. Und am Ende waren es dann doch 3 Kilometer. Zur Belohnung, weil es ich ja gestern mein Ziel erreicht habe.

Morgen ist jedenfalls Schwimmpause. Ganz, ganz sicher!


Eisbär ist tot

Ich glaube, das kennt (und fürchtet) jeder Schwimmer: die Badekappe reißt und man hat nur die eine in der Schwimmtasche…

Genau das ist mir diese Woche passiert. Ich habe beide Hände in der Kappe, ziehe sie vorsichtig auseinander und dann: zack! Ein Riss auf voller Länge!

Ausgerechnet die blaue Eisbären-Kappe! Ich habe ja mehrere Kappen, aber die hier war eine ganz besondere!

Und natürlich hatte ich keine Ersatzkappe dabei. Doch grade, als ich an der Kasse eine kaufen wollte, kam mir eine Bekannte entgegen. Sie kam aus der Dusche, Kappe in der Hand. Ganz unkompliziert leiht sie mir ihre und ich kann schwimmen.

Nächstes Mal habe ich sicher Ersatz in der Tasche. Und leider gibt’s die blaue Eisbären-Kappe nicht mehr. Aber dafür andere. Mal sehen, ob ich eine bestelle oder erstmal mit den gefühlt 100 anderen aus meinem Schrank schwimme …


Herbstschwimmen mit Begleitung

Heute war wieder einer dieser schönen warmen Herbsttage. Die Luft an sich war warm, die Sonne hat es noch verstärkt. Aber selbst bei Schleierwolkenschicht blieb es warm. Ein guter Tag für einen Ausflug ans und ins Wasser.

Ich bin zum Karlsfelder See geradelt. Eine schöne Strecke, kaum länger als zum Langwieder See. Und der Oktober macht sich bemerkbar, die Blätter werden langsam bunt.

Am Karlsfelder See treffe ich mich mit einer meiner Dantebadbeckenrandfreundinnen. Sie heißt auch Petra und wir teilen nicht nur die Liebe zum Wasser und Schwimmen, sondern auch die Vorliebe für bunte Badeanzüge und lustige Kappen.

Petra ist auch eine prima Triathletin und nutzt die wohl letzte Chance für ein Schwimmtraining im See. Also so richtig schwimmen mit Kopf unter Wasser. Deshalb zieht sie auch ihren Neo an, während ich ja eher dem Kältegefühl entgegenfiebere als der Schwimmstrecke.

Ins Wasser geht’s gemeinsam. Es hat etwa 14 Grad und bis zu den Oberschenkeln fühlt es sich richtig warm an. Kurz nach dem Untertauchen merke ich aber die Kälte. Ich lasse es auf mich wirken, schwimme ruhig dahin. Wir bleiben beide in Ufernähe und schwimmen ratschend dahin. Herrlich! Keiner da außer uns, das Wasser ist klar und glatt, der Himmel weiß-blau und es ist nicht kalt. Schön!

Irgendwann wird’s natürlich schon kühl und ich gehe raus. Draußen an Land ist’s toll! Die warme Herbstluft, dazu das Kribbeln auf der Haut vom Wasser… Wahnsinn! Sooo schön!

Ich ziehe mich an, Petra krault jetzt noch ein paar Runden.

Die Männer aus ihrer Trainingsgruppe schlüpfen derweil in ihre Neos und starten dann. Sie schwimmen insgesamt 20 Minuten.

Am Ende hat jeder das gemacht, was er wollte und konnte. So unterschiedlich die Aktionen waren, es hat jedem Spaß gemacht und wir hatten einen ganz tollen Mittagsausflug!

Den Radio-Beitrag dazu gibt’s am Sonntag, 14. Oktober, auf B5aktuell im „Fitnessmagazin„, um 7.35 und um 17.05 Uhr. Natürlich auch als Podcast.

Außerdem hat mich das Radln zum Karlsfelder See (wie immer mit dem Stadtfahrrad) dazu motiviert, das Rennrad mal wieder aus dem Keller zu holen …


Stockholm – Stadt im Wasser

Einige von euch haben es sicher schon bemerkt: Das Chlorhuhn hat einen Drang zum Norden. Nicht nur Finnland ist ein begehrtes Ziel, auch Schweden oder Dänemark habe ich schon besucht. Und weil mein Besuch in Stockholm letzten Sommer arg kurz war, bin ich dieses Jahr nochmal hin. Für etwas länger. Denn Stockholm ist eine Stadt im Wasser. Richtig! Nicht AM, sondern IM Wasser. Die Stadt ist auf 14 Inseln errichtet, hier treffen der Mälarensee und die Ostsee aufeinander. Wasser, Wasser, Wasser! Logo, dass das Chlorhuhn das nicht verpassen darf.

Stockholm ist eine Stadt auf 14 Inseln

Bei der Ankunft war es in Schweden fast doppelt so warm wie in Bayern. Während es daheim Nieselregen bei etwa 15 Grad gab, war in der schwedischen Hauptstadt Sommer mit Sonne und sagenhaften 28 Grad. Also war eine Erfrischung dringend nötig!

Ich war mit einer Freundin in Stockholm und sobald wir unseren Koffer in der AirBnB-Wohnung abgestellt hatten, ging’s ans Wasser. Praktischerweise war das gleich ums Hauseck, einmal über die Straße. Und dann sind wir am Ufer entlanggegangen, bis eine Badestelle kam.

Auf dem Bild sieht es trüber aus, als es war. Großstadtfeeling beim Schwimmen!

Das war jetzt kein Strand, eher so eine Art Promenade mit Leitern ins Wasser. Und da waren einige, die den Abend im kühlen Nass ausklingen ließen. Trotzdem war genügend Platz und Kathrin und ich haben unsere Rucksäcke abgestellt, uns flux umgezogen und sind dann ins Wasser. Ui… so schön warm! Und doch erfrischend. Wow! Schwimmen in Stockholm. Mehr oder weniger mitten in der Stadt!

Glückliche Wasserratten!

Bojen haben die Schwimmzone vom Schiffverkehr abgegrenzt. Hier wäre auch ein schönes Revier für Freiwasserschwimmer! Ein solcher taucht auch bald auf: Mit Neo und Boje, er will hier gleich trainieren. Aber vorher frage ich ihn ganz nett, ob er ein Foto von uns macht. Macht er, logo. Kein Problem.

Das Chlorhuhn ist auch im See in ihrem Element und happy!

Wir zwei Wasserratten sind selig. Soooo schön! Nach der ganzen Reiserei und Warterei ist der Abendschwumm die perfekte Belohnung. Wir können unser Glück gar nicht fassen. Es ist auch kein Salzwasser, in dem wir baden. Es ist Süßwasser. Wir waren in einem der „Arme“ vom Mälarensee.: am „Hornsberg Strand“.

Vor allem am nächsten Tag gibt’s nur ein Thema: Gut, dass wir gestern geschwommen sind!

23 Grad hatte das Wasser

Denn über Nacht kam ein ziemlich kalter und starker Nordwind auf, der die Temperaturen auf 17-18 Grad fallen ließ. Und weil’s so windig war, war’s auch recht ungemütlich, da stand uns nicht mehr die Laune nach schwimmen. Aber: Gut, dass wir gestern schwimmen waren!


Freibad-Start im Dantebad

Obwohl ich die Freibad-Saison bereits letzte Woche eröffnet habe und auch fleißig schwimmen war, fühlt es sich erst heute „richtig“ nach Freibad an. Warum? Weil das Dantesommerbecken wieder offen hat. Gestern auch schon, logo, dass ich da war. Aber es war wolkig, windig und kühl. Ich habe beim Schwimmen fast bissl gefroren und Rückenschwimmen konnte ich gar nicht: Mir wurde total schwindelig. Also nur vorwärts. Und allein war ich auch nicht. Wir waren zu dritt (in wechselnder Besetzung).

Heute aber war der „gefühlte“ Start in die Freibad-Saison. Es war noch immer wolkig, doch die Sonne konnte sich hin und wieder durch die Wolken kämpfen, tatkräftig unterstützt von einem ziemlich windigen Wind. Es ist erstaunlich viel los, auf der Schwimmerbahn ziehen schon drei Leute ihre Runden. Und was sehe ich? Eine meiner Schwimmbeckenbekannten. Die Frau kenne ich wirklich nur im Wasser, ich weiß nicht mal ihren Namen. Aber wir grüßen uns und ratschen auch immer mal paar Worte. Bis es soweit ist, schwimme ich.

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Alles beim Alten im Dante – deshalb auch ein altes Bild …

Während ich meine Bahnen ziehe, überlege ich wieder mal, warum ich das Dantesommerbecken so gern mag. Weil es ja eigentlich auch nur ein 50-m-Freibadbecken ist, wie auch das im Schyrenbad zum Beispiel. Und dann fällt es mir auf – zum ersten Mal, nach all den vielen Jahren: Die Bäume am Rand! Das Becken liegt am Rand des Freibadbereichs, neben den Fliesen, die ums Becken herum sind, sind auf der einen Seite gleich die Bäume, die das Dantefreibad von der Außenwelt trennen. Und wegen dieser Bäume ist es hier (die Schwimmerbahn ist an genau dem Rand) sehr grün und beschützt. Und oft schattig und manchmal schwimmt deshalb bissl Laub oder anderes Baumzeugs auf dem Wasser. Aber das macht mir nichts. Ich mag das. Gleich bei meiner zweiten Bahn konnte ich heute meinen Augen kaum trauen. Ich bin Brust geschwommen und sehe: ein Eichhörnchen. Am Beckenrand! Es war ganz nah da, hat wohl die Pfötchen gewaschen oder einen Schluck getrunken? Keine Ahnung. Ich bin zwar langsamer geschwommen, aber es ist dann doch davongehuscht, als ich ihm zu nahe kam.

Heute bin ich dann auch wieder in meinen „Schwimmrausch“ geraten. Ich war dann nämlich allein auf der Bahn, habe den Sonnenglitzerspielen auf dem Edelstahlboden zugeschaut. Die gibt’s vor allem bei halbbedecktem Himmel, wenn die Sonne nicht zu grell ist. Und dann war ich im „Tunnel“: Ich bin wie eine kleine Maschine geschwommen. Zug um Zug. Bahn um Bahn. Kalt war mir dann nicht mehr, ich war im Rausch! Herrlich! Und dann sind alle Bahnen geschwommen, ein Mann hat sich zu mir gesellt und ich verlasse das Becken.

Weil die Sonne inzwischen so schön scheint, setze ich mich noch kurz an den Beckenrand und beobachte die Szenerie. Es ist wie immer, als ob nie Winter gewesen wäre. Alle sind wieder da (obwohl noch nicht viel los ist). Der Mann, der in meiner Bahn schwimmt, nickt mir bei der Wende kurz zu. Die Frau von vorhin begrüßte mich mit „immer die Gleichen, gell?“ und ich schmunzle. Es scheint, als hätten alle nur auf diesen Tag hingefiebert, wenn sie endlich wieder ins Dantebad können. Im Wasser sehe ich noch ein paar andere, die ich vom Sehen kenne und auch am Beckenrand taucht ein bekanntes Gesicht auf.

Es ist wieder Sommer. Wieder Dantebad. Wieder die gleichen Gesichter. Bissl wie heimkommen. Schön.


Start in die Freibad-Saison

Wie unterschiedlich die Welt sein kann: die Leute, deren Gedanken und auch das Wetter.

Während es letztes Jahr einen regelrechten Kaltstart in die Freibad-Saison gab, war es heuer richtig sommerlich! 28 Grad waren vorhergesagt, das hat sogar die Stadtwerke überzeugt und deshalb hat das Schyrenbad heute schon geöffnet. Statt am 1. Mai.

Letztes Jahr war der Freibad-Start auch Ende April – aber es war kalt. Trotzdem war’s schön!

Ich habe überlegt, ob ich an so einem schönen Sommertag überhaupt ins Freibad gehen soll. Da wird es sicher voll sein. Vor allem, weil es das einzige Freibad ist, das geöffnet hat. Und Sonntag und seit Tagen schon angekündigt, dass es heute Sommer ist. Das sind die Zutaten für Chaos im Bad.

Andererseits will ich gern am ersten Tag gehen. Und so habe ich mich darauf eingestellt, dass es voll wird und schwimmen wohl eher mäßig wird.

Vorm Bad: eine Schlange von Leuten. Einige höre ich sagen: ich hätte nicht gedacht, dass es so voll wird. Und ich denke: wo lebst du denn? Denkt ihr, ihr seid die einzigen, die einen Wetterbericht hören oder zum Fenster rausschauen und die Sonne sehen? Logo zieht’s bei dem Wetter alle ins Freibad.

Naja. Dank Bäderkarte kann ich fix durchs Drehkreuz und bin drin. Liegewiese: voll. Logo. Umziehen und ab zum Becken. Auch gut besucht. Und die abgetrennten Bahnen sind jetzt weiter rechts. So dass es mit der Bahn am Rand 3 abgetrennte Bahnen gibt. In jeder schwimmen ca. 8 Leute und ziemlich ungeordnet. Ich verschaffe mir einen Überblick und entscheide mich für Bahn 2.

Ich muss mich bissl zurechtfinden, doch dann geht’s erstaunlich gut. Das Wasser kam mir etwas kühler vor, aber das macht nichts. Es ist sehr angenehm.

Und dann endlich wieder schwimmen. Also im Freien. Ohne zu warmes Wasser wie im Dante und trotzdem nicht so kalt wie im See. Und irgendwie kommt mir die Bahn im Schyrenbad nicht vor wie 50 Meter. Viel zu schnell ist die Wende da und es geht weiter. Hin und her. Vor und zurück. Herrlich. Also teilweise. Manchmal ist es schon blöd, weil ich überholen muss, nicht wirklich Platz ist (genau dann kommt Gegenverkehr) oder jemand anders überholt und ich bin der Gegenverkehr. Aber im Großen und Ganzen läuft es besser als erwartet. Und dazu Sonne!

Ich bleibe nach dem Schwimmen noch ein bisschen da. Aber da sind es mir dann doch zu viele Menschen. Außerdem gibt’s bei Freunden von mir Spargel und ich bin eingeladen. Jipppie! Essen und ich muss nicht kochen. Danach essen wir noch ein Eis. Und was hat die Eisdiele im Angebot? Seepferdchen-Eis!!! Logo, dass das in meine Waffel kommt.