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Eis-Schwimmen in Dachau

Der Freibad-Sommer verabschiedet sich heuer in Etappen. Das Dante-Sommerbad ist schon geschlossen, da war am Montag der letzte Tag. Ein paar Freibäder haben noch offen und in Dachau war heute der letzte Tag. Eigentlich wäre der schon am Freitag gewesen, aber weil die Dachauer nicht nur einen Wetterbericht haben, sondern offensichtlich auch ein Herz für Schwimmer, wurde die Saison bis einschließlich Sonntag verlängert. Voll toll!

Denn: Das Freibad in Dachau ist meine Entdeckung des Sommers. Wobei es ja nicht meine Entdeckung war, sondern die einer meiner Schwimmfreundinnen. Cissi liebt dieses Freibad und so kam es, dass wir im Juni endlich mal dort hingeradelt sind.

Cissi und ich in Dachau.

Am Tag vorher im Dante hat sie schon voller Vorfreude in den höchsten Tönen von dem Freibad geschwärmt – welche Becken es gibt, wie die Schwimmerbahnen sind, was der Kiosk bietet, dass es Sonnenliegen gibt undundund … ich war also gespannt!

Und dann sind wir hingeradelt. Etwa 20 Kilometer sind das. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Es war im Juni ein ganz toller Sonntagsausflug! Denn das Bad ist wirklich schön. Klar, es gibt ein 50-Meter-Schwimmbecken mit Wasser, Leinen und zwei Schwimmerbahnen. Aber auch die Liegewiese und die Bereiche zwischen den Becken (es gibt auch ein Kinderbecken und ein Becken mit Fünfmetersprungturm) ist schön: Hier stehen Blumentröge. So sind zwischen dem schönsten Türkis des Wassers farbige Farbtupfer. Toll sieht das aus.

Es ist nur eine Kleinigkeit, diese Blumenkästen, aber es macht echt was her, es sieht gleich viel schöner aus!

Und auch die Liegewiese ist mit so kleinen Hecken, die nicht mal hüfthoch sind, etwas aufgeteilt. Und dann natürlich die Sonnenliegen (darf man damit überhaupt in den Schatten?). Da kann man sich für 2 Euro Pfand (wie beim Einkaufswagen) gleich viel bequemer hinflätzen als einfach auf den Boden. Tolle Sache!

Darf man mit den Sonnenliegen auch im Schatten Platz nehmen? Und was ist bei bewölktem Himmel? 😉

Und auch der Kiosk ist liebevoll geführt und hat schöne Angebote. Der Kaffee schmeckt sehr gut, auch die Pommes und das Mykonos-Sandwich. Cissi hat dann bei einem späteren Besuch den griechischen Frappé für sich entdeckt. Und was erfahren wir zum Ende der Saison: Die Betreiber hören auf, nächstes Jahr macht das jemand anders. Schade!

Mykonos-Sandwich zur Stärkung nach dem Schwimmen. Pommes gab’s auch, die sind unter dem Brot versteckt!

Und ja, wir waren natürlich in erster Linie zum Schwimmen da. Das Wasser ist etwas kühler als anderswo, aber bei gut 30 Grad im Schatten ist das ideal. In den meisten Fällen konnten wir gut unsere Bahnen ziehen, denn der Bademeister hat ein Auge darauf, dass in den Bahnen auch nur Sportler schwimmen.

 

Ein kleines Schild schafft Klarheit!

Das etwas kühlere Wasser habe ich dann am Donnerstag zu spüren bekommen. Da war nach ein paar Tagen Schließung zum ersten Mal wieder geöffnet, das Wetter war herrlich und deshalb bin ich alleine nach Dachau geradelt. Ich stecke meinen Fuß also testweise ins verdächtig leere Becken und muss feststellen: kalt. Wow! Naja, alte Eisschwimmerin wie ich bin, schreckt mich das nicht ab und ich tauche ein, tauche unter und schwimme los. Es ist wirklich kalt. Bbbrrrr… naja. Erstmal drangewöhnen und dann wird’s schon. Hm. Es „wird“ leider nicht. Es ist kalt. Ich war auch nicht drauf vorbereitet. Wobei ich lustigerweise beim Radln noch gedacht habe, dass das Wetter (sonnig, warm, aber im Schatten kühl) genau das Wetter ist, bei dem die Eisschwimmsaison startet. Und dann bin ich quasi unfreiwillig beim Eisschwimmen. Und weil mir so kalt ist, beschließe ich, dass es nach zwei Kilometern genügen muss. Basta! Ich fiebere dem Ende so richtig entgegen. Und muss auch wieder feststellen, dass es beim Brustschwimmen noch kälter ist als beim Kraulen. Uaaaahhh… Endlich fertig. Ich setze mich auf den Startblock in die Sonne, um mich zu wärmen.

Alles meins, alles kalt! Einsig in Dachau – sozusagen …

Dann kommt auch meine Schwimmfreundin Petra, die wohnt nämlich in Dachau und wollte es sich nicht entgehen lassen, mit ihrer Kleinen nochmal ins Freibad zu kommen. Und so haben wir dann einen netten Nachmittag, bis die beiden wieder los müssen. Ich bleibe noch in der Sonne, denn das ist richtig schön. Und dann muss ich am Abend, als ich so schön aufgewärmt bin, den fehlenden Kilometer noch „nachschwimmen“. Ich hatte gehofft, dass das Wasser jetzt wärmer ist, aber – naja – war es nicht. Aber für nur einen Kilometer ging’s!

Am Freitag war ich dann aber auf alles vorbereitet! Also wieder aufs Radl, wieder nach Dachau. Dieses Mal habe ich einen Badeanzug ausgesucht, der auf der Bauchseite doppelten Stoff hat (ist wärmer, echt!) und ich hab mein Thermometer mitgenommen, weil mich interessiert, wie warm das Wasser ist. Ich meine, ich bin am Anfang der Saison im Schyrenbad bei 21 Grad auch geschwommen und da hat’s sogar mal geschneit. Und weil ich ja jetzt wusste, dass es kalt ist, war ich mental vorbereitet und wollte meine üblichen drei Kilometer schwimmen. Gesagt – getan! Also los. Schwimmen und schwimmen. Eins, zwei, drei … es geht gut, aber es ist kalt. Dafür bin ich allein. Perfekt. Und die Sonne scheint. So dass ich mir immer denke: Wenn du fertig bist, kannst dich schön in die Sonne setzen und aufwärmen. Das kann ich mir ja nicht vorreden, wenn ich im Regen schwimme. Es läuft gut. Nur die letzten paar Bahnen, da ist es echt hart. Aber die schaffe ich jetzt auch noch. Jawoll! Und dann bin ich fertig mit Schwimmen und glücklich und kalt und freu mich auf die Sonnenliege und das in-der-Sonne-liegen. Ein Blick aufs Thermometer, das die ganze Zeit im Wasser hing, zeigt: 23 Grad. Das kann ich kaum glauben, es hat sich kälter angefühlt. Eher wie 21 Grad.

Und das Beste natürlich zum Schluss: Auf dem Heimweg vom Freibad gibt’s eine Eisdiele, die ganz tolles Eis hat. Da muss ich natürlich anhalten. Egal, wie kalt mir ist (am Donnerstag mit Gänsehaut). Egal, wie wenig Zeit ich habe (am Freitag danach noch was vor). Die Eisdiele gehört zum Besuch im Freibad in Dachau dazu!

Und heute war bei schönem Sommerwetter tatsächlich der letzte Tag. Da waren Cissi und ihr Freund Jakob auch da. Und wir drei hatten einen schönen Tag mit nicht mehr so kaltem Wasser, Sonne und natürlich mit Eis! Eis-Schwimmen also – in einer ganz neuen Bedeutung!

Auf dem Heimweg gibt’s dann oft so eine schöne Abendstimmung!

Das letzte Freibad-Eis in Dachau!

Jetzt schwimmt keiner mehr – die Saison ist rum!

Die letzten Sonnenstrahlen vor dem Ende der Freibad-Saison …


Sauna-Päivä – nochmal!

Letztes Jahr war ich ja endlich auf dem Sauna-Päivä, Sauna-Tag, in Helsinki. Ich wollte vorletztes Jahr schon hinfahren, aber da gab’s organisatorische Probleme. Es war so schön letztes Jahr, dass ich erst überlegt habe, ob ich nochmal hinfahren soll. Erwartungen und so. Aber nachdem ich eine günstige Flugverbindung gefunden hatte, musste ich doch los. Tagelange Vorfreude und etwas Skepsis, ob es wieder so schön sein wird, haben mich begleitet.

Der Sauna-Tag ist am Samstag. Bei der ersten Sauna treffe ich Marjo, Laura und ihre Freundin Kattia. Marjo und Laura haben mich ja letztes Jahr zu den letzten beiden Saunen spontan mitgenommen. Und lustigerweise beginnen wir den neuen Sauna-Tag auch miteinander. Das war eher zufällig so. Marjo und ich haben uns bissl auf dem Laufenden gehalten und als die Sauna-Vereinigung ihre Saunen online gestellt hat, hat mir Marjo eine Nachricht geschickt und so konnte ich hier auch einen der begehrten 20 Plätze ergattern.

Auf Lauttasaari liegt das Sauna-Haus der Sauna-Vereinigung. Und hier ist auch noch Eis in der Ostsee.

Der Steg zurück zum Haus der Sauna-Vereinigung. Hier gibt’s 7 verschiedene Saunen.

Die Sauna liegt auf einer der Inseln von Helsinki, Lauttasaari, und man kommt mit der Metro hin. Und weil die Sauna auf der Insel ist, gibt’s auch ein Avanto, ein Eisloch, in der Ostsee. Darauf bin ich mindestens genauso gespannt wie auf die sieben verschiedenen Saunen, die es hier im Haus gibt. Vier Rauchsaunen und zwei mit Holz beheizte (außerdem eine elektrische, aber das ist uninteressant). Eine Rauchsauna ist so heiß und schwarz, dass ich es kaum fünf Minuten aushalten kann. Eine andere Sauna ist schon fast kalt, wir sind da nur zum „Vorglühen“ drin und ziehen dann direkt in eine wärmere Sauna um.

Saunen fotografieren ist leider schwer – aber immerhin ein kleiner Eindruck

Marjo und Laura haben den perfekten Plan für den Tag und ich finde es schön, dass wir uns wiedersehen. Und sie finden es auch schön. Und überhaupt ist es wie letztes Jahr, dass man schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch kommt. Das ist das Besondere am Sauna-Tag. Es ist nämlich ein bisschen wie ein Festival und jeder hat quasi einen Anlass, etwas zu fragen. In welcher Sauna man schon war und welche noch auf dem Plan stehen, das sind beliebte Einstiegsfragen. Und dann kommt bei mir noch hinzu, dass ich ja keine Finnin bin und dann stellt sich die Frage, was macht die Deutsche hier? Wohnt sie in Finnland? Und wie findet sie die finnische Sauna? Und wie ist es in Deutschland in der Sauna? Und ist der Gesprächsanfang erstmal gemacht, geht’s gleich viel leichter.

Dann kommt für mich um halb 11 Uhr morgens schon der Höhepunkt des Tages: das Eisloch. Die Sonne scheint, der Wind weht. Das Eisloch ruft. Ob ich mich traue? Der Weg über den Steg ist recht weit. Ich bitte Katja, ob sie Bilder machen kann. Dann muss ich ja wohl zumindest untertauchen. Ich stehe also an der Treppe, der Wind weht echt stark. Vor mir das Wasser und die Eisschollen. Tapfer steige ich die Stufen hinab, meine Füße sind im Wasser. Kalt! Aber jetzt gibt’s kein Zurück. Weiter und weiter und untertauchen. Und: gut. Aber kalt. Fürs Foto umdrehen, lächeln. Ich albere rum und setze mich auf die Eisscholle. Winke, grinse. Freu mich.

Tadaa!! Petra Queen of Eisscholle!

Dann ab ins Wasser, anderthalb Züge zurückschwimmen. Kalt. Grausam. Furchtbar. Rausrausraus! Und draußen ist der Wind. Kaltkaltkalt. Inshandtuchsofort! Ohje… zum Haus zurück. Ich leide. Ohnein – ich leide nicht. Ich grinse. Ich werde gerade von innen übermannt. Von diesem unglaublichen Gefühl, das einen überrumpelt, wenn man im Eiswasser war. Ich kann nicht mehr aufhören zu grinsen. Ohje. Die Lippen sind an den Ohren festgetackert. Ich grinse wie ein grenzdebiler, verliebter Teenager. Wow! So heftig hat’s mich noch nie erwischt. Am Haus angekommen, setze ich mich auf die windgeschützte Bank.

Alles auf Null – Luft- und Wassertemperatur sind gleich kalt/warm.

Kann man schöner ausruhen? Blick von der windgeschützen Hausbank aufs Eis der Ostsee.

Da ist auch einer der Gastgeber. Er sieht sofort, was los ist und freut sich mit mir. Er kennt das Gefühl natürlich selbst und deshalb ist die Unterhaltung dann auch ganz toll. Weil wir auf einer Ebene sprechen. Er weiß, wie ich  mich gerade fühle. Und ich muss nichts erklären. Kein „ohje, das wäre mir zu kalt“ oder „das ist nichts für mich“. Sondern „ja, ich war auch schon, das war toll!“ So mag ich das. Gleichgesinnte.

So schön …

… ein Haus am Meer! Mit Sauna und Eisloch. Perfekt!

Auch in den Saunen selbst ist gute Stimmung. In Finnland darf man in der Sauna ratschen und alle reden mit allen. Eine Gruppe Jungs ist zum Beispiel gleich im Bademantel angereist. Leider im Auto und nicht mit der Metro. Der eine hat sogar daheim schon einen Saunagang gemacht und insgesamt haben sie auch einen perfekten Plan, um heute 10 Saunen zu besuchen. Sie kommentieren sogar den „Löyly“, also den Aufguss. Das ist mir ein inneres Fest, weil ich ja schon gehört habe, dass das ein Thema ist. Wie gut der „Löyly“ ist und ob es Unterschiede gibt. Und dann reden die drei genau darüber. Neben mir. Juchää! Ich freue mich wie ein kleines Kind.

Und dann sind die anderthalb Stunden hier auch rum. Es geht zurück in die Stadt. Die Mädels begleiten mich noch und helfen mir, dass ich die nächste Sauna finde. Ich habe nämlich Glück gehabt und während wir uns wieder angezogen haben, einen Platz auf dem Schiff und der Sauna ergattert. Die „MS Gabriela“ liegt im Hafen von Helsinki und bis sie am Spätnachmittag ablegt, um nach Stockholm zu schippern, können die Besucher vom Sauna-Tag die Saunen auf dem Schiff nutzen. Und ich bin dabei!

Blick auf den Hafen von Helsinki und das Schiff mit den Saunen.

Hier entlang!

Die Saunen auf dem Schiff sind nichts Besonderes, aber mit Blick aufs Meer und chillen mit Bier im Whirlpool ist es eine schöne Erfahrung.

Die nächste Sauna ist „Kepu“ und ich wusste ehrlich gesagt nicht, was das ist. Es ist eine politische Partei in Finnland und in deren Gebäude gibt’s eine Sauna. Die wird leider nicht richtig heiß, obwohl eine Frau zu meiner Linken fleißig Aufgüsse macht. Ich drehe mich zu ihr und sehe ein Birkenblatt auf der Schulter. Sie trägt einen roten Saunahut. „Johanna?“, frage ich. Sie dreht sich zu mir und ist überrascht, mich zu sehen. Sowas! Ohne etwas auszumachen, haben wir uns hier wieder gesehen. Johanna war letztes Jahr in der Sauna von Huopalahti dabei. Mensch, ist das schön! Weil aber die Kepu-Sauna echt enttäuschend ist, verabschiede ich mich und verabrede mit Johanna, dass wir uns im GLO-Hotel treffen. Da war ich letztes Jahr zwar schon, aber es ist ein Platz frei und es gibt Freibier. Außerdem liegt es günstig auf dem Weg zwischen zwei anderen Saunen.

Ich hatte ja eigentlich nur zwei Saunen geplant bzw. einen Platz ergattert. Und dachte mir noch: Naja, man muss ja nicht den ganzen Tag machen. Aber jetzt bin ich voll im Sauna-Tag-Modus und beschließe, zum Studentenwohnheim zu fahren. Es ist ein anderes als letztes Jahr und hier braucht man keine Reservierung. Dementsprechend voll ist es hier. Obwohl es sogar zwei Saunen gibt. Es ist alles sehr unkonventionell. Jeder zieht sich irgendwo aus, stopft seine Klamotten in den Rucksack, der mit den anderen Rucksäcken und Jacken irgendwo steht. Und in den Saunen sitzen wir eng an eng. Mit oder ohne Badebekleidung. Dick, dünn, Männlein, Weiblein. Egal. Ich habe schon ein Bier getrunken, das hilft. Und es ist schön. Und obwohl schon kein Platz mehr auf den Bänken ist, kommen noch welche rein. Einer bleibt gleich neben dem Ofen stehen und fragt, ob er einen Aufguss machen soll. „Du willst doch nur, dass einer geht“, sage ich. Und er verneint mit einem breiten Grinsen, als er eine große Schöpfkelle Wasser auf die heißen Steine gießt. Und dann ist tatsächlich ein Platz frei. So geht das.

Auf der Dachterrasse liegt leider nicht genügend Schnee, um sich darin zu wälzen. Der Wind und das Schneetreiben, das zwischenzeitlich eingesetzt hat, müssen zur Abkühlung reichen. Außerdem haben die Studenten den Grill aufgestellt und angeheizt und es gibt Hotdogs. Prima Idee! Dazu noch ein Bier und dann aufwärmen in der Sauna.

Dann ist es Zeit für die GLO-Sauna. Als ich mich zu einer Frau in die Sauna setze, frägt sie mich was auf Finnisch. Ich antworte, dass ich leider nicht gut Finnisch spreche. Ihr Englisch sei nicht gut, antwortet sie und redet einfach weiter Finnisch mit mir. Und ich mit ihr. Ich bin überrascht, wie gut das noch geht. Seit dem Sommer habe ich es nicht gesprochen. Es sind einfache Sätze und Sachverhalte, aber das geht. Schön ist das. Und es macht mich ein bisschen stolz.

Außerdem habe ich hier auch Gelegenheit, länger mit Johanna zu ratschen. Auch sie freut sich, mich wieder zu sehen. Und dann kommt noch eine Frau, die ich kenne. Sie war am Vormittag auch bei der Sauna-Vereinigung. Es ist eine ganz tolle Stimmung, nur so unter uns Frauen und jede hat schon viele tolle Saunen gesehen und kann was erzählen. Und dann fragen alle, ob ich nächstes Jahr wieder komme. Und ich kann fast nicht anders, als ja zu sagen.

Meine letzte Sauna ist dann im Hotel „Katajanokka“. Das war mal das Gefängnis und ist jetzt ein teures Hotel. Beste Lage am Hafen. Hier habe ich mich mit Jaakko verabredet, der den Sauna-Tag ja ins Leben gerufen hat. Wir kennen uns von meiner ersten Sauna-Tour in Helsinki. Letztes Jahr hat ein Treffen nicht geklappt, dafür heuer. Es ist schön, bekannte Gesichter zu treffen.

Und weil diese Sauna ganz in der Nähe der Sompasauna ist, beschließe ich spontan, mit Jari zu kommen, der dort noch hinfährt. Letztes Jahr war auch die Sompasauna der Abschluss, deshalb passt das ganz gut so.

Sompasauna ist rund um die Uhr geöffnet.

Freier Eintritt und keine Regeln.

Es gibt hier zwei Saunen, alles sieht anders aus als letztes Jahr, weil im Mai die Sauna abgebrannt ist. Das passiert wohl hin und wieder, dass holzbeheizte Saunen brennen. Und es gibt hier auch ein Eisloch. Der Weg dorthin ist zum Glück nicht vereist wie letztes Jahr, dafür bläst der Wind recht stark, das Schneetreiben ist unangenehm. Trotzdem will ich ins Eiswasser. Weil es auch meine letzte Chance ist. Und trotz der widrigen Umstände ist es super.

Das „Avanto“ (Eisloch) bei der Sompasauna

Blick auf Helsinki. Bei Tag sicher unbeschreiblich schön!

Nach sieben Saunen und 13 Stunden Sauna-Tag bin ich jetzt aber müde und erschöpft. Es ist Zeit fürs Bett. Daheim in der AirBnB-Wohnung angekommen, schlafe ich wie ein Murmeltier – mit einem Grinsen im Gesicht.


Eisfreier Kick

Der Frühling – oder vielmehr ein Vorbote – hält in München gerade Einzug. Schon seit ein paar Tagen erfreut uns ein Hochdruckgebiet mit blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein und kalten Nächten mit zunehmendem Mond. Herrlich!

Nachdem mein letzter Ausflug zum Eisschwimmen ja vereist war, bin ich heute mal ohne große Erwartungen losgeradelt. Die Schwimmsachen habe ich natürlich mitgenommen, aber eher auf gut Glück. Wenn ein See erstmal zugefroren ist, bleibt er das meist auch eine Weile. Und wenn die Nächte kalt sind, reicht die Sonne tagsüber nicht immer. Also standen die Chancen 50:50.

Das Radln war schon herrlich! Es ist so warm, dass ich sogar ohne Handschuhe radln konnte. Und die Luft! Toll. Einfach nur toll. Mit jedem Kilometer, den ich näher zum See komme, frage ich mich, ob wohl zumindest ein kleines Löchlein im Eis ist. Halt groß genug, dass ich reingehen kann. Aber ob ich mich traue? Ich war ja seit Weihnachten nicht im kalten Wasser, kürzlich war mir in der Sauna sogar das Tauchbecken zu kalt. Und dann denke ich wieder: egal – einfach mal sehen.

Ich komme also an – und ich sehe ein schönes Blau – Wasser!! Kein Eis. Yeah! Ok, weiter hinten ist auf dem See schon noch eine Eisschicht, aber die ist so weit weg, dass es fast schon schade ist.

Im Hintergrund sieht man die Eisschicht, aber hier ist mehr als genug Platz zum Schwimmen. Keine Wellen, glasklares Wasser und Sonne. Voll toll!

Ich setze mich also hin und will grad loslegen – da kommt ein Pärchen mit Schäferhund. Und der darf jetzt natürlich erstmal planschen. Und planschen. Und planschen. Manno! Ich war zuerst da! Meine Badezeit! Naja. Sagen kann ich auch schlecht was, aber mich jetzt umziehen und dann ins Wasser, wenn der Hund da ist? Nein. Am Ende schwimmt der noch zu mir her… ich mag keine Hunde, im Wasser schon gar nicht, im kalten Wasser sowas von überhaupt nicht und schlechte Erfahrung hab ich damit auch gemacht. Also abwarten. Sonne genießen und innerlich „bittebittebitte geht jetzt“ bitten. Und siehe da: Es hat geholfen! Hund und Pärchen weg, Chlorhuhn allein. Umziehen. Es ist immer noch warm. Die Sonne scheint ja genau an meine Uferstelle. Toll!

Ich habe das Thermometer schon gleich bei meiner Ankunft ins Wasser gelegt, aber da ist es flach und deshalb zeigt es jetzt 6 Grad an. Naja. Kann glauben, wer will, ich nicht. Vielleicht da im handtiefen Wasser mit Sonnenschein. Ich nehme das Thermometer also mit und gehe bis zum Bauch ins Wasser. Schon kalt, aber geht. Prima! Gleich mal tief durchatmen und eintauchen. Gar nicht so kalt. Ich schwimme. Oohohh… doch kalt. Sehr kalt. Mein Puls steigt, die Atmung wird schneller. Aber ich schwimme weiter. Am Ufer, wo ich auch stehen kann. Ohje. Ist das immer so weit gewesen? Ich will wenigstens einmal hin und her. Ohje. Kaltkaltkalt. Aber gut. Es fühlt sich gut an. Ich kann das. Die Kkkkäälltte kriecht unter meine Haut. Die Schwimmzüge werden ungelenker. Gut, dass ich schon auf dem Rückweg bin (parallel zum Ufer). Gleich ist’s geschafft. Oben, wo der Weg entlang führt, sind drei Rentner stehen geblieben und schauen zu. Egal. Ich muss raus. Ich grinse. Es ist soooooo gut! Und natürlich schallt gleich die Frage her: Wie kalt? Ich sag: „Ca. 6 Grad, schön war’s!“. Es ist für die Leute eigentlich auch egal, wie kalt es ist, die können das eh nicht einschätzen. Ich könnte auch ohne Thermometer irgendwas sagen, denke ich mir schelmisch.

Sie ziehen weiter, ich schlinge mir das Handtuch um den Körper. Und stehe in der Sonne. Und genieße. Denn jetzt durchflutet es mich. Nicht kalt oder heiß. Nur die Glücksgefühle. Ich könnte jodeln, wenn ich das könnte. Mei, das ist so gut gewesen. Wie lange nicht! Ich grinse wie ein verliebter Teenager. Dann ziehe ich mich um. Klappt problemlos, die Finger haben noch Gefühl. Hätte ich doch länger aushalten können? Das frage ich mich ja öfter, wenn ich dann wieder an Land bin. Und weil es so schön sonnig ist, sitze ich da noch ein bisschen und schaue aufs Wasser. Und grinse immer noch. Vielleicht muss ich beim nächsten Mal einfach einen zweiten Badeanzug mitnehmen. Dann könnte ich nochmal reingehen und müsste nicht in den nassen Badeanzug schlüpfen … hm… mal sehen. Es war jedenfalls viel, viel besser als erwartet und so gut wie schon sehr, sehr lange nicht mehr. Ein Megakick!


Verflixt und zugeeist

Seit Weihnachten war ich nicht mehr beim Eisschwimmen. „Schuld“ daran: Das Wetter, der Schnee, schlechte Radlverhältnisse, meine Unlust und meine Lust auf stupides Bahnenziehen. Der Januar war im „Innendienst“ sehr gut, kaum „gute-Vorsätze-Schwimmer“ und so sind 61 Kilometer im Becken zusammengekommen.

Heute war es so schön sonnig in München, dass ich keine Lust auf Halle hatte und deshalb habe ich mich endlich aufgerafft, um zum Eisschwimmen zu fahren. Alles eingepackt, mich eingepackt und aufs Radl geschwungen. Von Westen her ziehen Schleierwolken auf, ich zögere, ob die Entscheidung richtig war. Ach, was! Dann warst wenigstens an der frischen Luft, mache ich mir Mut.

Als ich am Langwieder See ankomme, sehe ich schon aus der Ferne eine große weiße Fläche. Ohoh… ist der See etwa zugefroren??? Naja. Vielleicht ist am Rand ja ein Stückerl offen?

Als ich ankomme, ist es klar: Alles zu!

Der Langwieder See ist zugefroren …

… Eis, soweit das Auge reicht. Nicht mal am Rand ist Wasser.

Ich mache ein paar Fotos, meine Finger sind vom Radln schon ganz schön kalt. Dann schaue ich noch zum Nachbarsee, dem Lußsee – aber auch hier alles Eis und Weiß. Naja. Dann halt nicht.

Und auch der Lußsee ist zugefroren …

Ich radle wieder heim. Bin aber nicht enttäuscht, das Radln war schön, die Finger sind trotzdem kalt. Und letztens war mir in der Sauna sogar im Tauchbecken ganz schön kalt. Und das hat immerhin 8 oder 9 Grad.


Uiminen Helsingissä – Schwimmen in Helsinki

Viele werden denken: Was, schon wieder? Aber ja – ich war schon wieder in Helsinki. Anlass war der „Sauna-Tag“ am 10. März. Und weil ich riesiges Glück hatte und einen günstigen Flug ergattert habe, bin ich übers Wochenende nach Finnland geflogen.

Obwohl auf dem Kalender schon Frühling ist: In Helsinki ist noch Winter.

Am Freitag war ich mittags in Helsinki. Das Wetter war nieselig-grau. Ich war nicht wirklich müde, aber vom vielen Sitzen im Flieger und der S-Bahn war mir nach Bewegung. Und welche Bewegung ist schöner als schwimmen? Eben! Deshalb habe ich gleich den Rucksack umgepackt und bin zum Allas Sea Pool marschiert. Lustigerweise habe ich dafür nicht mal den Stadtplan gebraucht.

Die Brocken hier sind Eisbrocken, die weiße Fläche ist Eis. Hinter dem Zaun ist der Meerwasserpool von Allas Seapool.

Die Ostsee ist zugefroren, nur im Hafenbecken ist es keine Eisschicht, sondern es schwimmen riesige Eisbrocken, weil hier ja auch Schiffe fahren. Ich werfe einen Blick auf die Schwimmbecken im Allas und weiß, dass das eine gute Entscheidung war: Auf den abgetrennten Bahnen waren je nur zwei Leute. Und weil es ein 25-Meter-Becken ist, ist das prima. Ich bezahle also meinen Eintritt (12 Euro für den ganzen Tag) und ziehe mich um. Dann husch schnell ab ins Becken, denn draußen ist es kalt, leichter Frost.

Das beheizte 25-Meter-Becken. Die meisten Leute tummeln sich im Spaßbereich. Gut für mich!

Das Wasser ist warm, aber nicht zu warm. Ich weiß immer noch nicht, was der Unterschied zwischen „Matka/Distance“ und „Nopea/Fast“ ist, aber weil es auf der „Nopea“-Bahn gleichmäßiger ist, geselle ich mich hier zu den Damen. Es läuft prima. Ich bin ziemlich schnell im Flow und habe mich auch schnell an die Kurzbahn gewöhnt. Die eine Frau muss ich manchmal überholen, die andere überholt mich hin und wieder. Aber alles läuft sehr harmonisch. Und als auf der „Hiidas/Slow“-Bahn am Beckenrand gar niemand mehr ist, wechsle ich hierher und schwimme weiter. Bahn um Bahn. Es ist wie im Sommer, wenn ich total im „Tunnel“ bin und um mich rum kaum mehr was mitkriege. Mit „Sightseeing“ ist heute hier nicht viel geboten, es ist so grau, dass ich den Dom fast nicht sehen kann. So sehe ich von Helsinki in dieser Stunde hauptsächlich den hellblauen Beckenboden. Aber das macht nichts.

Und als ich fast fertig bin mit meiner Schwimmeinheit, sind auf einmal zwei junge Männer in meiner Bahn. Stehen da rum und blödeln. Ohmann! Können die nicht 10 Minuten später kommen? Und was machen die hier überhaupt? Im größeren Bereich des Beckens ist eigentlich genug Platz und da steht auch irgendwas von „easy swimming“, habe ich beim Reingehen gesehen. Ich beschließe, nichts zu sagen, sondern schwimme einfach weiter. Ich tu so, als wären sie gar nicht da. Sie kapieren nach zwei meiner Bahnen, dass ich da schwimme. Bleiben aber da, sind aber zumindest an den Rand ausgewichen. Ich denke mir nur: Das sind sicher keine Finnen. Die Finnen, die ich bisher kennengelernt habe, wären nicht so dreist. Zumal man im Winter in diese Randbahn nur kommt, wenn man schon durch die anderen Bahnen durchgetaucht ist. Am Beckenrand liegt Schnee, es ist glatt, deshalb ist der Bereich gesperrt.

Irgendwann bin ich dann fertig mit Schwimmen. Und dann höre ich die beiden sprechen – auf russisch. „So, habe ich’s mir doch gedacht“, denke ich etwas selbstzufrieden.

Ich verschnaufe noch ein bisschen, dann atme ich tief ein und aus. Und dann ganz tief ein, halte die Luft an und tauche. In einem kurzen Becken, das auch nur knapp 1,70 Meter tief ist, könnte das mit dem Tauchen ja klappen. Ich stoße mich also ab, gleite, mache einen kräftigen Brustschwimmzug. Und einen weiteren. Der Boden ist nur ganz knapp unter mir. Irgendwann wird die Luft knapp. „Durchhalten! Wenn’s nicht mehr geht, gehen noch 2 bis 3 Züge“, feuere ich mich selbst an. Und dann muss ich doch auftauchen. Zwei Züge vorm Ziel, dem Beckenrand. Ohmann! Ich wage nach einer weiteren Verschnaufpause noch einen Versuch – doch auch hier muss ich kurz vor knapp auftauchen. Schade! Und auch wieder nicht. So weit, 20 oder 22 Meter, bin ich schon lange nicht mehr getaucht!

Jetzt geht’s ab in die Sauna. Denn der Allas Seapool ist ja auch eine Sauna. Hier ist es schon voller als im Becken. Es sind ziemlich viele Touristen da (ich ja auch). Leider ist es deshalb etwas zu sehr wie im Hühnerstall, rein, raus – viel Unruhe. Egal. Irgendwann bin ich allein in der Sauna und mache einen Aufguss. In Finnland darf man das nämlich. Da kommt kein Bademeister, der Geschichten erzählt und mit dem Handtuch wedelt. Da darf jeder. Ich gieße einen Schöpflöffel Wasser auf die heißen Steine in der Mitte der Sauna. Ah, schön warm. Aber noch nicht genug. Ein zweiter Schöpfer. Schon besser. Mir war nämlich dann noch etwas kühl nach dem Schwimmen und dem Spaziergang zurück ins Haus (der ist nämlich recht weit). Und dann gieße ich noch einen dritten Schöpfer drauf. Hui! Jetzt ist es… äh… warm. Sehr warm.

Zwei Frauen betreten die Sauna. Finninnen, wie ich ihrem Geplauder entnehme. Die eine setzt sich tapfer hin. Die andere geht auf der kleinen Treppe gleich einen Schritt zurück. „Tossi kuuma“, sagt sie zu ihrer Freundin – „sehr heiß“. Und auch mir wird es jetzt zu heiß. Ohje! Die Decke ist relativ niedrig in der Sauna und der heiße Dampf vom Aufguss kommt jetzt runter. Ich muss auch auf die Treppe. Die Sitzbank ist nur in einer Höhe angebracht. Und dann warten wir. Und weitere Frauen kommen herein. Fragen, was los ist. Wir sagen nur, dass es zu heiß ist. Und ich entschuldige mich. Sage, dass ich einen Schöpfer zu viel auf die Steine gegeben habe. (Lustigerweise erfahre ich am nächsten Tag, dass ein guter Aufguss aus 3 Schöpfern besteht. Aber vielleicht mit weniger Wasser…). Irgendwann geht’s wieder und wir können Platz nehmen. Und irgendwann gehe ich dann doch aus der Sauna.

Da sieht man gar nicht viel vom Meerwasserpool. Nur am linken Rand und in der Ecke ist das Becken eisfrei!

Auf mich wartet nämlich der „Merivesiallas“ – der Meerwasserpool! Da ist ja das Wasser der Ostsee drin, nur gereinigt, nicht erwärmt. Und das habe ich schon gesehen – da ist Eis auf dem Wasser im Becken! Eigentlich ist das ganze Becken voller Eis, nur eine Ecke ist eisfrei. Ein Rettungsschwimmer steht dick eingepackt am Beckenrand. Ich habe ihn vorhin schon gesehen, wie er von den Besuchern ein Handy in die Hand gedrückt bekommt und die Leute im Eiswasser fotografiert. Also habe ich auch mein Handy in den Bademantel gesteckt und frage ihn, ob er hier für die Fotos zuständig ist. „Nein“, sagt er, „ich bin der Rettungsschwimmer.“ Ich entgegne lächelnd, dass mir das schon klar ist, aber dass ich eben gesehen habe, dass er viel fotografiert und ob er eben so freundlich wäre, auch von mir ein Bild zu machen. „Klar“, sagt er. Und dass es zum Glück den ganzen Winter bisher keine Unfälle gab.

Ich ziehe meinen Bademantel aus und hänge ihn an die Garderobe, die bereit steht. Auch die Flip-Flops ziehe ich aus. Mittlerweile hat es zu schneien angefangen und ich bin etwas aufgeregt, ob ich es schaffe, in das Eiswasser, das echte Eiswasser, reinzugehen. Über eine Leiter geht’s in den Pool. Als meine Füße das Wasser berühren, finde ich es ziemlich kalt. Aber es hilft nichts. Ich will da rein. Und dann gehe ich einfach weiter die Stufen runter und tauche unter. Oh, gar nicht schlimm! Ich schwimme zur Eiskante. Das sind vielleicht zwei Züge. Dann breche ich ein Eckerl vom Eis ab, drehe mich um und grinse in die Kamera mit meiner Trophäe. Es ist gar nicht kalt und gar nicht schlimm. Es ist total toll! Endlich bin ich im richtigen Eiswasser. Mit Eiskante, von der ich was abbreche. Die aber außer am Rand ziemlich massiv ist. Wahnsinn!

Das Chlorhuhn lacht zufrieden im Eiswasser und hält die Trophäe hoch. Ein Traum ging in Erfüllung!

Dann gehe ich raus und mir ist nicht kalt. Im Gegenteil. Ich schlüpfe zwar in meinen Bademantel, aber als eine junge Spanierin kommt, kann ich ganz locker da stehen, und mit ihr und dem Rettungsschwimmer reden. Ich ermuntere sie, auch reinzugehen. Sie ist nämlich noch unschlüssig. Und dann geht sie zur Leiter. Ich rate ihr, sich drauf einzustellen, dass es kalt ist. Dann tief durchatmen, ruhig bleiben und untertauchen. Sie tut wie befohlen und ist nach einer Sekunde wieder aufgetaucht. Und dann sage ich: „Und jetzt machst das nochmal und genießt es. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm!“ Gesagt, getan – und länger drin geblieben. „Nach der nächsten Sauna schwimme ich“, sagt sie mit einem glücklichen Gesichtsausdruck.

Ich gehe auch nochmal in die Sauna, um danach nochmal ins Eiswasser zu gehen. Es war auch nochmal schön, aber nicht mehr dasselbe wie beim ersten Mal. Der Zauber, die Magie, waren weg. Ich wusste ja schon, was kommt. Schön war’s natürlich trotzdem. So wie der ganze Nachmittag.

Viele Möglichkeiten zum Schwimmen gibt’s im Eispool grad nicht. Ich genieße es trotzdem!

Einziges Manko am Allas Seapool im Winter: Es gibt keinen wirklichen Ruheraum. In der gemischten Sauna gibt’s da zwar was, aber die war leider wegen eines Privatevents geschlossen. Und das kommt öfter vor, war auch im Herbst schon so. Da bin ich draußen in der Sonne gesessen, deshalb ist mir das nicht aufgefallen. Aber insgesamt kann ich einen Besuch im Allas Seapool im Hafen von Helsinki nur empfehlen!


Kurzes Eisvergnügen

Heute war es frühlingshaft warm, in der Sonne, auf der Terrasse. Aber der Tegernsee hat in unserer Bucht noch seine Eisschicht. Die ist nicht mehr so schön glasklar, eher so sülzig.

Deshalb musste ich einen kleinen Spaziergang machen. Und der Papa kam mit. Zum Aufpassen, Passanten abhalten und fotografieren. Die Schwimmstelle hatte ich schon ausgekundschaftet.

So sah es am Freitag noch aus...

So sah das am Freitag noch aus …

Ein paar Leute sind da, auch Schwäne und Enten. Ich ziehe mich um und gehe ins Wasser. Das Thermometer hatte anfangs 5 Grad angezeigt, dann hat es sich ausgeschaltet. Batterie schwach und kalt. Keine gute Kombination.

Das Wasser ist kalt und klar, aber nicht so eisig, wie ich vermutet hätte. Der Boden ist extrem sandig, ich sinke tief ein. Dann habe ich zum Glück wieder Steine unter den Füßen, kann noch ein paar Schritte gehen und dann tauche ich ein und schwimme los. Geht eigentlich. Oh nein, geht doch nicht! Kalt! Umdrehen und zurück schwimmen. Ich beschließe, es bei diesem kurzen Ausflug zu belassen und gehe an Land. „50 Sekunden“, sagt der Papa, der alles genau beobachtet hat.

Kein Eis mehr an der Leiter, das Wasser ist glasklar – und kalt!

Jetzt umziehen und heimgehen. Auf die windgeschützte Terrasse und in die Sonne. Herrlich! Mir ist gar nicht kalt, lediglich die Zehen sind kalt. Und dann denke ich: Mann! Ich hätte doch länger schwimmen sollen!


Eiszauber

Der Dauerfrost hat ganz zauberhafte Welten gemacht. Der Tegernsee hat eine Eisschicht! Und das musste ich dann natürlich anschauen.

Der Tegernsee ist zugefroren, das Eis ist durchsichtig

In Abwinkl nahe der Ringseeinsel ist der See zugefroren. Das sieht nicht nur wahnsinnig toll aus. Es entsteht eine ganz andere Klangkulisse. Es ist sehr still. Der See liegt starr und macht keinen Mucks. Das fällt ja sonst nicht auf, aber bissl Geräusche macht so ein Gewässer immer. Jetzt nicht.

Eine ganz besondere Stimmung herrscht dank der Eisschicht auf dem Tegernsee

Außerdem ist das Eis spiegelglatt und durchsichtig. Der Tegernsee hatte wohl wenig Wasser, als er zugefroren ist, denn die Uferlinie ist weit innen. Durch die Eisschicht kann man die Steine sehen und die Tiefe erahnen. Ich traue mich aber nicht auf die Eisfläche. Wer weiß, wie stabil die ist? Also nur vom Ufer beobachten.

Das Eis ist glasklar und durchsichtig. Und die Welle hat den Stein eingeeist.

Ich spaziere weiter. An der Bootsanlegestelle ist der See nur noch teilweise gefroren. Und hier klingt es anders. Ein Gluckern durchbricht die Eisesstille. Die Enten haben Spaß an der Eiskante.

Blick von der Anlegestelle Abwinkl Richtung Ringsee

An den Pfosten der Schiffsanlegestelle hört die Eisfläche auf.

Weil es ja nicht nur kalt, sondern auch windig war, sieht man an den Stegen noch, wie das Wasser hochgeschlagen hat und dann festgefroren ist.

Die Stegpfosten haben „Söckchen“, der Ostwind hat Wellen gemacht, die dann Schicht für Schicht festgefroren sind.

Noch ein Stückchen weiter klingt es wieder anders. Ein Klirren und Klackern, wie bei Eiswürfeln im Cocktailglas. Hier schwimmen nämlich kleine Eisstücke umher.

Und noch eine Ecke weiter gibt’s einen anderen Sound: Die Wellen sind ganz klein und schlüpfen unter den Eisrand am Ufer. Ein Gluckern und Klirren. Wunderschön!

Unter der Eisschicht am Ufer gluckert das Wasser, das in leichten Wellen ans Ufer schlägt.

Eisschwimmen war ich noch nicht. Dieses Mal habe ich nur die Eisstimmung genossen. Ein seltenes kurzes Vergnügen!

(Leider sind die Videos kopfüber, sorry!)


Eis-Eisschwimmen

Gestern, an meinem persönlichen Eisschwimm-Jubliläumstag, war ich natürlich auch Eisschwimmen. Schönster Sonnenschein in München, eisige Temperaturen, nur ein leichter Nordostwind. Wunderbar, ab aufs Radl und raus an den Langwieder See geradelt. Den ganzen Vormittag hatte ich mich schon darauf gefreut (so viel zu der Frage, wieso ich das mache und ob ich mich vorbereite). Und ich war neugierig, denn am Dienstag hatte ich auf dem Olympiasee eine Teil-Eisschicht gesehen, am Wochenende war auch der halbe Nymphenburger Schlosskanal mit Eis bedeckt. Wie wohl die Lage am Langwieder See ist?

Daaaa! Eis! Auf! Dem! See!

Sie ist gut. Erstens: schneefreie Wege zum Radln. Zweitens: keine bzw. kaum Leute. Drittens: Auf dem See sind vereinzelt Eisflächen! Der Uferbereich ist eisfrei, weiter draußen zeigt sich eine Schicht. Juhu! Das ist dann schon allein vom Anschauen her ganz was anderes als ohne Eis.

Und auch da ist Eis zu erkennen. Das Ufer am Langwieder See ist frei.

Das Reingehen klappt ganz prima, ich gehe bis zu den Oberschenkeln, auf einmal ist es etwas tiefer und und der Badeanzug ist nass. Dann tauche ich unter und schwimme los. Kalt, aber gut. Yeah! Allerdings ist es dann wirklich kalt. Bbbbrrr. Ich schwimme am Ufer entlang, die paar Meterchen, kehre um, schwimme zurück zu der Stelle, an der ich ins Wasser bin. Schaue aufs Thermometer. Was? 5 Grad? Never-ever! Aber das Kinderbadewannenthermometer schwimmt auf der Wasseroberfläche, auf die die Sonne scheint. Angefühlt hat es sich kälter.

Ich schwimme noch die paar (Zenti-)Meter zu meinen Schuhen. Raus. Puh. Frischer Wind. Fix ins Handtuch einwickeln, vorsichtig abtrocknen. Schön! Heiß-Kalt-Schauer durchströmen meinen Körper. Ich habe sogar noch ein Gefühl in den Fingern. Kann mein T-Shirt überziehen und dann in den Poncho schlüpfen. Der ist dunkelblau, also etwas von der Sonne angewärmt, und schützt vor dem feinen Wind. Dann ziehe ich mich weiter an. Blicke auf den See, der sich im Sonnenlicht spiegelt. Die Enten, die rumschwimmen und keine kalten Füße oder einen kalten Bauch bekommen. Ich trinke meinen heißen Tee (Rooibos-Chai, mit Gewürzen, der wärmt doppelt). Ich genieße die Stimmung noch ein bisschen, mir ist nicht kalt. Irgendwann ist es aber Zeit zu gehen. Und so trete ich den Heimweg an.

Im Gegenlicht ist das Eis schwer zu erkennen. Aber es ist da.

Die Enten dachten wohl, bei mir gibt’s was zu futtern. Aber nein, ich war schwimmen. Wie sie auch.

Und da ist es richtig kalt. Ich muss Richtung Osten fahren, immer dem fiesen, feinen Ostwind entgegen. Hinzu kommt mein Fahrtwind. Meine Hände, Füße und das Gesicht werden kalt. Richtig kalt. So kalt war mir nicht, als ich aus dem Wasser gekommen bin. Da denke ich mir: So gut ist Heimradeln dann auch wieder nicht.


Drei Jahre Eisschwimmen

Am Valentinstag 2015 war es soweit: mein erstes Date mit dem Eisschwimmen. Was soll ich sagen? Liebe auf den ersten Blick war es nicht gerade … Es war ein kalter, neblig-windiger Tag in Mittelfranken, der Große Rothsee war halb mit Eis bedeckt. Wir waren am Großen Rothsee, weil der kleine komplett zugefroren war. Eisschwimmer-Probleme halt. Warum war ich da? Weil ich neugierig war und weil ich das große Glück habe, mit meiner Neugier Geld verdienen zu dürfen. Deshalb habe ich Sabine und Norbert besucht, weil ich einen Radiobeitrag übers Eisschwimmen machen wollte. Sabine und ihre eiskalte Leidenschaft kannte ich aus Facebook (bekanntlich die Seite im Netz für Verrückte aller Art).

 

Während sich Sabine aus- und umzieht, nehme ich alles mit meinem Mikrofon auf. Meine Finger sind schon ganz kalt, aber als Sabine schwimmt, will ich es selbst probieren. Schließlich hat es mich ja interessiert, wie das so ist mit dem kalten Wasser und überhaupt. Also ziehe auch ich mich um und stehe dann nur noch mit Badeanzug und Badekappe da. Norbert hat das Mikrofon übernommen und hat Sabine, die an der Eiskante mit ihrer Boje ihre Bahnen zieht, und mich am Ufer im Blick. Und was kann ich sagen? Weit bin ich nicht gekommen. Das Wasser hatte keine zwei Grad, der fiese kleine Nebelwind war kalt auf der Haut und ich war total verkrampft. Wie man auch auf dem Bild sieht.

Typische Haltung unerfahrener Eisschwimmer: Mir ist kalt!

Bis zu den Knien habe ich es geschafft – dann war Schluss! Eigentlich eine ganz ordentliche Leistung, so ganz ohne Vorbereitung. Aber eigentlich auch nicht befriedigend.

Deshalb habe ich dann beschlossen, das Ganze im Herbst langsam angehen zu lassen. Bei 13 Grad im November, an einem sonnigen Tag. Da kam ich mir schon vor wie eine Heldin! Der erste Eisschwimmwinter war etwas unkoordiniert und unregelmäßig. Aber letztes Jahr, der Winter 2016/17, der war mein Eisschwimmwinter. Jede Woche seit Ende September 2016 war ich im immer kälter werdenden Wasser. Fiel mir anfangs das Reingehen noch schwer, war ich zögerlich und habe es manchmal nicht geschafft unterzutauchen, so lief es in diesem Winter prima. Hinradeln, umziehen, reingehen, schwimmen, rausgehen, fertig. Und natürlich das Kribbeln, die Heiß-Kalt-Wellen und die Glückshormone. Tipps für Nachahmer habe ich auch gleich zusammengefasst.

Kürzlich habe ich das Bild vom ersten Eisschwimmversuch zufällig wieder gesehen. Und da kam mir in den Sinn: Es ist alles eine Frage der Haltung! Schon rein äußerlich. Wie verkrampft ich da stehe. Als ob es wärmer würde, nur weil ich die Schultern zu den Ohren ziehe … und natürlich und vor allem ist es eine Frage der inneren Haltung. Ja, das Wasser ist kalt. Und ja, ich MUSS da nicht reingehen. Ich mache das freiwillig. Ich bereite mich mental darauf vor. Ich freue mich darauf. Wirklich! Vor allem die mentale Vorbereitung ist wichtig. Das macht den Moment des Reingehens entspannter. Ich weiß, was mich erwartet. Es wird kalt, dann schlägt mein Herz schneller. Dann beruhigt es sich, dann schwimme ich ruhiger. Und dann wird es irgendwann wirklich kalt und ich gehe wieder raus.

Auch noch locker beim Rausgehen: Eisschwimmerin mit Erfahrung. Weil’s schön ist!

Natürlich ist mir danach kalt. Und ich hab auch schon geflucht beim Heimradeln, weil Finger und Füße fast taub waren vor Kälte. Aber irgendwann ist mir wieder warm. Bisher ist mir immer wieder warm geworden! Vielleicht ist es ein bisschen wie mit dem Alkohol. Manch‘ einer schwört nach einem schlimmen Kater, niiieeee wieder zu trinken. Um es dann doch zu tun. Weniger vielleicht. Oder mehr essen. Oder keinen Durcheinander trinken. So ist’s auch beim Eisschwimmen. Kürzer schwimmen. Oder nicht bei Ostwind, der mich auf der Heimfahrt zusätzlich auskühlt. Einen heißen Tee mitnehmen. Solche Sachen …

Eine Beobachtung in Sachen „Kopfsache“ möchte ich noch erzählen: Einmal, als ich in der Sauna war, habe ich am Kaltwasserbecken im Außenbereich ein Pärchen beobachtet. Er ist recht lässig die kleine Leiter hinuntergegangen und kurz hin- und hergeschwommen. Sie hatte schon auf dem Weg zum Becken gesagt, dass das Wasser kalt ist und sie es sicher nicht schafft, da reinzugehen. Er hatte ihr gut zugeredet, deshalb versucht sie ihr Glück. (Dazu muss man sagen, dass die Luft abends auch kühl war). Jedenfalls steht sie gekrümmt vor Kälte an der Leiter, geht die Stufen vorsichtigst hinab, um dann all ihren Mut zusammenzunehmen und kurz bis zu den Schultern unterzutauchen. Und schwupps, war sie schon wieder draußen und ins Handtuch gewickelt. Das war eine Sache von Sekunden! Und ich, alte Eisschwimmerin, höhö, dachte mir: Wenn sie ganz ehrlich zu sich gewesen wäre: Sie hat die Kälte am Körper nicht gespürt. Das war alles nur vom Kopf. Weil so kurz, wie sie untergetaucht war, konnte das Gehirn noch gar nicht auf die neue Information reagieren. Die Info, dass es kalt war, war vorher schon da.

Es ist wie ganz oft im Leben eine Frage der Einstellung und Haltung. Es muss nicht jeder zum Eisschwimmer werden. Aber wenn ich gefragt werde, wie ich das mache, sage ich: mentale Vorbereitung. Und Vorfreude! Und dann einfach machen … weil’s so schön ist. Immer wieder.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht, finde ich!


Weihnachts- und Neujahrsschwimmen

Ich bin natürlich auch dieses Mal meiner Weihnachtstradition treu geblieben und war im Tegernsee schwimmen. Am ersten und am zweiten Weihnachtsfeiertag bin ich zum See gegangen und habe ein paar Meterchen gemacht. Am ersten Feiertag wollte mein Thermometer nicht! Und dabei hatte ich doch erst kürzlich neue Batterien eingelegt. Es war ihm wohl zu kalt, denn als ich wieder an Land war, ging es wieder.

Tags drauf funktionierte es gleich und so weiß ich jetzt auch, wie kalt der Tegernsee war: 4,2 Grad. Und ich habe es eine Minute und vier Sekunden ausgehalten. Immerhin! An Land war es ja wenig weihnachtliches Wetter, eher frühlingshaft mit Sonne. So konnte ich mich auf der Terrasse an der warmen Hauswand aufwärmen. Herrlich!

Allerdings muss ich sagen, dass an meiner Schwimmstelle jetzt eine Baustelle ist. Da baut jemand in „bester Lage“ am See ein Haus – samt Tiefgarage. Ich will hier gar nicht neidisch sein, aber es ist schon bedenklich, wie viele Häuser im Tegernseer Tal neu gebaut werden, welche Wiesen auf einmal Bauland sind. Wird die schöne Landschaft, wegen der so viele Menschen kommen, irgendwann komplett zugebaut sein?

Baustelle in bester See-Lage

Da klafft ein riesiges Loch im Boden

Es gibt ja die Sage, dass der Teufel das Tal zerstören wollte. Er rollte einen großen Stein auf den Ringberg und wollte ihn in den See werfen. Die Flutwelle aus dem See soll die Landschaft zerstören. Doch der Stein kam ihm aus, rollte den Berg hinab und landete recht harmlos im Wasser. Seither ist es eine Insel, die Ringseeinsel.

Ich glaube, dass im Landratsamt jemand sitzt, der das Werk des Teufels vollenden möchte. Nicht mit einer Flutwelle, aber indem einfach die Landschaft zubetoniert wird, bis nichts Schönes mehr da ist …. Und die Frage ist auch, was bei Hochwasser passiert? Der See tritt ja gern mal ziemlich weit übers Ufer …

tegernsee-friedlwiese

Die Türklinke kann man grad noch erkennen, vom Steg und vom Zaun ist nichts mehr zu sehen. Hcohwasser am Tegernsee 2013

Neujahrsanschwimmen

Am Neujahrstag war’s in München ganz schön windig. Am Tegernsee zum Glück nicht bzw. nur ein bisschen. Ich bin wie auch 2017 zum Neujahrsanschwimmen der Wasserwacht Gmund gefahren. Da treffen sich die Vereinsmitglieder mittags, um das neue Jahr zu begrüßen. Umziehen kann man sich in der Wasserwachtshütte, da ist auch ein Ofen, der den Wachraum schön anheizt. Und dann sind da natürlich eine ganze Menge Leute! Vor allem die Jugendlichen haben sichtlich Spaß daran, in den kalten See zu gehen. Mit viel Getöse – wie hier im Video der Tegernseer Stimme – und Geschrei geht’s kurz rein und dann wieder raus.

Die Sonne versteckt sich noch hinter Wolken …

Ich bin eine kleine Runde geschwommen und dann auch wieder raus. Irgendwie denke ich danach immer: Mensch, das wäre doch länger gegangen! Vielleicht muss ich das einfach mal währenddessen denken? Und noch ein paar Meterchen dranhängen? Vor allem, wenn ich schon den Luxus habe, dass ich danach nicht halb eingefroren radln muss oder mich im Freien mit kalten Fingern umziehen muss.

anschwimmen2018

Die Gmunder Wasserwacht und das Chlorhuhn

… nach dem Anschwimmen zeigte sich der blaue Himmel.

Nächstes Mal. Jetzt ist das neue Jahr erstmal würdig begrüßt worden und nach dem Sturm der letzten Tage ergibt sich vielleicht bald die nächste „Trainingsmöglichkeit“.