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Bilanz 2019: 834 Kilometer

Wow! 834 Kilometer bin ich heuer, 2019, geschwommen. Nur im Becken! Die paar Meterchen im See kann ich dieses Jahr getrost unter den Tisch fallen lassen.

So leer ist das Becken natürlich nur nach Betriebsschluss

Das „Wow“ ist so zu verstehen, dass ich „normalerweise“ etwa 500 Kilometer schwimme. Das wurde letztes Jahr schon getoppt: Da waren es dann 666 Kilometer. Und dieses Jahr hatte ich die 500 schon am Geburtstag, also im August, voll. Da waren dann auch die 666 nicht mehr als nur eine schöne Zahl. Wohin sollte die Reise also gehen? 700? Realistisch, aber nicht wirklich eine Herausforderung. Aber solange diese Marke das Ziel war, war die „700“ in der Olympiaschwimmhalle auch mein Schrank.

 

Unfassbar! Kaum Schwimmer da, aber mein Schrank ist besetzt!

Zum Glück nicht immer …

Doch das war dann auch geknackt und die Kilometerjagd ging weiter. „Jagd“ deshalb, weil es mir heuer – ironischerweise genau in dem Jahr, in dem ich weniger schwimmen wollte – ziemlich wichtig war, Kilometer zu sammeln. Keine Ahnung, warum das so war. Ich habe auch immer fleißig mitgerechnet, normalerweise schaue ich am Ende der Freibadsaison mal, wie viele Kilometer schon zusammengekommen sind, oder im November. Aber heuer war alles anders.

Das hat mit einem verrücken Plan im Mai zu tun: Da wollte ich tatsächlich jeden Tag schwimmen gehen. Also vom 1. bis 31. Mai – 31 Mal hintereinander. Das war mal schön, und mal weniger schön. Weil entweder viele Leute da waren oder ich nicht in meinen Flow gekommen bin. Und manchmal hat es sich angefühlt wie Arbeit – und ich war ja auch tatsächlich öfter schwimmen als arbeiten (Feiertage, Wochenenden – keine Ausnahmen, zumindest nicht im Mai). Und dann war es doch so gut, dass ich am 1. Juni gleich nochmal schwimmen gegangen bin. Hihi!

Ach, Freibad … bis wir uns wiedersehen, dauert es noch …

Die verlängerte Freibad-Saison bis 30. September hat ihr übriges getan, dass zahlreiche Kilometer hinzugekommen sind. Und als dann die Olympiaschwimmhalle wieder geöffnet hat, war es da bis zur offiziellen Eröffnung sehr ruhig. Und das musste ich natürlich nutzen. Schönes Schwimmen unter dem Zeltdach, wieder mit viel Platz. Tja und so ging das Jahr zur Neige und das Chlorhuhn ist geschwommen, geschwommen, geschwommen. Und anders als zum Beispiel im letzten Jahr hatte ich nie „Unlust“ verspürt. Klar, manchmal fiel es mir im Wasser schwer, der Flow hat sich nicht eingestellt oder so, aber ich hatte immer Lust hinzugehen. Kein „Zuviel“ vom vielen Schwimmen – eher im Gegenteil!

Ich habe einen neuen Schrank – weil er eine „8“ enthält und so schön zweideutig ist.

Allerdings muss ich auch eingestehen: Ich habe wirklich kaum etwas anderes gemacht. Ich war nicht im Urlaub (im April in Dresden und im Oktober in Antwerpen), aber im Sommer war ich hier. Beziehungsweise im Freibad. Und auch das See-Schwimmen habe ich vernachlässigt. Sowohl im Sommer als auch im Herbst und Winter. Irgendwie war mir das „Kacheln zählen“ im Edelstahlbecken lieber. Und so habe ich auch kaum etwas erlebt, in diesem Jahr 2019. Kein Radln in Dänemark oder Schweden, keine neuen Abenteuer in Estlandoder sonstwo. Das kann man schon mal machen, ist sicher gut für die Klimabilanz, aber so das Gelbe vom Ei war’s nicht im Rückblick.

Auf der anderen Seite der Bilanz steht aber auch, dass ich viele „Gemeinsame Kilometer“ geschwommen bin. Im Winter, als wir in der Olympiaschwimmhalle noch im Trainingsbecken geschwommen sind, waren meine Schimmfreunde Jakob und Cissi oft da. Auch, wenn die beiden viel besser und schneller schwimmen als ich, sind wir irgendwie gemeinsam geschwommen. Auch mit meiner Freundin Diana hat es 2019 wieder öfter geklappt, das wir uns zum Schwimmen getroffen haben. Im Sommer gab’s zahlreiche Freibad-Besuche mit Cissi, die mir ihr Lieblingsfreibad in Dachau gezeigt hat, aber auch Ausflüge nach Germering oder „daheim“ im Dante- oder Schyrenbad. Und auch, wenn immer behauptet wird, dass Schwimmen ein einsamer und wenig kommunikativer Sport ist, finde ich es schön, wenn ich nette Gesellschaft habe. Klar: Während des Schwimmens redet man nicht miteinander, aber der/die andere ist auch da und jeder kann seinen Plan schwimmen – und ist nie weit weg. Ganz anders als beim Radlfahren …

Als Fazit lässt sich sagen, dass ich das mit den vielen, vielen Kilometern mal ausprobiert habe – und mal sehen, was ich 2020 mache. Das ist ein Schaltjahr, also ein Tag mehr zum Schwimmen – oder für was anderes… mal sehen …


Letzter Abschied vom Freibad

So… jetzt ist wirklich Schluss mit Freibad! Das Schyrenbad in München hatte als erstes aufgemacht (ich war dabei!) und als letztes zugemacht. Ein Novum in München, dass das Freibad bis 30. September geöffnet hat. Normalerweise ist mit Schulanfang Mitte September Schluss. Vielleicht eine Verlängerung bei besonders gutem Wetter. Aber ohne wenn und aber bis 30. September – das ist neu. Und das hat mich gefreut. Und auch bissl gestresst… weil ich ja dachte, dass ich am 9.9. zum letzten Mal im Freibad schwimme. Und dann mein Leben wieder „normal“ wird. Aber so? Da „musste“ ich ja fast schwimmen. Nicht, dass das Freibad geöffnet hat und keiner kommt! Und an kühlen Regentagen war es wirklich so, dass kaum jemand da war, zum Teil war ich ganz allein. Und an den schönen Spätsommertagen – ja, da wollte ich mir das natürlich nicht nehmen lassen. So kam es, dass ich jetzt seit 12. August JEDEN Tag im Freibad war. Immerhin in unterschiedlichen Bädern, aber: JEDEN Tag drei Kilometer geschwommen. Und ich dachte schon, der Mai war krass, weil ich da ja jeden Tag im Freibad war. Das war der Plan und den habe ich umgesetzt. Jetzt war es kein Plan mehr, sondern der „normale Wahnsinn“. Zudem ich auf dem Weg zum Schyrenbad seit einer Woche an der Wiesn (aka Oktoberfest) vorbeiradeln muss. Keine angenehme Sache, dachte ich. Doch das ging besser als erwartet (am Wochenende habe ich das gemieden).

Naja. Und jetzt also Abschied Nummer 4 (nach Dante, Dachau und Germering). Bei Sonne, Wind und Wolken wollten dann auch noch andere Schwimmer den letzten Tag genießen, so dass ich leider nicht allein war. Daran hatte ich mich zwischenzeitlich schon gewöhnt, so dass mir sogar 2 bis 3 Mitschwimmer als viele Leute vorkamen.

Die Natur hat sich zu Beginn meiner Schwimmeinheit heute noch was ganz Tolles einfallen lassen: Es war ja recht windig (Auswirkungen des Sturmtiefs über Norddeutschland) und so fielen die gold-gelben Blätter nicht nur von den Bäumen, sondern ins Schwimmbecken. Und weil auch grad die Sonne gescheint hat, hat es ausgesehen, als würde man in einem Konfetti-Flitter-Regen schwimmen. Mann! Das war so toll! Leider kein Foto! Aber ihr müsst euch das so vorstellen: im hell-türkisen Wasser bricht sich nicht nur das Sonnenlicht, sondern die Blätter unterschiedlicher Bäume wirbeln umher. Dabei leuchten sie golden und gelb und irgendwie wirkt alles so „3D“. Einfach toll!

Nicht wirklich voll, aber wenn man so oft allein geschwommen ist, ist das hier: rappelvoll! 😉

Der Wind hat allerdings die Wasseroberfläche etwas aufgewühlt und abgekühlt, so dass ich nach meinen drei Kilometern ziemlich ausgekühlt bin und es dabei belasse. Keine Extra-Meter heute. Jetzt ist Schluss. Schluss mit Sommer, Sonne, Freiheit, Einsamkeit! Schade!

Ich habe auch noch Bilanz gezogen: Es waren sagenhafte 432 (was für eine tolle Zahl!!!) Kilometer in den verschiedenen Freibädern. Die meisten Fehltage hatte der Juni, ansonsten war ich fast jeden Tag. Stellt sich nur die Frage: Was mache ich morgen?


Jahresbilanz 2018 – 666 Kilometer

31. Dezember – Zeit für die Jahresbilanz. Rückblick auf ein verrücktes Schwimmjahr mit einem sehr ansehlichen Kilometerstand: 666 Kilometer. Und ja, das ist kein Zufall! Nachdem ich ja schon während der Freibad-Saison die 500 Kilometer (mein durchschnittliches Jahresendergebnis) erreicht hatte, war die Frage, was noch möglich ist und wohin die Reise geht. Also, wohin war ja eigentlich klar: 50 Meter hin und 50 Meter zurück. Von Beckenrand zu Beckenrand. Aber wie oft noch? Gönn ich mir eine Pause? Welches Ziel ist realistisch, ambitioniert und doch machbar? 600 Kilometer – das wäre doch zu schaffen. Also war das angedacht.

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Die Fische müssen ins Wasser!

Im Herbst, als es noch so schön und warm war, aber die Freibäder geschlossen hatten, hat mich ein paar Mal der „Rappel“ gepackt und ich wollte nicht schwimmen. Im Dante-Winterfreibad war mir das Wasser zu warm (und mutmaßlich zu viel los, bei bestem Spätsommer/Frühherbstwetter) und in der Olympiaschwimmhalle bei eingeschränktem Platzangebot und dank Umbauphase  (laut Stadtwerken noch bis Ende Februar, ab Mitte März 2019 wieder Normalbetrieb) im Keller ohne Tageslicht – nein. Ich bin frei, dachte ich, und nutze die Sonne. Einmal war ich schon auf halbem Weg ins Oly, doch dann bin ich umgekehrt, heimgeradelt und habe die Schwimmsachen gegen Radlsachen getauscht. Freiheit! Ich „muss“ nicht schwimmen! Ich kann machen, was ich will! Hehe… und schon am nächsten Tag hatte ich doch wieder Lust auf schwimmen, in der kellerartigen Olympiaschwimmhalle. So bin ich halt. Ohne schwimmen geht’s nicht. Das Schwimmen ist ein großer Bestandteil in meinem Leben geworden, seit ich vor einigen Jahren einen Kraulkurs besucht habe. Zwei gute Freundinnen habe ich in den beiden Kursen kennengelernt. Und vom vielen Schwimmen kenne ich auch viele Leute, manche besser andere nur flüchtig. Und so ist es immer auch ein bisschen wie „heimkommen„, wenn ich ins Dante gehe. Man kennt sich, man ratscht. Sei es in der Umkleide oder am Beckenrand. Und natürlich kenne ich auch die Kassenkräfte, Bademeister und die Putzfrau.

Im November, als es grau und neblig war, hatte ich dann noch weniger Lust auf die dunkle Olympiaschwimmhalle und bin ins Dante-Winterfreibad gegangen. Jetzt, wo es draußen kälter war, war das Wasser auch nicht zu warm. Ich hatte oft Glück und konnte meine Bahnen weitgehend ungestört ziehen. Als ich dann kürzlich in der Olympiaschwimmhalle war, wurde ich vom Bademeister gleich gefragt, wo ich war. „Da trainierst du immer so fleißig und dann bist du auf einmal nicht mehr da“, sagt er und grinst. Ich entgegne, ob mich meine Freundin (die er auch kennt) nicht „abgemeldet“ habe und dass ich „fremdgegangen“ bin, im Dante. Aha, alles klar. So ist das …

Naja. Und dann waren die 600 Kilometer doch auch schon vor Ablauf des November voll. Was nun? 700 – das ist Wahnsinn. 100 Kilometer in einem Monat mit Weihnachten (also Nicht-Schwimm-Zeiten)? Das schaffe ich nicht. 650? Hm… das wäre machbar, aber dann müsste ich mich ranhalten. Und ich mag’s eigentlich nicht, wenn ich zu viel Druck habe. Weil ich ja vor allem zum Schwimmen gehe, weil ich es gerne mache. Dann erwies sich der Dezember als gnädig, ich hatte oft Glück, dass viele Schwimmer auf Weihnachtsfeiern mussten oder Geschenke einkaufen oder was-weiß-ich zu erledigen hatten. Ich hatte nur ein Ziel: schwimmen … Und dann waren die 650 Kilometer auch schon vor Heiligabend geschafft, genauer: 651. Dann kam der 2. Weihnachtsfeiertag mit diesen unglaublichen und schönen fünf Kilometern am Stück. Und im Hinterkopf wusste ich auch schon, dass der 29. Dezember kommt, an dem 50×100 geschwommen werden sollten. Also auch die noch drauf, macht 10 Kilometer. Dann fehlten nur noch läppische fünf Kilometer für die magischen, teuflischen 666 Kilometer. Die habe ich dann aufgeteilt abgefertigt. Am Ende, gestern, fehlten noch 2 Kilometer. Ich schwimme ja normalerweise immer 3 Kilometer. Da hat es sich fast so angefühlt, als würde ich mich gar nicht richtig nass machen für diese „kurze“ Strecke. Die „paar“ Bahnen … soll ich extra deshalb hingehen? Den vollen Eintritt zahlen, wenn ich doch gar nicht die volle Strecke schwimme? Hm… Spätschwimmen mit vergünstigtem Eintritt? Danach in die Sauna? Oder einfach „kurz“ ins Oly (günstiger als Dante)? Oder ist’s mir egal? (wer von euch denkt jetzt: „die spinnt“?) Dann habe ich mich kurzentschlossen auf ins Oly gemacht und bin diese 40 Bahnen geschwommen. Ich war relativ entspannt, weil es ja nur „ein bisschen“ war. Und dann habe ich die letzten 50 Meter ein kleines bisschen zelebriert. Weil ich wusste, dass es jetzt vollbracht ist. Ein gutes Gefühl!

Vergangenes Jahr war ich nicht so motiviert. Da standen am Ende 498 Kilometer auf der Uhr. Hätten auch „nur“ zwei gefehlt. Aber da war es mir egal.

Und nun noch ein Rückblick auf das Schwimmjahr: Angefangen hat es im Januar eher gemäßigt. Eine Mischung aus der 2017er Unlust und den „Gute-Vorsätze“-Bahn-Blockierern. Der Februar, obwohl kürzer, hatte eine höhere Kilometerzahl. Besonders krass war der Mai mit 84 Kilometern. Der Freibaderöffnungsmonat ruft bei mir immer eine ganz besondere Euphorie hervor. Ich war fast jeden Tag schwimmen. Entweder, weil gutes Wetter war (will man nutzen) oder weil schlechtes Wetter war (muss man nutzen). Nur drei „Fehltage“ gab’s im Wonnemonat. Und so ging’s im Juni weiter. Auch der Juli, urlaubsbedingt mit Abwesenheiten, war glanzvoll. Und auch im August. Denn trotz Supersommerwetter war es im Freibad oft überraschend ruhig. Vielleicht, weil die Seen auch schon schön warm waren. Im See war ich aber erstaunlich selten. Der „schwächste“ Schwimmmonat war der Oktober mit gerade mal 36 Kilometern. Da war wohl eine gewisse Sättigung durch die Freibadsaison und das gute Radlwetter schuld.

Und jetzt ist das Jahr eben rum. Das Schwimmen aber nicht. Es geht schon morgen weiter – getreu dem Motto: Neues Jahr, alte Bahnen!


498 – knapp daneben ist auch verpasst

Der 31. Dezember ist ja in unserer Kultur immer DER Stichtag. Für Jahresbilanzen. Für gute Vorsätze, für große Feiern und: für einen neuen Kalender. In den trage ich dann wieder meine Schwimmergebnisse ein, um nach weiteren 365 Tagen sagen zu können: Ich bin geschwommen. Und nicht nur das, sondern auch: Ich bin soundsoviele Kilometer geschwommen. Heuer waren es 498 Kilometer. Der niedrigste Wert seit den Aufzeichnungen. Sogar im Unfall-Jahr 2014 mit Zwangspause waren es mehr Kilometer (528). Habe ich deshalb mein Ziel verpasst? Äh… nein. Ich hatte nämlich keines. Bissl ärgerlich ist es trotzdem, dass die schöne, runde 500 um nur 2 Kilometer verfehlt wurde. Gezählt werden nur die Kilometer im Becken. Also sind es tatsächlich mehr als 500, weil ich – wenn heuer auch selten – auch im See geschwommen bin.

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279 Freibad-Kilometer waren es 2017 – die meisten wohl hier auf dieser Bahn

Ich habe die Bilanz noch etwas aufgeschlüsselt: Im Freibad-Becken wurden 279 Kilometer absolviert, das heißt, dass „nur“ 219 Kilometer auf die Wintersaison entfallen. Da der „Freibad-Winter“ aber viel länger ist als der Sommer, ergibt sich im Kalender ein Ungleichgewicht. Ich habe noch immer nicht herausgefunden, warum ich im Sommer lieber schwimme. Die naheliegendsten Begründungen: draußen und 50-Meter-Bahn müssen entfallen, denn in München kann man ja das ganze Jahr über draußen und sowohl draußen als drinnen auf einer 50-Meter-Bahn schwimmen. Vielleicht liegt’s am Licht? Also so allgemein? Keine Ahnung. Ich schwimme halt lieber im Freibad. Das ist nicht mit dem Winterwarmfreibad im Dante gleichzusetzen. Ich habe darüber auch schon „Fachgespräche“ mit anderen „Betroffenen“ geführt – denen geht’s ähnlich. Aber eine Erklärung haben auch die nicht. Eher so eine Art „Bauchgefühl“.

Dann habe ich mir meine Statistik nochmal angeschaut. Während ich im Winter zwei bis viermal pro Woche schwimmen gehe, kommt es im Sommer schon vor, dass ich jeden Tag gehe. Da mache ich dann auch mal einen Tag Pause (weil es zum Beispiel zu heiß ist und ergo kein Schwimmwetter), oder weil ich tatsächlich mal Pause mache. Die längste Reihe ohne Unterbrechung gab’s dann von Ende August bis Mitte September (=Ende der Freibadsaison): Da war ich an 15 (fünfzehn!) Tagen hintereinander schwimmen. Je drei Kilometer. Aber am letzten Tag, an Tag Nummer 15, konnte ich wohl nicht genug bekommen: Da waren es vier Kilometer. Dann war aber mal gut – und ich war ganze drei (!!) Tage am Stück nicht im Wasser! Und dann hat die „ruhige“ Zeit angefangen, mit nur zwei Schwimmtagen pro Woche. Zu mehr hatte ich einfach keine Lust.

Erschwerend kam dann ab Ende November die Bauphase II in der Olympiaschwimmhalle dazu: Das große Wettkampfbecken wird saniert, man schwimmt jetzt im Hochschulbecken, das kleiner ist (nur fünf statt acht Bahnen) und ohne Tageslicht. Weil alle fünf Bahnen geleint sind, kommt es da leider immer mal wieder zu  unschönen Begegnungen (ratschende Oma-Brustschwimmerinnen nebeneinander treffen auf hart trainierende Schwimmer), wobei keiner für den anderen Verständnis zu haben scheint („ich will hier ja auch nur schwimmen“ – denken sich beide Parteien und haben Recht – und doch wieder nicht).

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Das umgebaute Schwimmbecken vom Hochschulsport in der Olympiaschwimmhalle

Naja. So ist jedenfalls das Schwimmjahr 2017 zu Ende. Mit zwei Kilometern, die fehlen. Mit wenigen See-Kilometern heuer. Dafür mir vielen „Fremdgewässern“. Ich war im Atlantik, in der Adria, unter der Erde in einem alten Bergwerk, im Bled-See in Slowenien, in Italien im Lago Maggiore, in der Ostsee in Dänemark, Schweden und Finnland. In finnischen Seen. Im eisigkalten Chiemsee, im wärmer werdenden Langwieder See, der dann auch wieder kälter wurde. Und an Land bin ich quasi auch geschwommen: Ich habe eine Reportage übers Eisschwimmen gemacht und einen kurzen Beitrag zum Thema „Immer mehr Nichtschwimmer„. Da folgt im Frühsomer dann auch eine längere Reportage. Das Thema ist einfach zu wichtig. Schwimmen ist nicht nur schön, es ist wichtig. Lebensrettend. Und einfach eine Kulturtechnik wie lesen, rechnen, schreiben.

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Mein Privatpier in Stockholm – herrlich!

Perfektioniert haben es natürlich wir verrückten Hobby-Schwimmer, wie ich. Wir schwimmen, schreiben darüber, lesen davon und rechnen fleißig unsere Kilometer zusammen. Bis am Ende 498 rauskommt. Auch, wenn 500 schöner gewesen wäre …


Jahresbilanz 2016

Es ist Zeit (und noch nicht zu spät) für eine Jahresbilanz 2016. Ich war viel schwimmen. Auch wenn im Blog zur Zeit der Eindruck entsteht, dass ich nur noch eisschwimme … Die Mehrzahl meiner Kilometer lege ich im Becken zurück. Heuer waren es 536 Kilometer. Eine stattliche Leistung, die aber eher in meinem Mittel liegt.

Die Sonne scheint in die Olympiaschwimmhalle …


Der Rückblick zeigt, dass ich naturgemäß die meisten Kilometer in München und hier in der Olympiaschwimmhalle und im Dantebad zurückgelegt habe. Es gibt dazu jetzt keine eigene Statistik, doch nach dem Dantefreibad folgt wohl das Schyrenbad. Einmal war ich auch im Bad Georgenschwaige, dreimal in Germering (weil in München der Sommer früher endet) und einige Male auch in Unterhaching (weil in München der Sommer auch später anfängt).

Freibad in Germering

 


Fremdschwimmen war ich auch – in Memmingen (altes Bad, ohne Leine, kein Überlaufbecken, viele Wellen) und in Donauwörth. Das war schön! Wenig los, deshalb nicht schlimm, dass es keine Leine gibt. Altes sympathisches Bad, das auf einem Hügel mit Blick auf Donauwörth liegt. Hübsch hergerichtet und ein Tip-Top-50-Meter-Edelstahl-Überlaufbecken.

Das neue Edelstahlbecken in Donauwörth

Tolle Lage über der Stadt, liebevoll bepflanzt


Einige Bahnen habe ich auch im Warmbad in Rottach-Egern zurückgelegt. Das Bad liegt am See. Eigentlich sollte man hier nur Rücken- oder Brustschwimmen, denn so kann man den See und die Berge anschauen. Beim Kraulen sieht man ja nur den Edelstahlbeckenboden – wie woanders auch.

Bergblick im Warmbad in Rottach-Egern


Und dann habe ich auch noch einen Kilometer in Helsinki zurückgelegt. Da gab’s im Olympiabad zwar eine Bahneneinteilung nach Geschwindigkeit, doch das hat die vielen Schwimmer nicht interessiert. Deshalb war’s nur ein Kilometer. Dafür mit Sauna danach.

Olympiaschwimmbad in Helsinki


In Budapest war das Becken im Széchinyi Bad auch 50 Meter lang, doch dafür gab’s keinen Beckenrand, denn an beiden Seiten ging eine Treppe rein. Lustiges Wenden, dafür allein im Becken. Tolle Jugendstilsatmosphäre, unter freiem Himmel. Sternenklar, toll!

Széchenyi Therme in Budapest

50 Meter nur für mich!

Budapest ist bekannt für seine schönen alten Jugendstilbäder


Insgesamt war das Jahr recht durchwachsen, oft hat mir die Lust gefehlt. Der Flow hat sich seltener eingestellt als sonst. Hoffentlich wird das 2017 wieder besser. Weil: Eigentlich schwimme ich ja echt gern …

Das kann man auch bei Lutz nachlesen. Ich habe seinen Fragebogen beantwortet.