Eis-Eisschwimmen

Gestern, an meinem persönlichen Eisschwimm-Jubliläumstag, war ich natürlich auch Eisschwimmen. Schönster Sonnenschein in München, eisige Temperaturen, nur ein leichter Nordostwind. Wunderbar, ab aufs Radl und raus an den Langwieder See geradelt. Den ganzen Vormittag hatte ich mich schon darauf gefreut (so viel zu der Frage, wieso ich das mache und ob ich mich vorbereite). Und ich war neugierig, denn am Dienstag hatte ich auf dem Olympiasee eine Teil-Eisschicht gesehen, am Wochenende war auch der halbe Nymphenburger Schlosskanal mit Eis bedeckt. Wie wohl die Lage am Langwieder See ist?

Daaaa! Eis! Auf! Dem! See!

Sie ist gut. Erstens: schneefreie Wege zum Radln. Zweitens: keine bzw. kaum Leute. Drittens: Auf dem See sind vereinzelt Eisflächen! Der Uferbereich ist eisfrei, weiter draußen zeigt sich eine Schicht. Juhu! Das ist dann schon allein vom Anschauen her ganz was anderes als ohne Eis.

Und auch da ist Eis zu erkennen. Das Ufer am Langwieder See ist frei.

Das Reingehen klappt ganz prima, ich gehe bis zu den Oberschenkeln, auf einmal ist es etwas tiefer und und der Badeanzug ist nass. Dann tauche ich unter und schwimme los. Kalt, aber gut. Yeah! Allerdings ist es dann wirklich kalt. Bbbbrrr. Ich schwimme am Ufer entlang, die paar Meterchen, kehre um, schwimme zurück zu der Stelle, an der ich ins Wasser bin. Schaue aufs Thermometer. Was? 5 Grad? Never-ever! Aber das Kinderbadewannenthermometer schwimmt auf der Wasseroberfläche, auf die die Sonne scheint. Angefühlt hat es sich kälter.

Ich schwimme noch die paar (Zenti-)Meter zu meinen Schuhen. Raus. Puh. Frischer Wind. Fix ins Handtuch einwickeln, vorsichtig abtrocknen. Schön! Heiß-Kalt-Schauer durchströmen meinen Körper. Ich habe sogar noch ein Gefühl in den Fingern. Kann mein T-Shirt überziehen und dann in den Poncho schlüpfen. Der ist dunkelblau, also etwas von der Sonne angewärmt, und schützt vor dem feinen Wind. Dann ziehe ich mich weiter an. Blicke auf den See, der sich im Sonnenlicht spiegelt. Die Enten, die rumschwimmen und keine kalten Füße oder einen kalten Bauch bekommen. Ich trinke meinen heißen Tee (Rooibos-Chai, mit Gewürzen, der wärmt doppelt). Ich genieße die Stimmung noch ein bisschen, mir ist nicht kalt. Irgendwann ist es aber Zeit zu gehen. Und so trete ich den Heimweg an.

Im Gegenlicht ist das Eis schwer zu erkennen. Aber es ist da.

Die Enten dachten wohl, bei mir gibt’s was zu futtern. Aber nein, ich war schwimmen. Wie sie auch.

Und da ist es richtig kalt. Ich muss Richtung Osten fahren, immer dem fiesen, feinen Ostwind entgegen. Hinzu kommt mein Fahrtwind. Meine Hände, Füße und das Gesicht werden kalt. Richtig kalt. So kalt war mir nicht, als ich aus dem Wasser gekommen bin. Da denke ich mir: So gut ist Heimradeln dann auch wieder nicht.

Über Petra

Ich schwimme gern. Gern und viel, aber wahrscheinlich nicht besonders gut. Am liebsten kraule ich im Freibad-Becken, doch im Winter geht’s meist in die Halle. Oder zum „Eisschwimmen“ in den See. Sommers geht’s auch hin und wieder zum Schwimmen in einen See, aber am liebsten schwimme ich im Becken. Chlorhuhn halt. Zeige alle Beiträge von Petra

One response to “Eis-Eisschwimmen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: