Wasser und Luft gleichauf

Nach der Wärmeperiode kam der Sturm und damit kühlere Luft. Die hat auch das Wasser in den Seen auch abgekühlt. Für Eisschwimmer sind das gute Nachrichten, vor allem, wenn es dann auch windstill ist.

Spiegelung am Langwieder See


So bin ich gestern also bester Dinge zum Langwieder See geradelt. Es war ja Feiertag und das musste genutzt werden. Allerdings war es kälter als gedacht, so dass ich beim Radln kalte Füße bekommen habe und auch obenrum war ich nicht warm genug angezogen. Aber egal, im Wasser wird es auch kühl sein (und zum Heimradeln habe ich immer trockene Sachen dabei).

Am See war es dann herrlich. Ruhig – keine Spaziergänger, keine Wellen. Perfekt. Ich ziehe mich um und gehe rein. War gar nicht so kalt wie gedacht. Ich schwimme los, das Thermometer muss sich noch an die Temperatur gewöhnen und zeigt irgendwann 11,8 Grad an. Ich schwimme etwas hinaus und eine Runde und dann gibt’s ein schönes heißes Kribbeln am Rücken. Toll!

Endlich kühler…


Als ich wieder Richtung Ufer schwimme, fetzt ein Hund ins Wasser. Und hört leider nicht, als ihn seine Herrchen zurückrufen. Die machen auch keine Anstalten, den Hund zurückzuholen, rufen stattdessen noch zwei, dreimal. Zum Glück bleibt mir der Hund fern. Ich mag nämlich keine Hunde und beim Schwimmen schon gar nicht und beim Schwimmen im kalten Wasser am allerwenigsten.

Als ich an Land komme, sind meine Füße dann endgültig kalt. Richtig kalt. Sie sind aber die einzigen, die eisig sind. Der Rest meines Körpers ist relativ normal. Ich wollte noch eine Runde spazierengehen, bevor ich heimradl. Aber mit den taubkalten Füßen hat sich das so überhaupt nicht gut angefühlt und mir war insgesamt nicht gut. Ich weiß nicht, was das war. Als die Sonne dann doch ein bisschen durch die Wolken kam, habe ich mich auf eine Bank gesetzt und bin danach heimgeradelt.

Wasser und Luft waren übrigens ungefähr gleich warm: 11,8 und 11,9 Grad. Schöner war’s im Wasser, weil es am Rücken sooooo schön heißgekribbelt hat.

An Land ist es genauso warm wie im Wasser


Heute war ich dann – schon wieder Feiertag – mit meiner Eisschwimmfreundin Bine am Waldschwaigsee. Der ist noch ein Stückerl weiter entfernt als der Langwieder See, aber zu zweit kann man das schon mal machen.

Wir haben uns an der verwaisten Wasserwachthütte auf der Bank eingerichtet, die Stimmung ist novemberlich-neblig-schön. Kein Wind, keine Wellen, kaum Spaziergänger. Sehr schön. 

Fast schon finnisch: Spiegelung am Waldschwaigsee


Wir gehen neben dem Steg ins Wasser – hui, schon frisch! Und beschließen, um den Steg herumzuschwimmen. Das ist machbar und ein Ziel ist immer gut. Und nach der anfänglichen Schock-Kälte geht’s ganz gut. 

Das Thermometer zeigt am Steg 11,0 Grad, unterwegs waren es 11,1 Grad


Ich schwimme noch ein Stück zu der Insel, aber dann merke ich, dass die „Muskeln zumachen“, wie man so sagt. Der See ist etwas kälter als der Langwieder, das Thermometer zeigt unterwegs 11,1 Grad (das heutige Datum: 1.11.!) und ich merke, dass es in den Armen und Beinen etwas zieht. Das war lange nicht! Es wird also wieder ernst in Sachen Winterschwimmen! 

Heute sogar mit Steg


Wir beenden unsere Schwimmrunde, sammeln noch kurz Bewunderung von einem netten älteren Spaziergängerpärchen ein und dann packen wir unsere Siebensachen und radln heim. Daheim angekommen schaut auch die Sonne durch die Wolken – Scherzkeks! 😉

Über Petra

Ich schwimme gern. Gern und viel, aber wahrscheinlich nicht besonders gut. Am liebsten kraule ich im Freibad-Becken, doch im Winter geht’s meist in die Halle. Oder zum „Eisschwimmen“ in den See. Sommers geht’s auch hin und wieder zum Schwimmen in einen See, aber am liebsten schwimme ich im Becken. Chlorhuhn halt. Zeige alle Beiträge von Petra

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