Ostseeschwimmen 1 – Nyborg auf Fünen

Ich war mal wieder unterwegs. Dienstlich in Dänemark. Genauer gesagt auf der Insel Fünen. Sie ist ziemlich groß und liegt in der Mitte zwischen dem dänischen Festland und der Insel Seeland, auf der die Hauptstadt Kopenhagen liegt. Von dort bin ich mit dem Zug nach Nyborg gefahren. Nyborg war im Mittelalter die Hauptstadt des Königreichs Dänemark, Fünen gilt wegen seiner fruchtbaren Böden als „Gemüsegarten“ Dänemarks. Fünen ist über eine Brücke mit Seeland verbunden.

Mit dem Zug übers Meer – bzw. über den Großen Belt

Da ich Züge und Brücken irgendwie spannend finde, habe ich mich sehr über die Überfahrt gefreut. Und die Storebaelt-Broen über den Großen Belt ist sogar länger als die von mir als ebenfalls sehr faszinierend empfundene Öresund-Brücke. Also, je nach Messung. Beides sind sehr beeindruckende Hängebrücken.

Die Öresundbrücke von oben …

Der Flieger hat eine große Runde um die Öresundbrücke gedreht, so konnte ich sie ausgiebig bewundern!

Und welch ein Glück! Mein Hotel liegt direkt am Meer. Und mit Blick auf die Brücke! Das ist ja toll! Sehnsüchtig gleitet mein Blick über die Ostsee.

Daaaaaa will ich rein!

Doch ich bin ja nicht zum Spaß hier, deshalb müssen erst noch ein paar Termine erledigt werden und es gibt ein (äußerst feines!) Geschäftsabendessen.

Abendessen mit Blick aufs Meer und Bier von Fünen – mit Holunder. Das Bier heißt „Fünischer Frühling“ und war sehr gut!

Bissl fies: Ich blicke direkt auf die Ostsee und muss doch warten, bis es endlich soweit ist. Neidisch beobachte ich einzelne Schwimmer, sogar eine SUP-Gruppe zieht vorbei.

 

Und dann, als die Sonne hinter dem Hotel noch eine Riesenshow namens „Sonnenuntergang“ abzieht, ist es endlich soweit: Ich darf schwimmen. Endlich!

Das heißt nicht: Viel Spaß beim Schwimmen, sondern, dass man die Brücke auf eigene Gefahr betritt.

 

Da war die Sonne schneller als ich mit dem Fotografieren …

Ist das toll oder ist das toll? Im Hintergrund die Storebaelt-Brücke

Die Ostsee hat sich wohl auch auf mich gefreut, denn sie ist jetzt, am Abend, spiegelglatt. Und etwa 18 Grad warm. Sagt das Haut-Thermometer. Draußen ist es auch nicht gerade warm, aber das macht nix. Ich gehe rein, es gibt einen Steg mit Leiter. Das ist gut, denn im Uferbereich sind ziemlich viele Algen. Doch Überraschung: Das Wasser ist auch hier nicht tief. Keine Ahnung, wie weit ich raus laufen müsste, damit es tiefer wird. Ich beschließe, dass es tief genug ist und schwimme. Ohmann… das ist sooooo schön gewesen! Links das Ufer mit der untergehenden Sonne, vor mir nur die Ostsee und dann diese tolle Abendstimmung. Ich liebe Abendstimmung am See – oder an der See. Ich schwimme also ein ganzes Stück in „Oma-Brust“ am Ufer entlang. Merke, wie mich das Wasser umschmeichelt. Wie schön es wieder mal ist, im Wasser zu sein und zu schwimmen. Auch, wenn es nur Oma-Brust ist. Aber da hat man einfach die beste Aussicht!

Dann drehe ich um und schwimme zum Steg zurück. Dort sind inzwischen zwei Engländer, die die Aussicht und Abendstimmung genießen. Ich sehe jetzt auch diese tolle Brücke vor mir. Und irgendwie ist der Schwimmausflug dann viel zu schnell rum. Aber es wird jetzt wirklich dunkel und man soll ja bekanntlich aufhören, wenn’s am schönsten ist!

Luft- und Wassertemperatur: 18,4 Grad – perfekt!

 

 

Die glückliche Schwimmerin, der Große Belt und die Mega-Brücke

Am nächsten Morgen mache ich mich um kurz nach 7 Uhr nochmal auf zum Schwimmen. Allerdings ist die Ostsee auch schon „wach“ und deshalb ziemlich wellig. Das Wasser platscht mir salzig ins Gesicht, das Schwimmen ist anstrengender als am Abend zuvor.

Guten Morgen, Ostsee!

Etwas welliger als am Abend …

Blick von meiner Terasse zum Meer und der Brücke

Die Sonne ist schon länger aufgegangen, sie scheint jetzt hinter der Storebelt-Brücke. Das sieht hübsch aus, doch die Wellen sind lästig – so auf nüchternen Magen.

Blick auf das Sinatur-Hotel. Echt direkt am Wasser.

Nach dem Schwimmausflug führe ich noch ein Interview mit Jan, dem Geschäftsführer des Sinatur-Hotels. Er erzählt mir viel über Nachhaltigkeit, denn das ist den Dänen sehr wichtig. Außerdem zeigt er mir den Obst- und Kräutergarten des Hotels. Er pflückt eine gelbe Zwetschge für mich vom Baum: Herrlich süß schmeckt die.

Zwetschgenbäume im Hotelgarten

Ich hätte mich ja nicht getraut, da einfach eine zu ernten. Aber der Chef darf das!

Und dann zeigt er mir noch seine 300.000 Arbeiterinnen, für die er keine Steuern zahlt – wie er grinsend anmerkt: Das Hotel hat eigene Bienen, ein Imker kümmert sich um die Tiere und erntet den Honig.

Bienenstöcke gibt’s auch auf dem Hotelgelände

Und dann gibt’s endlich Frühstück. Sehr fein! Mit Honig von den Bienen, die ich grad noch besucht habe, hausgemachter Marmelade und hausgemachtem Nutella. Mit salzigen Nussstückchen, sehr, sehr gut!

Was für ein tolles Frühstück! Hausgemachtes Nutella mit salzigen Nüssen, Honig vom Hotelgarten, Blaubeer- und Himbeermarmelade – hausgemacht. Hmmm!!

Frisch gestärkt heißt es dann schon Abschied nehmen. Denn mit dem Radl fahre ich jetzt zum Südende der Insel – nach Svendborg. Wo auch ein Hotel direkt am Strand auf mich wartet …

Mit dem Radl geht’s an der Küste entlang nach Süden

 

Über Petra

Ich schwimme gern. Gern und viel, aber wahrscheinlich nicht besonders gut. Am liebsten kraule ich im Freibad-Becken, doch im Winter geht’s meist in die Halle. Oder zum „Eisschwimmen“ in den See. Sommers geht’s auch hin und wieder zum Schwimmen in einen See, aber am liebsten schwimme ich im Becken. Chlorhuhn halt. Zeige alle Beiträge von Petra

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