Adé, Olympiaschwimmhalle

Die Olympiaschwimmhalle in München ist was ganz Besonderes. Schwimmen unter dem berühmten Zeltdach der Olympischen Spiele 1972. Schwimmen in dem 50-Meter-Wettkampfbecken, in dem sich die Besten der Besten 1972 gemessen haben. Türkisblaue Kacheln, soweit das Auge reicht. Sonnenstrahlen, die durch die riesigen Glasscheiben fallen – und manchmal sogar beim Schwimmen blenden. Die hohe Decke verstärkt den Eindruck von Freiheit. Es ist nicht gedrückt wie in vielen Bädern, in denen die Decke knapp über dem Becken hängt. Nein, hier ist es luftig. Nicht stickig. Hell, lichtdurchflutet. Mit Blick auf den Olympiaberg und den Fernsehturm. Und blau, so schön blau!

So leer ist es selten … so blau aber immer!

Doch heute hieß es für mich: Abschied nehmen. Die Freibadsaison startet und damit geht’s raus an die frische Luft. Doch das ist nicht alles: Ab 9. Mai ist die Olympiaschwimmhalle dann auch erst mal für ein paar Wochen komplett geschlossen. Schon seit einem Jahr schwimmen wir in der Baustelle. Die Becken unter der Tribüne wurden saniert. Sie sind jetzt fertig.

Viel Licht von außen, so macht schwimmen in der Halle Spaß!

Ab Mai ist das Wettkampfbecken dran. Das seit über 40 Jahren zuverlässig seinen Dienst tut. Aber es hilft nichts, der Zahn der Zeit nagt auch hier, Sanierung tut Not – sagen die Stadtwerke. Ich persönlich kann das nicht beurteilen, ist auch nicht meine Aufgabe. Ich sage nur „Servus“ zu dem Becken, das mir immer das Gefühl gab, sportlicher zu sein als ich es bin. Selbst, wenn manchmal richtig gute und schnelle Schwimmer da waren, die doppelt so schnell wie ich durchs Wasser gepflügt sind. Irgendwie konnte man sich in deren Glanz sonnen. Das Schwimmen fühlt sich für mich im „Oly“ immer „ernsthafter“ an als im Dantebad. Die Atmosphäre von „Sport“ oder „Olympia“ hängt irgendwie in der Luft. Was übrigens nicht in der Luft hängt, war der typische Chlorgeruch. Ob’s an der hohen Decke liegt oder ob sich die Zusammensetzung seit meiner Kindheit geändert hat, weiß ich nicht.

Nach der Sanierung wird es nicht mehr dasselbe sein …


Die Stadtwerke sagen, dass bei der Sanierung nichts von dem Charme der Olympiaschwimmhalle verloren gehen soll. Ich hoffe es. Aber ich habe auch gehört, dass das Becken ein Edelstahlbecken wird. Und Edelstahl sieht definitiv anders aus als blaue Fliesen! Wir werden sehen, was sich tut. Ab Herbst, wenn die Freibad-Saison rum ist, wird es ohnehin eng im Oly – denn dann müssen wir im Trainingsbecken unter der Tribüne schwimmen. Im Dunklen. Auf fünf statt acht Bahnen. Das wird kuschlig – oder wuschig. Mal sehen… vielleicht werde ich dann von der Teilzeit- zur Vollzeit-Eisschwimmerin. Oder es kommt anders als man denkt …

 

Über Petra

Ich schwimme gern. Gern und viel, aber wahrscheinlich nicht besonders gut. Am liebsten kraule ich im Freibad-Becken, doch im Winter geht’s meist in die Halle. Oder zum „Eisschwimmen“ in den See. Sommers geht’s auch hin und wieder zum Schwimmen in einen See, aber am liebsten schwimme ich im Becken. Chlorhuhn halt. Zeige alle Beiträge von Petra

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